SVG holt beim
Regionalligadebüt Platz 5 – TV Bad Orb gelingt nach Ausfall von Michael Lik nur
Platz 7 – Zweite Mannschaft wird 10. in der 1. Hessenliga – Tabea Sander
mit starkem 5. Rang in der offenen Wertung
Rivalität sieht
wahrlich anders aus. Zumindest wenn man die Entstehungsgeschichten der
Triathlonteams des TV Bad Orb und des SV Gelnhausen blickt, wird dies schnell
klar. 2004 waren es allen voran der gebürtige Gelnhäuser Adi Kohr, der sich für
die Idee der Orber begeisterte, in der neu gegründeteten Hessenliga für den TV
Bad Orb als Vereinsmitglied aktiv zu werden. Aushelfen bei den ersten Orber „Gehversuchen“
im Ligabetrieb musste zudem Egmont Pietruschka, noch heute aktiver Traithlet im
SVG und trotzdem mit seiner Anwaltskanzlei ein Förderer des Bundesliga-Projekts
der Damenabteilung der Kurstädter. Und auch im Damenbereich sind seit jeher die
Verbindungen eng verknüpft. Zunächst hatten die Orber gar keine Damentruppe auf
Ligaebene, sondern der SVG leitstete vorbildliche Arbeit. Mit Nina Vabic und
Julia Hündersen wechselten dann nach der Abmeldung des Gelnhäuser Damenteams
gleich zwei weitere SVG-Sportlerinnen zum TV Bad Orb, als dieser sich
anschickte, mit der neu formierten Damenabteilung sportlich für Furore zu
sorgen. All dies sind Beweise dafür, dass seit jeher eher ein
freundschaftliches denn ein rivalisierendes Verhältnis zwischen den beiden
Triathlon-Abteilungen herrschte. Zudem begegnete man sich im Ligabetreib als
Konkurrent bis zum vergangenen Sonntag noch nie. Stets wetteiferte man in
unterschiedlichen Ligen. Bad Orbs erste Garde seit 2011 in der höheren
Regionalliga, die zweite Mannschaft der Kurstädter kämpfte sich erfolgreich
hoch bis in die erste Hessenliga, während die zweite Mannschaft des SVG in der
4. Hessenliga sportlich ihr Bestes gibt. Durch den Aufstieg der ersten Garde
des SVG in die Regionalliga kam es beim Ederauen Triathlon nun endlich zum Aufeinandertreffen.
Ligaauftakt beim
Ederauen Sprint: SVG hat im MKK-Derby die Nase vorn
Nach 750m Schwimmen, 20km Radfahren inklusive zweier
garstigen Anstiege und einen flachen abschließenden 5-Kilometer-Lauf hatte der
SVG die Nase vorn. In der Endabrechnung aller 12 Teams landete der SVG auf Rang
5, Bad Orb gelang trotz dem Ausfall von Erfolgsgarant Michael Lik Rang 7. Den
Tagessieg holte der Schwimmclub Oberursel.
Mit einem erwartungsgemäß starken Schwimmauftakt der
Gelnhäuser Truppe setze vor allem David Behnsen gleich ein Ausrufezeichen und
entstieg mit der schnellsten Schwimmzeit des Tages dem Wasser. Zu dieser Zeit
hatte Bad Orbs Vorzeige-Sportler, Florian Brosch, bereits mehr als zwei Minuten
Rückstand aufgebrummt bekommen. Doch dann begann seine Aufholjagd. Im Ziel
hatte Brosch lediglich Tagessieger Uwe Drescher aus Darmstadt und den
diesjährigen Sieger des Kinzigtal-Triathlons und des Kinzigmans – Vincent Größer
- vor sich. Mit dem Podestplatz legte Brosch den Grundstein für Rang 7 seines
Teams, das ersatzgeschwächt, den Ausfall von Michael Lik kompensieren musste. David
Behnsen als bester SVG-Athlet kam auf Rang 9 ins Ziel. „Für uns ist ein Ausfall
immer schwer zu kompensieren. Die Regionalliga hat wirklich in den letzten
Jahren enorm an Leistungsdichte zugenommen. Wenn es uns nicht gelingt, dass die besten 4 Starter unter den ersten 20-30 Athleten ins Ziel kommen, wird es
schwer, in der Endtabelle unter den ersten 4 Teams der Liga zu landen. Ein 7.
Rang ist von daher ein gutes Ergebnis im Mittefeld“, so Florian Brosch zur
großen Konkurrenz in Deutschlands dritthöchster Liga. Und zu dieser Konkurrenz
stößt jetzt auch noch der SVG als zweites Team aus heimischen Gefilden hinzu.
Neben David Behnsen bewiesen an diesem Wochenende Christian Senzel (24.), Felix
Gundlach (27.), Rafael Ruppel (33.) und Andreas Hinrich 47.), dass sie in
dieser Liga durchaus konkurrenzfähig sind. Maximilian Ostermeier (20.), Adi
Kohr (35.), Alex Wallrath (44.) und Jörn Galber (45.) komplettierten das Orber
Team. Das nächste Aufeinandertreffen folgt beim Nibelungen-Triathlon in Worms;
in aller Freundschaft versteht sich.
Bad Orbs zweite
Mannschaft kommt mit Rang 10 in der 1. Hessenliga an
Was von der Platzierung her für die erste Mannschaft eher weniger
erhofft, ist für das zweite Team eine passable Leistung. In der mit 13 Teams
voll besetzten höchsten Hessenliga erkämpften die Orber Buben beim selben Wettkampfformat den 10.
Platz in der Teamwertung. Marco Weisbecker (28.) lieferte einen starken Auftritt
und wurde bester Orber. Die weiteren Starter waren Simon Brend’Amour (39.),
Jürgen Metzler (41.), Sebastian Heinl (57.) und „Liga-Debütant“ Phillip Huth (59.).
Erwähnenswert ist, dass es wirklich knapp herging in dem sehr kompakt
agierenden Starterfeld. Allein Brend’Amour und Metzler konnten auf dem letzten
Laufkilometer noch 4 Konkurenten überholen, was letztlich mit ein Anteil daran hatte, dass sich die Kurstädter in der Endtabelle gerademal um einen Punkt in der Pltzziffernaddition vor
den Verein aus Traisa schob. Dominant gesiegt hat in der 1. Hessenliga der TuS
Griesheim. Das nächste Rennen der 1. Hessenliga findet am zweiten
Juniwochenende im Rahmen des Darmstädter
Woogsprints statt.
Tabea Sander
brilliert mit Rang 5 in der offenen Wertung
Einen weiteren Testwettkampf im Hinblick auf ihren ersten
Einsatz für den TV Bad Orb in der zweiten Bundesliga absolvierte Vereinsneumitglied
Tabea Sander. Als viertbeste Schwimmerin kam sie aus dem Wasser – lediglich
drei männliche Starter waren bei der Auftaktdisziplin schneller. Am Ende musste
sie aber 4 Athletinnen ziehen lassen und brachte ein ordentliches Ergebnis für
einen Testwettkampf hinter sich. Das erste Rennen der zweiten Bundesliga wird
ebenfalls beim Darmstädter Woogsprint ausgetragen.


