Dienstag, 29. Juni 2010
Vier Siege in Folge! Kohr „King“ von Bad König
Lokalmatador Tim Koch vom VfL Michelstadt, der noch vor zwei Wochen beim Moret-Triathlon Kohr klar distanzierte, hatte gegen den ehemaligen Bundesligastarter keine Chance. Nach 1:06,20 Stunden, mit 55 Sekunden Vorsprung vor Koch, durchlief der für das ‚Team Spessartchallenge’ startende Athlet das Zielband. Schon seit Jahren versucht Koch, den Gelnhäuser Athlet zu schlagen. „Im Gegensatz zu Kohr fehlt mir einfach die Grundschnelligkeit im Laufen und Schwimmen, da komme ich einfach nicht mit.“, bilanziert Koch das Rennen nach dem Zieleinlauf im schönen Kurpark von Bad König. Bei einem kalten Energiegetränk im Schatten der hohen Bäume des Parks fügt der Sieger hinzu: „Kurze Distanzen sind meine Lieblingsstrecke. Mein hohes Geschwindigkeitsniveau, das ich mir vor vielen Jahren während des Leichtathletiktrainings unter Willi Bechtold beim Turnverein Roth antrainiert habe, steht mir heute noch zur Verfügung. Die Kombination aus zwei Sportarten, wie Leichtathletik und Schwimmen, sind hervorragende Sportarten, da der Körper durch die unterschiedlichen Belastungen und koordinativen Ansprüche sehr gut gekräftigt und trainiert wird. Kinder und Jugendliche profitieren von einem abwechslungsreichen Training in unterschiedlichen Sportarten ein Leben lang.“
Montag, 21. Juni 2010
Quarterman Buchköbel - Doppelsieg für Julia und Alexander Nikolopoulos
Der Quarterman Bruchköbel heißt deshalb „Quarter“-Man weil bei diesem Rennen genau ein Viertel der Ironman-Distanz vom 3,8km schwimmen, 180km Rad fahren und 42,195km laufen zurückzulegen ist. Die Athleten schwimmen im unbeheizten Freibad von Bruchköbel also 950 Meter, fahren 45km durch die vordere Wetterau und laufen abschließend 10,5km zurück zum Freibadgelände.
Die beiden Neuzugänge des TV Bad Orb, Julia und Alexander Nikolopoulos, waren dieses Jahr angetreten, ihre im Vorjahr noch für die Eintracht Frankfurt errungenen Titel zu verteidigen. Beide hatten 2009 nach etwas verkorkstem Schwimmauftakt auf der Radstrecke den entscheidenden Vorsprung herausholen können.
Aufholjagd auf dem Rad
Auch in diesem Jahr mussten beide zunächst ein kleines Defizit nach dem Schwimmpart wettmachen. Im Becken Matthias Hähnel, Bundesligastarter des DSW Darmstadt bereits drei Minuten auf Alexander Nikolopoulos herausgeschwommen. Ähnlich verhielt es sich bei Julia Nikolopoulos, die nach 950m ein Defizit von knapp einer Minute gegenüber der Führenden (Lisa Merget -OPTIMUM Augenoptik) aufwies. Wie im Vorjahr aber konnten beide auf der Radstrecke ihre Stärke ausspielen und sich einen entscheidenden Vorsprung erarbeiten. Dabei fuhren beide mit 1:07:47h bzw. 1:19:29h jeweils Tagesbestzeit.
Auslaufen und harter Kampf zu Fuß
Der abschließende Lauf wurde für Julia Nikolopoulos fast zu einem lockeren auslaufen, denn sie hatte sich auf dem Rad einen Vorsprung von fast neun Minuten auf die Zweitplatzierte erarbeitet. Ungefährdet erreichte sie damit nach 2:21:25h das Zeil als erste Frau vor der schnellsten Läuferin des Tages Lisa Merget (OPTIMUM Augenoptik) und Verena Volz (TriTeam ATZ-Rhein-Main).
Spannender war das Rennen der Männer, in dem Alexander Nikolopoulos erheblich mehr Mühe hatte, die Konkurrenz in Schach zu halten, obwohl er davon so richtig nichts wissen konnte. Trotz überlegener Radbestzeit betrug sein Vorsprung gegenüber dem Zweitplatzierten Christian Mokros zu Beginn der Laufstrecke lediglich 45 Sekunden. Nur wusste Nikolopoulos davon nichts, denn Mokros war in einer der vorderen Startgruppen ins Rennen gegangen. Damit kam es auf der Strecke nicht zum direkten Duell und Nikolopoulos musste allein gegen die Uhr kämpfen. Obwohl Mokros im virtuellen Duell noch einmal bedrohlich nahe kam, Nikolopoulos konnte gegenhalten und nach 2:00:37h einen knappen Vorsprung von 23 Sekunden ins Ziel retten. Weitere zweieinhalb Minuten später komplettierte der zweite DSW-Athlet Matthias Hähnel das Podium in 2:03:27h.
Nach längerer Triathlonpause konnte mit Jörg Treffler ein weiterer Orber Athlet in 2:47:47h ein respektables Comeback abliefern.
Ergebnisse Quarterman Bruchköbel (0,95-45-10,5)
Frauen
1. Nikolopoulos, Julia TV Bad Orb 2:21:25 (17:38 - 1:19:29 - 44:18)
2. Merget, Lisa OPTIMUM Optik 2:30:30 (16:23 - 1:32:03 - 42:04)
3. Volz, Verena TriTeam ATZ-RhMa 2:31:30 (17:48 - 1:26:38 - 47:04 83
Männer
1. Nikolopoulos, Alexander TV Bad Orb e.V. 2:00:37 (16:08 - 1:07:47 - 36:42)
2. Mokros, Christian DSW Darmstadt 2:01:00 (12:45 - 1:11:46 - 36:29)
3. Hähnel, Matthias DSW Darmstadt 2:03:27 (13:16 - 1:12:53 - 37:18)
167.Treffler, Jörg TV Bad Orb 2:46:47 (17:37 - 1:26:18 - 1:02:52)
Detailergebnisse Quarterman Bruchköbel
http://www.trisys.de/
Indeland Triathlon – Tim Stutzer auf Platz 5
Nicht nur, dass dieses Mal alles mit der Ernährung klappte, auch das Resultat des Spontanausfluges konnte sich sehen lassen. Nachdem das schwimmen nicht ideal verlaufen war, fand sich der Orber auf dem 30. Platz wieder. Auf dem Radteil jedoch, seiner traditionell stärksten Disziplin, konnte er auf dem Rundkurs durch den Braunkohletagebau Inden Konkurrenten um Konkurrenten einholen. Nach 80
Radkilometern fand sich Stutzer dann mit der besten Radzeit des Tages auf dem zweiten Gesamtrang wieder. Zwar war der Führende und später überlegene Sieger Oliver Strankmann (Carboo4U Team)schon acht Minuten enteilt, trotzdem fand sich Stutzer zu diesem Zeitpunkt mitten im Rennen um das für die ersten drei Plätze ausgelobte Preisgeld von 1.750 Euro. So schnell aber, wie Stutzer zwischenzeitlich in die Preisgeldränge gefahren war, so schnell hatte sich dies auch wieder erledigt. Schon nach drei Kilometern der 20km langen Laufstrecke hatten ihn mit Sascha Hoffmann (TriFinish Münster) und Matthias Graute (Kölner Triathlon Team) zwei Verfolger ein- und schnell auch überholt. Damit lief Stutzer den Großteil der Laufstrecke auf dem undankbaren vierten Platz liegend durch die Stadt Aldenhoven, bis ihn kurz vor dem Ziel noch ein weiterer Athlet überholte. Trotzdem konnte der Orber, der mit dem fünften Rang auch seine Altersklasse gewinnen konnte, mit der Leistung rundum
zufrieden sein. Er blickt jetzt etwas erwartungsvoller dem 1. August, dem Renntag in Regensburg entgegen.
Ergebnis Indeland-Triathlon 20.06.2010 (1,9 – 80 – 20)
1. Strankmann Oliver Carboo4uTeam 3:47:04 (23:05 - 2:01:53 - 1:17:40)
2. Hoffmann, Sascha Tri Finish Münster 3:55:05 (26:20 - 2:07:32 - 1:15:49)
3. Graute, Matthias Kölner Triathlon Team 3:55:40 (26:42 - 2:07:43 - 1:16:41)
4. Schoelen, Henning Team Erdinger 4:01:49 (27:39 - 2:05:53 - 1:21:48)
5. Stutzer Tim TV Bad Orb 4:03:12 (30:06 - 2:01:39 - 1:25:43)
Detailergebnisse Indeland-Triathlon
http://www.indeland-triathlon.de/ergebnisse.html
Montag, 14. Juni 2010
Jörg Trefflers Rennbericht vom 26. Brüder-Grimm-Lauf
(Der Brüder Grimm-Lauf führt an drei Tagen und über fünf Etappen von Hanau nach Steinau an der Straße)
1. Etappe, Freitag: Hanau, Marktplatz – Niederrodenbach, Bulauhalle - 15,52km
Nachdem ich meiner Zerrung der Adduktoren wohl durch Wärmebehandlung gut in Griff bekommen habe, bin ich diese Etappe angegangen wie immer. Dieses erwies sich ab KM 4 als echt großer Fehler. Ich wusste nicht was passiert ist, es schmerzte nix aber mein Tempo wurde immer langsamer und ich musste sogar drei Gehpausen einlegen. Diese habe ich noch nie gemacht und so beschloss ich bei KM 13 schon dass ich nach dieser Etappe das Handtuch werfe. Ich bin dann doch ins Ziel geschlichen und hatte die erste Etappe hinter mir.
Es sollte doch mein 10. Lauf in Folge werden. So habe ich über Nacht mein Ziel einfach geändert. Das neue Ziel war nun… Durchkommen! Die Zeit sollte keine Rolle mehr spielen. Einfach nur ankommen. Somit bin ich Samstagmorgen wieder an den Start; auch hier war alles eigentlich schmerzfrei.
2. Etappe, Samstagmorgen: Niederrodenbach, Bulauhalle – Neuenhaßlau/Busbahnhof - 13,83km
Am Start stellte ich mich als letzter an das Starterfeld und lief mit 6:30iger Tempo los. Damit ließ es sich aushalten wobei das mehr als unangenehme Gefühl schon nach wenigen Minuten aufgekommen ist. An Tempo wollte und war auch nicht zu denken. Mein Ziel war es ja nun nur noch im Ziel anzukommen. Es war echt ein total anderes Erlebnis von hinten zu starten und dass ganze Drumherum echt beobachten zu können. So lief ich im 130iger Puls mein Ding und beobachtete meine Mitläufer. Kurz vorm Ziel überholte mich noch einer der AK70, der alle 26 Läufe bis jetzt mitgelaufen ist. Da wir uns kennen, feuerte ich ihn an und hatte echt Spaß dabei.
Nach dem Lauf ging ich zum massieren zu einer guten Bekannten die Physiotherapeutin ist. Sie hat nun definitiv festgestellt dass mein Problem durch eine ISG-Blockade hervorgerufen wird, konnte aber das Gelenk auch nicht frei bekommen. Da war der Schock für mich erst mal groß da ich dachte das wäre es wohl mit dem Sport. Alle meine Pläne für die Zukunft habe ich schon davon schwimmen sehen. So wie es aber aussieht, kann und werde ich das wohl wieder in den Griff bekommen. Also ging es super vorsichtig weiter, ich wollte versuchen dieses Ganze so locker zu laufen wie es ging. Nun wie mir berichtet worden ist, sah es wohl nicht so locker aus und man legte mir nah, aufzuhören.
3. Etappe: Samstagabend: Neuenhaßlau/Hasselbachschule – Gelnhausen/Sportstadion - 15,43km
Wer hört schon auf die Ratschläge, wenn man mitten drin ist. Mir ging es ja auch nicht schlecht. Berg hoch ging es fast wie immer und da die Strecken immer mehr Höhenmeter bis ins Ziel bekommt, wollte ich da durch und hoffte auch noch dass es irgendwann ein Schlag tut und die ISG-Blockade weg wäre. So lief ich mein Ding, machte meine Späße mit den Zuschauern, die mich kannten und war nur darauf fixiert im Ziel anzukommen. Hier überholte mich der Bekannte aus der M70 schon bei 10km, was mich aber keinerlei anders stimmte. Es ist echt interessant wie auch dort hinten noch gekämpft wird. Landschaftlich habe ich echt etwas mitbekommen. Bei 9km z.B. stand am Rand ein Schild über die einheimischen Vögel des Waldes. Neuntöter sollen hier leben. Das Interessante an der Geschichte: 20 Meter hinter diesem Wanderschild war das Schild für Kilometer 9 aufgestellt. Klasse! Nur schade, dass ich keinen Fotoapparat dabei hatte. Auch hier ereichte ich das Ziel, der echte Kampf fing dann nur unter der eiskalten Dusche an.
4. Etappe, Sonntagmorgen: Gelnhausen/ Untermarkt – Wächtersbach/Schulsporthalle -16,81km
Nun, auf diese Etappe freute ich mich am meisten: Zum einen kenne ich immer mehr Zuschauer da ich ja immer näher an meine Heimatstadt kam und zum anderen waren die ersten 12km fast nur bergauf (330 Höhenmeter am Stück). Und meine Rechnung ging auf. Es ging echt fein da hoch und man meint ja echt nicht, wie viele man von ganz hinten überholen kann. Die letzten 5km geht es dafür bergab und das tat natürlich nicht gut. Nach dem Lauf wurde noch mal versucht, das ISG zu lösen, was aber leider nicht geklappt hat. Aber egal, die letzte Etappe und damit mein Ziel zu erreichen werde ich mit Sicherheit schaffen.
5. Etappe, Sonntagmittag: Bad Orb/Burgring – Steinau/Rathaus - 17,48KM
Ja, es war der letzte Lauf und das auch noch in meine Heimatstadt. Das Ziel ist 50 Meter vor meiner Haustür und ich freute mich riesig, es doch geschafft zu haben. Aus der Vorfreude heraus lief ich los und der doch sehr steile Anstieg nach 1km kam mir wie gerufen. Auf den nächsten 1,5km waren es 125 Höhenmeter die ich echt locker laufen konnte. Ich überholte an einem Stück, ein echt komisches aber feines Gefühl. Natürlich hielt das Tempo nicht lange an, auf dem Bergabstück schluckte mich einer nach dem andern wieder, was meiner Laune aber kein Abbruch tat. Ich war mir sicher, dass ich nun das flache Stück durchlaufen würde. Ich kenne da ja auch jeden Stein mit Vor- und Zunamen. Also Schritt für Schritt und es brachte mir Freude, einige die in Gehpausen verweilten oder gar 10 km vorm Ziel abbrechen wollten zu ermuntern und so eine kleine Kette zu bilden, die das Ziel nachher komplett erreichte.
Fazit:
Wie anfangs geschrieben mein schlechtester Lauf mit 8:01:41h (zum Vergleich meine Bestzeit steht bei 6:20:31h) aber doch echt auch ein sehr, sehr feines Erlebnis.
Jörg Treffler
Sonntag, 13. Juni 2010
Moret-Triathlon: Hessenmeistertitel für Julia und Alexander Nikolopoulos – Jürgen Metzler auf dem Treppchen
Sehr erfolgreich waren die Triathleten des TV Bad Orb bei den Hessischen Meisterschaften über die Triathlon-Mitteldistanz (2,0km schwimmen, 82km Rad fahren, 21km laufen) am vergangenen Wochenende im südhessischen Münster (Dieburg).
Die Neuzugänge des Vereins, das frisch verheiratete Triathletenpaar Nikolopoulos, konnten ihren Vorschusslorbeeren voll gerecht werden und verteidigten ihre Titel souverän. Julia Nikolopoulos brannte mit 2:35h für die 80 Radkilometer die Tagesbestzeit auf den Asphalt und war danach von der Konkurrenz nicht mehr gesehen. Nach für ihn gutem schwimmen konnte Alexander Nikolopoulos seine Radstärke ausspielen und brachte vor dem Wechsel zum laufen mehr als vier Minuten zwischen sich und die unmittelbare Konkurrenz. Damit konnte auch er ungefährdet den Sieg in seiner Altersklasse sichern.
Sehr positiv überraschen konnte zudem Jürgen Metzler, der als Dritter das Podium der 30 bestieg. Metzler war gemeinsam mit Nikolopoulos aus dem Wasser gestiegen, hatte sich auf dem Rad ordentlich geschlagen und war den abschließenden Halbmarathon in 1:31h gelaufen.
Ebenfalls mit ordentlichen Ergebnissen aufwarten konnten Tim Stutzer (4. AK 35) und Adi Kohr (12. AK 40). In der freien Wertung konnte Johannes Goldbach mit dem 59. Platz ein ordentliches Ergebnis vorlegen.
Hessische Meisterschaft Mitteldistanz (2-82-21)
Frauen
5. (1. W30) Nikolopoulos, Julia 4:53:45 (35:05 -2:36:13 - 1:42:26)
Männer
5. (1. M35) Nikolopoulos, Alexander 4:10:15 (29:51 -2:14:16 -1:26:07)
11. (4. M35) Stutzer, Tim 4:23:28 (27:48 2:19:37 - 1:36:02)
33. (3. M30) Metzler, Jürgen 4:35:28 (29:51 47 -2:33:41 1:31:55)
36. (12. M40) Kohr, Adi 4:35:52 7 (28:52 32 - 2:30:29 - 1:36:30)
59. Goldbach, Johannes 4:43:11 (00:00 0. 00:00 - 3:08:03 48. 1:35:08)
Detailergebnisse 26. Moret Triathlon:
http://www.vfl-muenster.de/index.php?id=68
Bildergalerie: http://picasaweb.google.de/timule/Moret2010#