Sein größter Fan berichtet...
Zehn Tage vor dem Rennen ist das gewonnene Triathlonrad von Stevens endlich geliefert worden. Nun beginnen die Abende, wo mit unglaublicher Hingabe am Rad geschraubt wird, um es perfekt einzustellen...(fast eine never-ending-story), aber ich erzähle da den Lesern nichts Neues.
Zwei Tage vor dem Rennen teilte ER mir dann auch mit, dass jetzt das Rennen im Marburger Hinterland sei und er gemeldet ist. ER müsse da eeendlich mal starten. Ich wusste natürlich über den Termin Bescheid, schließlich erzählte ER schon länger davon. Also wenig überrascht ging es dann an die spezifische Vorbereitung.
Zehn Tage vor dem Rennen ist das gewonnene Triathlonrad von Stevens endlich geliefert worden. Nun beginnen die Abende, wo mit unglaublicher Hingabe am Rad geschraubt wird, um es perfekt einzustellen...(fast eine never-ending-story), aber ich erzähle da den Lesern nichts Neues.
Zwei Tage vor dem Rennen teilte ER mir dann auch mit, dass jetzt das Rennen im Marburger Hinterland sei und er gemeldet ist. ER müsse da eeendlich mal starten. Ich wusste natürlich über den Termin Bescheid, schließlich erzählte ER schon länger davon. Also wenig überrascht ging es dann an die spezifische Vorbereitung.
Ein Tag vor dem Rennen stand die Materialsuche auf dem
Programm. Etwas genervt wurde ich gefragt, wo denn sein zweiter
Kompressionssocke sei, im Wäschekorb bzw. im Schrank sei er nicht. Ursprünglich
wollte ich Fußball schauen, allerdings trieb mich die Suche an, leider
erfolgslos, sodass das Rennen unter keinem guten Stern starten sollte, zumal
außerhalb auch einige Stürme und Böen unterwegs waren. ER überlegte
währenddessen, ob das Rennen vielleicht abgesagt werden muss. Ich dachte nur,
wofür man dann so eine Hektik verbreiten würde. Aber das wird wohl immer so
sein und gehört dazu, bei jedem Rennen, an jedem Tag und Abend....genaueres
vielleicht nächsten Wochenende, nächstes Rennen.
Frühstücksmorgen....ER überlegte während der wenigen Bisse,
welches Rad ER nehmen solle. Hallo?!, dachte ich, natürlich das NEUE, an dem ER
alles eingestellt ist und ER trainiert hatte. Halb elf sollte die Abfahrt stattfinden,
was ungewöhnlicherweise auch klappte.
Ich durfte selbstverständlich fahren, sodass ER noch ein
wenig Energie tanken konnte. Ich hatte ihm selbstverständlich morgens liebevoll
einen grünen Tee gemacht, sodass er eigentlich!!! schon genügend Power hatte,
aber das kann man als Frau nur erahnen.
Da Start und Ziel nicht am selben Ort lagen, besichtigten
wir im noch verschlafenen Hommertshausen das Ziel. Man konnte nur vermuten,
dass dort das Ziel sein würde, da noch nichts vorbereitet war. Wir waren
einfach zu früh, sehr ungewöhnlich! Noch eine Randnotiz zum Wetter, es
schüttete und ich freute mich auf einen Tag im geschützten Auto. Auf dem Weg
zum Start konnte ER, mittlerweile wach, den Streckenverlauf analysieren. Doofe
Sprüche, wie fahr heute bitte besonders vorsichtig, schenkte ich mir lieber.
Angekommen am See wurde ER begrüßt, ob er derjenige sei, der
nicht starten wollte wegen des schlechten Wetters, da er abends noch eine Mail
an den Veranstalter schrieb. Ich grüße an der Stelle meinen alten
Leichtathletiktrainer "Es gibt kein schlechtes Wetter, nur schlechte
Kleidung!".
Einchecken verlief problemlos, lag vielleicht auch daran,
dass wir fast drei Stunden vor Rennstart vor Ort waren. Ruhe vor dem Sturm
lässt sich in dem Fall nur aufs Wetter beziehen, da es immer wieder stark
regnete und stürmte. Rennabbruch war sogar möglich....und dafür sind wir jetzt
hierher gefahren, dachte ich. Aber es kam anders.
Nach langer Vorbereitungsphase im Auto und ab und zu zum See
laufend, ging es nun doch los. ER schwatzte hie und da, erkannte aber kaum
starke Konkurrenten. Ein Durchatmen auf beiden Seiten! Auch ich bin immer
wieder mit aufgeregt.
Mit den Worten "Nimm mein Rucksack und die Schuhe mit
und ach, kannst ja Bilder von mir unterwegs machen" verabschiedete ER sich
zum Wasser. 700m schwimmen hieß es, zwei Runden. Ich suchte die goldene
Bademütze, aber kurz vorher entschied ER sich für die rote, sodass ich ihn erst
anhand seines Schwimmstils erkannte. Schwimmen lief gut, 4. Zeit und ab aufs
neue Rad.
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| And the winner is... Jörn! |
Wie vereinbart fuhr ich zur zweiten Wechselzone. Als ich ihn
auf dem Rad erkannte, zum Glück sind Helm und Schuhe in orange- erkennt man
gut, gab ich Platz 3 durch und die Vordermänner waren zu sehen. Aber auch ich
merke -wohlgemerkt im Auto- den starken Wind. Bei einem kleinen Hügel mit
Barrieren für die Triathleten sah es noch besser aus, Platz 2 und nur 25sec
Rückstand. Dies rief ich im freundlich zu....nach einem Selfie meinerseits ging
es weiter Richtung Wechselzone. Durch den Regen verpasste ich den Wechsel nach
25,5km und musste einige Schauer abwarten, bis die Athleten in die Poststraße
bogen. Ach ne, Poststraße war in Hamburg.
Lügen soll man ja bekanntlich nicht, daher muss ich
gestehen, dass ich ein gutes Gefühl hatte, als ich ihn zum letzten Mal mit dem
Auto überholte. Da ist fürs Laufen noch was drin. Und so sollte es auch
kommen...durch den Kursverlauf konnte man die Sieger erst auf dem letzten Stück
bergab sehen und ich sah IHN! Den Sieger aus dem Siegerland....
Jörn Gabler konnte den Zweitplatzierten überholen und siegte
in Jubelpose beim 30. Hinterland Triathlon. Aus Erfahrung weiß ich
mittlerweile, dass man Athleten im Ziel kurz (bzw. gefühlt etwas länger)
alleine lässt und sie erst später drücken sollte.
Ich konnte Jörn ein paar Bruchstücke entlocken, die sich wie
folgt zusammen fassen lassen: Schwimmen ging locker los, zwei Schläge auf Kopf
und Auge, kurz blind, gute Beine, Lutscher (ja, die gibt es wohl immer), Wind,
2. Einteiler nachm Schwimmen ausversehen angelassen, zweite Wechselzone bergab
Vollgas, Angst, Aufgabe, Angriff bergauf, schaff ich es überhaupt ins Ziel,
Sieg!
Sehr zufrieden und glücklich gab es zum Abschluss bei
der Tombola noch einen neuen Satz Schläuche und ein Abendmahl beim Lieferservice des
Vertrauens, auch für mich.







