Nach dem Debakel im ersten Saisonrennen hat sich unsere erste Männermannschaft mit einem soliden Resultat in der Regionalliga zurückgemeldet. In der Besetzung Florian Brosch (2:21:30h), Jörn Gabler (2:23:12h), Tim Stutzer (2:26:31h), Daniel Kasack (2:33:44h) und Adi Kohr (2:33:51h) kamen die Jungs in die Top5.
Im Gleichschritt hatten Florian und Jörn zunächst den
Schwimm- und Radpart absolviert, bevor sich Jörn kurz vor Ende der 44 Kilometer
noch ein wenig von Florian absetzen konnte. Der wiederum kam direkt zusammen
mit Tim in der zweiten Wechselzone an, nachdem Tim im Wasser erheblich Zeit
eingebüßt hatte und auf dem Rad schon die Tagesbestzeit abliefern musste, um
wenigstens noch in der Wechselzone die Fersen von Jörn kurz zu Gesicht zu
bekommen. Kurz nach dem Wechsel zum Laufen hatte Florian zu Jörn
aufgeschlossen, der sich zunächst festbeißen konnte, fiel aber dann ab
Laufkilometer drei mehr und mehr zurück und erreichte das Ziel knapp eineinhalb
Minuten nach Florian. Tim hingegen spielte mal wieder das Überlebensspiel auf
der Laufstrecke und versuchte, nicht zu viele Konkurrenten vorbeiziehen zu
lassen, was nicht so recht gelang, denn im Gegensatz zu Florian und Jörn landete er erheblich außerhalb der Top10.
Das interessanteste und fast schon denkwürdige teaminterne
Duell aber spielte sich um den vierten und letzten Wertungsplatz fürs Team ab. Wir nennen es mal:
Damit der lesen mehr
Spaß macht, wechseln wir mal ins Präsens: Wie ein Grottenolm schwimmt Gaststar(ter)
Daniel die 1.500m und versucht danach, auf dem Rad „BÄM!“ zu geben. Auch das
aber funktioniert nicht so recht. So kann Adi, der solide geschwommen und
geradelt ist knapp zwei Minuten Vorsprung mit auf die abschließenden 10
Laufkilometer nehmen. Bis zum Wendepunkt bei 5km halbiert Daniel den Rückstand
und schließt mit sich selbst einen Vertrag, der da lautet: „Ich bin heute nicht
das Streichergebnis!“. Adi aber hat auch mental mitgerechnet und nimmt sich –
ebenfalls am Wendepunkt - vor, dass „niemand die letzten 5km schneller läuft
als ich“. Ganz geht Adis Plan allerdings nicht auf. Bei 8,5km hat Daniel aufgeschlossen
und attackiert kurz darauf. Adis Parade allerdings folgt auf dem Fuß: der (alte)
Hase hat ein paar Körner gespart und tritt seinerseits zur Gegenattacke an. Schnell
hat er einen Vorsprung von knapp 30 Metern herausgelaufen. Den aber egalisiert
Daniel auf dem Weg zur letzten Kuppe, die keine 150m vor dem Ziel liegt. Auf
dem letzten Bergabstück, das eine letzte scharfe Rechtskurve hat, nimmt Adi
dann – taktisch klug – die Innenbahn.
Schnitt in den Zielbereich
Es ist Daniels erster und wohl einziger Start fürs Team und
so versucht Tim schnell einen Fotografen zu organisieren, der Daniels
Gastfinish fürs Team im Bild festhält. Keine fünf Sekunden ist
Edelfan Bill im Zielkanal platziert, da schießen sie um die Ecke: Schulter an
Schulter nehmen die beiden die letzte Rechtskurve. Noch 40 Meter und Adi im
taktischen Vorteil. Er hält die Innenbahn. Dann aber trägt es Adi nach außen
und die Innenbahn wird frei. Daniel sieht, dass auf der rechten Seite des Zielkanals
die Zeiterfassung mittels Handchip erfolgt (das blaue Ding am Handgelenk der Jungs unten). Diese Chance nutzt Daniel und prescht
los. Keine Zehntelsekunde vor Adi schlägt er an. Hammer! Beide völlig außer Atem und zufrieden, fürs Team das heute maximale rausgeholt zu haben.
Danke Jungs, so kann es weitergehen!



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