Montag, 31. Juli 2017
Bad Orbs Triathleten „auswärts“ erfolgreich
| Gigantisch: Rad am Ring!!! |
Ertmer und Borstorff beim Heidelbergman - Stutzer, Lik und
Brend’amour beim 24 Stunden-Rennen „Rad am Ring“
Während andere in den Sommermonaten die Beine hochlegen,
heißt es für die Triathleten des TV BAD ORB „Hochsaison“ in Sachen Triathlon.
Während sich die einen bei Ironman-Wettkämpfen verausgaben, suchen andere den
Reiz in kürzeren Distanzen oder kombinieren die Saison über längere und kürzere
Wettkampfformate. Wieder andere machen Ausflüge in eine der drei Einzelsportarten
wie zum Beispiel 24-Stunden-Rennradrennen.
Ertmer & Borstorff beim Heidelbergman
Ertmer & Borstorff beim Heidelbergman
Im Rahmen des BASF Rhein-Neckar Triathlon Cups starteten
Holger Borstorff und Bad Orbs Vorzeige-Athletin und GNZ-Sportlerin des Jahres –
Julia Ertmer – beim Heidelbergman. Vor wunderschöner, malerischer Kulisse in
Heidleberg müssen die Triathleten 2,8km im Neckar, 35km auf dem Rad und einen
10km-Lauf hinter sich bringen. Beim Heidelbergman sind mit dem Königstuhl auf
dem Rad und dem Philosophenweg beim Laufen zwei sehr giftige Anstiege im
Streckenprofil untergebracht, die es zu bewältigen gilt.
| Julia Ertmer |
Nach ihrem Sturzpech beim Iroman in Frankfurt und der damit
verbundenen Rennaufgabe meisterte Ertmer den Wettbewerb zum Wiedereinstieg
gelungen. Ihr gelang ein 8. Gesamtrang und der zweite Platz in der
Altersklasse. Vor ihr positionierten sich starke Konkurrenz und
Bundesligastarterinnen. Gewonnen hat den Wettkampf Olympionikin Anne Haug,
neben der Ertmer vor zwei Jahren noch in der 1. Triathlon Bundesliga antreten
durfte. Ertmer beendete den Wettkampf in 2:29 Stunden Gesamtzeit.
| Holger Bortroff |
Vereinskollege Holger Borstorff meisterte den Wettkampf
trotz brütenden 30 Grad in 2:41 Stunden. Er konnte sich mit Rang 9 in seiner
Altersklasse eine Top10-Platzierung sichern und war mit seinem Rennen
zufrieden: „Schwimmen und Radfahren liefen gut. Beim Laufen meldete sich dann
meine Achillessehne leider etwas und ich hab etwas rausnehmen müssen“,
resümiert Borstorff sein Rennen. Für den Neuling beim Team Spessartchallenge
steht Anfang September im Rahmen des Powerman im schweizerischen Zofingen für ihn ein
Duathlon an, bei dem zunächst nach einem 5km-Lauf 50km auf dem
Rad bewältigt werden müssen, ehe ein abschließender 30km-Lauf folgt.
Orber Trio bei Rad am Ring
![]() |
| Holger hoch hinaus! |
Drei Orber zogen am Wochenende aus und tauschten den
Dreikampf um einfach nur Rad zu fahren. Und wenn man schon nicht schwimmen und
Laufen muss, kann man dafür ja umso länger Radfahren. Deswegen stand für Michael
Lik, Tim Stutzer und Simon Brand’amour am vergangenen Wochenende das 24-Stunden-Radrennen
am Nürburgring auf dem Programm. Lik trat dabei aber „nur“ beim 150km Rennen
an, Stutzer und Brend’amour erledigten die 24-Stunden jeweils in
unterschiedlichen 4er-Teams. Unter den Radspezialisten reihten sich die
Kurstädter dabei ganz passabel ein. Lik erreichte die Zielzeit 5:04 Stunden
und positionierte sich in seiner Altersklasse auf dem 43. Rang.
| Simon am Ring!!! |
Simon
Brend’amour fuhr mit seinem Team in 23:50 Stunden immerhin 27 Runden auf der
26km langen traditionsträchtigen Strecke auf dem Nürburgring. Sein Team landete
auf dem 48. Rang. Und obwohl auf jeder dieser Runden sogar 580 Höhenmeter zu
bewältigen sind, toppte Tim Stuzers Team
mit dem Namen „Old Men Racer“ das Team von Brend’amour noch. Die „alten Männer“
um Stutzer fuhren in der gleichen Zeit mit 28 Runden eine Runde mehr und
landeten auf Rang 30 aller 600 angetretenen Teams.
| Papa Lik bei der Arbeit! |
Sonntag, 30. Juli 2017
breakingRACENEWS: Florian Brosch erkämpft Gesamtplatz 16 beim Ironman Zürich
Harter Kampf - Großer Sport: Flo Brosch haut einen raus und darf für die INSEL der Träume planen...
Nachdem Teamkollege Adi Kohr beim Berlin XXL Triathlon über die Ironman-Distanz Mitte Juli bereits sensationell zum dritten Gesamtrang gestürmt war, stand am vergangenen Sonntag für Kohrs Teamkollege und den Top-Athlet des Team Speesasrtchallenge TV BAD ORB - Florian Brosch - der Ironman Switzerland in Zürich auf dem Programm.
In einem stark besetzten Profifeld zog der Kurstädter aus, um in der Alpennation nicht nur einige Profi-Athleten zu ärgern, sondern als ambitionierter Amateur auch um die Qualifikation für die IRONMAN-Weltmeisterschaft im Oktober auf Hawaii zu kämpfen.
| Flo unterwegs zum Radkurs!!! |
Dies gelang dem Orber nach 3,8km Schwimmen im Zürichsee,
180km auf dem Rad und dem abschließenden Marathon mit seinen 42,195km
grandios. In 9:16 Stunden Wettkampfzeit erreichte er auf Gesamtplatz 16
als zweitbester Deutscher das Ziel. Mit dieser Leistung landete Brosch
auf dem zweiten Rang in seiner Altersklasse M30 und darf für den Herbst
eine Reise auf die Pazifikinsel Hawaii planen.
| Flo stürmt Richtung Marathon! Am Ende steht Gesamtplatz 16! WOW! |
Mehr zu Flos Abschneiden folgt in Kürze.
GLÜCKWUNSCH, FLO!!! DAS WAR STARK!!!
Sonntag, 23. Juli 2017
RaceNEWS: Florian Brosch landet beim Römerman in Ladenburg auf Platz 9
Ein schwülwarmer Samstag mittag in Ladenburg, am Neckarufer
legt ein Tourismusschiff an und Alphornbläser spielen am Ufer. So beginnt Jahr
für Jahr für der Römerman Triathlon in Ladenburg für knapp 500 Sportlerinnen
und Sportler.
Neben dem mehrfachen IM Gewinner Timo Bracht, dem
amtierenden BASF Rhein Neckar Cup Sieger Florian Angert, ehemaliger Challenge
Roth Sieger Michael Göhner und weiteren Jungprofis ging auch Florian Brosch vom
TV Bad Orb Team Spessartchallenge an den Start. Für Brosch, der diesen Wettkampf
im Rahmen des BASF Triathlon Rhein Neckar Cups im dritten Jahr in Folge
absolviert, ging es darum, wichtige Punkte für die Cupwertung zu sammeln.
![]() |
| Flo on the Run!!! |
Nur eine Woche vor seinem Saisonhighlight beim Ironman
Zürich, war sich Brosch längere Zeit nicht sicher, ob er an diesem Wettkampf
teilnehmen soll. In den letzten zwei Wochen vor einer Langdistanz findet
nämlich die Taperingphase (Zuspitzung der Form) statt, bei der der perfekte Mix
aus Erholung und Belastung gefunden werden soll, um ausgeruht, aber mit der
best möglichsten Form am Start zu stehen. Schlussendlich vertraute Brosch auf
seinen Trainer Uwe Widmann, der bis vor einigen Jahren selbst Profitriathlet
war, und im den Wettkampf nahelegte, um das schnelle Anschwimmen und die
schnellen Wechsel zwischen den Disziplinen nochmal zu absolvieren.
Nachdem die Alphornbläser und Zuschauer die Sportlerinnen
und Sportler verabschiedeten, legte das Schiff ab und brachte diese etwa 1,8km
neckaraufwärts. Dort erfolgte pünktlich um 14h der Start zum Römerman, bei dem
die Schwimmstrecke aufgrund der starken Strömung schnell zurück gelegt werden
konnte.
Mit einer guten Schwimmzeit konnte Brosch zusammen mit der
späteren Siegerin der Frauen aus dem Wasser steigen und seine Aufholjagd auf
dem Fahrrad starten. Auf der technisch, wie landschaftlich anspruchsvollen
Radstrecke mit einer langen Steigung zum „weißen Stein“ konnte Brosch seinen
die Woche über gefühlt trägen Körper aufwecken und mit einer konstant hohen
Leistung einige Plätze gut machen. Bis zum Ende des Radparts hatte Brosch den
Challenge Roth Sieger von 2009 Michael Göhner im Blick. Mit einem schnellen
Wechsel ging es unter den Top 15 auf die abschließende 5km Laufrunde, die bei
heißen Temperaturen zweimal zu durchlaufen war.
Auch wenn die Maßgabe von Trainer Widmann „Feuer frei“ im
Vorfeld des Wettkampfs war, hatte Brosch den Ironman Zürich im Hinterkopf und
wollte bei seiner Paradedisziplin nicht bis zur Belastungsgrenze gehen.
Trotzdem konnte Brosch weitere Plätze gut machen und befand sich nach der
ersten Runde bereits um Platz 10. Auch die zweite Runde, bei schwülwarmen
Bedingungen, lief Brosch kontrolliert zu Ende und konnte somit auf einem sehr
zufriedenstellenden 9. Gesamtplatz einlaufen. „Ich bin total zufrieden mit dem
Wettkampf. Beim laufen bin ich kontrolliert gelaufen und freue mich umso mehr,
dass ich trotzdem die drittschnellste Laufzeit und sogar eine schnellere
Laufzeit als der mehrfache Ironmansieger Timo Bracht habe. Im Ziel konnte ich
dann sofort auslaufen und zur Massage, um die Regeneration für das kommende
Wochenende zu beschleunigen. Wenn ich sonst bis an die Belastungsgrenze beim
laufen gehe, bringt mich keiner mehr zum auslaufen, höchstens bis zum
Kuchenbuffet im Zielbereich.“, schmunzelt Brosch, der sein letztes
Wertungsrennen für den BASF Rhein Neckar Cup beim Viernheim Triathlon Ende
August absolvieren wird.
Jetzt ist der Fokus wieder voll auf Zürich gerichtet; die
gesparte mentale und physische Kraft wird Brosch beim abschließenden Marathon
gut gebrauchen können.
Freitag, 21. Juli 2017
RaceNEWS - Nachgereicht: Senioren-Staffel des Teams Spessartchallenge Bad Orb finishte in Roth unter zwölf Stunden
Bad Orb / Biebergemünd / Wächtersbach / Roth.
Zwei Roth-Premieren
gab es für eine Staffel, die bei der Triathlon-Challenge
(3,8/180/42) im bayerischen Roth an den Start ging. Erstmals im
Kanal auf der 3,8 km langen Schwimmstrecke war Volker Kopp (56,
Wächtersbach) und auf der neuen Marathonstrecke kämpfte Immo
Tintjer (56, Biebergemünd) gegen die Uhr. Zusammen mit Ralf
Baumgarten (55) auf der 180-km-Radstrecke startete das Trio für
das Team „TV-Spessartchallenge Bad Orb“. Im Ziel landete das
Senioren-Team in einer Zeit von 11:59,54 Stunden. Nachfolgend die
Eindrücke der drei Athleten.
Volker Kopp: „Mein erstes Schwimmen in Roth: Für mich optimale
Bedingungen im Wasser mit angenehmen 23,7 Grad – ich fand schnell
in meinen eigenen Rhythmus. Beieindruckend die tolle
Zuschauerkulisse am Kanal. Im Vorfeld hatte ich Bedenken, ob ich
mein Tempo über die gesamte Distanz schwimmen kann, da ich
lediglich im Freibad und ohne Neo trainiert hatte (nur zwei
Kurz-Triathlons mit Neo in der Vorbereitung) und noch nie im
Wettkampf die gesamten 3,8 km geschwommen war. Nach 3 km im Kanal
war ich im Schlussteil noch richtig gut drauf und hätte weitere
Reserven gehabt. Beim nächsten Mal werde ich es schneller angehen.
Mein Fazit: Jedes mal wieder!“ (1:17,46 Std.)
Ralf Baumgarten: „Das Rennen stand im Vorfeld unter keinem guten
Stern. Ständige Probleme mit der elektronischen Schaltung ließen
befürchten, dass ein Schlagloch mich auf der Strecke zur
Schrauber-Pause zwingen könnte. In der Wechselzone morgens die
Überraschung schlechthin: Die Technik funktionierte, aber der neue
Schlauch vorne war geplatzt. Hektik, Flicken, Tausch gegen einen
Reserveschlauch. Warten auf Schwimmer Volker Kopp. Die Nerven
komplett blank. Aber dann rollte es. Erleichterung, als ich durch
die Landschaft und die Stimmungsnester kurbelte, die ich teilweise
seit meinem ersten Start in 1989 bestens kenne. 29er Schnitt auf
die ersten beiden Stunden – ich war zufrieden. Aber dann riss bei
mir innerlich ein Faden und ich konnte bis km 90 den Schnitt
deutlich erhöhen, so dass ich die Hälfte nach exakt drei Stunden
erledigt hatte. Dann drehte der Wind und ich bezahlte für meinen
Rekord-Ritt auf der 4 km langen Steigung nach Greding. Wie von
Sinnen war ich den Berg hinauf gefahren und hatte dabei einen
Radler nach dem anderen überholt. Dass die Fahrer der
Materialwagen bei mir Beifall klatschten, hatte ich noch nie zuvor
erlebt. Für diesen Höhenflug zahlte ich in Runde zwei einen hohen
Preis. Der Wind wurde stärker und meine Oberschenkel gleichzeitig
schwächer. Eine unglückliche Kombination. Mit 6:13,55 fiel ich
komplett ausgepumpt in die Wechselzone und übergab den Staffelchip
an meinen Freund Immo. Toll, dass auch er heute dabei war. 2014
nach meiner Rückkehr aus Roth wurde er vom Lauf-Fieber infiziert,
was die Zigaretten-Industrie heute noch sehr bedauert. Während
Immo bereits die ersten Kilometer per pedes abspulte, lag ich noch
immer auf dem Rücken und suchte nach Luft. Nach meinem achten
Start in Roth (erstmals als Staffel) habe ich für 2018 nicht
gemeldet. Es darf auch gerne mal etwas ruhiger und kleiner sein.
Lanzarote, Zermatt, Embrun oder Mallorca.“
Immo Tintjer: „Beeindruckend, wie nicht nur die ganze Region die
Challenge lebt, sondern auch diese fantastischen Zuschauer in
Gruppen sowie die unendlich vielen Einzelpersonen, die an der
Strecke unermüdlich die Athleten anfeuern. Man kommt sich als
Staffel-Läufer ziemlich klein vor, wenn man einen Sportler
überholt, der schon 3,8 km geschwommenen ist, 180 km mit dem Rad
zurückgelegt hat, und sich jetzt mit Dir auf der Marathon-Strecke
befindet. Bestens in Erinnerung wird mir auch die tolle Stimmung auf dem
Campingplatz (bei Eckartsmühlen) bleiben, wo sich Athleten aus
ganz Europa das Wochenende befinden.Beeindruckend, dass ich im Wettkampf per Zufall ein paar hundert
Meter bei km 39 mit Chrissi Wellington laufen konnte.
Ein kleiner Wermutstropfen: Es war schade, das meine Staffelpartner wegen eines Missverständnisses nicht am Zieleinlauf standen, sondern im Stadion auf mich warteten. So fiel leider der gemeinsame Einlauf unserer Staffel ins Rother Stadion ins Wasser. Roth: Immer wieder!“ (4:24,19)
Ein kleiner Wermutstropfen: Es war schade, das meine Staffelpartner wegen eines Missverständnisses nicht am Zieleinlauf standen, sondern im Stadion auf mich warteten. So fiel leider der gemeinsame Einlauf unserer Staffel ins Rother Stadion ins Wasser. Roth: Immer wieder!“ (4:24,19)
![]() |
| Gemeinsame 226 LangdistanzKilomter auf den heiligen Strecken von ROTH!!! |
Mittwoch, 19. Juli 2017
Adi Kohr beendet 12-jährige Durststrecke auf der Langdistanz beim Berlin XL-Triathlon
![]() |
| Schon morgens um 7:00 Uhr sitzt die Frisur |
Widerstände und die
Kraft aus dem Verein
Sein Hamburger
Kumpel Christan Hottas, der über 2000 Marathons in seinem Leben gelaufen ist,
hat Piotre in seinem Ziel bestärkt. "Mach doch die lange Strecke, du wirst
auf dem Weg durch das Training, durch die Jahreszeiten und im Wettkampf so
viele Erlebnisse sammeln, die dein Leben bereichern. Willst du etwa auf dem
Sofa sitzen oder im Garten alt werden? Dann doch lieber durch die Welt reisen und
sich Herausforderungen suchen", so Hottas zu seinem Sportkameraden
im Jahr 2016. Nach dieser Unterhaltung meldete sich Piotre an. Adi Kohr, der an
diesem Morgen neben Piotre am Tisch sitzt, hat sich auch im Winter für diesen
Wettkampf entschieden. Obwohl beide 20 Jahre Altersunterschied trennen, eint
die beiden das gestrige Erlebnis beim Berlin XL-Triathlon über die Distanz von
3,8 km Schwimmen, 176 km Radfahren und 42,2 Kilometer Laufen.
Das Schwimmen
Der
Wettkampfmorgen begrüßt die Teilnehmer mit idealen Bedingungen. Der See ist
glatt, die Sonne scheint und kurze Hosen sind zu sehen. Nach dem Startschuss
setzt sich eine Dreiergruppe vom Feld ab. Mit in dieser Gruppe, Adi Kohr.
"Die erste Runde war mir zu langsam, in der zweiten Runde kam der Gedanke
auf, dass ich noch nie bei einem Langdistanzrennen als Erster aus dem Wasser
gestiegen bin. Dann habe ich attackiert und mich abgesetzt", so Kohr. Nach 59:40 Minuten verlässt Kohr das Wasser und genießt anschließend den Beifall der
Zuschauer. "Ja, das ist ein gutes Gefühl, als Erster hinter dem
Führungskajak zu schwimmen und als Führender Richtung Wechselzone durch die
Zuschauer zu rennen.
Radfahren wie im Rausch
Nach
den ersten Radkilometern rutscht Kohr auf Position 3. Die beiden Führenden
fahren Kohr einfach zu schnell. Zwischen 5:10 Stunden und 5:20 Stunden möchte
Kohr den flachen Rundkurs durch Brandenburgische Dörfer bewältigen. Die
Zwischenzeiten auf dem Unterarm sind leider nicht mehr lesbar. Die 26
kilometerlange Anfahrt zu der sechs mal zu durchfahrenden 20,5 Kilometer-Runde
wird statt der vorher festgelegten 46 Minuten in weniger als 43 Minuten
zurückgelegt. Der Puls ist bei 131 Schlägen, die Beine verrichten die Arbeit
ohne Mühe. Bei Kilometer 46 übergibt Teamkollege Eric Rainer, der hervorragende Betreuerdienste mit seiner Freundin leistet, eine von drei Radflaschen.
"Im Vorfeld des Rennens habe ich sehr viel getestet, wie viel Flüssigkeit
ich benötige, wie viel Energie ich pro Stunde aufnehmen kann. Eine Flasche mit
0,8 Litern reicht genau für 1:20 Stunde."
| Abgeklebter Aerohelm und Salzbrezeln an der Radflasche bei Kilometer 130 |
Runde um Runde pedaliert Kohr
mit gleichmäßigem Druck über den Kurs und wird laut Aussage von Teamkollege
Rainer immer schneller. "Wie im Rausch bin ich gefahren. Das
Geschwindigkeitsgefühl war so hoch, die Bäume sind so schnell vorbeigezogen,
das war unglaublich. Ständig hatte ich 35 bis 38 Kilometer pro Stunde auf der
Uhr und die Beine haben gearbeitet wie ein Uhrwerk. Alles ging so leicht . Im
Training war das immer anstrengend, so Kohr. Auch die weiteren Runden fährt
Kohr mit Puls 133 ab und biegt nach 176 Kilometern in 4:57 Stunden als 4. in die Wechselzone ein. "Als ich
vom Rad abgestiegen bin, hatte ich schon so viel Freude gehabt, dass der nun
folgende Marathon nur noch ein Sahnehäubchen werden könnte. Dennoch war ich
unschlüssig, ob ich durch die Raserei auf dem Rad die notwendige Mobilität für
das Laufen verloren hatte, die mich schon seit Jahren beschäftigt."
Laufen bis zum Umfallen
Bis
Kilometer 25 läuft Kohr ein konstantes
Tempo und achtet ständig auf eine hohe Schrittfrequenz, um die Mobilität zu
erhalten. Bei Kilometer 10 und 15 wird Kohr von zwei weiteren Athleten
überholt und fällt auf Platz 5 zurück. Bei Kilometer 28 sackt der Puls in den
Keller, die Geschwindigkeit verringert sich auf unter 10 Kilometer pro Stunde.
Der Kampf beginnt nun. Der Kampf gegen die eigenen Schmerzen, der Kampf für das
eigene Ziel. Was kann ein Mensch mobilisieren, wenn der Körper nicht mehr will?
| Kilometer 35 |
Bei Kilometer 37 schaut Kohr das erste mal auf die Uhr und sieht, dass er es
noch unter 10 Stunden schaffen kann, wenn er jetzt noch mal das Tempo auf 12 Kilometer
pro Stunde erhöht. Eigentlich kein hohes Tempo, aber nach 9:35 Stunden Wettkampfdauer
sehr schwierig. Edelbetreuer Rainer rät Kohr, er solle doch langsam machen, die
Zeit wäre doch egal. Aber Kohr erhöht trotzdem das Tempo, so schnell es noch
geht. "Ich bin doch ein Athlet, der die kurzen Strecken kann. Ich kann das,
habe ich mir gesagt, ich kann es schaffen. "Es ist doch faszinierend, dass
man die Schmerzskala nochmal nach oben drehen kann, wenn man ein großes Ziel hat. Man
ist dann bereit, umzufallen, nicht anzukommen, man setzt alles auf eine Karte",
so Kohr nach dem Rennen. Durch den letzten Willensakt gelingt es Kohr, die vor
ihm liegenden Athleten Frank Ellrich und Stefan Bründermann vom Team Erdinger
Alkoholfrei noch zu überholen. Damit kämpft sich Kohr völlig unerwartet auf den
dritten Gesamtplatz vor.
Nach
10:01,26 Stunden durchläuft Kohr völlig entkräftet das Zielbanner. Lars Koch
vom WSV Beverungen belegt nach der Disqualifikation von Philipp Ellert mit
9:40 Stunden den ersten Platz. Der dreißigjährige Stefan Meissner vom Tus
Neukölln Berlin finished nach 9:48 Stunden auf Platz 2.
2020 wieder
"Auch
wenn die Weltelite nicht am Start war, das war einer meiner besten Wettkämpfe,
weil ich von meiner eignen Leistungsfähigkeit und meinem Angriffswillen total
überrascht war. 12 Jahre hat es gedauert, bis ich wieder einen sehr guten
Langdistanzwettkampf absolvieren konnte. Es gab Zeiten, da habe ich nicht daran geglaubt, je wieder einen schnelle Langdistanz zu finishen. Im Winter 2016 hab ich mich dann
entschieden, es noch einmal zu probieren. Insgeheim bin ich froh, dass ich
nicht unter 10 Stunden geblieben bin. In drei Jahren werde ich es nämlich schaffen, verrät Kohr liegend auf der Massagebank.
Piotre
Mehl erreicht das Ziel am Müggelsee in Berlin nach 12:55 Std und gewinnt seine
Altersklasse in der TM 65.
![]() |
| Vor zwei Jahren alle alten Pokale weggeworfen, der neue hat jetzt einen Ehrenplatz |
Donnerstag, 13. Juli 2017
Schlappe für Orber Regionalligateam - Borstorff fightet in Embrun
Bad Orbs erste Herrenmannschaft landet auf
dem letzten Platz - Neumitglied Holger Borstorff mit gutem Einstand in
den französischen Alpen
Regionalliga am Edersee
Am Edersee traten die Regionalligaherren des Teams Spessartchallenge TV BAD ORB zu ihrem zweiten Saisonrennen an, um auf der olympischen Distanz (1,5km Schwimmen - 40km Rad - 10 km Laufen) und den dabei ausgetragenen Hessischen Meisterschaften über diess Strecke sowohl in der Einzelwertung wie auch in der Teamwertung zu trumpfen. Die Vorzeichen standen dafür auch sehr gut, waren mit Alex Nikolopoulos und Florian Brosch zwei Athleten am Start, die stets Ganraten für vordere Platzierungen in der Liga sind. Außerdem am Start waren Simon Brend'Amour, Marco Weisbecker und Adi Kohr, der - eine Woche vor seinem Saisonhighlight, einem Rennen über die Ironman-Distanz in Berlin - den Wettkmapf entspannter als sonst anging.
Leider erlebten die
Orber in der Teamwertung einen mehr als gebrauchten Tag, und dies,
obwohl alle ihr Bestes gaben. Florian Brosch legte so stark los, dass er
auf dem Rad bis auf die Gesamtposition drei vorfuhr. Alex Nikolopouos
startete seine Aufholjagd wie gewohnt auf dem Rad, gleiches tat
Brend'Amour. Adi Kohr komplettierte das Team am Ende des Feldes. Am Ende
der Radstrecke geschah Brosch in der Hektik des Renngeschehens ein
fataler Fehler. Er bog an einer nicht gut beschilderten Straße falsch
ab. Bemerkt hatte Brosch seinen Fehler erst, als es schon zu spät war.
Damit war der Orber Topstarter raus aus dem Rennen, was natürlich ein
enomer Ausfall für die Teamwertung darstellte und Brosch ebenfalls die
Möglichkeit nahm, den greifbar nahen Hessenmeistertitel zu ergattern.
![]() |
| Team Edersee! |
Dies wenigsten gelang Alex Nikoloupolos. Sein Platz 16 reichte, um in der Altersklasse M40 den Silberrang bei den Hessischen Meisterschaften einzufahren.
Im Ziel war dann klar, dass die Platzziffern in der Addition - ohne Brosch - heute nicht riechen würden, um das Team gut zu platzieren. Mit Marco Weisbecker (39.), Simon Brend'Amour (44.) und Adi Kohr (50.) reichten die Leistungen am Edersee leider nur für den 11. Platz in der Teamwertung, was die "rote Laterne" bedeutete. Nach zwei Rennen liegt der TV BAD ORB nun auf dem 10. Rang, einen Platz vor Eintracht Frankfurt. Den Orber bleiben nun zwei Rennen, um die Liga zu halten. Mit vereinten Kräften sollte dies auch gelingen.
| Nach getaner Arbeit in Franreich: Holger!!! |
Borstorff in Frankreich am Start
Allein der Unterschied in den Zielzeiten macht klar, dass die olympische Distanz im französichen Embrun im Vergleich zu der am Edersee, die in Hessen zu den schwersten zählt, um noch einiges kräftezehrender ist. Erledigen die meisten das Rennen am Edersee in etwa 2,5 Stunden, benötigte Borstorff in Frankreich über die selben Streckenlängen knapp unter 3 Stunden. Sowohl auf der Rad- wie auch auf der Laufstrecke müssen die Athleten in Frankreich etliche Höhenmeter bewältigen. Auf Rang 85 in der Gesatwertung und dem 15. Platz in seiner Altersklasse beendete Borstorff damit zufrieden seinen Einstand beim "Auswärtstermin" in Frankreich.
Allein der Unterschied in den Zielzeiten macht klar, dass die olympische Distanz im französichen Embrun im Vergleich zu der am Edersee, die in Hessen zu den schwersten zählt, um noch einiges kräftezehrender ist. Erledigen die meisten das Rennen am Edersee in etwa 2,5 Stunden, benötigte Borstorff in Frankreich über die selben Streckenlängen knapp unter 3 Stunden. Sowohl auf der Rad- wie auch auf der Laufstrecke müssen die Athleten in Frankreich etliche Höhenmeter bewältigen. Auf Rang 85 in der Gesatwertung und dem 15. Platz in seiner Altersklasse beendete Borstorff damit zufrieden seinen Einstand beim "Auswärtstermin" in Frankreich.
Mittwoch, 12. Juli 2017
Samstag, 1. Juli 2017
RaceNEWS: Orber Triathleten kämpfen auswärts gegen Wetter und Konkurrenz
Klaus Stutzer mit großem Kampf gegen stürmisches Wetter am
Chiemsee – Gabler mit Platz 4 in Ockstadt
Wer die über 30km lange Strecke durch den Ärmelkanal in
seinem Leben als einer von ganz wenigen Deutschen schon gemeistert hat, sollte
mit der 1,5km langen Schwimmstrecke des diesjährigen Chiemsee-Triathlons keine
größeren Probleme haben. Dies dachte sich sicherlich auch Klaus Stutzer -
Altmeister des Team Spessartchallenge TV BAD ORB – bei seiner Anmeldung in
diesem Jahr. Dennoch machte ihm im Vorfeld schon seine Hand ungewohnt zu
schaffen. „Der Bruch wurde erst nach meiner Teilnahme am
Chiemsee-Triathlon diagnostiziert“, so Stutzer nach einem besonderen Rennen am
Chiemsee. Denn nicht nur sein Mittelhandbruch machte ihm während des Rennens
Probleme. Ein kurz vor dem Start aufgekommener Sturm schlug Wellen von bis zu
einem Meter Höhe. „Zwar machten mir die Wellen wenig Probleme, aber ich musste
in zwei Fällen im Wasser Hilfestellung bei anderen Schwimmern, die gänzlich
überfordert waren, leisten und mit den Betroffenen auf das rettende Boot der
Wasserwacht warten. Heraus kam eine Schwimmzeit für die 1500m von über 50
Minuten“, so Stutzer zu seinen Helferdiensten während des Schwimmens.
![]() |
| "Alter schützt vor Leistung nich"... Klaus Stutzer!!! |
Das Radfahren und Laufen waren dann
nebensächlich, trotzdem absolvierte Stutzer beides dann noch locker – bei
strömenden Regen. Und obwohl Stutzer noch während des Rennens Erste Hilfe
leistete, landete der „Oldie“ in der Altersklasse der“Männer70“ mit dem
Bronzerang auf dem Siegerpodest. Stutzer hat schon hunderte Triathlons
erledigt, bei vielen gesiegt, aufopferungsvoll gekämpft und einiges erlebt.
Dieser Chiemsee Triathlon reiht sich definitiv
als weitere erlebnisreiche Anekdote ein.
![]() |
| Jörn out of Water |
Besseres Wetter hatte Jörn Gabler beim
parallel – jedoch hunderte Kilometer entfernt – stattfindenden Ockstädter
Cross-Triathlon in Friedberg. Ihm machte eher die starke Konkurrenz zu
schaffen. Mit dem 4. Gesamtrang landete
Gabler ein starkes Ergebnis und zeigt, dass die Orber Regionalligastarter auch
als Einzelathleten immer wieder auf Aufsehen sorgen. Beim Cross-Triathlon werden
wie beim Triathlon üblich, ebenso Schwimmen, Radfahren und Laufen
aneinandergereiht, lediglich findet das Radfahren nicht auf asphaltierten
Straßen, sondern auf Cross-Strecken sozusagen „querfeldein“ statt. In Ockstadt
galt es, eine kurze, 300m lange Schwimmstrecke zu absolvieren, gefolgt von 13km
Radfahren und 5,1km Laufen. Erwähnenswert muss an dieser Stelle die
Zusammenarbeit von Niklas Riess vom ADAC Sportclub Gelnhausen erwähnte werden.
Riess, am Ende auf Platz 13 im Ziel, lieh Gabler ein deutlich besseres Cross-Rad
mit Rennradgeometrie, was mithalf, Gablers gute Leistung zu erreichen. Ein
gelungenes Teamwork sozusagen, und dies, obwohl die beiden für konkurrierende
heimische, aber durchaus freundschaftlich verbundene Vereine antreten.
Letztlich konnte Gabler vor allem beim Schwimmen und Radfahren seine Trümpfe
ausspielen, beim Laufen konnte er nicht das abrufen, was er sich vorgestellt
hatte und musste letztlich – aber dennoch zufrieden – mit der „Holzmedaille“
vorlieb nehmen.
Abonnieren
Posts (Atom)







