V I S I O N K R A F T L E I D E N S C H A F T P U L S A T E M P O F R E U D E

Montag, 30. August 2010

Deutsche Meisterschaft Cross-Triathlon - Florian Brosch auf dem 3. Platz


Einen Kilometer schwimmen im von den Regenfällen der letzten Woche stark angeschwollenen Neckar. 35 Kilometer mit dem Mountainbike über schlammige Wege des Odenwalds und weitere neun Kilometer zu Fuß über Stock und sehr nassen Stein im Neckartal. Das stand für Florian Brosch vom TV Bad Orb am vergangenen Samstag auf dem Sportprogramm. An einem Wochenende, das so richtig keinen Ausdauersportler mit seinem Wetter begeistern konnte, machte sich kurz entschlossen Brosch auf den Weg zur Deutschen Meisterschaft nach Hirschhorn am Neckar/Odenwald. Eigentlich nur als Vorbereitung für sein Heimrennen, die am 18./19. September anstehende SPESSARTCHALLENGE in Bad Orb hatte Brosch seine Triathlonausrüstung zusammengepackt. Neben mehreren Spezialisten im Offroad-Triathlon war auch der deutsche Nachwuchsstar auf der Ironman-Distanz Sebastian Kienle, am Start. Brosch konnte sich also mit den Besten messen. Gegen Kienle sollten aber auch die Spezialisten keinen Erfolg haben, er gewann das Rennen und war zu jeder Zeit überlegen.

Widrigkeiten schon zu Beginn
Aufgrund der starken Strömung war die Schwimmstrecke verkürzt worden, sodass nur 900m flussabwärts zu absolvieren waren. In Weltrekordverdächtiger Zeit von weniger als sieben Minuten steig so die Spitzengruppe auf das Mountainbike, Brosch folgte nur eine dreiviertel Minute später.

Pech auf dem Rad
Rund um Hirschhorn ging es auf dann die teils abwechslungsreiche aber auch anspruchsvolle Radstrecke, die zweimal zu durchfahren war. Teils mit Schiebepassagen bergauf, nassen Wurzeln und schönen Abfahrten gespickt war es eine Radstrecke, die den Vornamen „Cross“ wirklich verdient hatte. Leider musste Brosch auf seiner Aufholjagd am Anfang der zweiten Radrunde aufgrund eines direkt vor ihm fast fallenden Athleten auch aus den Pedalen. Leider konnte er die Pedale nicht rechtzeitig lösen und kam so zu Fall und landete auf dem linken Ellenbogen. Nach einer kurzen Pause am Streckenrand aber, setzte er das Rennen unter Schmerzen fort. Gerade bergab war jeder Schlag und jedes Bremsen sehr schmerzhaft. Trotzdem überholte Brosch weiter und wechselte knapp außerhalb der ersten zehn Athleten in die Laufschuhe.

Aufholjagd zu Fuß
Endlich bei seiner Paradedisziplin dem Laufen angekommen, legte Brosch richtig los. Den Arm in Schonhaltung angelegt arbeitete er sich auf Wiesen- und Schlammboden weiter und weiter nach vorn. Als dann zum zweiten Mal an einer Brücke abgeseilt hatte - auch diese Herausforderung musste gemeistert werden - lag Brosch schon in den Top 10. Für den Orber stand am Ende trotz Verletzung die drittbeste Laufzeit zu Buche, mit der er sich auf dem 3. Platz vorarbeiten konnte.



Gipsarm als Souvenir
Die verdiente Siegerehrung, Brosch hatte in seiner Altersklasse den 3. Platz belegt, konnte Brosch allerdings nicht mehr wahrnehmen, denn dafür schmerzte der Arm zu sehr. Ein Zwischenstopp im Krankenhaus ergab dass glücklicherweise keine Knochen gebrochen sind. Trotzdem wurde ihm für einige Tage ein Gips angelegt, um den Arm ruhig zu stellen. Fraglich ist damit leider Broschs Einsatz beim Ligafinale der 1. Hessischen Triathlonliga am kommenden Sonntag, bei dem die Kurstädter noch um den Aufstieg in die Regionalliga kämpfen.

Ergebnisse Deutsche Meisterschaft Cross-Triathlon Hirschhorn/Neckar
1. Sebastian Kienle (Team Erdinger Alkoholfrei) 2:08:18 (6:59-1:26:31-34:48)
2. Alexander Haas (TSG 08 Roth) 2:10:05 (6:47-1:28:23-34:55)
3. Florian Brosch (TV Bad Orb) 2:25:55 (7:46-1:42:32-35:37)

Detailergebnisse Deutsche Meisterschaft Cross-Triathlon Hirschhorn/Neckar
http://trisys.de/Triathlon/Hirschhorn/hirschhorn.html#Xterra

Montag, 23. August 2010

'Gwunna in Viernheim # 2

Sieg im dritten Rennen der 1. Hessenliga





Der Spätsommer ist die erfolgreichste Zeit für die Bad Orber Triathleten. Schon im letzten Jahr konnten sie ihren Tagessieg beim Septemberrennen in Greisheim einfahren. Dieses Jahr war es schon im vorletzten Rennen soweit: Die Kurstädter holten in direkter Nachbarschaft zum Hauptquartier ihres Bekleidungssponsors Rono Innovations in der Besetzung Florian Brosch, Jörn Gabler, Adi Kohr, Alexander Nikolopoulos und Tim Stutzer den ersten Saisonsieg!


Der Odenwald – wie gemacht für Orber Triathleten
Schon vor dem Rennen hatten sich die Orber Hoffnungen auf eine vordere Platzierung gemacht, denn der Triathlon in Viernheim, deutschlandweit vielleicht das Kurzdistanzrennen mit der anspruchsvollsten Radstrecke liegt den radstarken Kurstädtern wie kein zweites Rennen der Saison 2010. Um nichts dem Zufall zu überlassen, war als Betreuer und Ein-Mann-Fanculb Jürgen Metzler mit angereist, der schon am Vortag seine Pflichten in Viernheim erfüllt hatte: Er belegte beim am Samstag ausgetragenen Sprinttriathlon einen hervorragenden sechsten Platz und gewann dabei die Altersklasse AK30. Da die Radstrecke mit ihren 46 Kilometern entscheidend sein sollte, war es nur konsequent, dass Nikolopoulos kurz vor dem Schwimmstart folgende Devise an die Mannschaftskollegen ausgab: „Bloß nicht im Wasser verrückt machen lassen. Unser Rennen beginnt auf dem Rad!“. Und obwohl Gabler und Stutzer schon nach dem schwimmen unter den ersten 20 Ligastartern zu finden waren, sollte die Aufholjagd der Orber erst auf dem Rad wirklich losgehen. Schnell konnten sich Brosch, Kohr und Nikolopoulos weiter im Feld nach vorn arbeiten. Dabei hatten Nikolopoulos und Brosch schon nach 30 Kilometern bei schwülwarmen Temperaturen um 32 Grad zu Stutzer aufgeschlossen. Kohr lieferte auf dem Rad einen Tag nach seinem Geburtstag ein solides Rennen und fuhr gegen Ende der Radstrecke auch an Gabler vorbei.

Solide Laufleistungen
Den Wechsel zum abschließenden Lauf über zehn Kilometer erreichten Nikolopoulos, Stutzer und Brosch innerhalb von weniger als einer Minute auf den Plätzen drei bis fünf der Ligawertung. Enteilt war ihnen zu diesem Zeitpunkt einzig der stärkste Ligaathlet des Tages, Roman Veith aus Fulda, in Schlagdistanz aber noch der Frederik Blümm (DSW Darmstadt). Kohr und Gabler nahmen die Laufstrecke um Platz 20 in Angriff.
Auf dem Zweirundenkurs um das Sportzentrum von Viernheim konnten Nikolopoulos und Brosch noch einmal richtig aufdrehen und Blümm schnell hinter sich lassen. Stutzer hingegen, ebenso wie Gabler kein Fan von Hitzerennen, musste zwei Konkurrenten vorbeiziehen lassen und kam am Ende auf Platz sieben. Kohr lief den Zehner solide durch und kam auf Platz 33. Für Gabler, der im letzten Jahr schon Pech in Viernheim hatte, wird auch 2010 nicht in wirklich positiver Erinnerung bleiben: Eigentlich neben Brosch der stärkste Läufer der Orber, musste er wegen Überhitzung mehrere Gehpausen einlegen, rettete sich am Ende jedoch noch auf Platz 37.


Ganz oben auf dem Treppchen
Dass es für eine vordere Platzierung gereicht haben konnte, wussten die Kurstädter schon früh. Dass es allerdings in der Addition der jeweils vier zeitschnellsten Athleten einer jeden Mannschaft zum obersten Platz auf dem Treppchen gereicht hatte, erfuhren sie erst unter Dusche von Jürgen Metzler, der als erster die Ergebnisliste erspäht hatte.
Vor dem letzten Ligarennen in Griesheim belegen das TEAM SPESSARTCHALLENGE damit hinter dem DSW Darmstadt den zweiten Platz in der Saisonwertung. Wenn das Team dort in zwei Wochen noch einmal so auftreten kann wie in Viernheim ist sogar der Aufstieg in die Regionalliga nicht ausgeschlossen. Das allerdings wäre wohl die größte Überraschung des Ligajahres, denn im vergangenen Jahr war die Mannschaft dem Abstiegsgespenst erst im allerletzten Rennen entronnen.


Gelnhäuser Damen mit Verstärkung auch auf dem Podest
Auch die Damen des SV Gelnhausen schafften es in Viernheim mit einem dritten Platz aufs Podest, diesmal tatkräftig unterstützt durch eine kurzfristige Leihgabe unsererseits, Julia Nikolopoulos war für die Barbarossastadt mit Zweitstartrecht am Start.


Ergebnisse 3. Lauf 1. Hessische Triathlonliga Viernheim
1. TV Bad Orb / TEAM SPESSARTCHALLENGE (Brosch, Gabler, Nikolopoulos, Kohr, Stutzer) 10:15:31h
2. XXXL Team TSV Viernheim (Brandmüller, Litters, Zemke, Radowski) 10:25:50h
3. DSW Darmstadt (Blümm, Haupt, Dröll, Picard) 10:33:55h

1. Hessische Triathlonliga Viernheim – Zwischenstand nach 3 von 4 Rennen
1. DSW Darmstadt
2. TV Bad Orb / TEAM SPESSARTCHALLENGE
3. XXXL Team TSV Viernheim

Detailergebnisse 3. Lauf 1. Hessische Triathlonliga Viernheim :
http://www.triathlon-zeitnahme.de/results/PDF/index.php?loc=/2010/2010_08_22_27._V-Card_Triathlon

Bericht Hessischer Triathlon-Verband:
http://www.hessischer-triathlon-verband.de/


Bilber: http://picasaweb.google.com/alexander.nikolopoulos/2010Viernheim#


Sonntag, 22. August 2010

'Gwunna in Viernheim!


Jürgens Reaktion nach dem ersten Blick auf die Ergebnisliste sagt alles!



BERICHT VON DER HTV-WEBSITE
HTL in Viernheim: Bad Orb ist vorne, Darmstadt gewinnt gleich zweimal
Von: SH - 22. 8. 2010

Der TV Bad Orb/Spessartchallenge belegt Rang 1 in der höchsten Hessenliga der Herren, das StartNet-Team wird Erster bei den Damen sowie in der zweiten Hessenliga


Nach dem sechsten Platz beim letzten Liga-Rennen hat sich der TV Bad Orb eindrucksvoll zurückgemeldet. Die Equipe konnte sich über die Podestplatzierungen von Florian Brosch (2.) und Alexander Nikolopoulos (3.) freuen, die gemeinsam mit Tim Stutzer (7.) und Andreas Kohr (33.) den Sieg in 10:15:31 perfekt machten. Die Einzelstarter hatten dabei jeweils 1,5 Kilometer Schwimmen, 46 Kilometer Rad auf bergiger Strecke sowie 10 Kilometer Laufen zu absolvieren.
Die Lokalmatadoren von XXXL TSV Viernheim erreichten rund 10 Minuten dahinter Rang 2, der dritte Platz ging an das StartNet-Team DSW Darmstadt. Die viertplatzierte Mannschaft Tri-Force Fulda hatte mit Roman Veith den überlegenen Gesamtsieger in ihren Reihen.
Zwei Wochen vor dem HTL-Finale in Griesheim führt damit nun das Startnet-Team (5 Platzziffern) vor Bad Orb (9) und Fulda (11).

Bei den Damen waren wie bei den beiden ersten Rennen die Damen des StartNet-Team DSW Darmstadt das Maß aller Dinge. Susan Dietrich setzte sich in der Einzelwertung vor Vereinskameradin Alexandra Behrens durch, Sara Bund machte auf Rang 8 den Sieg perfekt (Gesamtzeit: 8:23:33). Etwa 48 Minuten dahiner belegte das Tri-Team Fuldatal den zweiten Gesamtrang, etwas mehr als drei Minuten vor dem SV Gelnhausen. Der verbleibende Podestpplatz der Einzelwertung ging an Isabelle Gath vom Team LahnLeander Heinz Bike. In der Gesamtwertung liegt das Startnet-Team nun deutlich vorne, in Griesheim ist aber ein spannender Kampf um Rang 2 zu erwarten, bei dem das Tri-Team Fuldatal die besten Aussichten hat. Doch auch Tri-Force Fulda, LC Olympia Wiesbaden und der SV Gelnhausen können sich durchaus noch Chancen ausrechnen.

In der zweiten Hessenliga der Männer ging der Tagessieg ans StartNet-Team DSW Darmstadt.Matthias Blatt (5.), Sebastian Steger (16.), Thomas Färber (17.) und Thomas Knibbe (20.) erreichten diesen Triumph durch eine geschlossene Teamleistung. Gut sechs Minuten dahinter folgte der SV Gelnhausen mit dem Zweitplatzierten Michael Lik und der SV Traisa. Erster der Einzelwertung wurde Georg Abel (Triathlon Team Giessen), den dritten Rang sicherte sich Martin Nickel (SBR Spangenberg). Das führende Team der Ligawertung nach drei Rennen, TaunaGas Oberursel, musste sich diesmal mit Rang 4 begnügen, liegt jedoch vor dem letzten Wettkampf in Griesheim komfortable 3 Platzziffern vor den Verfolgern aus Darmstadt.

Montag, 9. August 2010

Rennbericht von Julia Nikolopoulos zu ihrem Sieg beim Fuldataler Triathlon

Start um 8 Uhr. Als ich das las war ich für einen Moment versucht, den Start in Fuldatal sausen zu lassen. Aber auch nur für einen Moment. Denn mit 2 Stunden Anreise, einrichten der Wechselzonen etc. bedeutete das Aufstehen um vier Uhr. Na gut, was macht man nicht alles für diesen wunderbaren Sport.

Kurz vor fünf Uhr war Abfahrt – meine Freundin Ariane hatte sich angeboten, mit mir nach Fuldatal zu fahren und holte mich ab. Rad ins Auto du ab auf die Autobahn.

Startunterlagen geholt, Laufschuhe in die zweite Wechselzone gebracht und dann runter an die Fulda. Dort die erste Wechselzone eingerichtet, Neo anziehen. Bei der Wettkampfbesprechung hieß es: 17 Grad Wassertemperatur. Einstieg, ein paar Züge geschwommen (Einschwimmen traue ich mich nicht das zu nennen) und dann warten auf den Startschuss. Es ging los, das Feld setzte sich in Bewegung. Die Schlägerei blieb aus und so schwamm ich in meinem Tempo durch die Fulda. Raus, Neo aus und auf dem Weg aus der Wechselzone flogen meine Gels weg. Egal, weiter! Ariane hatte sich an einer Ecke postiert, um mir zu sagen, wie viele Frauen vor mir wären. Sie rief mir „Zwei“ zu und ich gab Gas. Anfangs geht die Radstrecke entlang der Fulda – schön zum warm fahren. Seit diesem Jahr gibt es eine neue Radstrecke, aber der Anstieg, der gerne die Triathleten ärgert, ist immer noch Teil der Radstrecke – der Knickhagener Berg. Mit 10% und mehr Steigung geht es für eine gefühlte Ewigkeit nach oben. Dann wieder runter und durch Ihringshausen, an die Fulda zurück und die Runde noch einmal. Am Anfang der zweiten Runde überholte ich eine Frau und ich dachte, mich hätte auf der ersten schon eine überholt. Ok, also immer noch zwei Frauen vor mir. Während ich das zweite Mal den Knickhagener Berg hochklettere wundere ich mich mal wieder, wie schnell die Mädels vor mir unterwegs sind. Deswegen war ich überrascht, als es auf dem Weg in die zweite Wechselzone hieß: „erste Frau“. Ich dachte nur bei mir: „Da sind die anderen beiden Mädels denen wohl durch die Lappen gegangen…“ und dann rolle ich in die zweite Wechselzone und stelle fest, dass ich wirklich die erste Frau bin! Na gut, rein in die Laufschuhe und ab auf die Laufstrecke. Diese führt in vier Runden durch ein Neubaugebiet. So richtig auf Tempo komme ich nicht und mein Darm fängt wieder an, Mucken zu machen. Auf der zweiten Runde kommt mir die zweite Frau entgegen und ich schaue, dass ich nicht langsamer werde. Nach 2:30:34h dann der Zieleinlauf – als erste Frau! Auch wenn ich mit der Laufzeit nicht zufrieden bin war es ein guter Wettkampf mit einer tollen Radstrecke, das Wetter hat gehalten und ich hatte Spaß!

Ergebnisse Triathlon Fuldatal:

1. Nikolopoulos, Julia TV Bad Orb 2:30:34

2. Seibel, Geraldine 2:54:41

3. Walz, Ramona ADAC Triathlonclub Main-Kinzig 3:05:41

Dienstag, 3. August 2010

Ironman Regensburg – Florian Brosch mit exzellenter Premiere, harter Tag für Tim Stutzer


Bei der Premierenveranstaltung des zweiten deutschen Ironmanrennens waren mit Florian Brosch und Tim Stutzer zwei Athleten des TV Bad Orb am Start. Für Brosch stand die Premiere über die Langdistanz an, wohingegen Stutzer schon einige solcher Rennen absolviert hatte. Trotz seines Rookie-Status war Brosch stark einzuschätzen, hatte er doch bei den Vorbereitungsrennen eine sehr gute Form gezeigt. Auch Stutzer hatte zuletzt mit dem Sieg beim Ligarennen in Bad Endbach aufhorchen lassen.

Bange Gesichter vor dem Start
Beiden Kurstädter aber war am Morgen des 1. August der Respekt vor den Streckenlängen und insbesondere vor dem mit einem Landstart beginnenden Schwimmen anzumerken. Die mehr als 1.800 Athleten wurden vom Strand des Guggenberger Sees, 12 Kilometer vor den Toren von Regensburg, auf die Reise geschickt, was durchaus zu einigen Gedränge führen konnte. Für die Orber Athleten aber glückte der Auftakt gut, allein mussten sie die Schwimmbrillen nach Körperkontakt mit anderen Athleten einige Male wieder auf der Nase zurechtrücken.

Stutzer vor Brosch aus dem Wasser
Als erster des Orber Duos konnte Tim Stutzer die Auftaktdisziplin in 56:20min beenden, knapp vier Minuten hinter ihm folgte Brosch in guten 1:00:58h.

Überraschend Radleistung von Florian Brosch - Stutzer mit schlechten Beinen
Auf der Radstrecke, die landschaftlich reiz- und sportlich anspruchsvoll an der Ruhmeshalle Walhalla vorbei durch den Bayerischen Wald führt,wollte dann Stutzer den Angriff auf den begehrten Startplatz für die Ironman-Weltmeisterschaft auf Hawaii starten. Allein wollte der Motor nicht richtig anspringen. Trotz verhaltenem Beginn konnte Stutzer während der am Ende fast fünf Stunden auf dem Rad nie wirklich den nötigen Druck auf die Pedale bringen. So versuchte er, die Taktik anzupassen, entsprechend konservativ zu fahren, sich gut zu verpflegen und setzte darauf, dass ein guter Marathon den Tag noch retten könnte. Er stellte sein Rad nach 4:52h ab und konnte auf dem 35. Rang die Laufschuhe schnüren. Wenn Stutzer auf dem Rad enttäuschte, so ist die Leistung von Brosch umso höher einzuschätzen. Der Rookie hatte mit einer Radzeit von knapp über fünf Stunden geliebäugelt, am Ende blieb die Uhr bei 4:53h stehen, also sogar sieben Minuten unter der Zielzeit. Damit lag Brosch, dessen eigentliche Stärke das laufen ist, schon nach dem Rad fahren in aussichtsreicher Position und lediglich knapp vier Minuten hinter Stutzer.

Zum Abschluss wird es für beide hart!
Auf der Laustrecke entwickelten sich dann zwei kleinere Dramen um die beiden Orber. Zuerst sollte für Stutzer der zunächst mittelprächtige Tag noch düsterer werden - nach dem radeln verlief auch der Marathon nicht nach Plan. Wieder einmal musste er den hohen Temperaturen, in Regensburg erreichten sie am vergangenen Sonntag 30 Grad, Tribut zollen. Hitze ist Stutzers Sache nicht und trotz ständigen Kühlens überhitzte sein Organismus und er trat schon bei Laufkilometer vier einen vermeintlich langen Spaziergang an. Einziges Mittel in einer solchen Situation ist es, den Körper mit dem ihm fehlenden Brennstoff zu versorgen und ausgiebig zu kühlen. Also wanderte Stutzer von einer Verpflegungsstation zur nächsten, um dort ausgiebig zu essen, zu trinken und durch Eiswürfel für Kühlung zu sorgen.

Parallel zu Stutzers Einbruch legte Brosch in seiner Paradedisziplin los wie die Feuerwehr. Mit einer Geschwindigkeit, die, hätte er sie bis zum Ende durchgehalten, für einen Marathon von weit unter drei Stunden gut gewesen wäre, absolvierte er die erste der vier Laufrunden durch die historische Altstadt von Regensburg. Dabei konnte er den Rückstand zu Stutzer schon nach fünf Kilometern wett machen und ließ ihm am Ende weit hinter sich.

Nachdem Stutzer seinen Körper mehr als eine dreiviertel Stunde so gut als möglich zu kühlen versucht hatte, kam er bei Laufkilometer acht wieder vom gehen ins laufen. Um nicht Familie und Freunde am Rand der Strecke zu enttäuschen begab er sich nach ersten Gedanken, aufzugeben, dann doch auf die weiteren Laufrunden. Seltsamerweise konnte er diese dan fast wie ein Uhrwerk in einer Geschwindigkeit von um 5min/km abspulen. Dies war auch etwa die Geschwindigkeit, die Florian Brosch ab der Hälfte des Marathons anschlagen musste, denn es rächte sich zu diesem Zeitpunkt sein zu hohes Anfangstempo. Die zweite Hälfte des Marathons legten Brosch und Stutzer so beide in 1:47h, also fast gleich schnell, zurück.


Für Brosch, der sich zum Ende des Laufs noch einmal fangen konnte, bedeutete dies trotz des Einbruchs eine für einen Debütanten hervorragende Marathonzeit von 3:20:58h. Zusammen mit seinem soliden Schwimmsplit und der hervorragenden Radleistung schob sich Brosch damit in 9:20:42 auf den 40. Gesamtplatz vor, was den 8. Platz in seiner Altersklasse 25-29 bedeutete. Versöhnlich endete das im Mittelteil verkorkste Rennen von Tim Stutzer nach 9:51:04 als 131. der Gesamtwertung und 31. TM 35.

Hawaii ist aufgeschoben
Trotz der seines herausragenden Debüts konnte auch Brosch keinen der begehrten Startplätze für die Ironman-WM auf Hawaii erreichen, ihm fehlten am Ende lediglich sechs Minuten zum begehrten Hawaii-Ticket, bei Stutzer waren es 13 Minuten.

Ergebnisse Ironman Regensburg:
1. Al Sultan, Faris Abu Dhabi Tri Team 8:12:37
2. Böcherer, Andreas Abu Dhabi Tri Team 8:18:23
3. Goerke, Nils Triabolos Hamburg 8:22:57
[…]
42. Brosch, Florian TV Bad Orb 9:20:42 (1:01 – 4:53 – 3:20)
105. Lik, Michael SV Gelnhausen 9:42:09 (0:53 – 5:08 – 3:34)
131. Stutzer, Tim TV Bad Orb 9:51:04 (0:56 – 4:52 – 3:55)
257. Breite, René SV Gelnhausen 10:230:48 (1:07 – 5:12 – 3:54)

Detailergebnisse Ironman Regensburg:
http://services.datasport.com/2010/tri/ironman_regensburg

Bilder:

http://picasaweb.google.de/svgelnhausentriathlon/IronmanRegensburg