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Donnerstag, 4. Juli 2019

Kreit und Brosch am Chiemsee erfolgreich unterwegs

Am Wochenende standen die Athleten des Team Bad Orb – Gesund im Spessart bei zahlreichen Rennen am Start und trotzten den heissen Bedingungen. Auch für Katharina Kreit und Florian Brosch stand mit dem Chiemsee Triathlon auf der Olympischen Distanz bzw. Mitteldistanz ein heisses Rennen in toller Umgebung statt.
Nachdem Kreit in den letzten Wochen gesundheitlich etwas geplagt war, meldete sie sich auf die Olympische Distanz um, bei der nach den 1,5km Schwimmauftakt im Chiemsee eine landschaftlich schöne und abwechslungsreiche Radstrecke mit 42km und ein abschließender 10km Lauf mit einigen bergauf und bergab Passagen am Chiemsee und in Chieming absolviert werden sollte. Der Veranstalter sorgte neben einer tollen Organisation für einige Kühlmöglichkeiten, trotzdem hatte Kreit nach einem guten Schwimmauftakt und einer guten Radperformance auf der Laufstrecke mit den heissen Bedingungen und der anspruchsvollen Laufstrecke zu kämpfen. Ohne Überblick über die aktuelle Platzierung ging es für Kreit darum, die Laufstrecke kontrolliert hinter sich zu bringen und sich auf sich selbst zu kontrollieren. Im Zielkanal kam es allerdings nochmal zu einem spannenden Zielsprint, bei dem Kreit mit Platz 11 denkbar knapp die Top Ten Platzierung verfehlte. „Da in der Vorwoche noch nicht einmal feststand, ob ich überhaupt starten kann, da ich eine sehr heftige allergische Reaktion hatte, bin ich sehr zufrieden mit dem Wettkampf und froh, dass ich bei solche harten Bedingungen diese Platzierung erreichen konnte."

Für Brosch ging es auf die Mitteldistanz bestehend aus 2km schwimmen, 84km radfahren und 20km laufen. Dabei war Brosch auf den gleichen landschaftlich schönen und anspruchsvollen Strecken wie Kreit unterwegs, musste jedoch die Radrunde zweimal und die Laufrunde viermal absolvieren. Spannend war neben den gemeldeten extremen Hitzebedingungen auch das große Profigeld, das für die diesjährige Austragung gemeldet war. Neben dem österreichischen Staatsmeister Thomas Steger war auf der zweifache Weltmeister auf der Mitteldistanz Michael Raelert, mehrfache Ironmansieger Horst Reichel und zwanzig weitere Profis gemeldet.
Nach einem soliden Schwimmauftakt konnte Brosch bei immer heisser werdenden Bedingungen ein konstantes Pacing auf dem Rad anschlagen und weitere Plätze gutmachen. Beim abschließenden Laufen konnte Brosch seine stärkste Disziplin und seine meist gute Hitzeverträglichkeit voll ausspielen. „Ich habe mich komplett auf mich konzentriert und wusste, dass man auf keinen Fall zu hart anlaufen darf. In der ersten Laufrunde war es besonders hart, da man schon überhitzt vom Rad gestiegen ist. Ich konnte aber trotzdem immer weiter überholen.“ Von Platz 20 aus lief Brosch mit einem konstanten Tempo immer weiter nach vorne und konnte sich noch bis auf Gesamtplatz 10 nach vorne schieben. Dies bedeutete mit einer Zeit von 4.03h den erneuten Altersklassensieg in der AK30. Mit einer Laufzeit, die nur 45s langsamer als die des zweifachen Weltmeister auf der Mitteldistanz Michael Raelert war, zeigte sich Brosch sehr zufrieden. „Es war eine gute Entscheidung, dass ich mich nur auf mein Körpergefühl konzentriert habe und kontrolliert losgelaufen bin. Natürlich profitierte ich davon, dass Michael Raelert auf dem Rad viel investiert hatte und mit der Hitze Probleme bekam, sonst wäre der Abstand bei der Laufzeit definitiv höher ausgefallen.“ Für Brosch geht es in drei Wochen erneut auf die Mitteldistanz in Erlangen, bei der man gespannt sein darf, wie Brosch die dritte Mitteldistanz innerhalb sechs Wochen verkraftet und ob eine weitere Steigerung möglich sein wird.

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