Für Florian Brosch vom Team Bad Orb - Gesund im Spessart - steht
dieses Wettkampfjahr, neben den Ligastarts in der Hessen- und Regionalliga, voll
im Zeichen der Mitteldistanz (2km schwimmen/80km Radfahren/20km Laufen).
Nach zwei sehr erfolgreichen Wettkämpfen in Maxdorf und am
Chiemsee, wo er jeweils in den Top Ten Overall landen und den Sieg in der
Altersklasse verzeichnen konnte, stand jetzt innerhalb von sechs Wochen die
dritte Mitteldistanz für den Orber Athleten in Erlangen an. „Mir macht diese
Distanz und das Training dafür einfach sehr viel Spaß. Intensitäten und etwas
längere Einheiten wechseln sich ab und man kann im Gegensatz zur Langdistanz
auch mehrere Wettkämpfe aufgrund der kürzeren Regenerationszeiten absolvieren.
Ob vier Wettkämpfe, darunter drei Mitteldistanzen, innerhalb sechs Wochen gut
gehen, wusste ich auch nicht. Es war für mich ein Experiment und mein Trainer
Uwe Widmann hat das Experiment wie immer sehr gut begleitet“, sagt der Lehrer
für Sport und Mathematik.
Das dieses Experiment überaus erfolgreich geglückt ist, bewies
Brosch eindrucksvoll beim Erlangen Triathlon, bei dem er schon ab dem
Schwimmpart in den Top 15 aus dem Main Donau Kanal auf sein Rad steigen konnte.
Auf dem Rad konnte Brosch weiterhin Boden gut machen und mit einem
Kilometerschnitt von ca 40 km/h bis auf Platz 7 vorfahren. Die Strecke führte
die Athleten dabei über zwei Runden á 43km, wo es Wind und ein welliges, aber
schnelles Profil auf die 500 Starterinnen und Starter wartete.
Angekommen in der zweiten Wechselzone stand Broschs Sahnedisziplin
laufen an. Doch hier war Brosch anfangs etwas unsicher, da er in der Vorwoche
müde aufgrund der Trainings- und Wettkampfbelastung war. „Als ich gemerkt habe,
dass ich mit Bernd Hagen, der dieses Rennen schon dreimal gewinnen konnte und
ein super Läufer ist, mitlaufen kann, wusste ich, dass ich jetzt nur nicht zu
schnell anlaufen darf.“ Auf der in Bezug auf Höhenprofil und Laufuntergrund
abwechslungsreichen ersten von zwei zu absolvierenden Laufrunden konnten sich
Hagen und Brosch bei schwülem Wetter stetig weiter nach vorne arbeiten. Auf
einmal waren nicht nur die Top 5, sondern auch das Podest in Reichweite. Brosch
musste den Lokalmatadoren und mehrfachen Top 25 Finisher der Challenge Roth
etwas ziehen lassen und hatte sich schon mit dem nun aktuell dritten
Gesamtplatz innerlich zufrieden gegeben. „Als ich dann aber bei km15 den
Abstand immer weiter reduzieren konnte, hab ich es riskiert und konnte nach zwei
Versuchen eine kleine Lücke reissen. Es wurden sehr harte letzte drei Kilometer
und ich traute mich erst auf der Zielgeraden nach hinten zu schauen, da ich
zuvor oft gehört habe, dass ich nur 50m Vorsprung habe.“ Mit der Tagesbestzeit
im abschließenden Laufpart konnte Brosch hinter dem Bayern Kader Athleten
Marchelo Loza Kunzelmann den zweiten Gesamtplatz und Sieg in der Altersklasse
in einer Zeit von 3.58 Stunden erreichen.
Für Brosch stehen jetzt zwei Wochen Urlaub an, bevor es mit dem
dem Regionalligateam nochmal in den Saisonentspurt geht. Wer im Hause Kreit/Brosch jetzt das erste italienische Urlaubsessen übernimmt, ist somit auch
schon geklärt.










