V I S I O N K R A F T L E I D E N S C H A F T P U L S A T E M P O F R E U D E

Mittwoch, 31. Oktober 2012

Frankfurt Marathon 2012 - Laufen in der Eisbox


"Kollege" Jung, Julia und Jürgen im Ziel

"Es sollte wieder mal nicht sein!", so ähnlich könnte die Überschrift zum 6. Unterfangen von Jürgen in Folge beim Frankfurt-Marathon lauten, die magische Drei-Stunden-Marke zu unterbieten. "Endlich mal wieder Bestzeit über 42,195km!", klingt als Überschrift des Saisonfinales weitaus besser. "Bestzeittage sind besondere Tage", pflegt Ver-einskollege Adi Kohr nur zu gerne hervorzuheben. Und Recht hat er! Es wäre schade, sich an solch besonderen Tagen darüber zu ärgern, was man nicht geschafft hat, wenn man doch et-was Besonderes erreicht hat: 42,195km durch die Straßen von Frankurt mit einem Tempo von im Schnitt 4:19min/km, was einer Gesamtzeit von 3:02:22 Stunden entspricht! Für Julia war ihr Marathon-Debüt ebenso anstengend, teilweise hatte sie sogar Probleme am Ende des Ren-nens, ihren sonst gewohnsten flotten Laufschritt aufrechtzuerhalten. Grund war wohl die sehr schnell angegangene 1. Hälfte des Wettkampfs. Teilweise war Julia da nur 2min hinter Jürgen, ging mit ausgezeichneten 1:31 Stunden bei der Halbmarathon-Marke durch, was auf der 2. Hälfte aber seinen Tribut forderte. Mit 1:46 Stunden lief sie den zweiten Rennteil dann zwar deutlich langsamer und spürte, was der Unterschied zwischen Halbmarathonrennen und Rennen über die volle Distanz bedeutet. Letztlich kam Julia aber nach hervorragenden 3:17:42 Stunden, völlig K.O., aber happy, in der Festhalle an.





Sonntag, 14. Oktober 2012

Ironman Hawaii: 9:42h für Alex Nikolopoulos



In die Hosen gemacht vorm Rennen hat sich Alex vor dem Rennen gestern - es war ja sein fünftes in Folge auf Hawaii - sicher nicht. Dafür aber hat ihn dann leider im Rennen die Verdauung den ein und anderen Streich gespielt... So wurde es leider nix mit einer schönen neuen Salatschüssel für zuhause. Trotzdem sind 9:42 unter den harten äußeren gestern aller Ehren wert.

Die nackten Zahlen:
Gesamtzeit: 9:4243h
Swim: 1:09:56min
Bike: 4:53:158h
Run: 3:31:54h

T1 3:22min
T2 4:04min

AK-Rang: 46
Gesamtrang: 198

Sonntag, 7. Oktober 2012

Der Oberhammer: Florian Brosch Deutscher Meister im Crossduathlon



Spät entscheid sich die Deutsche Triathlon Union bei ihren Planungen für das Jahr 2012, erstmals eine Meisterschaft im Crossduathlon auszutragen. Ebenfalls spät konnte Florian Brosch nach Verletzungsproblemen in die Saison 2012 einsteigen. Und so kam dem angehenden Sportlehrer diese Herausforderung gerade recht, um ein zufrieden stellendes Ende hinter ein schwieriges Sportjahr zu setzen. Ausgetragen wurden das Rennen in Eichelberg, Kraichgau. Beim so genannten "Eichelberg-Man" müssen die Athleten zunächst einen 7,5 Kilometer langen Crosslauf absolvieren, bevor eine Mountainnbikestrecke von 22,5km vor ihnen liegt. Nach dem Rad fahren folgt erneut ein abschließender Crosslauf über 5 Kilometer. Gemeinsam mit Marco Weisbecker, für den das Rennen der offenen Wertung als Vorbereitung auf die Cross-Triathlon-WM auf Hawaii diente, nahm Florian an dem Wettkampf das Rennen in Angriff. Mit vielen Höhenmetern gespickt, verlangte das Rennen beiden Sportlern alles ab.
Sofort nach dem Start konnte sich Florian an der Spitze des Feldes festbeißen, lag nach der ersten von drei Laufrunden auf Rang 4. Bis zum Wechsel aufs Rad konnte er sich auf den aussichtsreichen dritten Platz vorarbeiten. Marco wechselte mit einigen Minuten Rückstand auf die Führungsgruppe aufs Rad. Auf der Mountainbikestrecke konnte Florian alle Angriffe der Konkurrenz mitgehen und sogar noch einen Platz gutmachen, so dass er auf Rang 2 auf den abschließenden 5km-Lauf wechselte. Dort lieferte er sich einen harten und von den Zuschauern gefeierten Kampf mit René Hördermann (BMC Development Team), der den Wettkampf ohne Teilnahme an den Deutschen Meisterschaften in der offenen Wertung bestritt. Nachdem Florian auf der letzten Laufrunde alles in die Waagschale warf , eine Attacke setze und den bis dahin Führenden überholte, konterte dieser am letzten Berg.
Florian entschied sich hier mit Blick auf die DM-Wertung nichts mehr zu riskieren – die Beine zeigten schon Krampfansätze – und ließ Hördemann ziehen. Trotzdem feierte Florian auf den letzten Metern des Rennens ausgelassen: Die mitgereisten Fans abklatschend, konnte er im Ziel freudestrahlend den Deutschen Meistertitel im Crossduathlon bejubeln. "Was für ein hartes Rennen! Vor allem die Laufstrecke hatte es in sich. Jetzt freue ich mich einfach nur, Deutscher Meister zu sein. Ein tolles Gefühl", resümierte er abschließend. Marco beendete das Rennen der offenen Wertung auf einem hervorragenden 2. Platz.

Detailergebnisse Eichelberg-Man/DM Crossduathlon:

1. BROSCH, Florian             TV Bad Orb/Team Spessartchallenge               1:36:04h
2. WETZEL, Michael             WMF BKK-Team AST Süßen                       1:37:29h
3. FROHN, Mathias               TuS 1908 Schleiden                                       1:37:43h


2. Platz offene Wertung. WEISBECKER, Marco    BikeWorkDesch/RVG Bad Orb                     1:47:10h

Freitag, 5. Oktober 2012

Drei Mal Top5 fürs Team beim Lauf gegen das Vergessen


Der Lauf gegen das Vergessen, dem Benefizlauf zugunsten Alzheimerkranker des Lauftraffs Ginnheim (Frankfurt) bietet Rennen über 5, 10 und 15 Kilometer an. Drei Strecken, drei Athleten – da dachten sich Julia Ertmer, Florian Brosch und Jürgen Metzler, mal Streckenlängen besetzen und mal die Spätform testen. Für Florian Brosch, der nach langer Verletzungspause 2012 erst sehr spät wieder die Laufschuhe schnüren konnte war es ein kurzer Formtest für die am kommenden Samstag anstehenden Deutschen Meisterschaften im Cross-Duathlon. Und diesen meisterte er mit Bravour. Gleich zu Beginn hielt er das Tempo hoch und ihm konnte lediglich Lienhard Hersel vom SSC Hanau-Rodenbach folgen konnte.  Der aber ließ sich nicht abschütteln und ließ in klassischer Läufermanier Florian die Arbeit machen. Die Attacke, die Hersel rund 800 Meter vor dem Ziel startete, konnte Florian dann nicht mehr kontern und wurde in neuer persönlicher Bestzeit von 16:35min hervorragender Zweiter.
Zusammen mit Florian auf den fünf Kilometer langen Rundkurs gegangen war der Plan von Jürgen und Julia , zusammen die ersten 10km in unter 40 Minuten zu laufen. Jürgen sollte dann noch eine Runde dranhängen und die 15km voll machen.

Bei Kilometer 3: Julia und Jürgen noch im Gleichschritt
Obwohl Julia das Frauenfeld souverän anführte und den Lauf überlegen gewann, war sie am Ende nicht ganz zufrieden. Denn sie hatte Jürgen kurz vor der 4km-Marke ziehen lassen müssen und kam an Ende in immer noch sehr guten 41:10min als erste Frau und Gesamt-11. über die 10km ins Ziel. Jürgen dagegen hatte sehr gute Beine und spulte die 15km genau nach Plan ab: Er blieb mit 57:57min sogar zwei Minuten unter der avisierten 1h-Marke.

Rot/Schwarzes Urmel gesichtet!
Ergebnisse - Lauf gegen das Vergessen

5km-Lauf
1. Hersel, Lienhard SSC-Hanau-Rodenbach 16:29
2. Brosch, Fabrian TV Bad Orb 16:35
3. Wittig, Jens BSG Commerzbank 17:03

10km-Lauf
1. Ertmer, Julia TV Bad Orb 41:10
2. Richter, Nadine TSV Ostheim v.d.Rhön 41:36
3. Pfeilschifter, Waltraud Spiridon Frankfurt 44:14

15km-Lauf
1. Spaich, Christian TSG Oberursel 53:04
2. Baudek, Gerald ASC Marathon Friedberg 57:12
3. Tecza, Jakub LG Eintracht Frankfurt 57:12
4. Zabudkin, Alexei ohne Verein 57:39
5. Metzler, Jürgen TV Bad Orb 57:57





Donnerstag, 4. Oktober 2012

Ironman Wales - Rennbericht von Alexandra Fellmann

Schöne Strände, wilde Küste, magische Orte.

Erst kamen die Wikinger, dann die Normannen und dann... ... der Regenbogenhai!

Das Foto war zu "gut", um es nicht mit aufzunehmen (Amn. d Redaktion)
Kalt, klamm, skurril, grüner Tunnel & grüne Hölle, enge Straßen, rauer Asphalt, Wind, Wind, Wind, die besten Zeiten sind vorbei, bröckelnde Fassaden, fettiger Fisch & Chips, extrem freundliche und aufgeschlossene Menschen. Da unser Cottage ein wenig außerhalb von Tenby lag und wir schon am Dienstag eintra-fen, wollte sich gar keine Wettkampfstimmung einstellen. Das regnerische Wetter mit den heftigen Böen und den nasskalten klammen Knochen stellten Körper und Geist eher in eine Winterstarre als in Wettkampfmodus. In Tenby, dem Ort des Geschehens, war die Stimmung Anfang der Woche ebenso träge und verschlafen. Außer ein paar Fahnen, die auf den Ironman hinwiesen, war von dem großen Event nichts zu bemerken.
Alex & Andreas beim Sightseeing vor dem Rennen (Carew Castle)
So verbrachten wir den Anfang der Woche mit kleineren Trainingseinheiten, Nahrungs-aufnahme und warten auf das Rennen. Beim Abfahren der Rennstrecke mit dem Auto und Teilstücke mit dem Rad stellten sich schon unruhigere Gefühle bezüglich der steilen Rampen und sehr engen, schlecht einsehbaren Kurven ein. Donnerstags kamen Michelle und Tim an und bezogen das Cottage direkt neben unserem, abends feierten wir Tims Geburtstag in einem netten urigen, typisch walisischen Restaurant.

Freitags
kam dann endlich mehr Bewegung in Richtung Wettkampf-Feeling auf, Mittags war die „Official Swim session“ und anschließend die Wettkampfbesprechung und Pastaparty.

Noch voller Vorfreude aufs Probeschwimmen... aber dann..
Als wir ins Wasser gingen, waren meine Füße von dem 16 Grad kaltem Wasser so extrem kalt, dass ich schon nach wenigen Schritten kein Gefühl mehr in den Zehen hatte. Ich konnte mir in diesem Moment nicht vorstellen, diese Kälte zu überleben. Zum Glück hatte ich einen Sailfish Neo und nicht den 1mm dicken Orca Schwimmanzug wie auf Lanzarote an. Beim Anschwimmen kam das eiskalte Wasser in den Neo, der Atem stockte kurz, nach ein paar Zügen wurde es aber merklich besser und ich genoss sogar das Schwimmen. Ich fand es super und wusste ab diesem Zeitpunkt schon, dass ich das Wettkampfschwimmen ebenso sehr gut meistern würde. So war es dann auch tatsächlich im Rennen. So ist doch jedes Gewässer anders und vermittelt auch andere Gefühle. Meer ist nicht gleich Meer, auf Lanzarote fand ich das Wasser viel „anstrengender“.
Die restlichen Tage vergingen zügig und die Aufregung stieg stetig an. Samstag dann bike/bag check in.


Raceday:
Da ich das Wasser ja schon als toll einordnete und mir über die Schwimmerei kaum noch Gedanken machte, war ich die Ruhe selbst am WK-Morgen. Ich war die letzte die T1 ver-ließ und mit den anderen Athleten in Richtung North-Beach schlenderte. Ein kurzes Einschwimmen und dann ging die Reise und das Abenteuer IM-Wales 2012 schon los.

Ich habe mich ganz rechts eingeordnet und bin im hinteren Drittel völlig relaxt ins Wasser. Ich hatte Platz, meine Atmung war sehr ruhig und entspannt, ich fand über-raschend schnell meinen Rhythmus. Plötzlich kam totaler Wellengang auf und tausende von Luftblasen bildeten sich unter mir, leichte Panik kam in mir auf, ich schaute kurz nach vorne und sah 3 Jetskis dicht an mir vorbeidonnern, um „Abkürzer“ vor der ersten Boje wieder einzufangen. Puhhh, Gefahr erkannt – Gefahr gebannt, zum Glück war es keine Orca-Familie die mit mir spielen wollte. Ich hatte ein gutes Gefühl. Mir fiel schon auf, dass mich eigentlich gar nicht so viele Schwimmer überholten. Beim Landgang schaute ich auf meine Uhr und sah 35 Minuten… what ? Das motivierte mich derartig, dass ich noch einmal auf die Tube drü-cken konnte und das Wasser mit einer 1:11 h verließ. Nun, der erste IM mit Menschen beim Verlassen des Wassers um mich herum, was war das für ein tolles Gefühl ! Ich rannte die steile Rampe wie elektrisiert hoch und überholte noch gefühlte 1000 Athleten bei den 1,2 km bis zu T1 im Herzen von Tenby.

Der Wechsel verlief gut, obwohl mehr Athleten auch mehr Gewühl bedeuteten und man nicht ganz so schnell durch die Wechselzone fliegen konnte.Auf dem Rad lief es erschreckend gut, ich überflog wieder gefühlte 1000 Athleten. Im Nationalpark sah ich den ersten Unfall, ein Athlet fuhr eine Abfahrt runter und knallte mit dem Rad an eine kleine Mauer, das Rad landete vor der Mauer der Athlet flog über die Mauer und verschwand. Ich fuhr weiter, da genügend Menschen dort standen. Mir wurde kurz ganz schlecht, da wusste ich allerdings noch nicht, dass es mich ein paar Kilometer weiter selbst erwischen würde. Bei der ersten Verpflegungsstelle nach ca. 40 km schmiss mir ein Radfahrer einfach die Radflasche vor mein Vorderrad, er schmiss nicht nach rechts oder nach links, nein, er ließ die Flasche einfach fallen. Ich hatte null Chance auszuweichen und fiel wie im Traum und in Zeitlupe, da mein Gehirn nicht bereit war den Sturz zu verarbeiten. In der Regel falle ich nicht soooo dooooof und fange mich ansonsten besser ab. Ich knallte auf die rechte Schulter. Es waren nur Bruchteile von Sekunden, aber ich durchlebte gefühlte Stunden. Was mir beim Fallen alles durch den Kopf ging, war in etwa so wie ein ablaufender Film. Ich sah Natasche Badmann bei ihrem Sturz auf Hawaii mit der verletzten Schulter, ich sah mein Rad demoliert und nicht mehr fahrtauglich, ich sah… bis mich ein Helfer quasi aus meinem Traum riss und mich versuchte hochzuziehen. Ich war noch nicht in der Lage normale Sätze zu sprechen und wiederholte ständig „such an idiot“. Ich dachte das war es dann wohl mit dem Rennen. Als ich wieder stand, wollte ich als erstes Wasser. Da ich noch total neben der Spur war, versuchte ich ständig das Wasser mit einem noch geschlossenen Nippel in meine Aerobottle zu füllen. Der Helfer nahm mir die Flasche behutsam aus der Hand und füllte das Wasser ein. Danach sortierte ich erst einmal meine Gedanken und merkte, dass die Schulter sehr weh tat. Ich konnte nur mit dem linken Arm mein Rad checken. Nachdem der Helfer mir noch ein paar Fragen stellte und der Meinung war mich wieder auf die Strecke entlassen zu kön-nen, fuhr ich vorsichtig, aber immer noch völlig fassungslos und verwirrt los. Ok… ich dachte: „Alex., sortiere dich erst einmal“. Das Fahrrad fuhr, klang aber nicht gut. Ich hörte permanent einen hellen fiepsenden Ton und das für die restlichen 140 km. Meine Schulter tat immer noch sehr weh, auf dem Auflieger liegen ging, aber an den An-stiegen aus dem Sattel und Gewicht auf die Arme tat in der Schulter höllisch weh. Am schlimmsten war, dass mich der Sturz mental sehr weich gemacht hat. Als ich auf der Straße eine co2 Kartusche liegen sah, habe ich einen richtigen Schrecken bekommen. Bei den Abfahrten war ich auch nicht mehr so die Kamikazefahrerin wie sonst. Wer weiß es schon, vielleicht war es besser und das Fallen hat mich vor weitaus Schlimmeren bewahrt. So fuhr ich weiter und betete, dass ich mit der Schulter noch den Marathon laufen kann.
Alex nach der ersten Radrunde
Nach ca. 130 km sah ich komische Doppelbilder und machte mir schon Gedanken, ob ich auch auf den Kopf gefallen war und unter Umständen eine Gehirnerschütterung hatte. Es war der raue, unebene Asphalt, der permanent mein Hirn durchschüttelte und die Dop-pelbilder hervorriefen. Zitat von Anja B. Zweite Frau im Jahr 2011 „your brain can not relax“ Wahre Worte Anja !Irgendwann fing es an zu regnen und es wurde noch windiger, die schlimmeren Unfälle mehrten sich. Ich sah 3 Athleten in steilen Kurven abgedeckt auf dem Boden liegen, umringt von Helfern, die auf einen Krankenwagen warteten. Ich hatte nach 165 km so was von keine Lust mehr. Offen gestanden ich verfluchte das Rennen in der grünen Hölle von Wales und tröstete mich mit dem Gedanken in T2 einfach aufzuhören. Als ich Richtung Tenby die ersten Läufer auf der Marathonstrecke sah, kamen die Kampfgeister wieder.

Die ersten Meter waren sehr schmerzhaft, ich musste versuchen die Schulter sehr ruhig zu halten. Ich beschloss den Arm dicht an den Körper zu halten und möglichst wenig zu bewegen. Es ging!  Aus der Wechselzone raus sah ich Andi, er dachte ich lache und fing das wilde Fotografieren an, dabei bekam ich so einen Heulkrampf als ich meinen Mann sah und ihm endlich mitteilen konnte, was mir auf der Radstrecke passierte. Da bin ich echt kein Hai, sondern ein richtiges Mädchen. Er teilte mir mit, dass ich richtig gut im Rennen liegen würde und ob ich nicht versuchen könnte ruhig weiterzulaufen. Einen Kilometer weiter stand Michelle, ich riss den Arm hoch um ihr meine Schürfwunden zu zeigen. Anstatt mich zu trösten, rief Michelle mir zu „ Das will ich jetzt gar nicht sehen, lauf ! Jammern kannst du später, du bist zweite in deiner AK, LAUF !!!! Danke Michelle, das hat in diesem Moment zwar nicht wirklich gut getan, aber ich lief weiter 4 Runden gespickt mit ordentlichen Höhenmetern. Da hilft nur eins und zwar sich selbst zu verar…..en. Ich sagte mir: „Ok Alex. eine Runde läufst du und dann gehst du raus aus dem Rennen“, jawohl das hilft mit der Selbstver....erei. Als ich Andi in der zweiten Runde traf und mir das Laufen richtig weh tat, teilte ich ihm mit, dass ich eh gleich rausgehe, lief aber weiter.


Alex auf dem einzigen, ca. 200m langen Flachstück der Laufstrecke
 Ich dachte mir, ich suche mir jetzt einen geeigneten Rausgehplatz, hahahahaha und da kam auch schon die Ecke und dem Abzweig in die nächste Runde. Auf der letzten Höllenrunde mit dem letzen Bändchen am Arm ging es wieder erstaunlich gut. Mein Schellsche (Michelle) teilte mir noch mit, dass ich nur noch 6 Minuten hinter der Ersten meiner AK liege und ich sollte doch gefälligst mal schneller laufen

Dann endlich der so lange ersehnte Abzweig zum Ziel ich bekomme beim Schreiben gerade Gänsehaut. Herrlich, wunderbar, ach das war doch gar nicht so schlimm…..
Ohne meine Supporter Andi und Michelle wäre der Marathon nicht so gut gelaufen, das steht mal fest. Danke an euch beiden *BUSSI*

Der Arzt untersuchte mich sehr genau und stellte fest, dass es wahrscheinlich eine Prel-lung sei. Falls ich aber nach einer Woche noch Schmerzen haben sollte, müsste ich zum MRT.Tim der ein exorbitantes Rennen in Wales gemacht hat und schon wieder herumsprang als hätte er einen Urlaubstag in Wales verbracht, hat sich sehr lieb um mich gekümmert.

LÄCKA !!!!! Spanferkel im Ziel – jammmmmy
Ausruhen nach Spanferkelgenuss ;-)
Ironman Wales – ja, auf alle Fälle machen, aber nur 1x !!!



Fazit:
15. Frau
AK 2.

Swim: 1:11 h
Bike: 6:19 h
Run: 3:28 h
Gesamt: 11:11:30

Ironman Wales: Podiumquote 100%


Hart, härter, Wales  und vielleicht noch Lanza oder Embrun oder so!

Die Ruhe vor dem Sturm!
So war das Fazit von Alexandra Fellmann und Tim Stutzer, nachdem sie – beide sehr erfolgreich - am 16. September das Ziel des Ironman Wales erreicht hatten. Mit jeweils Platz 15 im Gesamtfeld hatten sich die beiden wacker ganz im Vorderfeld platziert. In der Altersklassenwertung gelang es Tim, seine Altersklasse zu gewinnen, Alex landete knapp geschlagen auf dem 2. Platz. Für Tim bedeutete das die direkte Qualifikation für die Ironman-WM 2013, Fellmanns Hoffnung darauf, dass eventuell die Siegerin ihrer Altersklasse den Startplatz ablehnen würde, erfüllte sich leider nicht.


Späßle vorm Start.
„Die Grüne Hölle“. Mit schlechtem Asphalt, gemeinen Kurven, gefährlichen Abfahrten und giftigen Anstiegen ist das eigentlich der Spitzname der Nordschleife auf dem Nürburgrings. Diese Beschreibung passt aber auch auf den Kurs des Ironman Wales sehr gut. Auch das Wetter war am Renntag in Wales ähnlich dem für die Eifel typischen. Böiger Wind um 40km/h aus Südwest und Regenschauer waren vorausgesagt.

So gab es nur im Wasser für die Athleten ein paar ruhige Minuten im flachen, danach geht‘s stetig auf und ab, nie aber auf mehr als 150 über Meereshöhe. So komisch es klingt, Alex und Tim freuten sich drauf, mal was anderes zu sehen, als den Einheitsbrei der Ironmanrennen auf dem europäischen Festland.
Rennstart
Nach gutem schwimmen ging es für beide (Tim 52:35min, Alex 1:11h) gingen beide schon in den Top10 ihrer Altersklassen auf die mit mehr als 2.600 Höhenmetern gespickte Radstrecke. Dort erwischte Alex zunächst überhaupt keinen guten Start: schon an der ersten Verpflegungsstation war ihr Rennen fast vorbei. Ein vor ihr fahrender Athlet hatte seine Radflasche unachtsam direkt vor ihr fallen lassen. Sie konnte nicht mehr ausweichen und stürzte.

Tim nach Radrunde 1
Zwar schmerzte die Schulter ordentlich, Alexandra entschied jedoch, das Rennen fortzusetzen. Für Tim dagegen lief zu Beginn alles glatt und er spielte seine Radstärke aus, konnte auf den 180 Radkilometern fast in die Top10 der Gesamtwertung vorfahren und erreichte den Wechsel zum Marathon nach 5:21h auf dem Rad als Gesamtelfter. 

Alex & Tim im Gegenverkehr: Abklatschen unmöglich ;)
Trotz ihrer weiter schmerzenden Verletzung schob auch Alex sich stetig weiter im Feld nach vorn und stellte ihr Rad auf Gesamtplatz 18 und Rand zwei ihrer Altersklasse in der Wechselzone zum Laufen ab. Für Alex ging es dann trotz des Gedankens, wegen der verletzten Schulter das Rennen aufzugeben, immer weiter nach vorn. Mit einem überra-genden Marathon schob sie sich bis auf Platz 15 der Gesamtwertung nach vorn und kam in jeder der vier Laufrunden näher an die Führende ihrer Altersklasse heran. Am Ende aber gingen ihr einfach die Kilometer aus, um die Altersklasse doch noch zu gewinnen. Tim dagegen hatte, allerdings ohne es selbst zu wissen, schon zu Beginn der Laufstrecke mehr als zehn Minuten zwischen sich und die ärgsten Verfolger in seiner Altersklasse gelegt. Eben aber weil er dies nicht wusste, kämpfte er um jeden Platz, verlor aber auf der ersten Laufrunde bereits vier Plätze.Genau wie Alex aber hatte sich Tim den Marathon gut eingeteilt, war nicht zu schnell angegangen. Er konnte deshalb die Geschwindigkeit auch im zweiten Teil der Laufstrecke die Geschwindigkeit noch hoch halten und ließ auf den weiteren drei Laufrunden keine Konkurrenten an sich vorbei. Für den wohl etwas athletenfreundlich vermessenen „Marathon“ benötigte Tim 3:03h und erreichte das Ziel in 9:28h, keine 35 Minuten hinter dem Tagessieger. Angefeuert von ihrem Mann Andreas holte Alex zum Ende alles aus sich heraus. Das Ergebnis : 3:28h für den Marathon, Gesamtzeit 11:11h. Zusammen standen Fellmann und Stutzer dann tags darauf fast zu 100% zufrieden auf dem Siegerpodest.


Detaillierte Rennberichte:
Alexandra Fellmann: http://team-spessartchallenge.blogspot.de/2012/10/ironman-wales-rennbericht-von-alexandra.html
Tim Stutzer: http://team-spessartchallenge-tim-stutzer.blogspot.de 



Name________________Country_Swim__Bike_____Run______Finish_Div. Rank_Overall Rank
Female
1. Rohrbach, Regula______SUI__00:51:29__05:34:35__03:09:48__09:45:09__1__ 1
2. Mullan, Eimear________IRL__00:53:41__05:54:57__03:04:14__10:01:32__2__1
3. Carritt, Joanna________GBR__00:57:38__05:55:01__03:09:12__10:12:34__3__3
15. Fellmann, Alexandra___GER__01:11:23__06:19:09__03:28:51__11:11:30__15__2


Male
1. Rota, Sylvain_______FRA__00:48:12__05:04:16__02:52:42__08:52:43__1__1
2. Niederreiter, Daniel__AUT__00:47:13__05:13:15__02:48:05__08:55:20__2__2
3. Ritter, Christian_____GER__00:45:07__05:17:36__02:48:26__08:58:49__3__ 3
15. Stutzer, Tim_______GER__00:52:35__05:21:25__03:03:56__09:28:43__1__15