V I S I O N K R A F T L E I D E N S C H A F T P U L S A T E M P O F R E U D E

Montag, 31. Juli 2017

Über Zürich nach Hawaii... Flos Tag bis zum Hawaii-SLOT... Top, FLO!!!

Heute feiern wir mit dir, Flo!!! Ab nach Hawaii...

Vor dem Rennen!!!

Raus aus der Wechselzone!
Und ab aufs Rad...
Im Nachgang weiß Flo: "Nur noch die schlimmsten 42,195km meines Lebens!!!"
Finshen ist alles, Hawaii die Krönung!!!



YES YES YES!!!





ALOHA!!!

Got SLOT!!!

Bad Orbs Triathleten „auswärts“ erfolgreich

Gigantisch: Rad am Ring!!!
Ertmer und Borstorff beim Heidelbergman - Stutzer, Lik und Brend’amour beim 24 Stunden-Rennen „Rad am Ring“

Während andere in den Sommermonaten die Beine hochlegen, heißt es für die Triathleten des TV BAD ORB „Hochsaison“ in Sachen Triathlon. Während sich die einen bei Ironman-Wettkämpfen verausgaben, suchen andere den Reiz in kürzeren Distanzen oder kombinieren die Saison über längere und kürzere Wettkampfformate. Wieder andere machen Ausflüge in eine der drei Einzelsportarten wie zum Beispiel 24-Stunden-Rennradrennen.

Ertmer & Borstorff beim Heidelbergman
Im Rahmen des BASF Rhein-Neckar Triathlon Cups starteten Holger Borstorff und Bad Orbs Vorzeige-Athletin und GNZ-Sportlerin des Jahres – Julia Ertmer – beim Heidelbergman. Vor wunderschöner, malerischer Kulisse in Heidleberg müssen die Triathleten 2,8km im Neckar, 35km auf dem Rad und einen 10km-Lauf hinter sich bringen. Beim Heidelbergman sind mit dem Königstuhl auf dem Rad und dem Philosophenweg beim Laufen zwei sehr giftige Anstiege im Streckenprofil untergebracht, die es zu bewältigen gilt. 
Julia Ertmer
Nach ihrem Sturzpech beim Iroman in Frankfurt und der damit verbundenen Rennaufgabe meisterte Ertmer den Wettbewerb zum Wiedereinstieg gelungen. Ihr gelang ein 8. Gesamtrang und der zweite Platz in der Altersklasse. Vor ihr positionierten sich starke Konkurrenz und Bundesligastarterinnen. Gewonnen hat den Wettkampf Olympionikin Anne Haug, neben der Ertmer vor zwei Jahren noch in der 1. Triathlon Bundesliga antreten durfte. Ertmer beendete den Wettkampf in 2:29 Stunden Gesamtzeit. 
Holger Bortroff
Vereinskollege Holger Borstorff meisterte den Wettkampf trotz brütenden 30 Grad in 2:41 Stunden. Er konnte sich mit Rang 9 in seiner Altersklasse eine Top10-Platzierung sichern und war mit seinem Rennen zufrieden: „Schwimmen und Radfahren liefen gut. Beim Laufen meldete sich dann meine Achillessehne leider etwas und ich hab etwas rausnehmen müssen“, resümiert Borstorff sein Rennen. Für den Neuling beim Team Spessartchallenge steht Anfang September im Rahmen des Powerman im schweizerischen Zofingen für ihn ein Duathlon an, bei dem zunächst nach einem 5km-Lauf 50km auf dem Rad bewältigt werden müssen, ehe ein abschließender 30km-Lauf folgt.
Holger hoch hinaus!
Orber Trio bei Rad am Ring
Drei Orber zogen am Wochenende aus und tauschten den Dreikampf um einfach nur Rad zu fahren. Und wenn man schon nicht schwimmen und Laufen muss, kann man dafür ja umso länger Radfahren. Deswegen stand für Michael Lik, Tim Stutzer und Simon Brand’amour am vergangenen Wochenende das 24-Stunden-Radrennen am Nürburgring auf dem Programm. Lik trat dabei aber „nur“ beim 150km Rennen an, Stutzer und Brend’amour erledigten die 24-Stunden jeweils in unterschiedlichen 4er-Teams. Unter den Radspezialisten reihten sich die Kurstädter dabei ganz passabel ein. Lik erreichte die Zielzeit 5:04 Stunden und positionierte sich in seiner Altersklasse auf dem 43. Rang. 
Simon am Ring!!!
Simon Brend’amour fuhr mit seinem Team in 23:50 Stunden immerhin 27 Runden auf der 26km langen traditionsträchtigen Strecke auf dem Nürburgring. Sein Team landete auf dem 48. Rang. Und obwohl auf jeder dieser Runden sogar 580 Höhenmeter zu bewältigen sind, toppte Tim Stuzers  Team mit dem Namen „Old Men Racer“ das Team von Brend’amour noch. Die „alten Männer“ um Stutzer fuhren in der gleichen Zeit mit 28 Runden eine Runde mehr und landeten auf Rang 30 aller 600 angetretenen Teams.   

Papa Lik bei der Arbeit!

Sonntag, 30. Juli 2017

breakingRACENEWS: Florian Brosch erkämpft Gesamtplatz 16 beim Ironman Zürich

Harter Kampf - Großer Sport: Flo Brosch haut einen raus und darf für die INSEL der Träume planen...
 
Nachdem Teamkollege Adi Kohr beim Berlin XXL Triathlon über die Ironman-Distanz Mitte Juli bereits sensationell zum dritten Gesamtrang gestürmt war, stand am vergangenen Sonntag für Kohrs Teamkollege und den Top-Athlet des Team Speesasrtchallenge TV BAD ORB - Florian Brosch - der Ironman Switzerland in Zürich auf dem Programm.
In einem stark besetzten Profifeld zog der Kurstädter aus, um in der Alpennation nicht nur einige Profi-Athleten zu ärgern, sondern als ambitionierter Amateur auch um die Qualifikation für die IRONMAN-Weltmeisterschaft im Oktober auf Hawaii zu kämpfen. 
Flo unterwegs zum Radkurs!!!
Dies gelang dem Orber nach 3,8km Schwimmen im Zürichsee, 180km auf dem Rad und dem abschließenden Marathon mit seinen 42,195km grandios. In 9:16 Stunden Wettkampfzeit erreichte er auf Gesamtplatz 16 als zweitbester Deutscher das Ziel.  Mit dieser Leistung landete Brosch auf dem zweiten Rang in seiner Altersklasse M30 und darf für den Herbst eine Reise auf die Pazifikinsel Hawaii planen.
Flo stürmt Richtung Marathon! Am Ende steht Gesamtplatz 16! WOW!
 Mehr zu Flos Abschneiden folgt in Kürze.

GLÜCKWUNSCH, FLO!!! DAS WAR STARK!!!

Sonntag, 23. Juli 2017

RaceNEWS: Florian Brosch landet beim Römerman in Ladenburg auf Platz 9

Ein schwülwarmer Samstag mittag in Ladenburg, am Neckarufer legt ein Tourismusschiff an und Alphornbläser spielen am Ufer. So beginnt Jahr für Jahr für der Römerman Triathlon in Ladenburg für knapp 500 Sportlerinnen und Sportler.
Neben dem mehrfachen IM Gewinner Timo Bracht, dem amtierenden BASF Rhein Neckar Cup Sieger Florian Angert, ehemaliger Challenge Roth Sieger Michael Göhner und weiteren Jungprofis ging auch Florian Brosch vom TV Bad Orb Team Spessartchallenge an den Start. Für Brosch, der diesen Wettkampf im Rahmen des BASF Triathlon Rhein Neckar Cups im dritten Jahr in Folge absolviert, ging es darum, wichtige Punkte für die Cupwertung zu sammeln.
Flo on the Run!!!
Nur eine Woche vor seinem Saisonhighlight beim Ironman Zürich, war sich Brosch längere Zeit nicht sicher, ob er an diesem Wettkampf teilnehmen soll. In den letzten zwei Wochen vor einer Langdistanz findet nämlich die Taperingphase (Zuspitzung der Form) statt, bei der der perfekte Mix aus Erholung und Belastung gefunden werden soll, um ausgeruht, aber mit der best möglichsten Form am Start zu stehen. Schlussendlich vertraute Brosch auf seinen Trainer Uwe Widmann, der bis vor einigen Jahren selbst Profitriathlet war, und im den Wettkampf nahelegte, um das schnelle Anschwimmen und die schnellen Wechsel zwischen den Disziplinen nochmal zu absolvieren.
Nachdem die Alphornbläser und Zuschauer die Sportlerinnen und Sportler verabschiedeten, legte das Schiff ab und brachte diese etwa 1,8km neckaraufwärts. Dort erfolgte pünktlich um 14h der Start zum Römerman, bei dem die Schwimmstrecke aufgrund der starken Strömung schnell zurück gelegt werden konnte.
Mit einer guten Schwimmzeit konnte Brosch zusammen mit der späteren Siegerin der Frauen aus dem Wasser steigen und seine Aufholjagd auf dem Fahrrad starten. Auf der technisch, wie landschaftlich anspruchsvollen Radstrecke mit einer langen Steigung zum „weißen Stein“ konnte Brosch seinen die Woche über gefühlt trägen Körper aufwecken und mit einer konstant hohen Leistung einige Plätze gut machen. Bis zum Ende des Radparts hatte Brosch den Challenge Roth Sieger von 2009 Michael Göhner im Blick. Mit einem schnellen Wechsel ging es unter den Top 15 auf die abschließende 5km Laufrunde, die bei heißen Temperaturen zweimal zu durchlaufen war.
Auch wenn die Maßgabe von Trainer Widmann „Feuer frei“ im Vorfeld des Wettkampfs war, hatte Brosch den Ironman Zürich im Hinterkopf und wollte bei seiner Paradedisziplin nicht bis zur Belastungsgrenze gehen. Trotzdem konnte Brosch weitere Plätze gut machen und befand sich nach der ersten Runde bereits um Platz 10. Auch die zweite Runde, bei schwülwarmen Bedingungen, lief Brosch kontrolliert zu Ende und konnte somit auf einem sehr zufriedenstellenden 9. Gesamtplatz einlaufen. „Ich bin total zufrieden mit dem Wettkampf. Beim laufen bin ich kontrolliert gelaufen und freue mich umso mehr, dass ich trotzdem die drittschnellste Laufzeit und sogar eine schnellere Laufzeit als der mehrfache Ironmansieger Timo Bracht habe. Im Ziel konnte ich dann sofort auslaufen und zur Massage, um die Regeneration für das kommende Wochenende zu beschleunigen. Wenn ich sonst bis an die Belastungsgrenze beim laufen gehe, bringt mich keiner mehr zum auslaufen, höchstens bis zum Kuchenbuffet im Zielbereich.“, schmunzelt Brosch, der sein letztes Wertungsrennen für den BASF Rhein Neckar Cup beim Viernheim Triathlon Ende August absolvieren wird.
Jetzt ist der Fokus wieder voll auf Zürich gerichtet; die gesparte mentale und physische Kraft wird Brosch beim abschließenden Marathon gut gebrauchen können.

Freitag, 21. Juli 2017

RaceNEWS - Nachgereicht: Senioren-Staffel des Teams Spessartchallenge Bad Orb finishte in Roth unter zwölf Stunden

Bad Orb / Biebergemünd / Wächtersbach / Roth. 
Zwei Roth-Premieren gab es für eine Staffel, die bei der Triathlon-Challenge (3,8/180/42) im bayerischen Roth an den Start ging. Erstmals im Kanal auf der 3,8 km langen Schwimmstrecke war Volker Kopp (56, Wächtersbach) und auf der neuen Marathonstrecke kämpfte Immo Tintjer (56, Biebergemünd) gegen die Uhr. Zusammen mit Ralf Baumgarten (55) auf der 180-km-Radstrecke startete das Trio für das Team „TV-Spessartchallenge Bad Orb“. Im Ziel landete das Senioren-Team in einer Zeit von 11:59,54 Stunden. Nachfolgend die Eindrücke der drei Athleten.  
Volker Kopp: „Mein erstes Schwimmen in Roth: Für mich optimale Bedingungen im Wasser mit angenehmen 23,7 Grad – ich fand schnell in meinen eigenen Rhythmus. Beieindruckend die tolle Zuschauerkulisse am Kanal. Im Vorfeld hatte ich Bedenken, ob ich mein Tempo über die gesamte Distanz schwimmen kann, da ich lediglich im Freibad und ohne Neo trainiert hatte (nur zwei Kurz-Triathlons mit Neo in der Vorbereitung) und noch nie im Wettkampf die gesamten 3,8 km geschwommen war. Nach 3 km im Kanal war ich im Schlussteil noch richtig gut drauf und hätte weitere Reserven gehabt. Beim nächsten Mal werde ich es schneller angehen. Mein Fazit: Jedes mal wieder!“ (1:17,46 Std.)  
Ralf Baumgarten: „Das Rennen stand im Vorfeld unter keinem guten Stern. Ständige Probleme mit der elektronischen Schaltung ließen befürchten, dass ein Schlagloch mich auf der Strecke zur Schrauber-Pause zwingen könnte. In der Wechselzone morgens die Überraschung schlechthin: Die Technik funktionierte, aber der neue Schlauch vorne war geplatzt. Hektik, Flicken, Tausch gegen einen Reserveschlauch. Warten auf Schwimmer Volker Kopp. Die Nerven komplett blank. Aber dann rollte es. Erleichterung, als ich durch die Landschaft und die Stimmungsnester kurbelte, die ich teilweise seit meinem ersten Start in 1989 bestens kenne. 29er Schnitt auf die ersten beiden Stunden – ich war zufrieden. Aber dann riss bei mir innerlich ein Faden und ich konnte bis km 90 den Schnitt deutlich erhöhen, so dass ich die Hälfte nach exakt drei Stunden erledigt hatte. Dann drehte der Wind und ich bezahlte für meinen Rekord-Ritt auf der 4 km langen Steigung nach Greding. Wie von Sinnen war ich den Berg hinauf gefahren und hatte dabei einen Radler nach dem anderen überholt. Dass die Fahrer der Materialwagen bei mir Beifall klatschten, hatte ich noch nie zuvor erlebt. Für diesen Höhenflug zahlte ich in Runde zwei einen hohen Preis. Der Wind wurde stärker und meine Oberschenkel gleichzeitig schwächer. Eine unglückliche Kombination. Mit 6:13,55 fiel ich komplett ausgepumpt in die Wechselzone und übergab den Staffelchip an meinen Freund Immo. Toll, dass auch er heute dabei war. 2014 nach meiner Rückkehr aus Roth wurde er vom Lauf-Fieber infiziert, was die Zigaretten-Industrie heute noch sehr bedauert. Während Immo bereits die ersten Kilometer per pedes abspulte, lag ich noch immer auf dem Rücken und suchte nach Luft. Nach meinem achten Start in Roth (erstmals als Staffel) habe ich für 2018 nicht gemeldet. Es darf auch gerne mal etwas ruhiger und kleiner sein. Lanzarote, Zermatt, Embrun oder Mallorca.“  
Immo Tintjer: „Beeindruckend, wie nicht nur die ganze Region die Challenge lebt, sondern auch diese fantastischen Zuschauer in Gruppen sowie die unendlich vielen Einzelpersonen, die an der Strecke unermüdlich die Athleten anfeuern. Man kommt sich als Staffel-Läufer ziemlich klein vor, wenn man einen Sportler überholt, der schon 3,8 km geschwommenen ist, 180 km mit dem Rad zurückgelegt hat, und sich jetzt mit Dir auf der Marathon-Strecke befindet. Bestens in Erinnerung wird mir auch die tolle Stimmung auf dem Campingplatz (bei Eckartsmühlen) bleiben, wo sich Athleten aus ganz Europa das Wochenende befinden.Beeindruckend, dass ich im Wettkampf per Zufall ein paar hundert Meter bei km 39 mit Chrissi Wellington laufen konnte.
Ein kleiner Wermutstropfen: Es war schade, das meine Staffelpartner wegen eines Missverständnisses nicht am Zieleinlauf standen, sondern im Stadion auf mich warteten. So fiel leider der gemeinsame Einlauf unserer Staffel ins Rother Stadion ins Wasser. Roth: Immer wieder!“ (4:24,19)
Gemeinsame 226 LangdistanzKilomter auf den heiligen Strecken von ROTH!!!

Mittwoch, 19. Juli 2017

Adi Kohr beendet 12-jährige Durststrecke auf der Langdistanz beim Berlin XL-Triathlon


Schon morgens um 7:00 Uhr sitzt die Frisur

Widerstände und die Kraft aus dem Verein

Am Morgen nach dem Rennen erzählt der 65-jährige Piotre Mehl beim Frühstück mit leicht polnischen Akzent, dass er von seiner Frau nicht unterstützt wurde: "Du klappst doch zusammen", waren ihre Worte. "Das fand ich sehr schade", sagt Piotre. Dafür haben ihn seine Jungs und Leidensgenossen aus seinem Verein vom Tri Sport Lübeck mit Motivation und vielen Tipps unterstützt. Auf dem Weg zu seiner ersten Langdistanz habe er von seinem ganzen Verein viel Unterstützung erfahren, verrät Piotre während er in die Sonne blickt. Der schlanke Rentner mit kurzem Haar schaut kurz zwischen den Bäumen zum See und sagt dann in ganzen ruhigen Worten: "Ich bewege mich gerne, fahre gerne Rad und laufe gerne. Da muss man doch mal so einen langen Wettkampf machen. Das reizt mich einfach - eine Herausforderung, die mir mein Leben versüßt und strukturiert". 

Sein Hamburger Kumpel Christan Hottas, der über 2000 Marathons in seinem Leben gelaufen ist, hat Piotre in seinem Ziel bestärkt. "Mach doch die lange Strecke, du wirst auf dem Weg durch das Training, durch die Jahreszeiten und im Wettkampf so viele Erlebnisse sammeln, die dein Leben bereichern. Willst du etwa auf dem Sofa sitzen oder im Garten alt werden? Dann doch lieber durch die Welt reisen und sich Herausforderungen suchen", so Hottas zu seinem Sportkameraden im Jahr 2016. Nach dieser Unterhaltung meldete sich Piotre an. Adi Kohr, der an diesem Morgen neben Piotre am Tisch sitzt, hat sich auch im Winter für diesen Wettkampf entschieden. Obwohl beide 20 Jahre Altersunterschied trennen, eint die beiden das gestrige Erlebnis beim Berlin XL-Triathlon über die Distanz von 3,8 km Schwimmen, 176 km Radfahren und 42,2 Kilometer Laufen.

Das Schwimmen
Der Wettkampfmorgen begrüßt die Teilnehmer mit idealen Bedingungen. Der See ist glatt, die Sonne scheint und kurze Hosen sind zu sehen. Nach dem Startschuss setzt sich eine Dreiergruppe vom Feld ab. Mit in dieser Gruppe, Adi Kohr. "Die erste Runde war mir zu langsam, in der zweiten Runde kam der Gedanke auf, dass ich noch nie bei einem Langdistanzrennen als Erster aus dem Wasser gestiegen bin. Dann habe ich attackiert und mich abgesetzt", so Kohr. Nach 59:40 Minuten verlässt Kohr das Wasser und genießt anschließend den Beifall der Zuschauer. "Ja, das ist ein gutes Gefühl, als Erster hinter dem Führungskajak zu schwimmen und als Führender Richtung Wechselzone durch die Zuschauer zu rennen.

Radfahren wie im Rausch
Nach den ersten Radkilometern rutscht Kohr auf Position 3. Die beiden Führenden fahren Kohr einfach zu schnell. Zwischen 5:10 Stunden und 5:20 Stunden möchte Kohr den flachen Rundkurs durch Brandenburgische Dörfer bewältigen. Die Zwischenzeiten auf dem Unterarm sind leider nicht mehr lesbar. Die 26 kilometerlange Anfahrt zu der sechs mal zu durchfahrenden 20,5 Kilometer-Runde wird statt der vorher festgelegten 46 Minuten in weniger als 43 Minuten zurückgelegt. Der Puls ist bei 131 Schlägen, die Beine verrichten die Arbeit ohne Mühe. Bei Kilometer 46 übergibt Teamkollege Eric Rainer, der hervorragende Betreuerdienste  mit seiner Freundin leistet, eine von drei Radflaschen. "Im Vorfeld des Rennens habe ich sehr viel getestet, wie viel Flüssigkeit ich benötige, wie viel Energie ich pro Stunde aufnehmen kann. Eine Flasche mit 0,8 Litern reicht genau für 1:20 Stunde."

Abgeklebter Aerohelm und Salzbrezeln an der Radflasche bei Kilometer 130


Runde um Runde pedaliert Kohr mit gleichmäßigem Druck über den Kurs und wird laut Aussage von Teamkollege Rainer immer schneller. "Wie im Rausch bin ich gefahren. Das Geschwindigkeitsgefühl war so hoch, die Bäume sind so schnell vorbeigezogen, das war unglaublich. Ständig hatte ich 35 bis 38 Kilometer pro Stunde auf der Uhr und die Beine haben gearbeitet wie ein Uhrwerk. Alles ging so leicht . Im Training war das immer anstrengend, so Kohr. Auch die weiteren Runden fährt Kohr mit Puls 133 ab und biegt nach 176 Kilometern in 4:57 Stunden  als 4. in die Wechselzone ein. "Als ich vom Rad abgestiegen bin, hatte ich schon so viel Freude gehabt, dass der nun folgende Marathon nur noch ein Sahnehäubchen werden könnte. Dennoch war ich unschlüssig, ob ich durch die Raserei auf dem Rad die notwendige Mobilität für das Laufen verloren hatte, die mich schon seit Jahren beschäftigt."

Laufen bis zum Umfallen

Bis Kilometer 25  läuft Kohr ein konstantes Tempo und achtet ständig auf eine hohe Schrittfrequenz, um die Mobilität zu erhalten. Bei Kilometer 10 und 15  wird Kohr von zwei weiteren Athleten überholt und fällt auf Platz 5 zurück. Bei Kilometer 28 sackt der Puls in den Keller, die Geschwindigkeit verringert sich auf unter 10 Kilometer pro Stunde. Der Kampf beginnt nun. Der Kampf gegen die eigenen Schmerzen, der Kampf für das eigene Ziel. Was kann ein Mensch mobilisieren, wenn der Körper nicht mehr will?

Kilometer 35

Bei Kilometer 37 schaut Kohr das erste mal auf die Uhr und sieht, dass er es noch unter 10 Stunden schaffen kann, wenn er jetzt noch mal das Tempo auf 12 Kilometer pro Stunde erhöht. Eigentlich kein hohes Tempo, aber nach 9:35 Stunden Wettkampfdauer sehr schwierig. Edelbetreuer Rainer rät Kohr, er solle doch langsam machen, die Zeit wäre doch egal. Aber Kohr erhöht trotzdem das Tempo, so schnell es noch geht. "Ich bin doch ein Athlet, der die kurzen Strecken kann. Ich kann das, habe ich mir gesagt, ich kann es schaffen. "Es ist doch faszinierend, dass man die Schmerzskala nochmal nach oben drehen kann, wenn man ein großes Ziel hat. Man ist dann bereit, umzufallen, nicht anzukommen, man setzt alles auf eine Karte", so Kohr nach dem Rennen. Durch den letzten Willensakt gelingt es Kohr, die vor ihm liegenden Athleten Frank Ellrich und Stefan Bründermann vom Team Erdinger Alkoholfrei noch zu überholen. Damit kämpft sich Kohr völlig unerwartet auf den dritten Gesamtplatz vor.

Nach 10:01,26 Stunden durchläuft Kohr völlig entkräftet das Zielbanner. Lars Koch vom WSV Beverungen belegt nach der Disqualifikation von Philipp Ellert mit 9:40 Stunden den ersten Platz. Der dreißigjährige Stefan Meissner vom Tus Neukölln Berlin finished nach 9:48 Stunden auf Platz 2.

2020 wieder

"Auch wenn die Weltelite nicht am Start war, das war einer meiner besten Wettkämpfe, weil ich von meiner eignen Leistungsfähigkeit und meinem Angriffswillen total überrascht war. 12 Jahre hat es gedauert, bis ich wieder einen sehr guten Langdistanzwettkampf absolvieren konnte. Es gab Zeiten, da habe ich nicht daran geglaubt, je wieder einen schnelle Langdistanz zu finishen. Im Winter 2016 hab ich mich dann entschieden, es noch einmal zu probieren. Insgeheim bin ich froh, dass ich nicht unter 10 Stunden geblieben bin. In drei Jahren werde ich es nämlich schaffen, verrät Kohr liegend auf der Massagebank.
Piotre Mehl erreicht das Ziel am Müggelsee in Berlin nach 12:55 Std und gewinnt seine Altersklasse in der TM 65.

Vor zwei Jahren alle alten Pokale weggeworfen, der neue hat jetzt einen Ehrenplatz





Donnerstag, 13. Juli 2017

Schlappe für Orber Regionalligateam - Borstorff fightet in Embrun

Bad Orbs erste Herrenmannschaft landet auf dem letzten Platz - Neumitglied Holger Borstorff mit gutem Einstand in den französischen Alpen

Regionalliga am Edersee
Am Edersee traten die Regionalligaherren des Teams Spessartchallenge TV BAD ORB zu ihrem zweiten Saisonrennen an, um auf der olympischen Distanz (1,5km Schwimmen - 40km Rad - 10 km Laufen) und den dabei ausgetragenen Hessischen Meisterschaften über diess Strecke sowohl in der Einzelwertung wie auch in der Teamwertung zu trumpfen. Die Vorzeichen standen dafür auch sehr gut, waren mit Alex Nikolopoulos und Florian Brosch zwei Athleten am Start, die stets Ganraten für vordere Platzierungen in der Liga sind. Außerdem am Start waren Simon Brend'Amour, Marco Weisbecker und Adi Kohr, der - eine Woche vor seinem Saisonhighlight, einem Rennen über die Ironman-Distanz in Berlin - den Wettkmapf entspannter als sonst anging.
Leider erlebten die Orber in der Teamwertung einen mehr als gebrauchten Tag, und dies, obwohl alle ihr Bestes gaben. Florian Brosch legte so stark los, dass er auf dem Rad bis auf die Gesamtposition drei vorfuhr. Alex Nikolopouos startete seine Aufholjagd wie gewohnt auf dem Rad, gleiches tat Brend'Amour. Adi Kohr komplettierte das Team am Ende des Feldes. Am Ende der Radstrecke geschah Brosch in der Hektik des Renngeschehens ein fataler Fehler. Er bog an einer nicht gut beschilderten Straße falsch ab. Bemerkt hatte Brosch seinen Fehler erst, als es schon zu spät war. Damit war der Orber Topstarter raus aus dem Rennen, was natürlich ein enomer Ausfall für die Teamwertung darstellte und Brosch ebenfalls die Möglichkeit nahm, den greifbar nahen Hessenmeistertitel zu ergattern. 
Team Edersee!

Dies wenigsten gelang Alex Nikoloupolos. Sein Platz 16 reichte, um in der Altersklasse M40 den Silberrang bei den Hessischen Meisterschaften einzufahren.
Im Ziel war dann klar, dass die Platzziffern in der Addition - ohne Brosch - heute nicht riechen würden, um das Team gut zu platzieren. Mit Marco Weisbecker (39.), Simon Brend'Amour (44.) und Adi Kohr (50.) reichten die Leistungen am Edersee leider nur für den 11. Platz in der Teamwertung, was die "rote Laterne" bedeutete. Nach zwei Rennen liegt der TV BAD ORB nun auf dem 10. Rang, einen Platz vor Eintracht Frankfurt. Den Orber bleiben nun zwei Rennen, um die Liga zu halten. Mit vereinten Kräften sollte dies auch gelingen. 
Nach getaner Arbeit in Franreich: Holger!!!
Borstorff in Frankreich am Start
Allein der Unterschied in den Zielzeiten macht klar, dass die olympische Distanz im französichen Embrun im Vergleich zu der am Edersee, die in Hessen zu den schwersten zählt, um noch einiges kräftezehrender ist. Erledigen die meisten das Rennen am Edersee in etwa 2,5 Stunden, benötigte Borstorff in Frankreich über die selben Streckenlängen knapp unter 3 Stunden. Sowohl auf der Rad- wie auch auf der Laufstrecke müssen die Athleten in Frankreich etliche Höhenmeter bewältigen. Auf Rang 85 in der Gesatwertung und dem 15. Platz in seiner Altersklasse beendete Borstorff damit zufrieden seinen Einstand beim "Auswärtstermin" in Frankreich.

Samstag, 1. Juli 2017

RaceNEWS: Orber Triathleten kämpfen auswärts gegen Wetter und Konkurrenz


Klaus Stutzer mit großem Kampf gegen stürmisches Wetter am Chiemsee – Gabler mit Platz 4 in Ockstadt

Wer die über 30km lange Strecke durch den Ärmelkanal in seinem Leben als einer von ganz wenigen Deutschen schon gemeistert hat, sollte mit der 1,5km langen Schwimmstrecke des diesjährigen Chiemsee-Triathlons keine größeren Probleme haben. Dies dachte sich sicherlich auch Klaus Stutzer - Altmeister des Team Spessartchallenge TV BAD ORB – bei seiner Anmeldung in diesem Jahr. Dennoch machte ihm im Vorfeld schon seine Hand ungewohnt zu schaffen. „Der Bruch wurde erst nach meiner Teilnahme am Chiemsee-Triathlon diagnostiziert“, so Stutzer nach einem besonderen Rennen am Chiemsee. Denn nicht nur sein Mittelhandbruch machte ihm während des Rennens Probleme. Ein kurz vor dem Start aufgekommener Sturm schlug Wellen von bis zu einem Meter Höhe. „Zwar machten mir die Wellen wenig Probleme, aber ich musste in zwei Fällen im Wasser Hilfestellung bei anderen Schwimmern, die gänzlich überfordert waren, leisten und mit den Betroffenen auf das rettende Boot der Wasserwacht warten. Heraus kam eine Schwimmzeit für die 1500m von über 50 Minuten“, so Stutzer zu seinen Helferdiensten während des Schwimmens. 
"Alter schützt vor Leistung nich"... Klaus Stutzer!!!
Das Radfahren und Laufen waren dann nebensächlich, trotzdem absolvierte Stutzer beides dann noch locker – bei strömenden Regen. Und obwohl Stutzer noch während des Rennens Erste Hilfe leistete, landete der „Oldie“ in der Altersklasse der“Männer70“ mit dem Bronzerang auf dem Siegerpodest. Stutzer hat schon hunderte Triathlons erledigt, bei vielen gesiegt, aufopferungsvoll gekämpft und einiges erlebt. Dieser Chiemsee Triathlon reiht sich definitiv  als weitere erlebnisreiche Anekdote ein. 
Jörn out of Water
Besseres Wetter hatte Jörn Gabler beim parallel – jedoch hunderte Kilometer entfernt – stattfindenden Ockstädter Cross-Triathlon in Friedberg. Ihm machte eher die starke Konkurrenz zu schaffen.  Mit dem 4. Gesamtrang landete Gabler ein starkes Ergebnis und zeigt, dass die Orber Regionalligastarter auch als Einzelathleten immer wieder auf Aufsehen sorgen. Beim Cross-Triathlon werden wie beim Triathlon üblich, ebenso Schwimmen, Radfahren und Laufen aneinandergereiht, lediglich findet das Radfahren nicht auf asphaltierten Straßen, sondern auf Cross-Strecken sozusagen „querfeldein“ statt. In Ockstadt galt es, eine kurze, 300m lange Schwimmstrecke zu absolvieren, gefolgt von 13km Radfahren und 5,1km Laufen. Erwähnenswert muss an dieser Stelle die Zusammenarbeit von Niklas Riess vom ADAC Sportclub Gelnhausen erwähnte werden. Riess, am Ende auf Platz 13 im Ziel, lieh Gabler ein deutlich besseres Cross-Rad mit Rennradgeometrie, was mithalf, Gablers gute Leistung zu erreichen. Ein gelungenes Teamwork sozusagen, und dies, obwohl die beiden für konkurrierende heimische, aber durchaus freundschaftlich verbundene Vereine antreten. Letztlich konnte Gabler vor allem beim Schwimmen und Radfahren seine Trümpfe ausspielen, beim Laufen konnte er nicht das abrufen, was er sich vorgestellt hatte und musste letztlich – aber dennoch zufrieden – mit der „Holzmedaille“ vorlieb nehmen.