Freitag, 24. Dezember 2010
Mannschaft des Jahres Teil 2 - GNZ
Freitag, 10. Dezember 2010
GT-Sportlerwahl 2010 - Wir sind nominiert!
Liebe Freunde des TEAMS SPESSARTCHALLENGE,
in der Ausgabe des Gelnhäuser Tageblatts (GT) vom letzten Samstag wurden die Kandidaten für die Sportlerwahl des GT 2010 vorgestellt und das Triathlonteam des TV Bad Orb, das TEAM SPESSARTCHALLENGE, hat es unter die sechs nominierten Mannschaften geschafft.
Damit wir es auch aufs Podium schaffen, brauchen wie Eure Mithilfe!
Gewählt werden kann NUR MIT DEM ORIGINALCOUPON aus der Zeitung, der bis zum 31.12. täglich im GT erschein. Wer uns also wählen möchte, kann sich täglich mit dem GT einen Stimmzettel besorgen, den er dann an die Redaktion des GT schickt. Wie immer gibt’s auch für die Wähler einige gute Preise zu gewinnen.
Der ultimative Plan, um uns so richtig viele Stimmen zukommen zu lassen ist ein zweiwöchiges Probeabo abzuschließen. Falls jemand Bedenken haben sollte: Das keine Abofalle, das Abo endet nach den 2 Wochen automatisch. Bestellen kann man das Probeabo hier:
http://www.gelnhaeuser-tageblatt.de/verlagsservices/abonnement/leseprobe/index.htm
Ihr könnt diese E-Mail gern weiterleiten.
Danke vorab & Train safe!
Tim Stutzer
Montag, 6. Dezember 2010
Nikolaus-Duathlon 2010 – Winterspiele im Niddapark

Bei den technisch schwierigsten Bedingungen der letzten Jahre, die gesamte Strecke war schneebedeckt, waren auch drei unserer Athleten am Start. Alex und Julia Nikolopoulos waren mit dem Rad angereist, Tim Stutzer hatte aus Offenbach lieber das Auto genommen.
Vom Start weg konnten sich Alex und Tim in den Top10 festsetzen und wechselten nach den ersten fünf Laufkilometern hintereinander aufs Rad. Julia hatte es beim ersten Lauf auch gut erwischt und konnte das neue Titanpferd in den Top5 satteln.
Auf dem Rad schlug Tim zu Beginn ein so hohes Tempo an, dass Alex kaum folgen konnte, sehr schnell hatte er sich auf Platz fünf vorgearbeitet. Leider zu schnell. Als er nach drei Vierteln der Strecke zu Routinier Lothar Leder aufgeschlossen hatte, ging plötzlich nichts mehr. Jede Pedalumdrehung wurde zur Qual und schon zwei Kilometer später hatte Alex Tim gestellt und flog förmlich vorbei. Alex konnte damit die 22 Radkilometer auf dem 6. Platz abschließen, Tim nahm den direkten Weg zur Kuchentheke. Julia hatte auf dem mit sehr schmalen Reifen ausgestatteten Crosser einen sehr harten Tag auf dem Rad. Immer wieder sackten die Reifen tief in den Schnee, waren kaum zu kontrollieren. Fast schon hätten zwei Drittel der Orber aufgegeben, aber Julia biss sich durch! Sie absolvierte trotz großem Frust die Radstrecke und drehte beim abschließenden Lauf nochmal auf. Während Alex dort noch einen Platz einbüßte und das Ziel als Siebter erreichte, sammelte Julia noch einige Konkurrentinnen ein und landete am Ende doch noch auf einem sehr respektablem 5. Platz.
Ergebnis Nikolausduathlon 05. 12. 2010
Frauen:
1. Bucci, Nadine SG Poseidon Eppelheim 1:39:07,3
2. Hille, Claudia TSG Kleinostheim 1:41:19,6
3. Richter, Claudia Bad Homburger SC 1:43:04,1
4. Jensen, Sandra Utemückeltriathlon ev-Laktatexpress.de 1:46:37,3
5. Nikolopoulos, Julia TV Bad Orb/Team Spessartchallenge 1:47:01,3
Männer
1. Kiefer, Haimo Skills 04 Frankfurt 1:18:59,9
2. von Grot, Rudolf Skills 04 Frankfurt 1:20:57,0
3. Siegismund, Sebastian Skills 04 Frankfurt 1:22:29,8
4. Leder, Lothar StartNet-Team DSW Darmstadt 1:24:40,6
5. Hilke, Christoph Team Frankfurter Laufshop 1:25:02,8
6. Strzezyk, Peter SG Poseidon Eppelheim 1:26:19,1
7. Nikolopoulos, Alexander TV Bad Orb/Team Spessartchallenge 1:26:53,9
Donnerstag, 11. November 2010
Tim in Florida: Mit 9:04h nach Hawaii
(Mehr innovative Plakate von Ritter Sport.)Eins vorweg: Am 06.11.2010 war das Rennen meines Lebens! Es passte so gut wie alles zusammen: Die Form, die Rennstrategie, die psychische Verfassung und auch die äußeren Bedingungen. Dadurch ist vieles Erlebte gefärbt und sofern hier einmal Unzufriedenheit mit einigen Teilen des Rennens erkennbar wird: Das ist Leiden auf verdammt hohem Niveau!
Why Florida? Of all places?
Was sich aber einige, die um meine Stärken und Schwächen im Triathlon wissen, berechtigt fragen werden ist: Wie kommt ein starker Radfahrer und mittelmäßiger Läufer auf die Idee, auf einem so flachen Kurs, der Läufern und Lutschern zugute kommt, überhaupt anzutreten? Ganz einfach: Es war eine Kurzschlussreaktion nach dem vergeigten Rennen in Regensburg! Da stimmte im Vorfeld alles, nur am Renntag lief von Beginn an nix. So also entschied ich mich dafür, die meiner Meinung nach doch gute Form 2010 noch einmal zu testen. Da aber der Ironman in Arizona erst Ende November stattfindet und ich nicht den kompletten November durch trainieren wollte, fiel die Wahl auf eine Reise nach Panama City, Florida.
Konkurrenz im eigenen Haus
Meinen „Servicemann“ und GodFather des Triathlons im Main-Kinzig-Kreis im Schlepptau ging es so also zusammen mit ca. 70 weiteren verstrahlten Triathleten los Richtung Golf von Mexiko. Eine Woche vor dem Rennen treffen wir ein, genug Zeit um allein wegen der Konkurrenz in der eigenen Reisegruppe so richtig nervös zu werden. Jeder der Gäste von Hannes scheint sich schon mindestens fünf Mal für die Ironman-WM auf Hawaii qualifiziert zu haben. Dagegen nimmt sich meine einzige „Quali“ 2008 so richtig mickrig aus. Trotzdem will ich mich nicht nervös machen lassen und „mein“ Rennen machen. Nach Absprache mit Coach Uwe hatten wir einen Plan zurecht gelegt, der nach 60min fürs schwimmen eine für mich sehr konservative Rennstrategie vorsah. Ich sollte mich auf den ersten 120km der Radstrecke zurückhalten um erst in den letzten eineinhalb Stunden per pedale aufzudrehen. Dadurch sollte ich meine durch den zweiwöchigen Trainingsausfall und die Zerrung Mitte Oktober nicht wirklichen fitten Läuferbeine für einen Marathon um 3:25h schonen. Bloß nicht schneller anlaufen als 4:45min/km! In der Theorie sollte auch so eine Zeit von um 9:15h drin sein. Das hatte 2009 ausgereicht, um sich für Kona zu qualifizieren und „die Quali“ war das Ziel des Trips. So schön sich dieser Plan anhörte, so wenig konnte ich Uwe versprechen, ihn wirklich einzuhalten.
Training auf der Radstrecke –Realitätsschock!
Tief in meinem Innern ist vor Ort aber der schöne Plan des konservativen Herangehens schon nach der ersten Besichtigung der Strecke Makulatur. In Summe kommt man dort über die 180km auf weniger als 400 Höhenmeter. Ich kann bloß auf Wind hoffen, sonst werden mich die lutschenden Läufer schon früh im Rennen stellen. Das Schwimmen dagegen verspricht schön und schaurig zugleich zu werden. Schön, weil der Golf von Mexiko hier selten klares Wasser bietet, in dem man so einige Meeresbewohner beobachten kann. Schaurig, weil das Rennen nicht im Wasser sondern mit einem Sprint vom Strand auf gestartet wird. Nun denn, da müssen alle durch, denke ich positiv. Das Laufen auf dem zwei Mal zu absolvierenden Rundkurs wiederum verspricht Abwechslung. Zwar startet die Strecke vor einer der wenig romantischen Bettenburgen am Strand der Stadt, danach führt sie aber fast idyllisch durch ruhige Wohngebiete und am Ende durch den sehr schönen St. Andrews State Park. Dort müssen wir beim Trainingslauf soger einen Hirsch die Straße vor uns passieren lassen.
Das Wetter, MEIN Wetter!
Hatten wir also Mitte der Woche die Strecken erkundet, so dreht sich ab dem komplett verregneten Mittwoch alles um die Wettervorhersage für den Renntag. So ganz nicht dem Klischee „Florida“ entsprechend werden für Samstag Maximaltemperaturen von 16° Celsius und Frühtemperaturen von um 4°C vorausgesagt. Der so ziemlich einzige Athlet, der sich bei diesen Aussichten richtig freut, scheine ich zu sein. Schon in England 2008 hatte ich bei 12° und Nieselregen ein sehr gutes Rennen absolviert, Kälte ist eben mein Ding. So bessert sich meine Laune zusehends, je näher der Renntag rückt. Wie immer werden routinemäßig die Pastaparty am Donnerstag und der Rad-CheckIn am Freitag abgearbeitet und schon ist der Renntag da.
Race Day!
Wie immer raus um 4:00h, Toast & Bagles mit Marmelade und Nutella! Kaffee darf auch nicht fehlen, dann nix wie auf zum Start! Das Rad will ich noch mit dem Ergomo bestücken, aber leider hat das Ding endgültig seinen Geist aufgegeben, also nix mit wattgesteuertem Rad fahren. Schade. Schnell sind die zwei Stunden bis zum Start vorbei. Obwohl ich wie immer einer der ersten Athleten in der Wechselzone bin, werde ich, auch wie immer, einer der letzten sein, die hektisch zum Start sprinten. Es soll vom Strand aus losgehen, mit einem Sprint an den mit 24 Grad einzig warmen Ort des Tages, den Golf von Mexiko. Die Luft hat vor dem Start ganze 4°Grad. Da ist selbst mir kalt! Die Profis starten um 6:50h von einer Sandbank 50 Meter vor dem eigentlichen Strand. Zum Glück für uns, denn nachdem dieser Start gelaufen ist, rückt die Meute vor. Zunächst bis zu der Sandbank, von der die Profis aus starteten, dann immer weiter. Die wenigen Helfer können die Stampede nicht aufhalten.
Swim 3,86km
Als der Startschuss endlich um 7:00h fällt, stehe ich in dritter Reihe fast 100 Meter vom Strand entfernt schon hüfthoch im Wasser. Das beruhigt mich, denn so fällt der Kräfte raubende Sprint ins Wasser weg. Deshalb geht es für einen Massenstart von 2.700 Athleten ziemlich gesittet zu. Ich halte mich an den Vorsatz, locker zu schwimmen. Hier wird der Slot noch nicht gewonnen. Als die erste der beiden Runden aber nach 28:30min vorbei ist, träume ich kurz von einer Zeit unter einer Stunde, was ich im Ozean nicht für möglich gehalten hätte. Das Schwimmen von Runde zwei ist dann auch schon ohne große Schlägerei nach 59:25min beendet. Leider aber muss ich noch einige Meter durchs seichte Wasser waten und erreiche offiziell nach 1:00:02h das Ufer. Also alles im Plan, der Spaß kann jetzt beginnen!
Daten zum Schwimmen hier: http://connect.garmin.com/activity/56105182
Wechselzone Swim – Bike
Hey, denk ich, warum legen sich alle Leute hier nach dem Schwimmausstieg auf den Strand? Ah, „Wetsuit Pullers“ – Ausziehhelfer für Neoprenanzüge. Wie das funktioniert? Den Reißverschluss des Anzugs öffnen die Athleten auf den Weg aus dem Wasser noch selbst und ziehen ihn bis zu Hüfte runter. Den schwierigen Teil aber übernehmen Helfer: Ich leg mich auf den Teppich, der Helfer reißt mir den Gummi vom Leib. Sehen sehr lustig aus, die vielen schwarzen Käfers, die wie wild am Strand zappeln. Nun denn. Ich schnappe meinen Anzug und verschwinde Richtung Rad. Viele Athleten legen jetzt komplett trockene Kleidung an, teilweise lange Hosen und Windjacken. Ich vertraue meiner Ironman UK-Kombination von Skinfit-Kurzarmshirt, TCSD-Tritop, Armlingen und Handschuhen und nix wie weg. Trotzdem verbringe ich in der elend langen Wechselzone mehr als 5min, was aber im Verhältnis noch recht fix ist.
180km Bike-Spaß – fast
Au Backe! Auch mir ist kalt! Zuerst sogar richtig kalt! Mit nassen Klamotten bei 5° aufs Rad und dann mit 40 Sachen bei Gegenwind die Küstenstraße entlang brettern – nein, das geht nicht ohne Schmerzen. Trotzdem aber komme ich mit der Kälte offensichtlich besser zurecht als die Konkurrenz. 25 Kilometer lang ziehe ich an immer mehr Athleten vorbei und komme langsam auf Betriebstemperatur. Überholt werde ich nie, so soll es sein! Den guten Vorsatz, irgendwie Richtung 4:45h zu fahren hab ich da schon aufgegeben, dafür fühle ich mich zu gut. Das kann nach hinten losgehen, aber soweit denke ich gerade nicht. Zunächst ist an der Küste leichter Seitenwind von Nord-Nord-West, der von Kilometer 12 an direkt ins Gesicht bläst, als es ins Landesinnere geht. Vielleicht aber ist der Gegenwind früh im Rennen gar nicht schlecht, denke ich. So ist es für die Jungs, die ich hier überhole schwerer, dran zu bleiben. Allein bei Kilometer 30 merke ich, dass ich einen Mitfahrer habe. Zunächst mache ich mir nicht viel draus, Kopf runter und Druck auf die Pedale! Als er aber 10km später immer noch da ist, werde ich etwas sauer. Zwar fährt er mehr als regelgerecht, immer mindestens 10 statt der vorgeschriebenen 7m hinter mir, aber irgendwie nervt das. Denn auch in diesem Abstand hat er noch einen veritablen Windschatten und spart Kraft Als ich ihm das verbal zur Kenntnis bringe, stellt sich heraus, dass er weder Englisch noch Deutsch versteht. Er ist Franzose und mein Französisch miserabel. Leider aber schüttelt er den Kopf als ich ihn gestenreich auffordere auch einmal in die Führung zu gehen. So ein Shice, denke ich, denn er ist auch noch in meiner Altersklasse unterwegs und fahre weiter. Etwas später wird es mir zu bunt und ich bremse mal auf der Geraden ab. Da muss er vorbei. Kurz fahre ich in 10 Metern Abstand hinterher, aber er fährt etwa 3-4km/h langsamer als ich eigentlich fahren will. Also entschließe ich mich dazu, eine Attacke zu fahren. Also hole ich Schwung und brettere mit 45 Sachen an ihm vorbei. Wenn er kein Radrennfahrer ist, sollte das reichen. Es reicht leider nicht. Er ist nämlich, wie sich später herausstellt, Amateur-Radrennfahrer und als solcher gar kein schlechter. Auch beim zweiten Mal klappts wieder nicht. Auch nicht beim dritten Mal. Da aber solche Attacken auf die Dauer für mein Rennen, das ja auf eine gleichmäßige Ausdauerleistung ausgelegt ist, kontraproduktiv sind, finde ich mich schlussendlich damit ab, die Lokomotive zu spielen.
Bei Kilometer 55 dann sind die führenden Profifrauen erreicht. Sie werden von einer Gruppe Altersklassenathleten „begleitet“. Tolles Rennen! Die schnelleren Jungs dieser Gruppe wollen dann auf den Zug aufspringen, aber bei Kilometer 65 geben sie das auf. Bis auf meinen französischen Schattenmann natürlich (Auch hier auf dem Bild hat er sich gut versteckt ;-).
Als es dann bei Kilometer 75 einen kleinen Hügel hinauf geht, fährt er auf einmal an mir vorbei. Huch! Kommt wohl aus den Bergen und nicht aus dem Flachland, der Kerl. Da der „Berg“ aber nur 500 Meter lang ist, fahre ich bald wieder vorn, denn in der Ebene ist mir seine Geschwindigkeit wieder zu langsam. Nun denn! Hilft alles nix!
Kurz darauf kommt uns auf einem Hin- und Zurückstück die Spitze des Profirennens entgegen. Da fährt man auch Triathlon-Peloton. Das sind mindestens 10 Jungs, die sich da zusammen die Arbeit teilen. Die gute Nachricht aber ist, dass die so viel schneller als ich gar nicht unterwegs sein können. Schneller als nen 40er Schnitt fahren die also auch nicht! An dieser Stelle kann ich auch meinen „Servicemann“ grüßen, der mit dem Auto hier raus gefahren ist, um zu schreien wie ein Wilder! Er ruft mir zu, dass ich schon auf „Platz 2“ vorgefahren sei. Fragt sich bloß Platz 2 von was? Amateure gesamt, Altersklasse, Titanhobelfahrer, wer weiß? Egal, weiter! Wenig später fahre ich an einem völlig durchgefrorenen Max Longreé vorbei. Der ist aus wärmeren Gefilden hierher angereist und hat sichtlich keinen Spaß mehr!
Am Wendepunkt dann gibt’s Eigenverpflegung. Als ich meinen Beutel schnappe, fährt mein Schatten mal wieder vor. Zum zweiten Mal auf 50km. Super! Ich hole meine Flaschen aus der Tüte, verstaue sie am Rad und ziehe wieder vorbei. A propos Verpflegung: Durch die Temperaturen um 5°C sind meine Gels so zähflüssig wie Powerbars bei 35° und die Powerbars hart wie Stahl. Kauen ist da nicht - sie wie Eis zu lutschen auch keine Alternative. Also wird alle 30min ein halber Riegel unter die Hose geklemmt und nach 15min haben ihn Sonne und Muskeln so weit aufgetaut, dass er halbwegs essbar ist. Auf dem Weg zurück vom Wendepunkt dann sehe ich das, wofür der IM FL eigentlich berüchtigt ist: Das erste größere Peloton! Es sind noch nicht viele, die da dicht an dicht hintereinander fahren, aber ein Dutzend ist es schon. Ich nehme mir die Zeit, mich aufzurichten und ihnen unter Flüchen den Mittelfinger entgegenzuhalten. Vulgär, mir aber egal. So ein Shice, aber ich hätte es besser wissen sollen!
Danach geht das Eisenbahn spielen mit meinem französischen Freund weiter: Mit einigen kurzen Unterbrechungen, immer an leichten Anstiegen, fahre ich vorn. Dann, irgendwann jenseits von Kilometer 110 bremse ich ihn einmal wieder aus und winke ihn vor. Freundlich schaue ich dabei nicht. Jetzt nämlich ist nix mehr mit Rückenwind, wir fahren nach Westen und der Wind steht weiter auf Nord-Nord-West. Hier aber geschieht ein Wunder! Er fährt vor und seine Geschwindigkeit ist nicht wie zuvor 3-4km/h langsamer als während meiner Führungsarbeit. Kann durchaus sein, dass ich dann doch in den letzten zweieinhalb Stunden unseres Ausrittes mehr Kräfte gelassen habe als er. Warum bloß? Nun erfahre ich, was es an Kräfteersparnis bedeutet, auch noch 10 Meter hinter einem Konkurrenten her zu fahren. Mein Puls sinkt bei gleich bleibender Geschwindigkeit um mehr als 15 Schläge ab. Lang aber, es sind vielleicht drei Minuten, bleibt er nicht vorn, aber nun denn. Auch auf diesem 35km langen Gegenwindstück darf ich also fast die gesamte Führungsarbeit machen. Da wir aber stetig von einem Motorrad mit Kampfrichter begleitet werden, muss ich mir wenigstens keine Sorgen machen, dass da jemand direkt an meinem Hinterrad klebt. Auch übernimmt mein Anhänger jetzt noch ein, zwei Mal die Führung. Mittlerweile hab ich mich wirklich damit abgefunden wie das bei uns so läuft. Ich muss zumindest nicht die komplette Arbeit allein machen. Und: Was wir da machen ist immer vollends innerhalb der Regeln, immer mindestens 10 Meter Abstand. Ohne ihn wäre ich wohl vier Stunden komplett allein geradelt und Zuschauer sind hier auch keine an der Strecke. Mein anfänglicher Ärger weicht also langsam einer gewissen Sympathie für den Leidensgenossen, der ja auch nie irgendeine geschriebene Regel verletzt hat. Leidensgenossen eben.
Als es auf Kilometer 135 zugeht, mache ich mir langsam Gedanken über die Gruppen, die hinter uns sicher immer größer werden. Zu meinem Glück aber bläst der Wind weiterhin aus Nord-Nord-West, was auf den letzten 40km stetigen Rückenwind Richtung Küste bedeutet. Gut für mich, denn so kann ich mit dem Wind gen T2 segeln und muss nicht allein gegen Wind ankämpfen. Das nämlich wäre gegenüber den Gruppen hinter mir ein erheblicher Nachteil gewesen. So aber geht’s flott voran und mit dem Wind im Rücken fährt auf einmal mein Schatten vor mir, setzt sich sogar 50 Meter ab. Lass ihn, sag ich mir, denn spätestens auf dem kurzen Wendepunktstück bei Kilometer 150 werden wir uns wieder sehen. So ist es dann auch, denn hier geht es kurz noch mal Richtung Westen und – schwupps – fahre ich wieder vor ihm. Auf dem Weg zurück von diesem Wendepunkt dann gabeln wir zwei Profis auf, die sich an uns festbeißen. Da das ja keine Konkurrenz ist, fluche ich nur kurz, kümmere mich aber nicht weiter. Hin und zurück geht es da insgesamt knapp 6km und auf dem Rückweg sehe ich nur einzelne Athleten, glücklicherweise keine große Gruppe. Also haben die Lutscher mindestens 10min Rückstand. Es besteht also noch Hoffnung!
Nach 15km mit rund 42km/h Richtung Küste, auf denen ich noch mal den Rest meiner festen Nahrung vertilge (insgesamt auf dem Rad sind es 3 PowerBar, 12 PowerGels und trotz der Kälte 5,5 Liter PowerBar-Getränk) biegen wir auf die Küstenstraße ab. Auf diesem Stück übernimmt auch mein Leidensgenosse mal zwischendrin die Führung, zu dieser Zeit wieder mit Argusaugen von unserer privaten Kampfrichterin beobachtet. Auf der Küstenstraße nehme ich bewusst noch mal einen Gang raus. Kurz vor der zweiten Wechselzone dann wünsche ich meinem Schatten trotz allem, ein wenig Arbeit hat er ja auch gemacht, viel Glück für den Marathon.
Nach einer Radzeit von 4:35:39h lande ich mit in T2 an (Bild). Sorry Uwe, es ging nicht langsamer! ;-)
Von den Profis vorn in der Gruppe waren einige ein paar Minütchen schneller, andere langsamer, nun denn. Das Ziel aber, unter den Agies die schnellste Radzeit zu fahren, scheitert. Denn als „Amateuren“ hat eine absolute Granate gemeldet, die eine 4:24h auf den Asphalt brennt. Amateur aber ist der falsche Begriff, denn Damien Favre-Felix tritt auf unserer Seite des Atlantiks als Profi an. Allein für eine Kona-Quali, die er als Pro noch nie geschafft hatte, hat er sich in USA als Agie gemeldet.
Daten zum Rad gibt’s hier: http://connect.garmin.com/activity/56105190
Der Lauf wird zur Qual(i)
Nachdem ich in T2 über meine mit Kinesio-Tape beklebten Waden noch Kompressionssocken gezogen hab – sicher ist sicher, aber hässlich wie die Nacht – geht die Reise ins Unbekannte los! Denn die eigentlich gute Laufform von Anfang September mit einer fast lockeren 36:20min über einen 10er, hat Mitte September einen ordentlichen Dämpfer bekommen. Da lag ich zweieinhalb Wochen flach und als ich halbwegs wieder auf dem Damm war, hatte ich mir beim einem Halbmarathon die rechte Wade gezerrt. In Summe standen also im September und Oktober nur 200km Laufkilometer im Trainingstagebuch. Ausgeruht war ich also in jedem Fall!
Auch wegen dieser Vorgeschichte war der ursprüngliche Plan, 4:30min/km anzulaufen schon länger verworfen. Uwe wollte gar, dass ich 5min/km anlaufe. Das aber bringe ich doch nicht hin und stiefele nach 3km in um 4:35min/km mit ~4:43min/km los. Immer noch ist der Himmel strahlend Blau aber so richtig warm wird es nicht. Vielleicht 14 Grad hat es und es ist windig. Umso besser für mich! Schnell ruft mir der radelnde Supporter zu, ich sei derzeit zweiter Nicht-Profi, der Führende aber auch in meiner Altersklasse unterwegs.
Von Laufkilometer zwei an geht es dann was die Platzierungen anbetrifft rückwärts. Erst kommen nur die drei auf den Zug aufgesprungenen Profis vorbei. Vielen Dank auch! Dann aber bald die direkte Konkurrenz. Die läuft aber in einem Geschwindigkeitsbereich an, der weit über meinen Möglichkeiten liegt, so auf einen Marathon von glatt 3h hin.Gleich der Erste, nennen wir ihn mal Hiob, berichtet beim kurzen Schwatz von seinen Beobachtungen am zweiten Wendepunkt. Die sind niederschmetternd: Eine riesengroße Gruppe von 40-50 Mann hatte da nur 10min Rückstand auf ihn. Tolle Aussichten, aber ich bin wenigstens gewarnt, nicht nachzulassen. Dafür bin ich dann 500m weiter so freundlich, ihn, als er falsch abbiegt, zurück auf den in diesem Fall linken Weg zu rufen. Auf der Laufstrecke ist es zu diesem Zeitpunkt noch so richtig leer, keine Athleten weit & breit, die wenigen Zuschauer noch nicht da. Man muss schon an den Kreuzungen im Wohngebiet genau schauen, wo es lang geht. Nicht jede ist mit Helfern besetzt. Als es dann Richtung St. Andrews State Park geht sind schon 8km rum. Hier ist dann wieder mein Megafon auf zwei Rädern unterwegs und ich lasse mich zu einer für seine Ohren sehr riskanten Aussage hinreißen. Wie schon in England 2008 habe ich von Beginn der Laufstrecke an das Gefühl, dass heute einfach alles glatt geht. Ich rufe ihm also zu, dass ich das Ding jetzt in diesem Stiefel durchlaufen werde, dass nix mehr anbrennt! Er guckt schockiert und ungläubig, fühlen sich doch zu diesem Zeitpunkt im Marathon eigentlich noch alle Athleten recht gut. Der denkt sicher, ich hab sie nicht alle. Die Runde durch den Park dann ist recht einsam, allein die beiden Verpflegungsstationen bereiten Abwechslung. Wie bei der Trainingsrunde steht dann mitten im Park auf einmal ein Reh auf der Straße. Unglaublich!
Nach der Parkrunde geht’s dann fast denselben Weg zurück zu T2. Immer wieder piept die Auto-Lap-Funktion des Garmin und mal stehen für den Kilometer 4:42min, mal 4:44min drauf. Alles läuft also nach Plan. Die Halbmarathonmarke dann passiere ich völlig im Soll nach 1:38:40h, also mit Kurs sub 3:20h. Und da kommt zum ersten Mal der Gedanke, dass es trotz der verdammt langen Wechselzonen vielleicht doch was werden könnte mit einer Zeit von unter neun Stunden. So ganz auf der Höhe sind meine Kopfrechenkünste nicht mehr, aber mir ist schon klar, dass ich einen negativen Split hinlegen müsste, um das noch zu schaffen. Das aber würde das Risiko bergen, zu früh ans Limit zu kommen, doch noch zu platzen. Also lasse ich es sein. Außerdem hab ich gelesen, dass man Leute, die ihre "sub9" in Florida gemacht haben, sowieso nicht ernst nehmen kann. Also wäre das ja eh nix wert! Lassen wir das also.
An der Eigenverpflegung beim Halbmarathon wird trotzdem ein Strategiewechsel in Sachen Ernährung vollzogen: Nix mehr mit „PowerBar – Power to Push“, ab jetzt verleiht RedBull Flügel. Danach werden an den Verpflegungsstationen noch Cola und koffeinhaltige Gels verdrückt, das muss reichen.
Ich stiefele also weiter stur 4:45er Schnitt. Leider ist die Strecke jetzt viel voller als auf Runde eins, das bedeutet Slalom durch menschliche Stangen. Meine Hoffnung allerdings, dass irgendwer, der 1:40h hinter mir vom Rad gestiegen ist, so verrückt ist, Richtung 3:20h anzulaufen, erfüllt sich nicht. Schade, hätte ich mich ja noch mal vor dem schon veritablen Westwind verstecken können. Auf dem Weg zum Park überholen mich noch zwei Jungs, aber die sind in einer anderen AK unterwegs. Also keine Panik, es sieht noch alles gut aus! Vor der zweiten Runde durch den Park fangen die Oberschenkel richtig an zu brennen. Geht das hier doch noch schief? Also Eis in die Hose kippen und Zähne zusammenbeißen. Hier hinten erweist sich ein Tipp von Uwe als Gold wert: Er meinte, ich solle mir für harte Zeiten auf dem Rad und beim Lauf positive Erinnerungen zurechtlegen. Also hatte ich schon das Rad mit Positivem zur, sorry, Selbstverarschung, beklebt. Seine Ansage aber, dass ich, sofern ich auf Runde zwo im Park noch Reserven spüre, „Feuer!“ geben soll, setzt noch mal Energien frei. Da geht noch was! Waren die letzten drei Kilometer erstmals langsamer als 4:45min, fühlt es sich auf einmal wieder schneller an. Subjektiv renne ich sub 4min/km, objektiv bin ich aber gerade in der Lage die 4:45min zu halten. Aber: Es sind bloß noch 10km. Nur noch einmal vom Holbeinsteg nach hause. Das schaffen wir auch noch. Auf dem Weg durch das idyllische Wohngebiet zwischen km 35 und 37 werde ich dann ein letztes Mal von einem AK-Konkurrenten überholt. Er fliegt förmlich vorbei. Am Ende hat er eine 3:04h für den Marathon stehen. Da kann ich nicht, da will ich nicht mit!
Bei Kilometer 37 dann geht’s ab in den totalen Tunnel. Obwohl sich mein menschliches Megafon so richtig ins Zeug legt, zeige ich keine Reaktion mehr. Ich denke, man sieht, warum *klick* aufs Foto.
Direkt am Abzweig Richtung Ziel überhole ich dann doch zum ersten und einzigen Mal auf der Laufstrecke. Da ich nicht weiß, wie schlecht es Brad gerade geht – er wird für die letzten 500m fast fünf Minuten brauchen - nehme ich noch mal die Beine in die Hand und renne. Nach 200 Metern schaue ich zurück und er ist weg. Eigentlich habe ich Zeit, den Zieleinlauf zu genießen, aber da fällt mein Blick auf meine Laufzeit. Da steht was von 3:19:25h und es ist nicht mehr weit! Unter 3:20h zu laufen wäre doch was. Also Geschwindigkeit halten und Augen zu. Nach handgestoppten 3:19:58h für den Marathon, hier die Garmindaten zum Lauf: http://connect.garmin.com/activity/56105197, überquere ich die Ziellinie - Gesamtzeit knapp über 9:04h, (offizielle Splits: Swim 1:00:02 – T1 5:08min – Bike 4:35:39 – T2 3:12min – Run 3:20:03h.) Warum auf dem Zielfoto 9:14h stehen und man mich bloß von hinten sieht? Da steht noch die Zeit der Profis, die 10min vor uns gestartet waren und das Foto von vorn war so schlecht, ich die $ 20 nicht hab ausgeben wollen!
Hammer!
Im Ziel werde ich sofort von meiner One-Man-Support-Crew geherzt, die sichtlich begeistert ist. Ich dagegen bin einfach nur fassungslos. Heute hat wirklich alles geklappt. Na ja, fast alles, denn direkt nach dem Zieleinlauf sehe ich meinen französischen Schattenmann schon Pizza essen. Er hat mich schon in T2 überholt und ist knapp zweieinhalb Minuten vor mir ins Ziel gekommen. Aber irgendwie kann ich ihm gar nicht böse sein, freue mich sogar für ihn. Und: er freut sich sichtlich riesig für mich, denn als 6. der AK hat es auch für mich mit einem Slot geklappt. Er gratuliert mir sehr herzlich und bedankt sich überschwänglich. Wir werden dann auf der Awards-Party mit einem Bierchen anstoßen, wo trotz allem ich ein wenig neidisch auf seinen Pokal für den 4. Platz gucke.
Wer übrigens wissen will, warum ich auch bei 5-10 Grad Außentemperatur allein auf der Radstrecke immer noch 5,5l getruknen habe, werfe einen Blick auf meine Trishort, die nach dem Rennen doch glatt von allein aufrecht stehend einen Blick auf den Golf von Mexiko werfen konnte:
Versöhnlicher Saisonabschluss
Mit diesem Rennen ist dann 2010 doch noch sportlich gut ausgegangen und das vergeigte Rennen in Regensburg ad acta gelegt. Die Grobplanung für 2011 steht auch, am 08.10.2011 darf ich wieder mit den schnellen Jungs spielen. Denn am Tag nach dem Rennen stand ich wieder mal mit grenzdebilem Grinsen im Gesicht im Orgazelt und hab von meinem Kreditkartenkonto eine unverschämt hohe Summe abbuchen lassen. Dazu aber und zu den sonstigen Randerscheinungen eines IM auf dem US-amerikanischen Festland gibt's demnächst einen separaten Bericht im redaktionellen TEil von http://www.triathlon-szene.de/.
Abschließend noch mal ein riesengroßes Dankeschön für den besten Support der Welt vor Ort, der leider auch meine etwas angespannte Vorwettkampflaune hat ertragen müssen (Teambild unten). Danke auch an die anderen guten Wünsche vor dem Rennen und Glückwünsche danach und besonders Uwe, der sich meiner nach dem verkorksten Rennen in Regensburg angenommen hat und den Taper für das Rennen offensichtlich erheblich besser hinbekommen hat als ich selbst.
Tim
Weitere Bilder gibt's hier: http://picasaweb.google.com/timule/IMFLPicasa#
Thanx
Tim
Sonntag, 10. Oktober 2010
Donnerstag, 7. Oktober 2010
Montag, 27. September 2010
Jörn Gabler gewinnt 10er in Brachttal
Punkt Zehn Uhr fiel der Startschuss für die ersten Teilnehmer, die sich zum Zehn-Kilometer-Lauf angemeldet hatten. Die Strecke hielt einige Herausforderungen bereit: so ging es vom Sportplatz Schlierbach aus über fast sechs Kilometer Asphalt und vier Kilometer Wald- und Wiesenboden, bei Kilometer fünf folgte ein Gefälle und anschließend eine starke Steigung.
Oben angekommen, konnten sich die Teilnehmer kurz stärken, bevor es auf zum Endspurt ging.
Zieleinlauf war mitten auf dem Spielfeld des Sportplatzes. Tagesschnellster war über die 10 Kilometer Jörn Gabler vom TEAM SPESSARTCHALLENGE, der Strecke in neuem Streckenrekord von 38:36 allein vor dem Feld abspulte.
Ergebnisse 10km beim Brachttaler Lauf- und Nordic-Walking-Tag
1. Jörn Gabler 38:36
2. Oliver Rinkenberger 40:21
3. Norbert Schenk 40:51
Detailergebnisse Brachttaler Lauf- und Nordic-Walking-Tag
http://www1.your-sports.com/details/index.php?page=4&eventid=5186&lang=de
Dienstag, 21. September 2010
Montag, 20. September 2010
SPESSARTCHALLENGE 2010 – 4 Wertungen, 5 Mal auf dem Treppchen und doch nicht ganz zufrieden
Den Auftakt bildete wie immer am Samstag der Stadtlauf über 10 Kilometer, bei dem Florian Brosch hinter dem überragenden Jörn Harland (33:04min) den zweiten Platz belegen konnte. Da aber Brosch mit gebrochenem Arm die komplette Challenge nicht absolvieren konnte, ruhten die Hoffnungen der Orber auf Tim Stutzer und Adi Kohr. Von diesen beiden überraschte Stutzer beim Stadtlauf, den er als Gesamtdritter und erster der Challenger beenden konnte. Kohr ging das dreigeteilte Rennen wie immer vorsichtig an und lief auf Platz 10 der Challenger ein. Bernd Paczarkowski lief in starken 39:12min ein. Jörg Treffler, der das Rennen seit Jahr und Tag als Jahresabschluss bestreitet, kämpfte sich wacker in 47 Minuten über die 10 Kilometer. Direkt hinter Stutzer platziert war nach dem Stadtlauf mit Markus Olbrich ein Triathlet des SC Neukirchen. Weiter in Lauerstellung befand sich der exzellente Mountainbiker Rafael Ruppel (Bikeschmiede Ahl), gefährlicher aber sollte Stutzer wohl der dreifache Sieger der Challenge Thomas Lauterbach aus Bamberg werden.
Sonntag früh beim Mountainbikerennen dann entwickelte sich schnell ein von Taktik geprägter Dreikampf: Schon am ersten langen Anstieg hatte sich eine Spitzengruppe mit Stutzer, Ruppel und Lauterbach gebildet. Als Lauterbach dann einen ersten kleinen Antritt lancierte, fiel Ruppel sofort ab. Stutzer konnte sich mit großer Mühe einige Zeit am Lauterbachs Hinterrad halten, musste aber kurz vor Ende des Anstiegs auch ein kleines Loch reißen lassen. Als dann aber Lauterbach auf dem Grenzweg zwischen Bad Orb und Bad Soden wieder etwas vom Gas ging, rollte das Trio wieder zusammen durch die Spessartwälder. Die gemeinsame Hatz wurde lediglich durch einen Sturz von Stutzer bei der Ortsdurchfahrt unterbrochen wodurch Stutzer etwas zurück fiel. Die beiden anderen erreichte Stutzer wieder am Wildpark von Bad Orb und damit kurz vor dem letzten und schwersten Anstieg der Strecke hinauf zum Horstberg. Diese Steigung mit im Mittel mehr als 12% Steigung wurde in diesem Jahr zweigeteilt absolviert. Zuerst stand ein Teilstück im Kurzen Tal von ca. 1,5km an nach kurzer Flachpassage dann sollten die letzten zwei Kilometer zum höchsten Punkt der Strecke folgen. Was nun folgen würde, hatte sich zumindest Stutzer schon gedacht. Zu Beginn des kurzen Tals verschärfte Lauterbach zum ersten Mal das Tempo und sehr schnell war Ruppel nach hinten abgefallen. Gemeinsam also erreichten Lauterbach und Stutzer dann den eigentlichen Scharfrichter des Tages und drehte Lauterbach noch einmal kurz am Gashahn und setzte sich langsam aber sicher von Stutzer ab. Bis hinauf zum Horst hatte Lauterbach sich einen Vorsprung von knapp einer Minute erarbeitet, den er bis zum Beginn der letzten Abfahrt von der Bieberer Höhe auf 90 Sekunden ausbauen konnte. Außer Sichtweite von Stutzer aber war Lauterbach erst, als die letzte Abfahrt begann. Wäre das Trio in der Reihenfolge Lauterbach – Stutzer – Ruppel ins Ziel gefahren, so hätte beim abschließenden Berglauf Vieles für Stutzer gesprochen, der Lauterbach beim Stadtlauf um mehr als eine Minute distanziert hatte.
Vor dem abschließenden Berglauf lag Stutzer damit hinter Lauterbach und Ruppel auf Platz drei. Weil er in der Challengewertung auf Ruppel vier und auf Lauterbach sechs Punkte Rückstand hatte, musste er zur Verbesserung seiner Platzierung darauf hoffen, dass sich noch einige Athleten zwischen ihn und die direkte Konkurrenz schieben würden.
Trotzdem konnte er nicht widerstehen, als Mannschaftskollege Jörg Treffler vor dem Start des Berglaufs seine ganz besondere letzte Energieladung zu sich nahm, s. Foto.
Kurz vor dem Start des Berglaufs dann begannen die Rechenspiele innerhalb der Mannschaft. Idealerweise sollte sich mit Adi Kohr, der erfahrungsgemäß beim Berglauf immer seine besten Ergebnisse einfährt, ein Teamkollege zwischen Stutzer und die Konkurrenz schieben. Auch war damit zu rechnen, dass Markus Olbrich, der Zweite des Stadtlaufs sich noch nach vorn schieben würde. Für Stutzer aber gab musste es so weit nach vorn wie möglich gehen, weshalb er sich von Beginn des Laufs an die Fersen Alexander Hufnagel, Challenge-Teamstarter vom SV Gelnhausen, heftete, mit dem er auch schon große Teile des Stadtlaufs gelaufen war.
Brosch auf und davon!
Beim Berglauf vorneweg aber war allein auf weiter Flur Florian Brosch unterwegs. Nachdem er trotz Platz 2 mit dem Stadtlauf nicht ganz zufrieden gewesen war, ließ er auf den 7,6km die sprichwörtliche „Sau“ raus! Schnell war er dem Blick der Konkurrenz entschwunden und kämpfte allein gegen die Uhr. Dahinter lag Stutzer lange Zeit gleichauf mit Hufnagel, der aber ja das Rad fahren nicht in den Beinen hatte. Konnte Stutzer noch bis zu Beginn des zweiten Anstiegs zum Molkenberg mithalten, musste er Hufnagel dann aber ziehen lassen. Weit vor Hufnagel und Stutzer aber konnte Brosch die letzen Meter der Qual namens Molkenberglauf bei schönstem Wetter unter dem Beifall der zahlreichen Zuschauer genießen. Er gewann den Berglauf mit knapp zwei Minuten Vorsprung vor Hufnagel. Als für Stutzer nach erreichen des letzten Wiesenstücks der dritte Platz beim Berglauf und der erste Platz der Challenger fix war, konnte auch er die letzten Meter ein Wenig genießen.
Zittern im Ziel
Im Ziel angekommen begann für Stutzer das bange Warten auf die Konkurrenten. Als nächster Challenger erreichte Markus Olbrich das Ziel, damit musste vor Rafael Ruppel nur noch ein weiterer Challenger einlaufen und es hätte für Platz zwei gereicht. Als dann der dritte Challenger den Zielkanal erreichte war das für Stutzer gut und schlecht zugleich. Es war nicht Rafael Ruppel, damit war der zweite Platz gesichert. Da aber das gelbe Laufshirt des Führenden vor dem Berglauf den Zielbogen durchschritt, hieß der Sieger der Spassartchallenge 2010 Thomas Lauterbach. Zweiter war Tim Stutzer vor Rafael Ruppel geworden.
Lauterbach hatte sich mit Ruppel wie schon beim Rad fahren ein taktisches Rennen geliefert, ihn beschattet und war am letzten Anstieg vorbeigezogen. Ebenfalls noch an Ruppel vorbeischieben konnte sich Adi Kohr, der damit wie immer beim Berglauf seine beste Platzierung einfuhr und sich damit noch auf Platz 7 vorschob. Ob es nun an der kreativen Energieladung vor dem Berglauf lag oder einfach an den Anstrengungen der beiden Tage, kann man nicht genau sagen, aber für Jörg Treffler wurden die letzten Meter hoch zum Wartturm sehr schwer. Der rechte Oberschenkel versagte den Dienst. Lang aber dauerte auch seine Wiederherstellung nicht und bei immer noch strahlendem Sonnenschein verabschiedete sich das TEAM SPESSARTCHALLENGE von seinem Heimrennen.
Spaß auf dem Podium der Spessartchallenge 2010 haben hier Dieter Freund (9.), Markus Olbrich (4.), Tim Stutzer (2.), Thomas Lauterbach (1.), Rafael Ruppel (3.), Thomas Pilzer (5.)
Nächster Angriff 2011
Auch wenn die Chancen für einen Heimsieg bei der Spessartchallenge wohl noch nie so gut standen wie in diesem Jahr wird das Team auch 2011 wieder alles versuchen. Dann wird mit Florian Brosch auch sicher wieder der vermeintlich stärkste Lokalmatador am Start stehen und um „die Bank“ kämpfen.
Ergebnis Spessartchallenge Lang 2010 Einzel
1. Lauterbach, Thomas (Team Ghost Racing)
2. Stutzer, Tim (TEAM SPESSARTCHALLENGE)
3. Ruppel, Rafael (Bikeschmiede Ahl)
7. Kohr, Adi (TEAM SPESSARTCHALLENGE)
28. Treffler, Jörn (TEAM SPESSARTCHALLENGE)
Athletenbericht Spessartchallenge - Jörg Treffler
Die SpessartChallenge die seit 2002 jedes Jahr in der Kurstadt Bad-Orb ausgetragen wird, sollte sich in diesem Jahr als echte Katastrophe meines Trainingszustandes aufzeigen. Einmal lang immer lang dachte ich mir bei der Entscheidung wieder mal an der Challenge zu starten. Was ich aber nicht bedachte war und ist mein Training in diesem Jahr. Durch den harten Winter habe ich recht spät mit dem Training angefangen, und die Einheiten die ich zu Wiedergutmachung des versäumten eingelegt habe ließen mich ab Mai das richtige laufen unmöglich machen. Ok ok alle sagen wie wenig sie und vor allem wie schlecht sie Trainierst haben aber bei mir ist es Fakt was auch das Ergebnis der Challenge aufzeigte. Somit meine ausrede zuerst und nun der kleine Bericht.
Das achte Mal startete ich bei dieser Challenge so wusste ich eigentlich auf was ich mich da eingelassen habe. Am Samstagabend den 18.09.2010 wurde der 10KM Lauf durch die Kurstadt um 17:30 gestartet und ich wollte unbedingt eine Zeit zwischen 45min und 50min erreichen. Die erste Runde, der 4x2.5KM verliefen genau nach Plan einen Schnitt von 4:29 war zwar ein zacken schneller als für die Endzeit gebrauchten aber das ich etwas langsamer werde würde war mir schon klar. So durchlief ich KM 5 nach 22:56 noch recht zufrieden und wollte nur zusehen das ich dieses Tempo nun halte.
Ich musste aber leider bei der dritten Runde 41 Sekunden einbüssen und war auch schon recht kraftlos. Man meint es nicht aber die ca. 20 Höhenmeter pro Runde und vielen ecken die man laufen musste zerrten doch schon etwas. Das Tempo der dritten Runden konnte ich halten und so lief ich mit einer 47:42 ins Ziel. Mein Traum von einer 45 war da hin aber ich war noch recht zufrieden und meine Beine fühlten sich echt gut an. So habe ich nicht überzogt und dem MTB-Rennen am nächsten Morgen welches zu der Challenge gehört konnte kommen. Als ich aber in der Zwischenergebnisliste sah das ich mit meiner 47er Zeit auf den vorletzten Platz gelandet bin, war mir klar das, das Leistungsniveau recht hoch war.
Nun wir hatten 4° gehabt als ich am Morgen zum MTB-Rennen aufgebrochen bin und ich wusste nicht genau wie ich mich für das Rennen anziehen sollte. Es sollte 56Km und 1500Höhenmeter hinter sich gebracht werden. Der Start verlief soweit ganz normal und ich war auch recht guter Dinge. Bei der ersten Abfahrt merkte ich schon dass durch das wenige MTB-Fahren einiges an Fahrtechnik verloren gegangen ist. Die mit Wasser und Schlamm sehr schwer befahrbaren Wege waren alles andere als etwas wo man mal kurz die Beine lockern konnte. Ich dachte das ich immer am kämpfen war und kam mir auch gar nicht so langsam vor, doch musste ich am Engelstor, eine Anstieg nach 32 KM merken das ich heute nix mehr reisen würde. Dieser Anstieg hat ca. 100Höhenmeter auf 500Meter was eine durchschnittliche Steigung von 20% entspricht. da ich diese Tour schon mehrmals gefahren bin wusste ich auch was mir noch bevor stand und dieses nahm mir eventuell auch einwenig den Schwung aus der ganzen Geschichte. Nachdem ich bei KM 42 einen Sturz hatte verging auch langsam der Spaß an der ganzen Sache. Nun gut wer A sagt muss auch B sagen und so ging es halt weiter. Ich habe das Gefühl das die Strecke von Jahr zu Jahr immer härte wird, was mir auch die Zeiten der anderen Teilnehmer bestätigen. Die letzten 13% Steigung auf 2KM länge waren dann nur noch auf ein Ankommen ausgelegt. Ich konnte mich noch nicht mal darüber freuen dass ich noch 9 Punkte gut gemacht habe, auf den letzten 10KM, ich wollte nur noch ins Ziel. Nach 03:58:36 war ich dann endlich im Ziel. Wenn ich bedenke das ich diesen Wettkampf schon in 02:29:17 gefahren bin ist klar das die Strecke wesendlich langsamer geworden ist und nicht alles meinem Trainingszustand zuzuschreiben ist.
Leider hatte ich durch meine Spätes ankommen im Ziel nicht mehr so viel Zeit mich auf den folgenden Berglauf auszuruhen. Ich hatte hunger wie ein Bär und so viel mir nix besseres ein als erst mal eine große Portion Pommes in mich rein zu schlingen bevor es los ging.
Der Berglauf sollte über 7,5Km gehen und hatte 280Höhenmeter. Nun wenn man bedenkt das ich eine Woche zuvor 10,5 KM mit 1200Höhenmeter gelaufen bin konnte das ja nicht so wild werden dachte ich. Aber es wurde schlimmer. 60Meter vor dem Ziel machte mein rechter Oberschenkel mit einem Starken sehr schmerzenden Krampf die ganze Sache endgültig zu einen Desaster, ich humpelte mit starken Schmerzen zwar noch ins Ziel und beendete den Lauf in einer Zeit von 45:41 aber brauchte auch gut 15 Minuten bis ich mein Bein wieder im griff hatte.
Summa summarum, eine sehr schöne Veranstaltung mit sehr anspruchsvollem Kurs, den man aber nicht unvorbereitet starten sollte. Fazit: Beruhigt habe ich mich mit dem Gedanken dass mein Training ja erst angefangen hat und es noch Zeit ist wieder in Form zu kommen. Bei der Challenge habe ich es trotz miserablen MTB-Fahren und schlechten Berglauf noch auf Platz 28 Geschafft und mich somit um 4 Plätze weiter nach vorne gequellt.
Spessartchallenge 2010 - Teamwertung
Zusammen mit Marco Weisbecker (Cycle Point Stock) erreichte Florian Brosch hinter dem Duo Sebastian Muth/ Mathias Albert den zweiten Platz der Teamchallenge-Wertung. Bernd Paczarkowski verpasste mit seinem Junior-Partner Sebastian Heinl das Treppchen denkbar knapp. Nach Stadtlauf, Mountainbikerennen und Berglauf und fast vier Stunden Wettkampfzeit lagen zwischen ihnen und den Drittplatzierten Volker Dautrich/ Wolfgang Schlögel nur ganze 11 Sekunden.
Ergebnis Spessartchallenge Lang 2010 - Team
1. Sebastian Muth/Mathias Albert
2. Marco Weisbecker/Florian Brosch
3. Volker Dautrich/Wolfgang Schlögel
4. Sebastian Heinl/Bernd Paczarkowski
Montag, 13. September 2010
"Uffgeschdiesche!" - Triathleten vom TV Bad Orb 2011 in der Regionalliga
Nachdem die zunächst zum Aufstieg berechtigten Hessenmeister vom DSW Darmstadt ihren Verzicht erklärt haben, dürfen die Kurstädter als Vizemeister knapp zwei Wochen nach Ende der Ligasaison noch einmal kräftig jubeln.
Von ganz unten nach (fast ganz) oben
Keiner, aber wirklich keiner, der Beteiligten hätte es sich träumen lassen, dass die Triathleten des TV Bad Orb am Ende der Saison 2010 den Aufstieg von der höchsten hessischen Landesklasse in Regionalliga Mitte würden. Letztes Jahr nämlich waren die Kurstädter im letzten Saisonrennen gerade noch dem Abstiegsgespenst entkommen. Nichtsdestotrotz hatten die Orber in diesem Rennen schon angedeutet, was möglich gewesen wäre, wenn man öfter in Bestbesetzung hätte antreten können. In der Besetzung Florian Brosch, Jörn Gabler, Tim Stutzer, Adi Kohr und Matthias Schmitt hatte man damals den dritten Tagesplatz erreicht. Ein Fingerzeig also, der für 2010 hoffen ließ. Da zum Jahresende mit Alexander Nikolopoulos noch schlagkräftige Verstärkung gewonnen werden konnte, sahen die Orber das Abstiegsgespenst von 2009 schon früh gebannt.
Vier Rennen - drei Mal auf dem Tagespodest
Im ersten Rennen der Saison dann, einem im Mannschaftsverband zu absolvierenden Sprinttriathlon in Fritzlar, schien das Potential der Mannschaft durch. Obwohl mit Florian Brosch der vermeintlich stärkste Athlet wegen einer Verletzung ausfiel, konnte sich die Mannschaft einen hart umkämpften zweiten Tagesrang sichern. Jörn Gabler, Adi Kohr, Jürgen Metzler, Alexander Nikolopoulos und Tim Stutzer erreichten das Ziel nach großen Kampf auf der Laufstrecke lediglich fünf Sekunden vor den Drittplatzierten Konkurrenten aus Viernheim.
Im zweiten Saisonrennen war dann Brosch wieder dabei, dafür aber konnten Kohr und Metzler nicht an den Start gehen. Dafür rückten mit Bernd Paczarkowski und Jörn Treffler die beiden Veteranen des Teams nach und sicherten bei Dauerregen in Bad Endbach mit Tagesrang sechs einen Platz im Vorderfeld. Im Zwischenklassement lag die Mannschaft damit weiterhin auf dem Podest, war aber auf den dritten Rang in der Saisonwertung zurückgefallen.
Tagessieg in Viernheim – Platz Drei in Greisheim
In Viernheim dann schöpfte die Mannschaft ihr Potential dann voll aus und konnte mit Brosch, Gabler, Kohr, Nikolopoulos und Stutzer die Tageswertung für sich entscheiden. Dafür war besonders die Leistung von Brosch und Nikolopoulos entscheidend, die als Zweiter und Dritter der Tageswertung ins Ziel liefen. Zum Finalwettkampf dann reiste die Mannschaft als Zweitplatzierte hinter den überlegenen Athleten vom DSW Darmstadt mit nur hauchdünnem Vorsprung vor der Konkurrenz aus Viernheim. Die Vorzeichen für eine gute Tagesplatzierung allerdings waren nicht wirklich gut. Von der Stammbesetzung fehlten mit Kohr, Metzler und Brosch krankheitsbedingt oder wegen anderer Verpflichtungen gleich drei Athleten. Da aber in aktiver Nachbarschaftshilfe Patrick Röll vom SV Gelnhausen für das Rennen ausgeliehen werden konnte, stand dennoch eine schlagkräftige Truppe am Start. Röll, Gabler, Nikolopoulos, Paczarkowski und Stutzer sollten die Kohlen aus dem Feuer holen. Das Rennen geriet dann wie fast erwartet zum veritablen Krimi. Nikolopoulos, Stutzer und auch Röll erwischten einen guten Tag, Gabler und Paczarkowski hingegen mussten in der windigen Rheinebene ordentlich kämpfen. So begann für die ersten Drei im Zielbereich das bange Warten auf entweder Gabler oder Paczarkowski. Als dann Gabler einlief war klar, dass es in der Addition der vier schnellsten Einzelzeiten schon im Tagesklassement mit einer Podestplatzierung knapp werden würde. Umso größer war dann die Freude, als dann eine Stunde nach dem Rennen das Ergebnis verkündet wurde: Als Dritte hatten sich die Kurstädter aufs Tagespodest gerettet und auch den zweiten Tabellenplatz gegen das Viernheimer Team verteidigt. Dass aber auch schon der Vizetitel zum Aufstieg berechtigen würde, war von den Hessenmeistern aus Darmstadt abhängig, die sich mit ihrer Entscheidung noch ein paar Tage Zeit lassen wollten. Als dann vergangenen Freitag die erhoffte E-Mail von der Ligaleitung des Hessischen Triathlonverbandes kam, war das erforderliche Formular zur Wahrnehmung des Aufstiegs in Windeseile ausgefüllt und auf den Weg gebracht.
Lokalduell mit SV Gelnhausen erneut vertagt
Auf ein spannendes Lokalduell allerdings wird der Main-Kinzig-Keis mit dem Aufstieg der Orber in der Saison 2011 verzichten müssen. Schon letztes Jahr war es sehr knapp: Wären die Orber 2009 abgestiegen, hätte man sich 2010 in der 2. Hessenliga mit dem SV Gelnhausen duellieren müssen. Dieses Jahr nun schafften die Gelnhäuser auf ihrem glatten Durchmarsch durch die Hessenligen den dritten Aufstieg in Serie und sind jetzt in der höchsten Landesklasse angekommen. Da aber die Orber wieder einmal „entkommen“ sind, steht das MKK-Duell frühestens 2012 ins Haus. Positiv ist das für beide Mannschaften, hat man sich doch auch 2010 wieder einmal gegenseitig ausgeholfen, wenn Not am Mann oder der Frau war. Das allerdings wird sicher dann ein Ende finde, wenn man gegeneinander antreten muss.
Motivationsschub für die SPESSARTCHALLENGE
Eine ordentliche Portion Extramotivation sollte der Aufstieg den Kurstädtern für das Heimrennen bei der Spessartchallenge am kommenden Wochenende in Bad Orb geben. Die große Herausforderung der Challenge lang bestehend aus dem langen Stadtlauf (10km), dem Mountainbikerennen über 56km und dem abschließenden 7km-Berglauf werden voraussichtlich Kohr, Metzler und Stutzer angehen. Sie dürften dabei sicher um einen Platzierung unter den ersten Zehn mitkämpfen. Der Vorjahresdritte und Lokalfavorit Florian Brosch allerdings wird leider nur in einer Teamwertung als Läufer antreten. Brosch, der sich bei der Deutschen Meisterschaft im Crosstriathlon den Arm gebrochen hat, ist aber trotzdem ein Kandidat fürs Podest. Mit seinem Partner auf dem Mountainbike Marco Weisbecker hat er einen Platz im Vorderfeld der Teamwertung fest im Blick.
Endstand 1. Hessische Triathlonliga 2010 nach 4 Rennen
1. DSW Darmstadt
2. TV Bad Orb – TEAM SPESSARTCHALLENGE
3. XXXL-Team Viernheim
Montag, 6. September 2010
Ein Wochenende, drei Länder Teil 4, Hessen # 2
Der Titel klingt sperrig, aber kürzer geht es nicht. Nach Platz drei im Ligafinale der 1. Hessischen Triathlonliga belegen die Kurstädter den zweiten Platz und sind damit erstmals in der Vereinsgeschichte Hessische Mannschafts-Vizemeister.
Schon in den ersten drei Rennen der hatten sich die Kurstädter eine gute Ausgangsposition für das abschließende Rennen in Griesheim bei Darmstadt erarbeitet. Auf Platz zwei gingen sie ins Rennen, mit einer klitzekleinen Chance, noch die führenden Athleten vom DSW Darmstadt abzufangen. Da die Mannschaft aber durch den Ausfall ihres stärksten Athleten Florian Brosch (Armbruch bei der DM Crosstriathlon am Wochenende zuvor) deutlich geschwächt in das Rennen ging, hatten die Orber schon vor dem Rennen nur die Sicherung des Podestplatzes im Auge.
Verstärkung aus Gelnhausen
So gingen in Griesheim mit Alexander Nikolopoulos, Tim Stutzer und Jörn Gabler drei Athleten der Stammbesetzung und Bernd Paczarkowski und Patrick Röll als Nachrücker an den Start. Den kurzfristigen Einsatz Rölls hatten die Kurstädter dem SV Gelnhausen zu verdanken. Die Gelnhäuser hatten ihn im Rahmen aktiver Nachbarschaftshilfe für diesen Wettkampf freigestellt. Ein Modell, das zwei Wochen zuvor den Damen des SV Gelnhausen geholfen hatte, das Podium des Ligarennens in Viernheim zu erklimmen.
Kühler Auftakt im Riedsee
Das Schwimmen im Leeheimer Riedsee war die erste Wasserübung der Ligasaison, die die Athleten im Neoprenanzug absolvieren durften. Die Wassertemperatur war in den kühlen Septembernächten zuvor auf unter 20 Grad gesunken - ein nicht zu unterschätzender Vorteil für die eher schwachen Schwimmer aus Bad Orb. Nach den 1.500m der Auftaktdisziplin hatte sich diese Prognose bewahrheitet, denn der Rückstand der ersten Orber auf die Spitze betrug nur drei Minuten. Gleichauf machten sich Röll und Stutzer auf den Weg zum Rad, dicht gefolgt von Gabler (im Bild), Nikolopoulos und Paczarkowski.
Dynamit auf Rädern
Auf der wenig anspruchsvollen weil fast komplett flachen Radstrecke konnten sich dann wieder einmal Nikolopoulos und Stutzer in Szene setzen. Beide benötigten nur knapp 1:04h für die 44 Kilometer lange Radstrecke und konnten den drittbesten Radler des Tages um mehr als drei Minuten distanzieren. Für Röll und besonders den gesundheitlich angegriffenen Gabler lief es auf dem Rad nicht wirklich rund. Trotzdem konnten sie sich um Platz 25 halten und versuchten ebenso wie Paczarkowski, auf der Laufstrecke noch einmal anzugreifen.
Kämpfen und banges Warten
Die Laufstrecke erreichte Stutzer wie schon beim Ligarennen in Bad Endbach als erster Ligastarter. Diesmal allerdings konnte er sich keine Hoffnung machen den Sieg ins Ziel zu bringen. Mit Roman Veith (Tri Force Fulda), Moritz Lange und Daniel Gebert (beide 3athlon WCV Kassel) waren ihm drei sehr starke Läufer zu dicht auf den Fersen. An vierter Stelle schon konnte Nikolopoulos die Laufschuhe schnüren und auch Röll war noch unter den ersten 20 Ligaathleten vertreten. Schon nach vier Laufkilometern dann war das Einzelklassement zementiert: Veith, Lange und Gebert hatten Stutzer überholt, der sicher auf Rang vier lag, direkt vor Nikolopoulos.
Auch Röll (hier im Bild) war zu Fuß gut unterwegs und holte beim laufen wieder auf Stutzer auf. Für Gabler allerdings begann auf der Laufstrecke das große Leiden. Seine Erkältung nagte an den Atemwegen und bei jedem Schritt schmerzte die Lunge. Als dann Stutzer (4.), Nikolopoulos (5.) und Röll (19.) das Zeil erreicht hatten, begann das bange Warten auf Gabler, dessen Rennzeit in Addition mit der Zeit der anderen Drei das Tagesergebnis bestimmen sollte. Nach endlosen Minuten im glücklicherweise sonnigen Zielbereich kam Gabler dann in Sicht. Er hatte alles gegeben und war als 37. eingelaufen.
Anders als Gabler konnte es Paczarkowski (im Bild) etwas lockerer angehen lassen, da er als fünfter Starter des Teams schon nach dem Radfahren wusste, dass er wohl nicht in die Wertung der ersten vier Teamathleten kommen würde.
Wie immer vergeht bei Ligarennen einige Zeit bis zur Ermittlung des Ergebnisses, aber dieses freute die Orber umso mehr: Tagesplatz drei Stand zu Buche und in der Endabrechnung der 2. Platz. Damit konnten die Kurstädter zwar den dominierenden Athleten des DSW Darmstadt den Hessenmeistertitel nicht mehr streitig machen, können aber mit dieser Saison rundweg zufrieden sein.
Aufstieg? Fragezeichen!
Da nur einen Mannschaft aus der 1. Hessenliga in die Regionalliga von Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland aufsteigt, haben die Kurstädter diesen zumindest nicht direkt schaffen können. Allerdings steht noch nicht abschließend fest, ob der DSW Darmstadt sein Aufstiegsrecht wahrnehmen wird, weshalb auch nach dem letzten Rennen der Saison noch etwas Spannung bleibt.
Endstand 1. Hessische Triathlonliga
1. DSW Darmstadt
2. TV Bad Orb / Team SPESSARTCHALLENGE
3. XXXL Team TSV Viernheim
Tageswertung Team 1. Hessische Triathlonliga Griesheim
1. DSW Darmstadt
2. 3athlon WVC Kassel
3. TV Bad Orb / Team SPESSARTCHALLENGE
Tageswertung Einzel 1. Hessische Triathlonliga Griesheim
1. Veith, Roman Tri-Force Fulda 21:13 (3) 1:07:32 (3) 35:52 (2) 2:04:37.71
2. Lange, Moritz 3athlon WVC Kassel 21:18 (4) 1:09:25 (7) 34:26 (1) 2:05:09.42
3. Gebert, Daniel 3athlon WVC Kassel 20:48 (1) 1:08:30 (5) 37:16 (6) 2:06:34.06
4. Stutzer, Tim TV Bad Orb 23:53 (17) 1:04:14 (1) 38:49 (14) 2:06:56.18
5. Nikolopoulos, Alexander TV Bad Orb 25:20 (31) 1:04:43 (2) 37:42 (8) 2:07:45.06
19. Röll, Patrick TV Bad Orb 24:00 (20) 2:16:12.04
45. Gabler, Jörn TV Bad Orb 24:39 (23) 1:15:43 (45) 44:14 (46) 2:24:36.46
52. Paczarkowski Bernd TV Bad Orb 28:55 (53) 1:18:04 (53) 43:45 (44) 2:30:44.42
Detailergebnisse 4. Lauf 1. Hessische Triathlonliga - Griesheim
http://www.hessischer-triathlon-verband.de/
Bilder 4. Lauf 1. Hessische Triathlonliga – Griesheim
http://picasaweb.google.com/timule/Griesheim2010#
Ein Wochenende, drei Länder Teil 4, Hessen # 1
Mit der besten Radzeit aller Frauen konnte Julia sich am vergangenen Wochenende den dritten Platz beim Short Track Triathlon in Griesheim sichern.
Ergebnis Short Track Triathlon Griesheim:1. Fischer, Steffi TV Forst 24:47 1:19:02 46:20 2:30:09.58
2. Heidemann Silke TSV Amiticia Viernheim 24:31 1:19:38 47:23 2:31:32.62
3. Nikolopoulos Julia TV Bad Orb 30:08 1:18:07 45:28 2:33:43.19
Ein Wochenende, drei Länder Teil 2 - Österreich
Jürgen Metzler (4:51:57h) und Adi Kohr (4:52:29), einem Zwillingspaar gleich, finishten bei kühlen Temperaturen um 16 Grad innerhalb knapp einer halben Minute. Was wie ein Duell Mann gegen Mann klingt, war leider keines, denn die bieden waren in unterschiedlichen Startgruppen auf die Strecke geschickt worden und duellierten sich damit in einem Fernduell.
In diesem Fernduell hatte nach dem schwimmen noch Kohr kanpp die Nase vorn, er hatte MEtzler 45sec abgenommen. Diese Führung konnte er dann auf dem Rad auf knapp fünf Minuten ausbauen. Beim abschließenden Halbmarathon aber drehte Metzler richtig auf und nahm Kohr knapp fünfeinhalb Minuten ab, was ihm am Ende den knappen Vorsprung einbrachte.
Ergebnisse Challenge Walchsee (Tirol, Östtrreich)
1. Weiss, Michael 3:57:15,2 27:53,7 (13.) 2:04:16,0 (1.) 1:21:02,6 (8.)
2. Cigana, Massimo 3:59:35,3 26:35,8 (7.) 2:12:30,0 (2.) 1:16:23,6 (1.)
3. Degasperi, Alessandro 4:04:52,4 26:13,1 (6.) 2:16:46,0 (5.) 1:17:53,0 (3.)
Metzler, Jürgen 4:51:57,3 (17. TM 30-34) 33:34,5 (22.) 2:36:23,6 (23.) 1:36:18,5 (10.)
Kohr, Adi 4:52:29,8 (21. TM 40-44) 32:12,6 (16.) 2:31:25,4 (15.) 1:40:55,5 (36.)
Ein Wochenende, drei Länder Teil 1 - Schweiz
Teil 1 der Rennberichte des vergangenen Wochenendes beginnt mit Alex' kleinem Ausflug zu DEM Duathlon-Klassiker schlechthin, dem Powerman Zofingen. Bei der kurzen Ausgabe über 10L - 50R - 5L kam Alex trotz sehr geringem Trainings im Vorfeld in 2:38h un Platz 78 von 250 Startern gut durch.
Im Originalton klingt das so:
"War das Wochenende in Zofingen: Sehr schöner Wettkampf, gute Grösse (nicht so riesig wie die IM`s, hat eher den Flair vom Moret-Triathlon, aber doch etwas grösser).
Ausgesprochen schöne Radstrecke mit Blick auf Eiger/Mönch/Jungfrau, aber...die Laufstrecke(n) ist (sind) brutal. Für mich war es spitze. Ich war in 38 Minuten bereits aus der ersten Wechselzone wieder raus, bin wie immer meinen gewohnten 30er Schnitt geradelt und hab am Ende eine 2:38 gebraucht (10-50-5). Das ist bei einer Wochenleistung von 2-5h ganz ansehnlich, finde ich. Und das Beste: Keine dicken Beine heute!!!
Grüsse, Alex"
Ergebnis Powerman Zofingen Kurzdistanz
1. Gehring Lukas, 2:13.34,6
2. Wiesner Daniel 2:14.09,3
3. Geiser Christof 2:15.21,5
[...]
78. Mack Alexander 2:38.37,0 (38.13-1:34.38-23.10)
Detailergebnisse Powerman Zofingen Kurzdistanz
http://services.datasport.com/2010/tri/zofingen/default.htm
Montag, 30. August 2010
Deutsche Meisterschaft Cross-Triathlon - Florian Brosch auf dem 3. Platz
Widrigkeiten schon zu Beginn
Aufgrund der starken Strömung war die Schwimmstrecke verkürzt worden, sodass nur 900m flussabwärts zu absolvieren waren. In Weltrekordverdächtiger Zeit von weniger als sieben Minuten steig so die Spitzengruppe auf das Mountainbike, Brosch folgte nur eine dreiviertel Minute später.
Pech auf dem Rad
Rund um Hirschhorn ging es auf dann die teils abwechslungsreiche aber auch anspruchsvolle Radstrecke, die zweimal zu durchfahren war. Teils mit Schiebepassagen bergauf, nassen Wurzeln und schönen Abfahrten gespickt war es eine Radstrecke, die den Vornamen „Cross“ wirklich verdient hatte. Leider musste Brosch auf seiner Aufholjagd am Anfang der zweiten Radrunde aufgrund eines direkt vor ihm fast fallenden Athleten auch aus den Pedalen. Leider konnte er die Pedale nicht rechtzeitig lösen und kam so zu Fall und landete auf dem linken Ellenbogen. Nach einer kurzen Pause am Streckenrand aber, setzte er das Rennen unter Schmerzen fort. Gerade bergab war jeder Schlag und jedes Bremsen sehr schmerzhaft. Trotzdem überholte Brosch weiter und wechselte knapp außerhalb der ersten zehn Athleten in die Laufschuhe.
Aufholjagd zu Fuß
Endlich bei seiner Paradedisziplin dem Laufen angekommen, legte Brosch richtig los. Den Arm in Schonhaltung angelegt arbeitete er sich auf Wiesen- und Schlammboden weiter und weiter nach vorn. Als dann zum zweiten Mal an einer Brücke abgeseilt hatte - auch diese Herausforderung musste gemeistert werden - lag Brosch schon in den Top 10. Für den Orber stand am Ende trotz Verletzung die drittbeste Laufzeit zu Buche, mit der er sich auf dem 3. Platz vorarbeiten konnte.
Die verdiente Siegerehrung, Brosch hatte in seiner Altersklasse den 3. Platz belegt, konnte Brosch allerdings nicht mehr wahrnehmen, denn dafür schmerzte der Arm zu sehr. Ein Zwischenstopp im Krankenhaus ergab dass glücklicherweise keine Knochen gebrochen sind. Trotzdem wurde ihm für einige Tage ein Gips angelegt, um den Arm ruhig zu stellen. Fraglich ist damit leider Broschs Einsatz beim Ligafinale der 1. Hessischen Triathlonliga am kommenden Sonntag, bei dem die Kurstädter noch um den Aufstieg in die Regionalliga kämpfen.
Ergebnisse Deutsche Meisterschaft Cross-Triathlon Hirschhorn/Neckar
1. Sebastian Kienle (Team Erdinger Alkoholfrei) 2:08:18 (6:59-1:26:31-34:48)
2. Alexander Haas (TSG 08 Roth) 2:10:05 (6:47-1:28:23-34:55)
3. Florian Brosch (TV Bad Orb) 2:25:55 (7:46-1:42:32-35:37)
Detailergebnisse Deutsche Meisterschaft Cross-Triathlon Hirschhorn/Neckar
http://trisys.de/Triathlon/Hirschhorn/hirschhorn.html#Xterra
Montag, 23. August 2010
'Gwunna in Viernheim # 2
Der Spätsommer ist die erfolgreichste Zeit für die Bad Orber Triathleten. Schon im letzten Jahr konnten sie ihren Tagessieg beim Septemberrennen in Greisheim einfahren. Dieses Jahr war es schon im vorletzten Rennen soweit: Die Kurstädter holten in direkter Nachbarschaft zum Hauptquartier ihres Bekleidungssponsors Rono Innovations in der Besetzung Florian Brosch, Jörn Gabler, Adi Kohr, Alexander Nikolopoulos und Tim Stutzer den ersten Saisonsieg!
Der Odenwald – wie gemacht für Orber Triathleten
Schon vor dem Rennen hatten sich die Orber Hoffnungen auf eine vordere Platzierung gemacht, denn der Triathlon in Viernheim, deutschlandweit vielleicht das Kurzdistanzrennen mit der anspruchsvollsten Radstrecke liegt den radstarken Kurstädtern wie kein zweites Rennen der Saison 2010. Um nichts dem Zufall zu überlassen, war als Betreuer und Ein-Mann-Fanculb Jürgen Metzler mit angereist, der schon am Vortag seine Pflichten in Viernheim erfüllt hatte: Er belegte beim am Samstag ausgetragenen Sprinttriathlon einen hervorragenden sechsten Platz und gewann dabei die Altersklasse AK30. Da die Radstrecke mit ihren 46 Kilometern entscheidend sein sollte, war es nur konsequent, dass Nikolopoulos kurz vor dem Schwimmstart folgende Devise an die Mannschaftskollegen ausgab: „Bloß nicht im Wasser verrückt machen lassen. Unser Rennen beginnt auf dem Rad!“. Und obwohl Gabler und Stutzer schon nach dem schwimmen unter den ersten 20 Ligastartern zu finden waren, sollte die Aufholjagd der Orber erst auf dem Rad wirklich losgehen. Schnell konnten sich Brosch, Kohr und Nikolopoulos weiter im Feld nach vorn arbeiten. Dabei hatten Nikolopoulos und Brosch schon nach 30 Kilometern bei schwülwarmen Temperaturen um 32 Grad zu Stutzer aufgeschlossen. Kohr lieferte auf dem Rad einen Tag nach seinem Geburtstag ein solides Rennen und fuhr gegen Ende der Radstrecke auch an Gabler vorbei.
Solide Laufleistungen
Den Wechsel zum abschließenden Lauf über zehn Kilometer erreichten Nikolopoulos, Stutzer und Brosch innerhalb von weniger als einer Minute auf den Plätzen drei bis fünf der Ligawertung. Enteilt war ihnen zu diesem Zeitpunkt einzig der stärkste Ligaathlet des Tages, Roman Veith aus Fulda, in Schlagdistanz aber noch der Frederik Blümm (DSW Darmstadt). Kohr und Gabler nahmen die Laufstrecke um Platz 20 in Angriff.
Auf dem Zweirundenkurs um das Sportzentrum von Viernheim konnten Nikolopoulos und Brosch noch einmal richtig aufdrehen und Blümm schnell hinter sich lassen. Stutzer hingegen, ebenso wie Gabler kein Fan von Hitzerennen, musste zwei Konkurrenten vorbeiziehen lassen und kam am Ende auf Platz sieben. Kohr lief den Zehner solide durch und kam auf Platz 33. Für Gabler, der im letzten Jahr schon Pech in Viernheim hatte, wird auch 2010 nicht in wirklich positiver Erinnerung bleiben: Eigentlich neben Brosch der stärkste Läufer der Orber, musste er wegen Überhitzung mehrere Gehpausen einlegen, rettete sich am Ende jedoch noch auf Platz 37.
Ganz oben auf dem Treppchen
Dass es für eine vordere Platzierung gereicht haben konnte, wussten die Kurstädter schon früh. Dass es allerdings in der Addition der jeweils vier zeitschnellsten Athleten einer jeden Mannschaft zum obersten Platz auf dem Treppchen gereicht hatte, erfuhren sie erst unter Dusche von Jürgen Metzler, der als erster die Ergebnisliste erspäht hatte.
Vor dem letzten Ligarennen in Griesheim belegen das TEAM SPESSARTCHALLENGE damit hinter dem DSW Darmstadt den zweiten Platz in der Saisonwertung. Wenn das Team dort in zwei Wochen noch einmal so auftreten kann wie in Viernheim ist sogar der Aufstieg in die Regionalliga nicht ausgeschlossen. Das allerdings wäre wohl die größte Überraschung des Ligajahres, denn im vergangenen Jahr war die Mannschaft dem Abstiegsgespenst erst im allerletzten Rennen entronnen.
Gelnhäuser Damen mit Verstärkung auch auf dem Podest
Auch die Damen des SV Gelnhausen schafften es in Viernheim mit einem dritten Platz aufs Podest, diesmal tatkräftig unterstützt durch eine kurzfristige Leihgabe unsererseits, Julia Nikolopoulos war für die Barbarossastadt mit Zweitstartrecht am Start.
Ergebnisse 3. Lauf 1. Hessische Triathlonliga Viernheim
1. TV Bad Orb / TEAM SPESSARTCHALLENGE (Brosch, Gabler, Nikolopoulos, Kohr, Stutzer) 10:15:31h
2. XXXL Team TSV Viernheim (Brandmüller, Litters, Zemke, Radowski) 10:25:50h
3. DSW Darmstadt (Blümm, Haupt, Dröll, Picard) 10:33:55h
1. Hessische Triathlonliga Viernheim – Zwischenstand nach 3 von 4 Rennen
1. DSW Darmstadt
2. TV Bad Orb / TEAM SPESSARTCHALLENGE
3. XXXL Team TSV Viernheim
Detailergebnisse 3. Lauf 1. Hessische Triathlonliga Viernheim :
http://www.triathlon-zeitnahme.de/results/PDF/index.php?loc=/2010/2010_08_22_27._V-Card_Triathlon
Bericht Hessischer Triathlon-Verband:
http://www.hessischer-triathlon-verband.de/
Bilber: http://picasaweb.google.com/alexander.nikolopoulos/2010Viernheim#
Sonntag, 22. August 2010
'Gwunna in Viernheim!
BERICHT VON DER HTV-WEBSITE
HTL in Viernheim: Bad Orb ist vorne, Darmstadt gewinnt gleich zweimal
Von: SH - 22. 8. 2010
Der TV Bad Orb/Spessartchallenge belegt Rang 1 in der höchsten Hessenliga der Herren, das StartNet-Team wird Erster bei den Damen sowie in der zweiten Hessenliga
Nach dem sechsten Platz beim letzten Liga-Rennen hat sich der TV Bad Orb eindrucksvoll zurückgemeldet. Die Equipe konnte sich über die Podestplatzierungen von Florian Brosch (2.) und Alexander Nikolopoulos (3.) freuen, die gemeinsam mit Tim Stutzer (7.) und Andreas Kohr (33.) den Sieg in 10:15:31 perfekt machten. Die Einzelstarter hatten dabei jeweils 1,5 Kilometer Schwimmen, 46 Kilometer Rad auf bergiger Strecke sowie 10 Kilometer Laufen zu absolvieren. Die Lokalmatadoren von XXXL TSV Viernheim erreichten rund 10 Minuten dahinter Rang 2, der dritte Platz ging an das StartNet-Team DSW Darmstadt. Die viertplatzierte Mannschaft Tri-Force Fulda hatte mit Roman Veith den überlegenen Gesamtsieger in ihren Reihen.
Zwei Wochen vor dem HTL-Finale in Griesheim führt damit nun das Startnet-Team (5 Platzziffern) vor Bad Orb (9) und Fulda (11).
Bei den Damen waren wie bei den beiden ersten Rennen die Damen des StartNet-Team DSW Darmstadt das Maß aller Dinge. Susan Dietrich setzte sich in der Einzelwertung vor Vereinskameradin Alexandra Behrens durch, Sara Bund machte auf Rang 8 den Sieg perfekt (Gesamtzeit: 8:23:33). Etwa 48 Minuten dahiner belegte das Tri-Team Fuldatal den zweiten Gesamtrang, etwas mehr als drei Minuten vor dem SV Gelnhausen. Der verbleibende Podestpplatz der Einzelwertung ging an Isabelle Gath vom Team LahnLeander Heinz Bike. In der Gesamtwertung liegt das Startnet-Team nun deutlich vorne, in Griesheim ist aber ein spannender Kampf um Rang 2 zu erwarten, bei dem das Tri-Team Fuldatal die besten Aussichten hat. Doch auch Tri-Force Fulda, LC Olympia Wiesbaden und der SV Gelnhausen können sich durchaus noch Chancen ausrechnen.
In der zweiten Hessenliga der Männer ging der Tagessieg ans StartNet-Team DSW Darmstadt.Matthias Blatt (5.), Sebastian Steger (16.), Thomas Färber (17.) und Thomas Knibbe (20.) erreichten diesen Triumph durch eine geschlossene Teamleistung. Gut sechs Minuten dahinter folgte der SV Gelnhausen mit dem Zweitplatzierten Michael Lik und der SV Traisa. Erster der Einzelwertung wurde Georg Abel (Triathlon Team Giessen), den dritten Rang sicherte sich Martin Nickel (SBR Spangenberg). Das führende Team der Ligawertung nach drei Rennen, TaunaGas Oberursel, musste sich diesmal mit Rang 4 begnügen, liegt jedoch vor dem letzten Wettkampf in Griesheim komfortable 3 Platzziffern vor den Verfolgern aus Darmstadt.

