Das Team Spessartchallenge ist nicht nur in eigenen Wettkampfgeschichten unterwegs, sondern fördert aktiv den Triathlonnachwuchs in Hessen. So trafen sich Julia Ertmer, Joey Metzler und Adi Kohr beim schulsportlichen Wettkampf "Jugend trainiert für Olympia" in Fulda über die Distanzen von 200m Schwimmen, 4km Radfahren und 2 km Läufen. Dabei traten die Teammitglieder bei herrlichem Triathlonwetter im Freizeitbad in und um Rosenau erstmals als Vertreter ihrer Schulen mit jeweils sechs Schülern gegeneinander an. "Ich bin sehr stolz auf meine Mannschaft, die haben heute den Olympischen Gedanken gelebt und wir haben mit allen Staterinnen und Startern das Ziel erreicht haben, erklärt Metzler nach dem Rennen, der die Schillerschule aus Offenbach betreute. Ertmer, die mit ihren 6 Schülerinnen und Schülern aus Viernheim anreiste, hatte in ihrer Mannschaft einige Triathleten, so dass " wir mit unser schnelleren von zwei Mannschaften im ersten Durchgang den vierten Platz belegen konnten" hält Ertmer stolz fest. " Das waren heute spannende Zweikämpfe unter den Kindern und man konnte sehen, wieviel Freude die jungen Athleten beim Triathlon hatten," ergänzt die 28 jährige Modellathletin, die am Wochenende mit dem Damenteam des Team Spessartchallenge in Darmstadt auf Punktejagdt in der zweiten Hessenliga geht. Das beste Ergebnis der drei 'Vollblutlehrer' erreichte Adi Kohr mit seinem Team vom Grimmelshausen-Gymnasium in Gelnhausen mit Platz vier." Wir wollten dieses Jahr eigentlich wieder eine Medaille holen wie letztes Jahr. Es sah auch gut aus, weil unser schnelles Dreier-Schulteam die Tagesbestzeit ins Wasser und auf den Asphalt hämmerte. Unser zweites Team, bestehend aus ganz jungen Schülern, war heute schnell, aber nicht schnell genug gegen die starke Konkurrenz der Eliteschule des Sports aus Frankfurt und der Schule aus Bad Schwalbach, die ausschließlich aus Kaderathleten des Hessischen Triathlonverband bestehen Dennoch sind wir sehr zufrieden, weil Julia, Joey und ich gemerkt haben, wieviel Spass die Kinder an Ausdauersport haben, erklärt Kohr stellvertretend für seine Teammitglieder, die am heutigen Tage mal gegeneinander antraten. "Nächstes Jahr sind wir wieder dabei", sind sich die bunte Truppe der Orber Lehrer-Triathleten sicher.
Donnerstag, 31. Mai 2012
Freitag, 25. Mai 2012
Rennbericht IronMan Lanzarote - Andreas Fellmann
Der Ironman auf Lanzarote ist ein sehr harter, emotionaler und landschaftlich wunderschöner Wettkampf, den ich nur jedem an´s Herz legen kann. Die Organisation war hervorragend, die vielen Helfer sehr herzlich und hilfsbereit. Trotz aller Ernsthaftigkeit bei den üblichen Prozeduren wie Bike Checkin gelang es den Helfern, Offiziellen und Kampfrichtern, eine durchaus relaxte Stimmung zu verbreiten.
Ich habe diese Insel lieben gelernt, mich begeistern die Kontraste von Lava und dem blauen Meer, ich mag die Kargheit der Natur, die Winde, die Hitze und die freundlichen Manschen. Ich werde wiederkommen, KEINE Frage. Wohl nicht in 2013, aber für 2014 ist die Wahrscheinlichkeit SEHR hoch! Wir haben in den 10 Tagen sehr viel Spaß gehabt, viele nette Leute aus dem Forum kennengelernt, mit denen wir zusammen die Prerace Nervosität geteilt und danach zusammen gefeiert haben. Nach meinem Aus letztes Jahr in der Vorbereitung auf Zofingen aufgrund einer langwierigen Knieschleimbeutelentzündung, ist dieses Jahr also bereits gerettet.
Für mich persönlich war es in jeder Beziehung mein bestes Langdistanzrennen.
Zahlen: Swim: 01:20 - T1: 00:07 - Bike: 05:58 - T2: 00:05 - Run: 03:56 - Gesamt: 11:28 - Rank: 376
Prerace:
Traumhaftes Wetter nach Ankunft aus dem grauen Germany. 7 Tage noch bis zum Rennen. Bis zu 40 Grad beim Radfahren, das Getränk, eben noch eiskalt in die Flasche gefüllt, verwandelte sich in wenigen Minuten in warme Brühe. Unglaublich. Je näher es zum Rennen ging, umso hitziger und nervöser wurde die Atmosphäre. Zu jeder Tageszeit sah man Trias auf den Stercken, speziell beim Laufen meisst mit sehr hohem Speed. Das Einschwimmen auf der Rennstrecke verlief zäh, meine Schwimmbrille beschlug dauernd, das Wassergefühl war leidlich. Das Radgefühl auf der Rennstrecke war deutlich besser als im Trainingslager im Frühjahr. Wir hatten Spaß am Radeln und fuhren nochmal einige Passagen locker ab. Je weniger Tage bis zum Rennen, umso nervöser wurden auch wir.
Raceday:
Morgens noch im Dunkeln in der Wechselzone angekommen, lag diese typisch nervöse, adrenalingeschwängerte Prerace Atmosphäre in der Luft. Wir prägten uns nochmals die Position von Beuteln und Rad ein und trafen letzte Vorbereitungen. Man hörte das Geräusch von Pumpen und auch mal einen zerplatzenden Reifen ;-) Kurz ins Wasser einschwimmen und schon fanden wir uns inmittem einer angespannten Meute in Neoanzügen dicht gedrängt am Strand wieder.
Da war es wieder, dieses Gefühl von "Gang zum Schaffot".
Swim:
Merke: Das Schwimmtraining ausfallen lassen, kann man immer so lange gut argumentieren, bis man morgens in der Neopelle bereuend am Start steht :-) Das erste Rennen mit Schwimmen im Meer und einem Landstart, flösste mir durchaus Respekt ein. Startschuss und ab ging es in die Waschmaschine. Keine Schläge, keine Tritte, aber es war supereng. Dauernd Körperkontakt, ich mag das überhaupt nicht. Der Wellengang war höher als in den Tagen zuvor, und als bekennender Rechtsatmer gab es so kräftig Salzwasser zu trinken. Die Brille, die in den Tagen zuvor beim Testschwimmen auf der Strecke immer beschlagen war, war nun ganz klar. Das war mein größtes Bedenken gewesen und ich schickte einen Dank gen Himmel :-) Irgendwie entzerrte sich das Feld aber nicht, speziell an den Bojen blieb es immer eng und unangenehm. Am Ende der ersten Schwimmrunde stand eine 00:39 auf der Uhr. Ist OK für mich, mehr Sorgen bereiteten mir die Krampfansätze beim Landgang. So orientierte ich mich wieder mehr nach außen in ruhigeres Schwimmwasser, um ja keinen Krampf mehr zu bekommen. Das funktionierte auch und nach einer gefühlen Ewigkeit erreichte ich nach 01:20 das Ufer.
Im Ranking ergab das Platz 1024, so dass ich mir die Position meines Rades in der Wechselzone gar nicht hätte so gut einprägen müssen, es war sehr übersichlich, selbst im Laufschritt :-)
Bike:
Nichts wurde in den Tagen vor dem Rennen so häufig diskutiert, wie die Radtaktik. Die beliebte Stutzer Taktik "Hammer the bike" fiel für Lanza als erste raus. Unser Fazit war: Man gewinnt auf der Strecke nicht durch (zu) schnelles Tempo in den Bergstücken. Es braucht Geduld, die 2700 HM kontrolliert zu fahren, um dann in den Roll- und Drückerstücken, sowie auf den Abfahrten den Schnitt wieder nach oben zu ziehen. Ab Mirador sollte dann Gas gegeben werden. Trotz hohem Tempos, das man am Anfang fahren konnte, war mein Puls eine ganze Ecke unter dem, was ich mir vorgestellt hatte. Verwirrte mich das zuerst, kam ich doch irgendwann darauf, dass das daran lag, dass die Temperaturen auf dem Rad in der Woche vor dem Rennen noch bei 40 Grad gelegen haben und der Puls daher sehr viel höher war, wärend es am Renntag nicht so heiß war. Nachdem das gedanklich geklärt war, machte ich mich daran, in meinen Rhythmus zu finden und die angedachten Ernährungsintervalle einzuhalten. Apropos Ernährung: Mein erstes Rennen, in dem ich mich durchgehend verpflegen konnte, ohne Magenschmerzen zu bekommen. Viel hatte ich schon probiert, nix hatte bisher funktioniert. Dieses mal wollte ich komplett auf Iso verzichten, nur Wasser trinken, für die Energieversorgung hatte ich eine Flasche mit Liquid Gel, 2 Riegel und Salz. Bingo, endlich Energie für das Rennen. An diesem Tag hatte ich "gute Beine" und fand sehr gut in die Radstrecke. Ich fuhr zu jeder Zeit kontrolliert, fühlte mich locker, hatte aber Bedenken noch an den 30er Schnitt zu kommen, als ich am Mirador del Rio so um die 27,5 auf dem Tacho hatte. Aber die Beinen blieben gut und ich konnte bis ins Ziel weiter kräftig einsammeln. Mit 05:58 blieb ich knapp über dem 30er Schnitt und das bescherte mir Platz 271 auf dem Rad. Perfekt für mich.
Run:
Im Wechselzelt beim Anziehen der Ceps gescheitert. 2 mal angesetzt, keine Chance. Also in die kurzen Socken, die ich ebenfalls eingepackt hatte. Käppsche auf, los ging es. Ich wollte maximal im 5er Schnitt anlaufen, eher 05:10. Blick auf die Uhr, zu schnell - 04:40. Spanier fliegen an mir vorbei. Wieder Blick auf die Uhr, immer noch zu schnell. Uhr defekt? Dann ging die Geschwindigkeit über 5, wobei ich mich fragte, ob die Spanier überzocken oder das so durchziehen können. Egal, ich weiß, das ich es nicht kann, also slow down! :-) Auch beim Laufen profitierte ich von der funktionierenden Verpflegung, ich hatte immer "Saft" und fühlte mich gut. Natürlich ist man am Ende groggy, aber es ist kein Vergleich zu den anderen Rennen, in denen ich gegen Ende einfach "leerlief". Die Laufstrecke führte an der Küste entlang und ist eine Wendepunktstrecke. 10 raus, Wende, 10 rein, dasselbe noch 2 mal kürzer. Das ist schon klasse, da man hier auch seine Mitstreiter trifft. Der erste, den ich von unseren Buben erkannte, war Christian. Christian hatte aus diversen privaten Gründen eigentlich zu wenig triathlonspezifisches Training gehabt. Er lieferte zu meiner Überraschung ein sehr konstantes Rennen ab und brach hinten raus nicht ein. Chapeau Christian!
Dann kam mir meine Frau entgegen und mir fiel ein Stein vom Herzen. Gerade hier, aufgrund der durchaus gefährlichen Radstrecke ist es super zu wissen, das der Andere unbeschadet vom Rad gekommen ist. Mein Rennen lief durchaus flüssig weiter und ich war weiter auf Kurs unter 12. Unter 12 war das Ziel, gerne auch weniger, je nach Tagesform. Die ersten 20 Kilometer waren vorbei, ich hatte mein erstes Bändchen und lag weiter gut in der Zeit. Es war jetzt sehr heiß und ich tankte in jeder Form Nass - Wasser, Eis, Schwämme, später auch Cola und Orangen. Alles, was kühlte war willkommen, ich nahm an jeder Verpflegungsstelle und hätte sogar noch eine mehr vertragen können, obwohl ich die Anzahl an Verpflegungstellen im Vorfeld sehr hoch fand. Nach 09:00 Stunden Rennen verkündete mein vollgeladener Garmin "Low battery" und nach 09:35 schaltete er sich grußlos aus. Ärgerlich bei angekündigten 20 Stunden Akkuleistung. Jetzt musste ich nach Gefühl laufen und immer mal nach der Racezeit schauen, ungewohnt für einen Technikjunkie, ging aber auch so ganz gut. 15 Kilometer vor Schluss wurde ich dann doch noch etwas ausgebremst. Beide Oberschenkel gingen langsam im oberen Bereich vorne zu und ich bekam dadurch zunehmend auch Probleme mit meiner Lieblingssehne rechts neben dem rechten Knie. Irgendeinen Limiter hat man eben immer :-) Woher das kam, weiß ich nicht. Das einzige, was ich diese Jahr recht konsequent verweigert hatte, war Rumpfstabi. Gedehnt habe ich aber viel. Trotzdem war das wohl die Quittung. Die letzte Runde zog sich aber jetzt sehr und ohne Uhr und in gefühltem Entenschritt verlor ich "etwas" das Zeitgefühl. Als ich an Uwe und Uli - ihr seid die BESTEN, danke!!!!! - vorbei kam, fragte ich Uwe hektisch, ob ich es denn wohl noch unter 12 schaffen können würde. Locker, rief er mir entgegen, aber ich war mir weiterhin unsicher. Kurz vor dem Ziel lunzte ich bei einem Spanier neben mir auf die Uhr und sah, das wir bei 11:25 lagen. DAS motiviert natürlich und bedeutete: Gas geben, um die Sub 11:30 noch zu schaffen.
Ich sah also zu, das er mir nicht mehr weglief und huschte nach einer Marathonzeit von 3:56 (Rang 396) mit einer Gesamtzeit von 11:28 und Rang 376 glücklich über die Ziellinie.
Ich habe diese Insel lieben gelernt, mich begeistern die Kontraste von Lava und dem blauen Meer, ich mag die Kargheit der Natur, die Winde, die Hitze und die freundlichen Manschen. Ich werde wiederkommen, KEINE Frage. Wohl nicht in 2013, aber für 2014 ist die Wahrscheinlichkeit SEHR hoch! Wir haben in den 10 Tagen sehr viel Spaß gehabt, viele nette Leute aus dem Forum kennengelernt, mit denen wir zusammen die Prerace Nervosität geteilt und danach zusammen gefeiert haben. Nach meinem Aus letztes Jahr in der Vorbereitung auf Zofingen aufgrund einer langwierigen Knieschleimbeutelentzündung, ist dieses Jahr also bereits gerettet.
Für mich persönlich war es in jeder Beziehung mein bestes Langdistanzrennen.
Zahlen: Swim: 01:20 - T1: 00:07 - Bike: 05:58 - T2: 00:05 - Run: 03:56 - Gesamt: 11:28 - Rank: 376
Prerace:
Traumhaftes Wetter nach Ankunft aus dem grauen Germany. 7 Tage noch bis zum Rennen. Bis zu 40 Grad beim Radfahren, das Getränk, eben noch eiskalt in die Flasche gefüllt, verwandelte sich in wenigen Minuten in warme Brühe. Unglaublich. Je näher es zum Rennen ging, umso hitziger und nervöser wurde die Atmosphäre. Zu jeder Tageszeit sah man Trias auf den Stercken, speziell beim Laufen meisst mit sehr hohem Speed. Das Einschwimmen auf der Rennstrecke verlief zäh, meine Schwimmbrille beschlug dauernd, das Wassergefühl war leidlich. Das Radgefühl auf der Rennstrecke war deutlich besser als im Trainingslager im Frühjahr. Wir hatten Spaß am Radeln und fuhren nochmal einige Passagen locker ab. Je weniger Tage bis zum Rennen, umso nervöser wurden auch wir.
Raceday:
Morgens noch im Dunkeln in der Wechselzone angekommen, lag diese typisch nervöse, adrenalingeschwängerte Prerace Atmosphäre in der Luft. Wir prägten uns nochmals die Position von Beuteln und Rad ein und trafen letzte Vorbereitungen. Man hörte das Geräusch von Pumpen und auch mal einen zerplatzenden Reifen ;-) Kurz ins Wasser einschwimmen und schon fanden wir uns inmittem einer angespannten Meute in Neoanzügen dicht gedrängt am Strand wieder.
Da war es wieder, dieses Gefühl von "Gang zum Schaffot".
Swim:
Merke: Das Schwimmtraining ausfallen lassen, kann man immer so lange gut argumentieren, bis man morgens in der Neopelle bereuend am Start steht :-) Das erste Rennen mit Schwimmen im Meer und einem Landstart, flösste mir durchaus Respekt ein. Startschuss und ab ging es in die Waschmaschine. Keine Schläge, keine Tritte, aber es war supereng. Dauernd Körperkontakt, ich mag das überhaupt nicht. Der Wellengang war höher als in den Tagen zuvor, und als bekennender Rechtsatmer gab es so kräftig Salzwasser zu trinken. Die Brille, die in den Tagen zuvor beim Testschwimmen auf der Strecke immer beschlagen war, war nun ganz klar. Das war mein größtes Bedenken gewesen und ich schickte einen Dank gen Himmel :-) Irgendwie entzerrte sich das Feld aber nicht, speziell an den Bojen blieb es immer eng und unangenehm. Am Ende der ersten Schwimmrunde stand eine 00:39 auf der Uhr. Ist OK für mich, mehr Sorgen bereiteten mir die Krampfansätze beim Landgang. So orientierte ich mich wieder mehr nach außen in ruhigeres Schwimmwasser, um ja keinen Krampf mehr zu bekommen. Das funktionierte auch und nach einer gefühlen Ewigkeit erreichte ich nach 01:20 das Ufer.
Im Ranking ergab das Platz 1024, so dass ich mir die Position meines Rades in der Wechselzone gar nicht hätte so gut einprägen müssen, es war sehr übersichlich, selbst im Laufschritt :-)
Bike:
Nichts wurde in den Tagen vor dem Rennen so häufig diskutiert, wie die Radtaktik. Die beliebte Stutzer Taktik "Hammer the bike" fiel für Lanza als erste raus. Unser Fazit war: Man gewinnt auf der Strecke nicht durch (zu) schnelles Tempo in den Bergstücken. Es braucht Geduld, die 2700 HM kontrolliert zu fahren, um dann in den Roll- und Drückerstücken, sowie auf den Abfahrten den Schnitt wieder nach oben zu ziehen. Ab Mirador sollte dann Gas gegeben werden. Trotz hohem Tempos, das man am Anfang fahren konnte, war mein Puls eine ganze Ecke unter dem, was ich mir vorgestellt hatte. Verwirrte mich das zuerst, kam ich doch irgendwann darauf, dass das daran lag, dass die Temperaturen auf dem Rad in der Woche vor dem Rennen noch bei 40 Grad gelegen haben und der Puls daher sehr viel höher war, wärend es am Renntag nicht so heiß war. Nachdem das gedanklich geklärt war, machte ich mich daran, in meinen Rhythmus zu finden und die angedachten Ernährungsintervalle einzuhalten. Apropos Ernährung: Mein erstes Rennen, in dem ich mich durchgehend verpflegen konnte, ohne Magenschmerzen zu bekommen. Viel hatte ich schon probiert, nix hatte bisher funktioniert. Dieses mal wollte ich komplett auf Iso verzichten, nur Wasser trinken, für die Energieversorgung hatte ich eine Flasche mit Liquid Gel, 2 Riegel und Salz. Bingo, endlich Energie für das Rennen. An diesem Tag hatte ich "gute Beine" und fand sehr gut in die Radstrecke. Ich fuhr zu jeder Zeit kontrolliert, fühlte mich locker, hatte aber Bedenken noch an den 30er Schnitt zu kommen, als ich am Mirador del Rio so um die 27,5 auf dem Tacho hatte. Aber die Beinen blieben gut und ich konnte bis ins Ziel weiter kräftig einsammeln. Mit 05:58 blieb ich knapp über dem 30er Schnitt und das bescherte mir Platz 271 auf dem Rad. Perfekt für mich.
Run:
Im Wechselzelt beim Anziehen der Ceps gescheitert. 2 mal angesetzt, keine Chance. Also in die kurzen Socken, die ich ebenfalls eingepackt hatte. Käppsche auf, los ging es. Ich wollte maximal im 5er Schnitt anlaufen, eher 05:10. Blick auf die Uhr, zu schnell - 04:40. Spanier fliegen an mir vorbei. Wieder Blick auf die Uhr, immer noch zu schnell. Uhr defekt? Dann ging die Geschwindigkeit über 5, wobei ich mich fragte, ob die Spanier überzocken oder das so durchziehen können. Egal, ich weiß, das ich es nicht kann, also slow down! :-) Auch beim Laufen profitierte ich von der funktionierenden Verpflegung, ich hatte immer "Saft" und fühlte mich gut. Natürlich ist man am Ende groggy, aber es ist kein Vergleich zu den anderen Rennen, in denen ich gegen Ende einfach "leerlief". Die Laufstrecke führte an der Küste entlang und ist eine Wendepunktstrecke. 10 raus, Wende, 10 rein, dasselbe noch 2 mal kürzer. Das ist schon klasse, da man hier auch seine Mitstreiter trifft. Der erste, den ich von unseren Buben erkannte, war Christian. Christian hatte aus diversen privaten Gründen eigentlich zu wenig triathlonspezifisches Training gehabt. Er lieferte zu meiner Überraschung ein sehr konstantes Rennen ab und brach hinten raus nicht ein. Chapeau Christian!
Dann kam mir meine Frau entgegen und mir fiel ein Stein vom Herzen. Gerade hier, aufgrund der durchaus gefährlichen Radstrecke ist es super zu wissen, das der Andere unbeschadet vom Rad gekommen ist. Mein Rennen lief durchaus flüssig weiter und ich war weiter auf Kurs unter 12. Unter 12 war das Ziel, gerne auch weniger, je nach Tagesform. Die ersten 20 Kilometer waren vorbei, ich hatte mein erstes Bändchen und lag weiter gut in der Zeit. Es war jetzt sehr heiß und ich tankte in jeder Form Nass - Wasser, Eis, Schwämme, später auch Cola und Orangen. Alles, was kühlte war willkommen, ich nahm an jeder Verpflegungsstelle und hätte sogar noch eine mehr vertragen können, obwohl ich die Anzahl an Verpflegungstellen im Vorfeld sehr hoch fand. Nach 09:00 Stunden Rennen verkündete mein vollgeladener Garmin "Low battery" und nach 09:35 schaltete er sich grußlos aus. Ärgerlich bei angekündigten 20 Stunden Akkuleistung. Jetzt musste ich nach Gefühl laufen und immer mal nach der Racezeit schauen, ungewohnt für einen Technikjunkie, ging aber auch so ganz gut. 15 Kilometer vor Schluss wurde ich dann doch noch etwas ausgebremst. Beide Oberschenkel gingen langsam im oberen Bereich vorne zu und ich bekam dadurch zunehmend auch Probleme mit meiner Lieblingssehne rechts neben dem rechten Knie. Irgendeinen Limiter hat man eben immer :-) Woher das kam, weiß ich nicht. Das einzige, was ich diese Jahr recht konsequent verweigert hatte, war Rumpfstabi. Gedehnt habe ich aber viel. Trotzdem war das wohl die Quittung. Die letzte Runde zog sich aber jetzt sehr und ohne Uhr und in gefühltem Entenschritt verlor ich "etwas" das Zeitgefühl. Als ich an Uwe und Uli - ihr seid die BESTEN, danke!!!!! - vorbei kam, fragte ich Uwe hektisch, ob ich es denn wohl noch unter 12 schaffen können würde. Locker, rief er mir entgegen, aber ich war mir weiterhin unsicher. Kurz vor dem Ziel lunzte ich bei einem Spanier neben mir auf die Uhr und sah, das wir bei 11:25 lagen. DAS motiviert natürlich und bedeutete: Gas geben, um die Sub 11:30 noch zu schaffen.
Ich sah also zu, das er mir nicht mehr weglief und huschte nach einer Marathonzeit von 3:56 (Rang 396) mit einer Gesamtzeit von 11:28 und Rang 376 glücklich über die Ziellinie.
Dienstag, 22. Mai 2012
Spessart-Therme-Duathlon - Sebastian Heinl 4.
Als sich Sebastian am 20. Mai auf den Weg zum Spessarttherme Duathlon nach Bad Soden-Salmünster machte, hatte er sicherheitshalber ein dick bereiftes Vorderrad im Gepäck und stellte sich innerlich schon auf einen richtig dreckigen Sonntag ein. In der vergangenen Nacht hatte es 6 Stunden ohne Pause geregnet, die Bedingungen zum Startzeitpunkt jedoch waren optimal, 20° und Sonnenschein. Beim Warmlaufen wurden letzte taktische Optionen durchgespielt, die jedoch mit erklingen des Startschusses komplett über den Haufen geworfen wurden. Nach wenigen hundert Metern fand sich Sebastian auf dem fünften Platz laufend wieder und dachte nichtmehr an die noch anstehenden Herausforderrungen auf dem Rad sowie der zweiten Laufrunde. Sebastian hielt die Position bis zum ersten Wechsel, wohl wissend das drei der vor ihm liegenden Läufer in der Teamwertung an den Start gegangen waren. Der Wechsel glückte gut, doch auf dem Rad folgte die Ernüchterung, schnell waren 2 Plätze verloren und es wurde Zeit auf Radfahren umzuschalten. Auf dem 4 Platz liegend fuhr Sebastian dann über die Staumauer dem letzten Streckenabschnitt entgegen, doch dieser hatte es noch einmal in sich, die Radzeit war aufgrund der Verhältnisse 4min langsamer als im Vorjahr. Auf der zweiten Laufrunde konnte der 4. Gesamtrang verteidigt werden, mit dem Gesamtergebnis kann man durchaus zufrieden sein.
Ergebnisse Spessart-Therme-Duathlon:
1. Ruppel, Rafael SV Gelnhausen 2:05:53 1. M18 1.M 00:24:50 (2.) 01:13:58 (2.) 00:27:05 (1.)
2. Weigel, Peter TSV Poppenhausen 2:09:07 1. M40 2.M 00:24:43 (1.) 01:15:55 (4.) 00:28:29 (2.)
3. Weisbecker, Marco RVG Bad Orb 2:09:43 1. M30 3.M 00:26:49 (8.) 01:13:47 (1.) 00:29:07 (4.)
4. Heinl, Sebastian TV Bad Orb 2:11:05 2. M18 4.M 00:25:40 (3.) 01:16:03 (5.) 00:29:22 (5.)
Montag, 21. Mai 2012
Ironman Lanzarote - Manchmal sagen nackte Zahlen mehr als viele Worte!
Gratulation an unsere "Fellmänner"!
Name-------Swim--------Bike--------Run------Gesamt----Platz-----AK
Andreas----01:20:48---05:58:36---03:56:37---11:28:36---400---------65
Alexandra--01:28:40---06:43:25---03:47:16---12:11:59---621---------3!!!
Name-------Swim--------Bike--------Run------Gesamt----Platz-----AK
Andreas----01:20:48---05:58:36---03:56:37---11:28:36---400---------65
Alexandra--01:28:40---06:43:25---03:47:16---12:11:59---621---------3!!!
Mittwoch, 16. Mai 2012
Drei-Flüsse-Triathlon Gemünden - Traingsfleiß zählt sich aus – AK-Silber und -Bronze
Wieder einmal sorgte die bunte Truppe der Triathleten des Team Spessartchallenge für Aufsehen in der großen Welt des Triathlonsports. Diesmal beim Dreiflüsse-Triathlon im bayrischen Gemünden. Der Triathlon in Bayern gilt schon seit Jahren für viele Triathleten neben dem Kinzigtal-Triathlon und dem Kinzigman als perfekter Einstieg in die Saison. Bei herrlichem Sonnenschein zeigten Adi Kohr und Bernd Parzakowski ihre neuen Wettkampfoutfits mit braungebrannter Haut der Konkurrenz im neugebauten Freibad der Stadt. Das man damit gut durch die erste Disziplin kommt, zeigte gleich Kohr mit einer Schwimmzeit von 14:35 min ( Platz 8) über 1000m. Paczarkowski entstieg nach 16:30 dem 23 Grad warmen Wasser. "Schwimmen kann ich, aber ich war mir unsicher über meine Rad- und besonders über meine läuferischen Fähigkeiten über 10 Kilometer - ich komme in keinen Trainingsrhythmus mehr, seitdem ich das Studentenleben gegen eine sichere Existenz gewählt habe, so Kohr mit einem Schmunzeln im Gesicht. Auf der 36 km langen und bergigen Radstrecke hielten sich Kohr (1:02,52 Std). und Paczarkowsi (1:08:48 Std.) lang auf dem Asphalt auf. Kohr, der sich nach gewohnt guter Schwimmleistung eigentlich am ersten Berg nicht überholen lassen wollte, schlug laut eigener Aussage "ein gemäßigtes Tempo" an. Dagegen 'knöpfte' sich sein Teamkollege mit starken Lanzarote-Muskeln den ein, oder anderen Athleten vor. Kohr fuhr als 14. in die zweite Zone ein und lief erstaunliche 39:30min über die abschließende Laufstrecke. "Mit Frequenz, Kniehub und Beckenaufrichtung im Kopf - ging das echt gut heute. Mein Physio hat in den letzten zwei Wochen wieder hervorragende Arbeit geleistet. Mit Platz drei in der AK bin ich voll zufrieden. Erster Wettkampf, da kann man nicht so viel erwarten. Noch vor zwei Wochen war die Geschwindigkeit meiner Tausenderläufe weit über dem heutigen Durchschnittstempo", resümiert der Athlet aus Gelnhausen. Erwartungsvoll ging auch Parczakowski den Lauf an, da den ehemaligen Fußballer aus Wächtersbach Achillessehnenprobleme in der letzten Zeit plagten. "Heute war ich wieder ganzer Alte, endlich liefen meine Beinchen über den Asphalt wie eine Horde wildgewordener Büffel, so macht das Spaß", hielt der älteste der Orber Athleten des Team Spessartchallenge in einem kurzen Statement fest und stieg bei der Wettkampfehrung auf das linke Podest, was Platz 2 in der Altersklasse M 50 bedeutete.
Detailergebnisse: http://www.triathlon-team-gemuenden.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/05/Ergebnisliste.pdf
Montag, 14. Mai 2012
Barockstadt Fulda Triathlon: AK-Podium für Johannes Goldbach
Johannes' Stenogramm zum Wettkampf:
Schwimmen : 1500m im Becken in 28:48min/47.Zeit
besser wie erwartet, konnte meinen Rhythmus schwimmen und bin nicht als letzter aus dem Becken. Leider Krampf bei Wende bekommen..war dann etwas nervig
Radfahren : 38km in 01:01:10/13. //13. Radzeit
Konnte Position nach Schwimmen halten und noch ein paar Aus meiner Startgruppe einfangen. Eigentlich recht flotter Kurs aber gestern auch etwas Windanfällig. Es war gestern ziemlich frisch auf dem Hobel. Dank sei den "Eisheiligen" in der Nacht zuvor.
Laufen : 10km in 38:13 //17.Laufzeit
4-Runden-Kurs a 2,5 km über Kopfsteinpflaster durch die Fuldaer Innenstadt und Schlosspark mit vielen teils engen Kurven. Dennoch konnte ich auch hier weitere vor mir liegende Athleten überholen und die hinter mir auf Distanz halten.
Rundum bin ich mit meiner Leistung am gestrigen Tage - Gesamtplatz 15, 2. in meiner Altersklasse - zufrieden gewesen und von der Laufzeit sogar selbst überrascht.
Ergebnislink: http://fulda-tria.r.mikatiming.de/2012
Sonntag, 13. Mai 2012
Ketteler-Lauf: Julia Ertmer und Jürgen Metzler als 2. Frau im Ziel!
Wie kann das sein?
Nu ja, Jürgen kam über die fünf Laufkilometer in Offenbach nach 18:26min zwar als dritter Mann, aber auch hinter der ersten Dame - Alexandra Behrens vom DSW Darmstadt - ins Ziel. Nicht weit dahinter kam Julia Ertmer in 19:02min auf den 2. Platz im Damenrennen.
Fotogalerie: https://picasaweb.google.com/timule/Kettelerlauf?authkey=Gv1sRgCPamu8mZ5s_fpwE
Nu ja, Jürgen kam über die fünf Laufkilometer in Offenbach nach 18:26min zwar als dritter Mann, aber auch hinter der ersten Dame - Alexandra Behrens vom DSW Darmstadt - ins Ziel. Nicht weit dahinter kam Julia Ertmer in 19:02min auf den 2. Platz im Damenrennen.
Fotogalerie: https://picasaweb.google.com/timule/Kettelerlauf?authkey=Gv1sRgCPamu8mZ5s_fpwE
Dienstag, 8. Mai 2012
Montag, 7. Mai 2012
Gelungener Saisonauftakt Gelnhausen
Mistwetter war‘s am Sonntag!
Dauerregen bei unter 10 Grad. Und trotzdem können wir mit unserem Abschneiden beim traditionellen Saisonauftakt ganz zufrieden sein. Mit Julia Ertmer, Jürgen Metzler, Bernd Paczarkowski, Oliver Rinkenberger, Tim Stutzer, Jörg Treffler und dem Heinl-Trio Hannelore, Sebastian und Heinrich brachten wir neun Starter an die Startlinie, acht kamen durch. Mit Tim Stutzer (4. Platz/1. M35) und Jürgen Metzler (8. Platz/3. M35) zwei weiteren 3. Plätzen in den Altersklassen durch Sebastian Heinl und Bernd Paczarkowski können wir auf eine zumindest gute Frühform unserer Jungs schlie-ßen. Auch die übrigen Teammitglieder lieferten solide Leistungen ab. Allein der Ausfall von Julia Ertmer wegen technischem Defekt schon zu Beginn der Radstrecke trübt das Gesamtbild dann doch, denn Julia hatte sich nach sehr gutem Schwimmauftakt schon an die Spitzenschwimmerinnen herangepirscht. Aber Julia bekommt schon Wochenende beim Kinzigman in Langenselbold Gelegenheit, ihre gute Form zu beweisen.
Das Rennen im Detail
Nach wie so oft eher mäßigem Auftakt beim Schwimmbad, der Tim Stutzer schon auf der ersten Bahn ein dickes blaues Auge einbrachte, machten sich unsere Jungs auf der durch den Regen leider sehr rutschigen Radstrecke auf ihre obligatorische Aufholjagd. Am besten gelang das Tim Stutzer, der sich schon zur Hälfte der Radstrecke auf den zweiten Platz vorgearbeitet hatte. Der Führende Marcel Bischof aber war an diesem Tag auf dem Rad eine Klasse für sich und distanzierte Stutzer auf der Radstrecke um eine weitere Minute. Für die anderen Athleten des Teams lief das Rad fahren gut, nur Bernd Paczarkowski machte, nachdem dem riskanten Überholmanöver eines Konkurrenten leider Bekanntschaft mit dem nassen Asphalt. Trotzdem biss sich Bernd beim Laufen dann bis auf den 3. Platz seiner Altersklasse durch. Die Hoffnung, nach Florian Brosch 2008 zum zweiten Mal einen unserer Athleten aufs Podium in Gelnhausen zu bringen, wurde auf den fünf Laufkilometern dann leider nicht erfüllt. Zwar tat Tim alles, um durch ein beherztes anlaufen die unmittelbare Konkurrenz auf Distanz zu halten. Gegen die schnellste Laufzeit des Tages aber, die Paul Schuster mit 16:03min für die 5km hinlegte konnte das nicht reichen. Und auch um Oliver Weber (Tri Team Wetterau) auf Distanz zu halten, war Stut-zers Geschwindigkeit nicht hoch genug. Rund anderthalb Kilometer vor dem Ziel wurde Stutzer dann auf den 4. Platz durchgereicht. Mit guter Laufzeit von knapp unter 20min konnte sich Jürgen Metzler zwar nicht gegen die Konkurrenz der Frankfurter Eintracht in Person von Matthias Hähnel durchsetzen, landete aber dennoch auf dem 9. Platz.
Die neuen Rennanzüge - eigentlich ganz schick - haben leider in Hüfthöhe eine Beule:
Ergebnisse:
Frauen
1. Tanja Weber 1:13:40
2. Claudia Wendt 1:13:56
3. Eva Hamm 1:14:51
32. Hannelore Heinl 1:31:19
Männer
1. Marcel Bischof 0:59:06
2. Paul Schuster 1:01:09
3. Oliver Weber 1:02:22
4. Tim Stutzer 1:02:50
8. Jürgen Metzler 1:07:27
27. Oliver Rinkenberger 1:10:19
30. Sebastian Heinl 1:10:47
40. Bernd Paczarkowski 1:13:26
80. Jörg Treffler1:19:56
123.Heinrich Heinl 1:29:30
Detailergebnisse: http://my1.raceresult.com/details/index.php?page=4&eventid=8877&lang=de
Bildergalerie: https://picasaweb.google.com/timule/Gn2012?authkey=Gv1sRgCO7A_pfSu_vcnwE#
Filmchen von Vorsprung TV: http://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=lDacc74hGEE´
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