Am Wochenende standen die Athleten des Team Bad Orb – Gesund
im Spessart bei zahlreichen Rennen am Start und trotzten den heissen
Bedingungen. Auch für Katharina Kreit und Florian Brosch stand mit dem Chiemsee
Triathlon auf der Olympischen Distanz bzw. Mitteldistanz ein heisses Rennen in
toller Umgebung statt.
Nachdem Kreit in den letzten Wochen gesundheitlich etwas
geplagt war, meldete sie sich auf die Olympische Distanz um, bei der nach den
1,5km Schwimmauftakt im Chiemsee eine landschaftlich schöne und
abwechslungsreiche Radstrecke mit 42km und ein abschließender 10km Lauf mit
einigen bergauf und bergab Passagen am Chiemsee und in Chieming absolviert
werden sollte. Der Veranstalter sorgte neben einer tollen Organisation für
einige Kühlmöglichkeiten, trotzdem hatte Kreit nach einem guten Schwimmauftakt
und einer guten Radperformance auf der Laufstrecke mit den heissen Bedingungen
und der anspruchsvollen Laufstrecke zu kämpfen. Ohne Überblick über die aktuelle
Platzierung ging es für Kreit darum, die Laufstrecke kontrolliert hinter sich
zu bringen und sich auf sich selbst zu kontrollieren. Im Zielkanal kam es
allerdings nochmal zu einem spannenden Zielsprint, bei dem Kreit mit Platz 11
denkbar knapp die Top Ten Platzierung verfehlte. „Da in der Vorwoche noch nicht
einmal feststand, ob ich überhaupt starten kann, da ich eine sehr heftige
allergische Reaktion hatte, bin ich sehr zufrieden mit dem Wettkampf und froh,
dass ich bei solche harten Bedingungen diese Platzierung erreichen konnte."
Für Brosch ging es auf die Mitteldistanz bestehend aus 2km schwimmen, 84km radfahren und 20km laufen. Dabei war Brosch auf den gleichen landschaftlich schönen und anspruchsvollen Strecken wie Kreit unterwegs, musste jedoch die Radrunde zweimal und die Laufrunde viermal absolvieren. Spannend war neben den gemeldeten extremen Hitzebedingungen auch das große Profigeld, das für die diesjährige Austragung gemeldet war. Neben dem österreichischen Staatsmeister Thomas Steger war auf der zweifache Weltmeister auf der Mitteldistanz Michael Raelert, mehrfache Ironmansieger Horst Reichel und zwanzig weitere Profis gemeldet.
Nach einem soliden Schwimmauftakt konnte Brosch bei immer
heisser werdenden Bedingungen ein konstantes Pacing auf dem Rad anschlagen und
weitere Plätze gutmachen. Beim abschließenden Laufen konnte Brosch seine
stärkste Disziplin und seine meist gute Hitzeverträglichkeit voll ausspielen.
„Ich habe mich komplett auf mich konzentriert und wusste, dass man auf keinen
Fall zu hart anlaufen darf. In der ersten Laufrunde war es besonders hart, da
man schon überhitzt vom Rad gestiegen ist. Ich konnte aber trotzdem immer
weiter überholen.“ Von Platz 20 aus lief Brosch mit einem konstanten Tempo
immer weiter nach vorne und konnte sich noch bis auf Gesamtplatz 10 nach vorne
schieben. Dies bedeutete mit einer Zeit von 4.03h den erneuten
Altersklassensieg in der AK30. Mit einer Laufzeit, die nur 45s langsamer als
die des zweifachen Weltmeister auf der Mitteldistanz Michael Raelert war,
zeigte sich Brosch sehr zufrieden. „Es war eine gute Entscheidung, dass ich
mich nur auf mein Körpergefühl konzentriert habe und kontrolliert losgelaufen
bin. Natürlich profitierte ich davon, dass Michael Raelert auf dem Rad viel
investiert hatte und mit der Hitze Probleme bekam, sonst wäre der Abstand bei
der Laufzeit definitiv höher ausgefallen.“ Für Brosch geht es in drei Wochen
erneut auf die Mitteldistanz in Erlangen, bei der man gespannt sein darf, wie
Brosch die dritte Mitteldistanz innerhalb sechs Wochen verkraftet und ob eine
weitere Steigerung möglich sein wird.
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