V I S I O N K R A F T L E I D E N S C H A F T P U L S A T E M P O F R E U D E

Montag, 28. September 2015

HerbstSPORT: Metzler und Kailing feiern läuferische Erfolge

Metzler 12. in Rodheim - Kailing siegt in Unterreichenbach 

Jedem sein Lieblingssport, wenn der Herbst die Dreifaltigkeit des Triathlons in seine Teildisziplinen zerfallen lässt...

Während die einen querfeldein mit dem Rad unterwegs sind, andere sich bereits im wettkampfmäßigen ChipsEssen und Biertrinken üben, rennen andere was das Zeug hält... 
Beim Rodheimer Volkslauf über 10km - angekündigt als "Der Berglauf" der Main-Lauf-Cup-Serie testete Jürgen Metzler spontan seine Form. Und tatsächlich hatte es die Strecke in sich: hoch, runter, Rückenwind, Gegenwind, Asphalt, Schotter, Wiese... Es war alles dabei, was einen auf 10000 flotten Metern aus dem Flow bringen kann. Nur auf den letzten beiden Kilomtern ging Metzler etwas die Luft aus. In 39:04min hatte er den 10er abgespult.Sein 12. Gesamtrang bedeutete den Sieg in der Altersklasse M35!
 

Einen Gesamtsieg vebuchte Swen Kailing beim 4,2km-Herbstlauf in Unterreichenbach. Mit einem Zusammenschluss aus Sportkameraden namens "Team Wolfsangel" trat Kailing an und zeigte sich in hervorragender Laufform. Die Tempospritze, die er gemeinsam mit Metzler beim Aufstiegs-Team-Sprint in Baunatal erhalten hatte, zeigte anscheinend immer noch Wirkung. In flotten 17:20min verwies er die Konkurrenz auf die Plätze und holte den Gesamtsieg.

Samstag, 26. September 2015

HerbstSPORT: Cyclocross-Paukenschlag im Saarland

In Neunkirchen im Saarland setzten Julia und Alexander Nikolopoulos vom TV Bad Orb bereits beim ersten Crossrennen der Saison ein Ausrufezeichen. Beim Wagwiesenrennen, das traditionell die Cyclocrossaison eröffnet konnten beide im einen hervorragenden zweiten Platz erreichen.
Auf der Strecke, die durch einen längeren Regen vor dem Start relativ aufgeweicht worden war, galt es neben Graspassagen einige technisch anspruchsvollere Wald-Abschnitte zu meistern. Zusätzlich hatten die Veranstalter wie in jedem Cyclocrossrennen zusätzliche Hürden in den Kurs integriert. Zwei kurze aber steile Anstiege und eine Sandpassage rundeten den Kurs ab.
Direkt nach dem Start konnte Julia sich hinter der späteren Siegerin Kristin Endress, die Bronzemedaillen-Gewinnerin der Europameisterschaft und Teilnehmerin der Cyclocross-Weltmeisterschaft im letzten Jahr auf den zweiten Platz setzten und ließ sich auf den folgenden 5 Runden nicht mehr von ihren Konkurrentinnen einholen. Nachdem sie das Rennen extrem schnell angegangen war, um einen Vorsprung vor ihren weiteren Konkurrentinnen heraus zu fahren, musste sie in den letzten beiden Runden ihrem hohen Tempo Tribut zollen und die Geschwindigkeit reduzieren. Dennoch war ihre Platzierung zu keinem Zeitpunkt wirklich gefährdet. Auf diese Weise erreichte sie gleich in ihrem ersten Rennen in der Lizenzklasse den zweiten Platz. Wenn das nicht ein starker Einstieg ist, der mehr erwarten lässt.
Julia: "Das war natürlich ein guter Saisoneinstieg, ich merkte jedoch in der zweiten Rennhälfte, dass mir die Rennhärte für diese 40 minütige Maximalbelastung noch etwas fehlt. Hieran werde ich in den kommenden Wochen arbeiten und mein Training entsprechend anpassen."
Alexander erwischte dagegen keinen so guten Start, er benötigte daher einen Großteil der ersten Runde , um seine Konkurrenten wieder einzuholen. Vor allem auf den schmalen Waldtrails war ein Überholen nicht möglich, so dass er auf den Graspassagen und den Anstiegen volles Risiko gehen musste, was sich letztendlich auszahlte. Am Ende der ersten Runde hatte er sich auf den zweiten Platz gekämpft, musste jedoch auf den folgenden 5 Runden immer wieder die Attacken des späteren Drittplatzierten abwehren. Ein Fahrfehler in der vierten Runde führte zu einem harmlosen Sturz, der ihn beinahe den zweiten Platz gekostet hätte. Am Ende hatte er jedoch die besseren Beine, konnte sich in der letzten Runde ca. 50 Meter von seinem Verfolger absetzen und das Rennen nach Manual Müller, der als Elitefahrer für das bekannte Focus Racing Team startet, auf dem zweiten Platz beenden. 
"Der Kurs kam mir sehr entgegen. Technisch war er nicht zu anspruchsvoll und an den beiden kurzen Anstiegen konnte ich meine Kraft voll ausspielen. Dennoch hätte ich vor dem Rennen niemals mit einem zweiten Platz gerechnet, zumal doch einige bekannte Gesichter aus der letzten Saison wieder am Start waren." so Alexander im Ziel.
Damit ist der Saisoneinstieg für die beiden Triathleten des TV Bad Orb besser als erwartet geglückt, man darf gespannt sein, wie die weiteren Rennen ablaufen. Während am kommenden Wochenende nur ein Trainingsrennen in Mannheim geplant ist, geht es in zwei Wochen gleich zweimal an den Start. Nach dem Rennen am Samstag in Darmstadt, startet am Sonntag in Hamburg der Deutschlandcup. Hier werden die beiden dann auf die gesamte deutsche Elite des Cyclocross treffen.

Mittwoch, 23. September 2015

Erste Triathlon Bundesliga 2015: Ein Rückblick auf alle Rennen!!!

Wir schauen zurück... 

...und starten mit unserem BundesligaTeam

1. Rennen: Teamsprint Buschhütten

Es starteten für das Team Spessartchallenge TV BAD ORB: 
Julia Ertmer, Nina Vabic, Nicole Swoboda-Töpfer, Elisabeth Hilfenhaus


2. Rennen: Einzelsprint Kraichgau

Es starteten für das Team Spessartchallenge TV BAD ORB: 
Julia Ertmer, Nina Vabic, Laura-Sophie Usinger, Ann Parthemore


3. Rennen: Einzelsprint Düsseldorf

Es starteten für das Team Spessartchallenge TV BAD ORB: 
Julia Ertmer, Nina Vabic, Nicole Swoboda-Töpfer, Elisabeth Hilfenhaus

4. Rennen: Einzelsprint Tübingen

(im Film bei ca. Minute 4:15: Nina und Lauso hinter der Spitzengruppe ;-)
Es starteten für das Team Spessartchallenge TV BAD ORB: 
Laura-Sophie Usinger, Nina Vabic, Nicole Swoboda-Töpfer, Elisabeth Hilfenhaus

Ende gut alles gut: Korrigierte Ergebnisliste der Hessenmeisterschaft im Sprint

Mit der korrigerten Ergebnisliste und der damit verbundenen Aufhebung vieler umstrittener und durch das Urteil des Verbandsgerichts regelwidriger Disqualifikationen endet die Debatte um das unwürdige Rennen in Griesheim. 
Nun offiziell das tolle Ergebnis unserer heimischen Athleten: 

Julia Ertmer - Hessenmeisterin W30
Alexander Nikolopoulos - Hessenmeister M40 
Klaus Stutzer - Hessenmeister M70
Jürgen Metzler - Bronze M35
Adi Kohr - Bronze M45
Marco Weibecker - Platz 4 M30
Eric Rainer - Platz 6 M45
Peter Amend - Platz 10 M50

http://www.hessischer-triathlon-verband.de/news/htl-organisation/hm-und-rl-korrigierte-ergebnislisten

Im Nachhinein... Bomben Ergebnis!!! ;-)


Freitag, 18. September 2015

HerbstSPORT: Triathleten auf Abwegen

Während sich nun ein Großteil der Triathleten des TV Bad Orbs in die wohlverdiente Winterpause verabschieden (zwei einsame Seelen bereiten sich noch auf ihr persönliches Saisonhighlight den IRONMAN auf Hawaii vor) steht für Julia und Alexander eine ganz andere Sportart auf dem Plan für den kommenden Herbst und Winter.
Während die beiden im Sommer ihre gesamte Zeit und Energie der Vorbereitung auf die großen Triathlon Veranstaltungen legten (Julia nahm erfolgreich an dem Swissman teil, Alexander konnte sich einen Lebenstraum erfüllen und den Altriman in den Pyrenäen gewinnen), beginnt am 19. September für die beiden die diesjährige Cyclocross Saison.
Cyclocross (oft auch als Radcross oder Querfeldein bekannt) genießt in Belgien und den Niederlanden eine enorme Popularität und zieht ähnlich viele Fans wie bei uns der Fußball an. Leider fristet der Sport bei uns immer noch ein Nischendasein, nur wenige eingeschworene Fans verirren sich überhaupt zu den meist relativ abgelegenen Veranstaltungen. So ist auch die kommende Saison für Julia und Alexander mit viel Fahrerei verbunden: nach Hamburg, Oberammergau, Kleinmachnow, Belgien - jedes Wochenende steht ein anderes Ziel auf dem Plan.
Im Unterschied zu den populären Mountainbike Rennen finden im Cyclocross vermeintlich archaische Rennräder Verwendung. Auf den ersten Blick wirken sie wie klassische Rennräder, auf den zweiten Blick wird deutlich, dass es sich um eine spezielle Radkategorie handelt: breitere Reifen, bessere Bremsen und stabilere Rahmen sind zwingend erforderlich, um die Kurse zu bewältigen.
Während Alexander sich in seiner Masters 2 Klasse mit gestandenen Radspezialisten wie dem ehemaligen Olympia-Teilnehmer Ralf Berner messen muss, wird Julia in der Elite Klasse auf die aktuelle deutsche Spitze treffen und versuchen, sich dort zu behaupten. 



Wir haben den beiden zum Saisonstart einige Fragen zu ihrer Vorbereitung und ihren Zielen gestellt:

Frage: Die Triathlon Saison ist nun vorbei. Bedeutet das für Euch, dass nun erst einmal Ruhe einkehrt?
Julia: Wenn der normale Triathlet in die Saisonpause geht und anfängt Badminton zu spielen, geht es bei uns erst richtig los. "Wake me up when September ends" sage ich nur. Im vergangenen Jahr sind wir innerhalb der 12 Wochen zwischen Anfang Oktober und Ende September 20 Rennen gefahren - wesentlich mehr, als wir Triathlons im Jahr über machen.
Alexander: Nein, keineswegs. Direkt nach dem letzten Triathlon wurden die Rennräder weggeräumt und die Crossräder aus dem Sommerschlaf geholt. Seitdem wird nur noch im Gelände trainiert, um bis zu den kommenden Rennen an der Radbeherrschung zu feilen.

Frage: Eine wirkliche Pause gibt es für Euch also nicht?
Julia: Nein, nicht wirklich. Aber dadurch, dass Cross eine ganz andere Sportart als Triathlon ist, stellt es einen guten Ausgleich zum Triathlontraining dar. Die Crossrennen sorgten bei mir für ein völlig neues Level an Radbeherrschung, was sich auf dem Rennrad aber auch im täglichen Stadtradverkehr bemerkbar machte.
Die Renndauer selbst ist dabei recht knapp: zwischen 30 und 40 Minuten dauert es. Während dieser Zeit gilt es einen 2-3km langen Rundkurs mehrmals zu durchfahren oder -laufen. Je nach Streckenbeschaffenheit sind hierzu vollkommen unterschiedliche Fähigkeiten erforderlich. Immer jedoch gibt es Passagen, an denen das Rad getragen werden muss - hier kommt Julia und Alexander ihr Lauftraining natürlich sehr entgegen.
Alexander: Wirklich Ruhe halten wir tatsächlich nicht. Vergangenes Wochenende endete die Triathlon Saison mit dem letzten Start in der hessischen Triathlon Liga, kommendes Wochenende startet dann die Crossaison mit dem ersten Rennen in Neunkirchen. Man muss aber sehen, dass wir nicht sonderlich viele Triathlons bestreiten, vor unseren Saisonhöhepunkten im Triathlon gab es ein halbes Jahr keine Wettkämpfe und nur Training. Wir haben also etwas Aufholbedarf.

Frage: Was erwartet Ihr von den bevorstehenden Crossrennen?
Julia: Viel Spaß in Matsch und Regen. Jedes Rennen ist anders und schon zwischen auf dem Kurs warmfahren und dem Rennen können viele Änderungen beim Untergrund stattfinden. Da, wo anfangs noch Gras war, ist dann nur noch Matsch und so.
Alexander: Ja, der Spaß steht bei den Rennen im Vordergrund. Außerdem macht es Spaß immer wieder mit den gleichen Kollegen an den Start zu gehen. In meiner Rennklasse trifft man immer wieder die gleichen 20-30 Verrückten. Da wird man schnell zu einer eingeschworenen Gemeinschaft, in der jeder jeden kennt.

Frage: Julia, Du startest in diesem Jahr zum ersten Mal mit einer Lizenz. Warum hast Du Dich dazu entschieden nun mit einer Lizenz zu starten und was ändert sich dadurch für Dich?
Julia: Ich werde dieses Jahr keine Blumensträuße mehr nach Hause bringen :-) Nachdem ich in der vergangenen Saison in der Jedermannklasse erfolgreich war, war es Zeit für eine neue Herausforderung auf dem nächsten Level. Ich bin sehr gespannt, wie groß die jeweiligen Lektionen in Demut in der Lizenzklasse sein werden. Aber es wird Spaß machen - und darum geht es ja am Ende!

Frage: Ein Crossrennen geht über ca. 40 Minuten, darüber könnt ihr doch nur schmunzeln, wenn man das mit euren Triathlons, bei denen ihr 10-12 Stunden unterwegs seid, vergleicht.
Julia: Diese 40 Minuten sind ganz böse 40 Minuten. Es geht los mit dem Startsprint, der alles andere als meine Kernkompetenz ist. Und schon nach 3 Minuten Renndauer tun die Beine weh und die Aussicht auf die nächsten 37 Minuten...besser nicht drüber nachdenken. Crossrennen werden am Anschlag gefahren - etwas, was wir aus dem Triathlon höchstens auf der Sprintdistanz kennen. Langdistanz ist Kaffeefahrt dagegen.
Alexander: Ganz extrem war es für mich vor zwei Jahren bei dem Crossrennen in Lorsch. Das Rennen dauerte 30 Minuten aber da es die Tage davor extrem viel geregnet hatte, bestand der Kurs nur noch aus knöcheltiefem Matsch. Nach 10 Minuten dachte ich mir: Ok, das reicht, Du bist nun vollkommen erledigt. - die folgenden 20 Minuten wurden dann wirklich übel…

Frage: Was macht für Euch den besonderen Reiz an dem Crosssport aus?
Julia: Hart, schnell, schmutzig! Man kommt also schneller (und dreckiger) zum Kuchen!
Alexander: Der Sport steht hier noch im Vordergrund, da sich sehr schnell zeigt, wer was drauf hat. Anscheinend machen sich die vielen Selbstdarsteller aus den anderen Sportarten ungern dreckig.

Frage: Crossrennen bedeuten für Euch also eine Fortsetzung Eurer Kindheitserinnerungen. Habt Ihr schon damals gerne im Schlamm gespielt?
Julia: Aber natürlich! Erst im Wald mit meinen Freunden und später lag ich häufig dank meines dicken Ponys genug drin.
Alexander: Na welcher Junge hat das früher nicht getan und damit seine Eltern in den Wahnsinn getrieben. Nun müssen wir den Spaß selbst ausbaden: nach jedem Rennen müssen die Räder geputzt und ein Haufen Klamotten gewaschen werden. Aber das ist es wert.

Frage: Worauf kommt es bei einem Crossrennen besonders an: Kondition, Kraft, Fahrtechnik, Ausrüstung?
Julia: Mit Kraft und Kondition kann man viel erreichen, aber die Technik macht's. Kurven auf Gras und in Spuren zu fahren, macht man nicht alle Tage. Aber jedes Rennen ist anders. Mal mehr Technik, mal mehr Kraft. So gibt es Rennen, die einem mehr oder weniger liegen.
Alexander: Das ist eine wichtige Besonderheit bei den Crossrennen: Zwar dauert ein Rennen immer nur 40 Minuten, aber die können komplett unterschiedlich ablaufen: es gibt Graskurse mit vielen engen Kurven, es gibt Sandkurse, es gibt Matschkurse, und, und, und. Daneben ändert sich ein Kurs auch während eines Tages oder sogar von Runde zu Runde: Kurven werden immer rutschiger, es bilden sich kleine Anlieger, das letzte Grasbüschel, das einem in der letzten Runde noch Halt gegeben hat ist nun weg… Ganz kreativ waren vor zwei Jahren holländische Veranstalter, die haben uns während des Rennens nachträglich noch zwei Hürden in den Weg gelegt.

Frage: Was ist Eurer Meinung nach der größte Unterschied zwischen einem Crossrennen und einem Triathlon?
Julia: Der Aufwand! Crosser sind einfach verrückt! Wer sich jemals über den Aufwand eines Triathlons beschwerte, kann beim Cross viel schlimmeres erleben. Pro Person zwei Räder, Wechsellaufräder mit anderem Profil, Klamotten zum Einfahren, Zwischendurch, für das Rennen und danach. Und das alles für 40min Sport irgendwo in Deutschland. Und Wäsche gibt es nach einem Renntag schon wieder ausreichend für eine Waschmaschine, selten der Fall beim Triathlon.
Alexander: Neben dem Aufwand ist auch die Belastung eine ganz andere. Julia und ich zählen im Triathlon ja schon zu den stärksten Radfahrern in unserer Klasse. Hier im Crosssport bekommt man von den Spezialisten recht schnell gezeigt, wie schlecht man eigentlich ist.

Frage: Wie unterscheidet sich das Training für die Crossrennen von Eurem "normalen" Triathlon Training?
Julia: Was für eine Frage! Im Frühjahr und Sommer sind 6-8-Stunden-Ausfahrten keine Seltenheit. Ab September werden dann nach dem letzten Triathlon die Rennräder und TTs in die Ecke gestellt und die Crossräder rausgeholt. Und ab da heißt es dann im Training quick & dirty.
Alexander: Im Sommer machen Julia und ich immer Scherze, dass wir für Radtouren unter 5 Stunden eigentlich keine Radschuhe brauchen. Nun beim Crossertraining kann man auch mal für 90 Minuten oder sogar weniger im Wald "spielen" gehen und das reicht dann. Da ich beruflich unter der Woche immer unterwegs bin, kann ich ohnehin nur Laufen, da stehen dann auch vermehrt Intervalle und kurze Läufe auf dem Plan.

Frage: Im Rahmen des Deutschland-Cups kommt ihr recht weit herum in der Republik. Kann man Euch auch einmal in der näheren Umgebung in Aktion sehen?
Julia: Alle Rennen sind im Terminkalender vom BDR (www.rad-net.de) zu finden. Und dank des Deutschlandcups kommen wir sogar nach Kleinmachnow und Luckenwalde. Wie auch immer man also "in der näheren Umgebung" definiert. 
Alexander: Das nächste Rennen, bei dem wir starten wird vermutlich die Hessenmeisterschaft in Rosbach sein. Daneben noch  Lorsch und Bensheim und ein Trainingsrennen in Mannheim. Die anderen Veranstaltungen sind leider weiter entfernt.

Frage: Im Rhein Main Gebiet finden in der kalten Jahreszeit zahlreiche sogenannte Cross Duathlons statt. Nehmt Ihr an diesen ebenfalls teil?
Julia: Nur dann, wenn es wirklich kein anderes Rennen gibt. Leider haben die Veranstalter der Cross Duathlons scheinbar Angst, dass wir den Rasen oder Wald kaputt fahren, weswegen die Rennen auf sog. Waldautobahnen stattfinden. Dabei wäre es ein leichtes, die Rennen durch drei zu umfahrende Bäume technisch ein bisschen anspruchsvoller zu gestalten.
Alexander: Die Cross Duathlons sind leider immer technisch vollkommen anspruchslos. Dazu kommt, dass in der Regel Windschattenfahren erlaubt ist. Damit verlieren diese Rennen ihren Reiz für mich. Es gab mal einen Cross Duathlon auf einem "echten" Crosskurs. Der war wirklich lustig, aber leider gibt es dieses Rennen nicht mehr.

Frage: Habt ihr ähnlich wie im Triathlon ein Saisonhöhepunkt oder sind alle Rennen gleichwertig?
Julia: Der Plan ist, die Crossrennen, die zum Deutschlandcup gehören, eher zu fahren als die "normalen" Rennen. Da es aber derzeit kaum Überschneidungen bei den Terminen gibt, sollte es auch so klappen. Den Cup fahren wir vor allem für die Punkte, die für die Deutschen Meisterschaften im Januar zur Startaufstellung gehören. Außerdem könnte es sein, dass ich noch bei einem Superprestige-Rennen in Belgien starte.
Alexander: Leider darf ich nicht mehr bei einem Superprestige in Belgien starten, so dass ich mich auf den Deutschlandcup und die Deutsche Meisterschaften konzentriere. Im letzten Jahr hatte ich mir dort einen ganz guten Platz erkämpft, konnte dann aber leider nicht starten, da sich mein Verein aufgelöst hat und ich keine Lizenz mehr hatte.

Frage: Wie kam es, dass ihr auch in dieser Sportart für den TV Bad Orb an den Start geht?
Julia: Leider gibt es den Verein, für den Alex im vergangenen Jahr startete, nicht mehr. Und da es noch den ein oder anderen Radsportler im TV gab, konnten wir in Absprache mit dem HRV unsere Lizenz über den TV ziehen und mussten uns keinen weiteren Verein suchen.
Alexander: Nachdem sich mein vorheriger Verein, der RVG Bad Orb zum Ende des letzten Jahres aufgelöst hatte, musste ich mich nach einem neuen Verein umsehen. Es gab einige Vereine, bei denen ich unterkommen hätte können, doch als sich herausstellte, dass wir über den TV Bad Orb eine Radlizenz bekommen können, war klar, dass wir dem Verein treu bleiben würden.

Zu guter Letzt: wo kann man erfahren, wie es Euch bei den kommenden Events ergangen ist?
Julia: Natürlich in unserem Blog www.nopogobiker.de.
Alexander: Auf unserem Blog werden wir natürlich unsere Berichte veröffentlichen, dazu auch viele viele Photos. Zusätzlich werden wir auch auf unserer Vereinswebsite zeitnah berichten, wie die Saison verläuft.

Dienstag, 15. September 2015

MyRACE: Flo Broschs abwechslungsreicher September: Watzmannüberquerung, Hazelman und Spessartchallenge

Drei Tage Auszeit vom Triathlon
Entspannung am Königssee nach der Watzmanntour...
Kurz nach der Challenge Walchsee stand nach 2011 endlich wieder eine Hüttentour mit meinen besten Freunden an. Gefreut hatte ich mich auf die Hüttenabende und ein wenig Erholung. Da wir jedoch die Überquerung des Watzmanns planten und auch die zwei Tage zuvor jeweils 8 Stunden zu Fuß unterwegs waren, wurde es erst am Tag der Watzmannüberschreitung etwas mit der Hüttengemütlichkeit. Wir haben jedoch die letzten beiden Tage mehr als aufgeholt... ;-). Die Tage waren genial und auch die Gespräche über alles und wenig Sport waren auch mal sehr erholsam. 
Vorbereitung Spessartchallenge Bad Orb 
Eine Woche nach unserer Wandertour stand mit der Spessartchallenge in Bad Orb mein Heimwettkampf an. Auch wenn ich dieses Jahr noch keine Zeit für das MTB fahren hatte, war die Vorfreude extrem groß, wieder vor heimischen Publikum zu starten.
Die schwierigsten Aufgabe war jedoch zuerst, dass ich dieses Jahr kein MTB hatte. Da ich letztes Jahr nur dreimal samt Crosstriathlon auf dem MTB saß, habe ich dieses Jahr auf ein gestelltes Rad der Bikeschmiede Ahl verzichtet. Glücklicherweise konnte ich mir dann von Oli "Eisen Oli" Hodatsch ein Cube Reaction Carbon Hardtail ausleihen, das dieselbe Geometrie hat, die ich in den vergangenen Tagen immer gefahren bin.
Also nochmal zweimal rauf aufs Bike, einmal davon die Strecke mit Teamkollegen Sebastian Heinl abfahren und dann war schon fast das WE in Sicht. 
Warm Up: Hazelman
 Am Vortag der Spessartchallenge stand wieder der traditionsreiche Hazelman Triathlon in und um Stutzers Haus an. Geschwommen werden 200m im Bad Orber Freibad, danach geht es wieder zu Stutzers und es erfolgt der Start zum rad und laufen. 4km Rad und 1km laufen gilt es hinter sich zu bringen. Auf die Gesamtzeit werden dann bis zu 6 Minuten draufgerechnet und bei Kindern auch Minuten abgezogen. So ergibt sich durch Tims nur teilweise transparente Rechensystem die Gesamt- und Teamwertung ;-). Das Siegerteam erhält den Haselnussstrauch als Wanderpokal. Und wer hätte es gedacht: nach dem letzten Jahr sind wir wieder Gesamtsieger und haben somit den Wanderpokal wieder als Zieheltern ;-)...


2. Gesamtplatz Spessartchallenge 

 Am Sonntagmorgen war es dann nach zwei Jahren für mich wieder soweit. Neben dem Sieger des letzten Jahres, Daniel Elsässer, waren weitere starke Mountainbiker am Start. Besonders musste man den mehrfachen Sieger Thomas Lauterbach, Haimo Kiefer, aber auch die regionalen Sportler Moritz Hamm, Lukas Wiche und die Teamkollegen Sebastian Heinl und Eric Rainer auf dem Radar haben.
Läuferisch wusste ich, dass ich eine gute Form habe, auch wenn ich die Müdigkeit der langen Saison schon sehr stark merkte. Durch die Kürzung der MTB Strecke rechnete ich aber mit einem sehr schnellen und harten Rennen. Schon zu Beginn des MTB Rennens musste ich die erste Gruppe ziehen lassen, die extremen Belastungsspitzen bin ich definitiv nicht mehr gewohnt, solche Pulswerte kenne ich allenfalls von harten Laufintervallen ;-). Also befand ich mich lange Zeit alleine und konnte keinen Windschatten genießen. Mit etwa sechs Minuten Rückstand auf Haimo Kiefer kam ich schlussendlich zufrieden ins Ziel. Realistisch war ein Sieg nicht mehr, jedoch war das Podium allemal noch möglich, da Daniel Elsässer nur drei Minuten schneller war. Da die Laufzeit verdoppelt und dann mit der Radzeit addiert wird, musste ich für den Sieg mehr als drei Minuten schneller als Haimo laufen müssen.
Gerade wegen der vielen heimischen Zuschauer wollte ich aber auf keinen Fall kampflos aufgeben und lief beim Stadtlauf sofort hart an. In Führung liegend erfuhr ich, dass Daniel aufgrund muskulärer Probleme aussteigen musste. Jedoch wollte ich trotzdem alles versuchen, um die geringe Chance nicht verstreichen zu lassen. Auf dem nicht ganz so leichten Laufkurs konnte ich trotz der morgendlichen Vorbelastung mit einer Zeit von 35.20min ins Ziel mit einem Vorsprung von über einer Minute als Sieger einlaufen. Nach zwei Minuten hatte das Warten dann ein Ende. Ich konnte Haimo zu seinem Sieg und somit zu seiner ersten Siegerbank gratulieren. :-) Ich musste ihm dann leider mitteilen, dass der schönste Platz schon für meine Siegerbank von 2013 vergeben ist, versprach aber, dass wir zusammen mal im Frühjahr eine MTB Tour machen, um einen schönen Ort zu finden. Glückwunsch auch an meine Katharina, die schon wieder eine neue 10km Bestzeit laufen konnte und mich super betreut hat :-). Auch Sebastian Heinl und Eric Rainer haben tolle Wettkämpfe abgeliefert und haben mit den Gesamtplätzen 6 und 7 die drei Top Ten Platzierungen Heimischer Athleten vervollständigt.
Jetzt steht noch das Regionalligafinale in Remagen am kommenden WE an, dann gehts aber endlich in die verdiente Saisonpause...

Sonntag, 13. September 2015

BreakingNEWS: TEAM SPESSARTCHALLENGE TV BAD ORB glänzt in Remagen

Das Regionalligateam der Orber Triathleten macht nach einem Doppelpodest von Michael Lik und Florian Brosch einen Sprung nach oben und landet in der Abschlusstabelle auf einem hervorragenden 6. Platz  - Stutzer holt Hawaii-Quali beim Ironman Wales

Die Endtabelle der Regionalliga Mitte wurde im letzten Rennen beim Rhein-Ahr-Triathlon vom Team Spessartchallenge TV BAD ORB ordentlich durchgerüttelt. Vor dem Rennen lag die Orber Erste Garde der Herren auf dem 8. Rang. Dicht beisammen lagen jedoch die Ränge 5 bis 10, so dass sich für das Rennnen am traditionsreichen Brückenkopf von Remagen über 2,8km Schwimmen, 40km Radfahren und 10km Laufen ein Fight um die Platzierungen abzeichnete. 
Die Podestränge waren schon vor dem Rennen nahezu vergeben. Und so bestätigte sich auch in Remagen, dass die TSG Kleinostheim in diesem Jahr den Aufstieg in die Zweite Triathlon Bundesliga mit einer geschlosssenen Teamleistung klarmachen würde. Die TSG ließ nichts anbrennen, hielt Fuldatal und Gießen auf Distanz und holte sich erneut den Tagessieg in der Mannchaftswertung. Das Podium der Einzelwertung war jedoch fest in Orber Hand. Mit einem Doppelschlag legten Michael Lik und Florian Brosch den Grundstein für den besten Platz ihres Teams im letzten Rennen der Saison. Beide Orber beendeten das Schwimmen im Rhein in der Spitzengruppe, mit der sie auch das Radfahren bewältigten. Durch einen schnellen Wechsel konnten die beiden Orber sich beim Laufen jedoch absetzen und lieferten sich einen harten Fight um Gold- und Silberrang. "Ich habe heute schon früh im Rennen gespürt, dass ich müde bin. Dennoch bin ich total zufrieden, wenn der einzig schnellere Athlet im Rennen, ein Teammitglied ist. Ein großes Lob an Michael, er war heute einfach zu stark", so Brosch zur tollen Leistung von Teamkollege  Michael Lik. Der bundesligaerfahrene Lik konnte durch eine starke Leistung den Gesamtsieg in der Ligawertung für sich entscheiden, knappe 10 Sekunden vor Brosch, der nach fünf Rennen in fünf Wochen nun froh ist, in die Saisonpause gehen zu dürfen. Das Doppelpodest der beiden Kurstädter wurde von guten Leistungen von Jan Grießmann und Adi Kohr, der ebenfalls das vierte Rennen innerhalb von vier Wochen ablieferte, zu einer gelungenen Vorstellung komplettiert. Einzig Sebastain Heinl sorgte für den Schock des Tages. Er stürzte beim Radfahren bei einer Geschwindigkeit von über 50km/h, quälte sich weitere 25km bis zur 3. Disziplin und gab das Rennen auf der Laufstrecke mit Schürfwunden und Prellungen erst auf, als klar war, dass alle 4 anderen Teammitglieder noch im Rennen sind und auf Kurs lagen. 
In der Mannschaftswertung von Remagen konnte die Orber mit dem 4. Rang aller 13 Teams das beste Sasionrennnen zeigen. In der Abschlusstabelle klettert das Team zwei Plätze nach oben und liefert mit dem 6. Platz das beste Mannschaftsergebnis seit Bestehen der Herrenabteilung Triathlon ab. 
Die Remagen-Boys
"Vor der Saison sah es gar nicht danach aus, als könnte das Jahr 2015 für das älteste Triatlhonteam des TV BAD ORB ein gutes werden. Mehrere Faktoren trugen dazu bei, dass eher mit einem schweren Jahr gerechnet wurde. Die Absagen für die Ligarennen von einstigen Zugpferden wie Tim Stuzer aus beruflichen Gründen und Jörn Gabler, der dem Verein zwar die Treue hielt, aber via Zweitstartrecht bei Würzburg eine Saison Bundesligaluft schnupperte, machten die Aussichten trübe. Außerdem kam erschwerend dazu, dass Leader Alexander Nikolopoulos erst ab Augsut nach seinem Sasionhighlight über die Langdistanz für die Ligarennen zur Verfügung stand. Und Adi Kohr und Jürgen Metzler konnten durch ihre Betreuerdienste für das Bundesligateam der Damen auch nicht voll eingesetzt werden. Es war ein Segen, dass mit Michael Lik und Jan Grießmann zwei Neue hinzukamen, die alle Erwartungen übertroffen haben", so Regionalliga-Teamkapitän Florian Brosch zur zurückliegenden Sasion. 
Mit dem 6. Rang belegt das Team nun das beste Ergebnis seit Regionalligazugehörigkeit und hofft jetzt schon auf 2016, wo sich hoffentlich durch die Rückkehrer Stutzer und Gabler ein Kader abzeichnet, der auch mal eine Rolle im Kampf um den Aufstieg spielen könnte. 
Dass Tim Stutzer eine Verstärkung ist, beweisen nicht nur seine Ergebnisse der Vergangenheit. Obwohl sein neuer Job ihn zu mehr Bürotätigkeit zwingt und er schweren Herzens dem Team eine Absage für die Regionalliga erteilte, hörte er mit dem Triathlon nicht auf. Und so startete der Orber zeitgleich wie seine Regionalliga-Kollegen in Remagen beim Ironman Wales über 3,8km Schwimmen, 180km Radfahren und einem abschließenden Marathon, um sich vielleicht doch für die Weltmeisterschaften auf Hawaii zu qualifizieren. Gesagt getan. Als 25. von allen 2000 Startern und dem 2. Rang in seiner Altersklasse gelang Stutzer das Unfassbare. Als dritter Orber nach Nina Vabic und Bernd Paczarkowski qualifiziert er sich für die Ironman-WM auf Hawaii. 
Tim Stuzer auf dem Weg nach Hawaii
Damit endet ein Jahr der Bad Orber Triathlonabteilung, das seines Gleichen sucht. "Ich kann nicht sagen, welches Team oder welche Einzelleistung dieses Jahr die Größte ist. Drei Qualis für Hawaii, zwei Deutche Meistertitel durch Julia Ertmer, ein Langdistanz-Sieg durch Alex Nikolopoulos, ein zweiter Rang beim Swissman durch Julia Nikolopoulos, diverse Hessentitel von Altmeister Klaus Stuzer, trotz des letzen Platzes in der Teamwertung ein toller Auftritt unseres ersten Damenteams in der ersten Bundesliga und dann die beiden Aufstiege der zweiten Mannschaften. Hier gibt es noch einiges, was man aufzählen könnte, aber ehrenwert ist sicher die gesamte Abteilung. In anderen Vereinen benötigt man für diese Erfolge Abteilungsgrößen von hunderten Menschen. Wir sind ein Haufen von 25 leidenschaftlich Sportverrückten. Manchmal reicht das anscheinend, um erfolgreich zu sein", resümiert Jürgen Metzler das erfolgreichste Sportjahr seit Bestehen der Triathlonbteilung des TV BAD ORB.

Mittwoch, 9. September 2015

Vorbericht: Regionalligateam reist zum Saisonfinale nach Remagen

Der - nach der Sprengung der Brücke von Remagen im zweiten Weltkrieg - übriggebliebene Brückenkopf von Remagen wird am Sonntag für alle Starter des Saisonfinales der Regionalliga Mitte, bestehend aus den besten Teams der Landesverbände Rheinland-Pfalz, Saarland und Hessen, zum Orientierungspunkt. Neben dem TEAM SPESSARTCHALLENGE TV BAD ORB kämpfen 12 andere Teams jährlich um die Meisterschaft und damit verbunden den Aufstieg in die zweite Bundesliga. Die Auftaktdisziplin in Remagen wird mit einem Kopfsprung von einer Rheinfähre gestartet. Danach gilt es, den Brückenkopf anzupeilen und den Wasseraustieg schnellstmöglich zu erreichen. Geschwommen werden
Leader "Flo Brosch" in Action
ungewohnter Weise 2,8 Kilometer, da die Strömung hilft, die Strecke zu bewältigen. Normalerweise wären es nur 1,5 Kilometer im Wasser. Nach dieser Besonderheit gilt es, 40km mit dem Rad auf einem anspruchsvollen Terrain zu absolvieren, bovor die Innenstadt von Remagen Schauplatz des abschließenden 10km-Laufs wird.  
Beste Chancen, in der Tageswertung ein Wörtchen mitzureden, haben Florian Brosch und Michael Lik. Beide konnten die Saison über mit Top10-Platzierungen glänzen. An der Mosel fuhr Brosch sogar den Tagessieg in der Ligawertung ein. Ein gutes Omen also, wenn es am Sonntag erneut darum geht, einen - und zwar dieses Mal Deutschlands größten - Fluss zu durchschwimmen. 
Neben Brosch und Lik treten für den TV BAD ORB in Remagen Sebastian Heinl und Jan Grießmann an, die bisher alle Regionalligarennen in dieser Saison bestritten haben. Adi Kohr, letzte Woche noch mitverantwortlich für den furiosen Aufstieg der zweiten Mannschaft war, komplettiert die Truppe. Das Orber Quintett wird alles daran setzen, den Platz im sicheren Mittelfeld der Tabelle nicht mehr herzugeben. Zwischen den Plätzen 5 bis 10 sind die Abstände so gering, dass es ein spannendes Finale geben wird. Die Regionalligateams von Hochwald Saar, Neukirchen, Oberursel, Bad Orb, dem ASC Darmstadt und Eintracht Frankfurt werden sich im Kampf um die bestmögliche Plastzierung in der Endtabelle nichts schenken. Zwar rangieren die Orber aktuell auf dem 8 Rang, Sprünge nach oben sind jedoch durchaus realistisch. Mit dem Abstieg haben die Kurstädter jedoch nichts mehr zu tun. Dieser scheint von den Teams aus Braunfels, Bad Arolsen und Mainz unter sich ausgemacht zu werden. Im 5. Regionalligajahr der Kurstädter könnte damit nach 8. und 9. Plätzen in den ersten 4 Saisons sogar noch die beste Platzierung seit dem Aufstieg 2011 herausspringen. Diese Aussicht sollte Motivation genug sein, das erfolgreichste Jahr der Triathlonabteilung des TV BAD ORB, das mit dem Bundesligajahr der ersten Damengarde und den beiden Aufstiegen der zweiten Teams von Damen und Herren schon einige Ganlnztaten vorweist, um einen weiteren Erfolg zu ergänzen.

Sonntag, 6. September 2015

Breaking News: BoysTeam2 TV Bad Orb steigt auf!!!


Podestplatz sichert den Aufstieg in die zweite Hessenliga!

Im letzten Rennen beim Teamsprint in Baunatal ging es für die zweite Mannschaft des Team Spessartchallenge TV BAD ORB um den Aufstieg in die zweithöchste Hessische Triathlon Liga. Die Ausgangslage war nicht bestens, aber die Orber Buben waren hoch motiviert, um die Eintracht aus Frankfurt vom zweiten Tabellenplatz zu verdrängen. Denn nur dieser reichte aus, um den Aufstieg klarzumachen. In der Formation Adi Kohr, Swen Kailing, Jürgen Metzler und Alex Nikolopoulos  traten die Kurstädter an, um bei dem als Jagdrennen ausgetragenen Wettkampf alles in die Wagschale zu werfen. Der Aufstieg wäre dann perfekt, wenn zwei Teams zwischen der Eintracht und den Orbern platziert sein würden. Beim Jagdrennen wird nach 750m Schwimmen im Hallenbad das Rennen neutralisiert. Im Anschluss erfolgt dann in der Reihenfolge der Schwimmrückstände der Start des Radfahrens und Laufens, welche ohne Pause hintereinander absolviert werden müssen. „Da beim Teamsprint außerdem die Mannschaftsmitglieder die Wettkampfdistanz gemeinsam bestreiten müssen, bedeutet dies, dass Renntaktik eine entscheidende Rolle spielt, da es darum geht, dass schwächste Teammitglied möglichst zügig über die Strecke zu bekommen“, so Adi Kohr zu den Besonderheiten des Teamformats.



Beim Schwimmen konnten die Orber eine solide Vorstellung abliefern. In 11:53min waren die 750m im Hallenbad runtergespult. Die Orber rangierten mit ihrer Leistung auf Rang 5, die Eintracht „nur“ auf Platz 9. Alle 10 Mannschaften waren jedoch innerhalb von 90 Sekunden positioniert, was den anstehenden Jagdstart zum 21km langen Radfahren und dem abschließenden 5km-Lauf mehr als spannend machte. Auf dem welligen und extrem windigen Radkurs gab es vor allem auf der ersten der drei zu absolvierenden Runden enorme Positionskämpfe. Der radstarke Alex Nikolopoulos führte den Orber-Zeitfahrexpress in gewohnter Manier an, so dass sich das Team bis auf den zweiten Rang vorkämpfte. Diesen Platz gaben die Orber nicht mehr her bis in die Wechselzone. Auf der Laufstrecke war klar, dass es ein harter Arbeitstag für Swen Kailing werden würde. Nikolopoulos und Metzler legten an den Anstiegen gemeinsam Hand an und trieben Kailing „schiebend“ die Hügel hinauf. Einzig die laufstarke Mannschaft von Amiticia Viernheim mussten die Orber passieren lassen. Das Team zeigte durch eine geschlossene Teamleistung großen Kampfgeist und gab den Podestrang nicht mehr her. Schon auf der Laufstrecke war zu erkennen, dass mehrere andere Teams die Eintracht vom TV BAD ORB trennten. „Nach einer kurzen Phase der Unsicherheit, kam aber die frohe Botschaft. Durch den Podestplatz haben wir uns in der Endabrechnung vor die Eintracht geschoben. Das bedeutet, dass wir mit dem zweiten Team seit seiner Gründung einen sauberen Durchmarsch von der 5. in die zweite Hessenliga hingelegt haben. Damit ziehen die Buben mit der Mädelsabteilung gleich, die ja bekannter Weise ebenfalls schon drei Aufstiege innerhalb von drei Jahren verbuchen konnte. Wir sind heute mächtig stolz. Man darf nicht vergessen, dass heute eigentlich unsere Heimveranstaltung, die Spessartchallenge stattfindet und etliche Athleten von uns dort antreten. Dass wir hier auswärts so trumpfen konnten, freut uns sehr. Umso größer ist die Freude, da wir ja erst seit letzter Woche zurück im Kampf um den Aufstieg sind. Erst durch das faire Urteil des Verbandsgerichts wurden die grotesken Disqualifikationen vom Rennen in Griesheim korrigiert. Mit dem korrigierten Ergebnis und heute haben wir dreimal auf dem Podest gestanden und sind verdient aufgestiegen“, so Jürgen Metzler zum Aufstieg beim Saisonfinale in Baunatal.

In der nächsten Saison startet die das zweite Herrenteam des TV BAD ORB somit in der zweiten Hessenliga und die erste Garde seit nunmehr 5 Jahren in der Regionalliga Mitte, der lediglich die beiden Bundesligen vorangestellt sind. Die Regionalliga feiert am 13. September am traditionsreichen Brückenkopf von Remagen ihr Saisonfinale. Danach haben sich die Orber Triathleten ihre Saisonpause verdient. Einzig die für die Ironman-Weltmeisterschaft auf Hawaii qualifizierten Nina Vabic und Bernd Parczakowski werden sich bis Mitte Oktober noch weiterquälen. 

Kohr führt die Truppe zum Bronzerang!

Swen und sein Begleiter... Der Dopingkontrolleur
Wir legen die Fakten offen ;-) Swens Protokoll der Dopingkontrolle!

Prost!

Julia Nikolopoulos holt in der offenen Wertung ebenfalls Bronze!

Podest gut... Aufstieg gut!

Und schon geht die Neueigkeit hinaus in die Welt! ;-)

Donnerstag, 3. September 2015

Vorbericht Hessenliga: BoysTeam2 zurück im Aufstiegskampf

Urteil des Verbandsgerichts bringt die zweite Herrenmannschaft des TV BAD ORB zurück in den Aufstiegsakampf - Nikolopolous & Ertmer nachträglich Hessenmeister 

Nach dem Skandalrennen von Griesheim
Das Skandalrennen von Griesheim, das die Orber beim dritten Saisonrennen zunächst auf Grund von fragwürdigen Disqualifikationen aus dem Aufstiegsrennen um den Aufstieg in die 2. Hessenliga katapultierte, erhält nun durch einen Urteilsspruch des Verbandsgerichts eine neue, rechtmäßige Ergniskorrektur. Laut Urteilsspruch werden alle Disqualifikationen wegen Überholen in einer Überholverbotszone, was den Athleten in der Ausschreibung jedoch nicht mitgeteilt worden war, aufgehoben. Dadurch erhält Alexander Nikolopoulos nicht nur seinen Tagessieg in der Ligawertung zurück. Nachträglich erhält er und auch die tagesschnellste Dame, Vereinskollegin Julia Ertmer, ihren Hessenmeistertitel über die Sprintdistanz zurück. Für das Herrenteam bedeutet dies, dass das Team nachträglich den zweiten Rang beim Griesheimer Rennen zugesprochen bekommt. Mit dieser Korrektur weicht der Frust über die aussichtlos geglaubte Ausgangslage vor dem Saisonfinale beim Team-Sprint in Baunatal am kommenden Sonntag. Vielmehr steht nun ein Aufstiegskrimi ins Haus, denn das Team aus der Kurstadt steht aktuell nach Addition aller drei Rennergebnisse ganz knapp hinter dem Team von Eintracht Frankfurt. 

Adi nach dem Rennen ;-)
"Im Fußball bedeutet mir die Eintracht alles, am Sonntag beim Duell in meiner Lieblingssportart, kann ich keine Rücksicht nehmen auf die Diva vom Main. Wir werden alles versuchen, um noch aufzusteigen, jetzt wo wir plötzlich wieder die Chance dazu haben", zeigt sich Jürgen Metzler angriffslustig vor dem Rennen in Baunatal. Untersützt wird Metzler von seinen Teammitgliedern Adi Kohr, Swen Kailing und Alexander Nikolopolus. Es gilt, die Eintracht zwei Plätze zu distanzieren, dann tauschen sich die Tabellenplätze. Aktuell steht die Eintracht einen Platz vor den Orbern auf dem zweiten Tabellenrang, lediglich die ersten beiden steigen auf. "In einem Team-Sprint kann alles passieren. Das schwächste Team-Mitglied muss mit Hilfe von Wasserschatten beim Schwimmen und Windschatten beim Radfahren schnellstmöglich über die Wettkampfdistanz gebracht werden. Alle müssen zusammenbleiben. Beim Laufen muss zur Not "geschoben" werden", so der erfahrenste Orber Adi Kohr zur Renntaktik bei einem Teamrennen. In Baunatal heißt es, 750m im Wasser, 21km auf einem welligen Radkurs und 5km zu Fuß im Mannschaftsverbund zu bewältigen. Die Chancen der Orber vom dritten auf den zweiten Tabellenplatz in der Endabrechnung zu klettern, sind nicht die besten, aber plötzlich wieder da. Von daher setzt das Team alles daran, es dem zweiten Damenteam gleichzutun, die im letzten Rennen ebenfalls den Aufstieg klargemacht hatten.

Dienstag, 1. September 2015

BreakingNEWS: Nach der Bundesliga-Saison...

ist's auch toll!", so zumindest könnten Nina Vabic und Julia Ertmer ihre Erfolge vom vergangenen Wochenende beschreiben. Die beiden Vorzeigeathletinnen des Team Spessartchallenge TV Bad Orb erreichten Topplatzierungen, Vabic beim Twistesee-Triathlon in Nordhessen, Ertmer beim Elbe-Triathlon in Hamburg.
Nina Vabics Foto.
Ninas Trophäen
In Bad Arolsen beim 33. Twistesee-Triathlon über 1500m Schwimmen, 41km Rad und 10,1km verpasste Vabic zunächst einen guten Start. "Leider lief es beim Schwimmen nicht besonders gut. In einer Gruppe von 5 Athleten schwamm ich - wie bei der Wettkampfbesprechung erklärt, auf die rosa Boje zu - leider gab es deren zwei, so dass ich einen ca.150m langen Umweg zu absolvieren hatte", so Vabic zu ihrer Extrarunde im Twistesee. Auf der welligen Radstrecke mit ca.850 Höhenmetern hatte Vabic gute Beine. Sie konnte auch beim Laufen, einer Strecke mit ebenfalls etlichen Höhenmetern, ihre gsnze Stärke zeigen. Nur 3 Männer liefen die Hügel schneller als sie und so erkämofte sich die Kurstädterin nach 2:32:40 Stunden den 2. Platz bei den Damen und den Sieg in ihrer Altersklasse. 

Julia Ertmer ging beim Einladungsrennen eines Sponsors  sogar bei zwei Wettbewerben an
Julia E. beim Schwimmausstieg
den Start. Mit einer Team-Staffel, bei dem jeder der 4 Athleten einen Supersprint (250m Schwimmen, 7,5km Rad, 2,5km Laufen) zu absolvieren hat, war sie zwar schnellste weibliche Sportlerin, leider konnte ihre Staffel leider nicht "finishen", da ein Teammitglied einen Radsturz erlitt. Doch Ertmer kam noch zu ihrem Finish, und zwar im Einzelrennen über die Sprintdistanz. Hier konnte sie die gesamte Konkurrenz in ihre schranken weisen. Über die 500m Schwimmen, 20km Radfahren und 5km Laufen war keine Athletin schneller als sie. Nach 1:03:35 Std. holte Ertmer den Gesamtsieg und konnte das Ausscheiden ihres Staffelteamsmit einer gelungenen Leistung etwas vergessen machen.