Bei den am vergangenen Samstag parallel zum Hazelman ausgetragenen Hessenmeisterschaften im Sprinttriathlon belegte Bernd Paczarkowski in seiner Altersklasse den 2. Platz. Die Distanzen waren 750m schwimmen, 23 km Radfahren und 5 km laufen. Das Schwimmen fand im Werratalsee statt, bei 23° Wassertemperatur war natürlich Neoprenverbot ausgesprochen worden. Nach 12:52 min. ging es dann durch die mit fast 600 Metern längste Wechselzone Hessens zum Rad. Auf der welligen und windigen Radstrecke musste man seine ganze Kraft aufbieten um gegen den stellenweise starken Gegenwind anzukommen. Nach 43 Minuten hatte Bernd war auch diese Disziplin abgearbeitet. Es folgte eigentlich seine Paradedisziplin, das Laufen. Da Bernd aber wegen einer langwierigen Achillessehnenverletzung erst in der letzten Woche mit dem Lauftraining begonnen hatte, war es von Anfang an ein Kampf. Vier Laufrunden durch die Eschweger Altstadt mit jeweils vier Anstiegen forderten Bernd alles ab. Trotzdem hatte er im Zielsprint noch genug Energie, den Konkurrenten um Platz zwei Ansgar Pfeiffer niederzuringen. Bernd kam schlussendlich mit guten 20:46min Laufzeit und einer Gesamtzeit von gesamt 1:19:49h ins Ziel.
Ergebnisse HM Sprint Eschwege:
http://www.werraman.de/Siegerlisten/siegerlisten.html
Dienstag, 30. August 2011
Montag, 29. August 2011
22. Königreichtriathlon in Flieden: Adi Kohr Dritter
Am vergangenen Sonntag startete Adi Kohr und Jörg Treffler vom Team SpessartChallenge beim 22. Königreichtriathlon über 500 Meter schwimmen, 24km Rad fahren und 5km laufen in Flieden.
- Adi Kohr auf dem Weg aufs Treppchen -
- Adi Kohr auf dem Weg aufs Treppchen -
Adi Kohr kam in einer Zeit von7:24min als Drittschnellster aus dem Wasser. Jörg Treffler startete mit einem Rückstand von 1:34min auf die sehr profilierte Radstrecke. Treffler hatte sich entschlossen, die Radstrecke mit den Laufschuhen zu absolvieren um die Wechselzeit aufs laufen zu verkürzen.
Nach Radzeiten von 42:44min für Kohr und 46:48min für Treffler ging der doch sehr unwegsame Lauf zuerst über Wiesenwege und danach auf Teer zum Ziel im Sportstation im Flieden. Kohr lief die fünf Kilometer in sehr guten 20:19min und kam damit in einer Endzeit von 1:10:27h hinter Fabian Junk vom ausrichtenden Skiclub Flieden und Matthias Erlenbach (Tri Force Fulda) auf den dritten Gesamtplatz. In seiner Altersklasse konnte er damit siegen. Treffler brauchte für die Laufstrecke 28:09min und landete damit auf dem 5. Platz seiner Altersklasse. Adi Kohr hatte somit das verdiente Vergnügen zweimal auf das Podest gerufen zu werden.
- Jörg Treffler hat Spaß! -
Ergebnis Königreichtriathlon/Flieden
1./1.HK Junk, Fabian Skiclub Flieden 1989 e.V. 1:08:05
2./2.HK Erlebach, Matthias Tri-Force Fulda 01:09:01
3./1. M40 Kohr, Adi Team Spessartchallenge 1:10:27
4./2. M40 Hufnagel, Alexander SV Gelnhausen 1:11:01
46./5.M45 Treffler, Jörg Team Spessartchallenge 1:23:55
Detailergebnisse Königreichtriathlon/Flieden
http://www.skiclub-flieden.de/Koenigreichtriathlon/Ergebnis_2011.pdf
Nach Radzeiten von 42:44min für Kohr und 46:48min für Treffler ging der doch sehr unwegsame Lauf zuerst über Wiesenwege und danach auf Teer zum Ziel im Sportstation im Flieden. Kohr lief die fünf Kilometer in sehr guten 20:19min und kam damit in einer Endzeit von 1:10:27h hinter Fabian Junk vom ausrichtenden Skiclub Flieden und Matthias Erlenbach (Tri Force Fulda) auf den dritten Gesamtplatz. In seiner Altersklasse konnte er damit siegen. Treffler brauchte für die Laufstrecke 28:09min und landete damit auf dem 5. Platz seiner Altersklasse. Adi Kohr hatte somit das verdiente Vergnügen zweimal auf das Podest gerufen zu werden.
- Jörg Treffler hat Spaß! -
Ergebnis Königreichtriathlon/Flieden
1./1.HK Junk, Fabian Skiclub Flieden 1989 e.V. 1:08:05
2./2.HK Erlebach, Matthias Tri-Force Fulda 01:09:01
3./1. M40 Kohr, Adi Team Spessartchallenge 1:10:27
4./2. M40 Hufnagel, Alexander SV Gelnhausen 1:11:01
46./5.M45 Treffler, Jörg Team Spessartchallenge 1:23:55
Detailergebnisse Königreichtriathlon/Flieden
http://www.skiclub-flieden.de/Koenigreichtriathlon/Ergebnis_2011.pdf
Montag, 22. August 2011
Triathlon im Ausland: Rauf aufs Treppchen der Regionalliga
(Jörn Gabler hat einen harten Tag)
Das dritte Rennen der Regionalliga Mitte führte uns erstmals über die hessische Landesgrenze hinweg ins rheinland-pfälzische Montabaur. Dort stand am vergangenen Samstag eine Sprintdistanz über 0,5km schwimmen, 20km Rad fahren und 5km laufen an. Glücklicherweise war hier das Windschattenfahren verboten, sodass wir nicht gleich auf verlorenem Posten standen sonder uns – wenn auch durch den Ausfall von Florian Brosch und Adi Kohr erheblich ersatzgeschwächt – noch Hoffnungen auf einen Platz im Mittelfeld machen konnten.
Nach den nur 500 Metern im Erlenhofsee von Ransbach-Baumbach war es wir immer Jörn Gabler (21./7:32), der uns auf die Radstrecke führte, gefolgt im Sekundentakt von Tim Stutzer (7:52), Alexander Nikolopoulos (8:19) und den beiden Regionalligadebutanten Jürgen Metzler (8:22) und Oliver Rinkenberger (9:32).
Obwohl die mit einer Gesamtsteigung von rund 350 Metern beachtlich profilierte Radstrecke eigentlich für eine Aufholjagt prädestiniert war, kamen besonders Tim und Alex nicht wie gewohnt in Tritt. Da beide derzeit in der Vorbereitung für den Ironman auf Hawaii sind, konnten sie zwar einige Plätze gut machen, die Spitze des Rennens aber blieb für sie unerreichbar. Einen wirklich unglücklichen Tag erwischte Jörn, den schon auf dem Rad der Magen plagte. Er musste sich später auf der Laufstrecke sogar übergeben. Jürgen und Oliver machten, wenn auch beide noch nicht wirklich von ihren Rennen in Frankfurt und Wiesbaden erholt, ihre Sache sehr ordentlich. Zum Ende der Radstrecke hatten sich Tim (4.) und Alex (10.) doch noch in die Top 10 der Ligastarter vorarbeiten können. Jörn & Jürgen lagen im soliden Mittelfeld um Platz 25. Damit konnte es Oliver, der als Fünfter der Mannschaft sein Rad abstellte, über die abschließenden fünf Laufkilometer locker angehen lassen. Für die Mannschaftswertung werden die Zeiten der vier schnellsten Athleten einer jeden Mannschaft addiert.
Für den Rest aber ging es auf der ebenfalls bergigen Laufstrecke noch um Sekunden und er schlug sich tapfer. Tim & Alex mussten nur je fünf Konkurrenten passieren lassen und belegten am Ende die Plätze 9 und 15. Jörn bewies, obwohl von starken Magenkrämpfen geplagt großen Kampfgeist und finishte als 31. Mit einem grundsoliden Rennen kam Jürgen auf Rang 37. Oliver, sichtlich darüber erleichtert, heute auf der Laufstrecke nicht alles geben zu müssen, brachte das Rennen mit einem lockeren Lauf als 42. ins Ziel.
Am Ende stand für uns eine Gesamtzeit vom 4:20:04h und der 7. Platz der Tageswertung zu Buche, mit dem wir bei diesen Rahmenbedingungen rundum zufrieden sein konnten. Das Rennen gewann erneut überlegen die LTF Marpingen vor Eintracht Frankfurt und den Gastgebern von der RGS Montabaur. Im Zwischenklassement nach drei von vier Rennen belegen wir überraschend hinter Marpingen und der Eintrache den 3. Platz. Wenn wir das halten können... Hammer! Und das letzte Rennen in Sinzig über die olympische Distanz kommt uns sehr entgegen: Das Schwimmen wird dort von der Strömung des Rheins sehr erleichtert.
Ebenfalls in Montabaur am Start war kurzentschlossen Bernd Paczarkowski. Eigentlich als Betreuer mitgereist, hatte er vor Ort noch für das Rennen nachgemeldet. In seiner Altersklasse kam er, der nach einer langwierigen Verletzung gerade erst wieder ins Training eingestiegen ist, auf Rang 3 und damit aufs Podest.
Einzelergebnisse Westerwald Triathlon Montabaur (Gesamtwertung)
RNG / NAME / VORNAME / VEREIN / AK / ZEIT / SWIM / Rg / RAD / Rg / LAUF / Rg
1 Jung Simon EJOT Team Buschh. 1 00:56:21 00:06:15 1 00:34:26 2 00:15:40 2
2 MARX Jonathan LTF Marpingen 1 00:57:31 00:06:32 7 00:34:14 1 00:16:45 11
3 BREINLINGER Jonas LTF Marpingen 1 00:58:26 00:06:31 6 00:35:12 3 00:16:43 10
13 Stutzer Tim TV Bad Orb 2 01:01:56 00:07:52 32 00:35:43 5 00:18:21 32
23 Nikolopoulos Alexander TV Bad Orb 3 01:03:10 00:08:19 45 00:36:19 12 00:18:32 36
38 Gabler Jörn TV Bad Orb 9 01:05:51 00:07:32 21 00:37:48 30 00:20:31 66
50 Metzler Jürgen TV Bad Orb 7 01:09:04 00:08:22 46 00:41:33 61 00:19:09 45
78 Paczarkowski Bernd TV Bad Orb 3 01:15:02 00:10:15 110 00:43:43 89 00:21:04 74
95 Rinkenberger Oliver TV Bad Orb 21 01:16:39 00:09:32 87 00:44:34 98 00:22:33 101
Mittwoch, 10. August 2011
Ironman Regensburg – Schlechtzeit statt Bestzeit – von der Freude an Erlebnissen
von Adi -Kanone- Kohr
Die Zeit als Gradmesser
Ich lasse nicht davon ab, es war toll. Toll. Toll. Weil die Zeit nur ein Gradmesser ist. Könnte man Freude messen und würde die Athleten und Athletinnen nicht nach der Zeit kategorisieren, sondern nach einem Maß der Freude, die die Athleten auf dem Weg vom Schwimmstart bis in das Ziel haben, das würde die ganze Reihenfolge durcheinander wirbeln. Bei der Siegerehrung würde es heißen: „Ironmansieger ist Walther Herbert. Er hatte mit 98 Freudigkeitshöhe die höchste Freundeskala am heutigen Tag.
Erlebnismenge
Ich drifte ab. Ein weiterer wichtiger Punkt, warum ich zufrieden bin mit meinem Wettkampf hängt mit der Erlebnismenge zusammen. Erlebnismenge ist die Menge an Erlebnisse und Eindrücken, die man an einem Tag hat. Am Wettkampftag geht das schon um 3:30 Uhr los. Niemals steht man mit so einer Energie und Freude auf – im ganzen Jahr nicht. Es geht weiter. Beim Schwimmstart entsteht so ein Gefühl der Gemeinsamkeit, wir alle wollen da durch heute. Friedlich bis kurz vor dem Startschuss. Dann wird ausgeteilt. Beim Schwimmen haut mir ein anderer Athlet mit der Faust auf die Brille. Egal, sage ich mir, das war keine Absicht, ich schwimme weiter und bin ganz ruhig. Nach ca. drei Kilometern denke ich: „das ist aber heute irgendwie ein langes Schwimmen, mir wird fast langweilig. 100m vor dem Schwimmausstieg sage ich mir: „Jetzt wird es spannend“. „ Wie schnell war ich denn?“ „War das gut“ „Logo, war das gut, Du hast einem, der dir aufs Auge gehauen hat, nichts angetan.“ Das gehört zum Triathlon dazu.
Als ich aus dem Wasser steige, ist da keine Uhr, so ein Mist und ich habe mich so auf die Zeit gefreut. Nun gut, auf dem Weg zu meinem Fahrrad höre ich dem Sprecher zu. Er sagt, die Schwimmer, die jetzt aus dem Wasser kommen, sind alles hervorragende Schwimmer, wir liegen gerade bei 58 Minuten. „Jaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaa“, sage ich mir. Das ist eine gute Zeit. Ich freue mich.
Das Radeln
Eine Begegnung
Gestern bin ich nach einem erlebnisreichen Ironman-Wochenende in meinen Wohnort zurückgekehrt. Die Erlebnisse im Kopf ordnend, treffe ich meinen sportbegeisterten Nachbarn bei meinem Wahl-Italiener: „Kanone Kohr, wie wars?“, schreit er durch die schmalen Gassen der Baraborssastadt. Ich setze mich, bestelle ein Wasser und begrüße die Damen, die neben meinem Nachbarn sitzt – und die ich noch nie in meinem Leben gesehen habe. Nach einem kurzen Bericht über mein Abschneiden fragt die hübsche, schwarzhaarige Dame: „Läufst Du denn vor irgendetwas davon, Du machst so viel Sport?“
Plötzlich, die Zeit steht still, ich hole Luft und antworte in einem fünfminütigen Monolog über die Motive des Sportreibens, die sich weit über die des Sports ausweiten: „Reisen, Natur, Menschen... und schließe mit:“ Das Problem sind nicht die Verrückten, unser Problem sind die Normalen, die jeden Tag das gleiche machen, auf dem Sofa hocken und TV schauen“... „ich liebe es mir den Arsch aufzureißen für eine Sache, die sau viel Kohle kostet, aber im Grunde genommen nichts bringt.“ Sie ist bedeutungslos. Das ist ein Kennzeichen des Sports. Im weiteren Sinne ist der Sport das sicherlich nicht. Aber genau diese Bedeutungslosigkeit ist der Kern des Sports, diese Bedeutungslosigkeit schafft Freiheit. Auf dem Nachhauseweg, die Pizza war sehr lecker, frage ich mich, was mich denn so begeistert und mir so viel Freude bereitet hat an dem Wettkampf in Regensburg, obwohl ich die schlechteste Zeit meiner Ironmankarriere hingelegt habe.
Gestern bin ich nach einem erlebnisreichen Ironman-Wochenende in meinen Wohnort zurückgekehrt. Die Erlebnisse im Kopf ordnend, treffe ich meinen sportbegeisterten Nachbarn bei meinem Wahl-Italiener: „Kanone Kohr, wie wars?“, schreit er durch die schmalen Gassen der Baraborssastadt. Ich setze mich, bestelle ein Wasser und begrüße die Damen, die neben meinem Nachbarn sitzt – und die ich noch nie in meinem Leben gesehen habe. Nach einem kurzen Bericht über mein Abschneiden fragt die hübsche, schwarzhaarige Dame: „Läufst Du denn vor irgendetwas davon, Du machst so viel Sport?“
Plötzlich, die Zeit steht still, ich hole Luft und antworte in einem fünfminütigen Monolog über die Motive des Sportreibens, die sich weit über die des Sports ausweiten: „Reisen, Natur, Menschen... und schließe mit:“ Das Problem sind nicht die Verrückten, unser Problem sind die Normalen, die jeden Tag das gleiche machen, auf dem Sofa hocken und TV schauen“... „ich liebe es mir den Arsch aufzureißen für eine Sache, die sau viel Kohle kostet, aber im Grunde genommen nichts bringt.“ Sie ist bedeutungslos. Das ist ein Kennzeichen des Sports. Im weiteren Sinne ist der Sport das sicherlich nicht. Aber genau diese Bedeutungslosigkeit ist der Kern des Sports, diese Bedeutungslosigkeit schafft Freiheit. Auf dem Nachhauseweg, die Pizza war sehr lecker, frage ich mich, was mich denn so begeistert und mir so viel Freude bereitet hat an dem Wettkampf in Regensburg, obwohl ich die schlechteste Zeit meiner Ironmankarriere hingelegt habe.
Die Zeit als Gradmesser
Ich lasse nicht davon ab, es war toll. Toll. Toll. Weil die Zeit nur ein Gradmesser ist. Könnte man Freude messen und würde die Athleten und Athletinnen nicht nach der Zeit kategorisieren, sondern nach einem Maß der Freude, die die Athleten auf dem Weg vom Schwimmstart bis in das Ziel haben, das würde die ganze Reihenfolge durcheinander wirbeln. Bei der Siegerehrung würde es heißen: „Ironmansieger ist Walther Herbert. Er hatte mit 98 Freudigkeitshöhe die höchste Freundeskala am heutigen Tag.
Erlebnismenge
Ich drifte ab. Ein weiterer wichtiger Punkt, warum ich zufrieden bin mit meinem Wettkampf hängt mit der Erlebnismenge zusammen. Erlebnismenge ist die Menge an Erlebnisse und Eindrücken, die man an einem Tag hat. Am Wettkampftag geht das schon um 3:30 Uhr los. Niemals steht man mit so einer Energie und Freude auf – im ganzen Jahr nicht. Es geht weiter. Beim Schwimmstart entsteht so ein Gefühl der Gemeinsamkeit, wir alle wollen da durch heute. Friedlich bis kurz vor dem Startschuss. Dann wird ausgeteilt. Beim Schwimmen haut mir ein anderer Athlet mit der Faust auf die Brille. Egal, sage ich mir, das war keine Absicht, ich schwimme weiter und bin ganz ruhig. Nach ca. drei Kilometern denke ich: „das ist aber heute irgendwie ein langes Schwimmen, mir wird fast langweilig. 100m vor dem Schwimmausstieg sage ich mir: „Jetzt wird es spannend“. „ Wie schnell war ich denn?“ „War das gut“ „Logo, war das gut, Du hast einem, der dir aufs Auge gehauen hat, nichts angetan.“ Das gehört zum Triathlon dazu.
Als ich aus dem Wasser steige, ist da keine Uhr, so ein Mist und ich habe mich so auf die Zeit gefreut. Nun gut, auf dem Weg zu meinem Fahrrad höre ich dem Sprecher zu. Er sagt, die Schwimmer, die jetzt aus dem Wasser kommen, sind alles hervorragende Schwimmer, wir liegen gerade bei 58 Minuten. „Jaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaa“, sage ich mir. Das ist eine gute Zeit. Ich freue mich.
Das Radeln
Schon kurz vor der Einfahrt zum 10 km langen Anstieg erfahre ich schon wieder ein Erlebnis. Noch vor ein paar Wochen bin ich diesen Berg mit Joey mit kleinem Kettenblatt hochgefahren, das fand ich schon anstrengend. Jetzt bügele ich mit dickem Kettenblatt den Anstieg hoch. „Booaaaaaaaaaaaaaaaaahhhhhhh, macht das Spaß“, sage ich mir. Ja, und so geht das weiter, die ganzen 180 Kilometer. Ich schaue mir die Mode der anderen Athleten an, passt das Trikot zum Fahrrad? Ich erfreue mich an der Präsenz der Motorräder mit Kampfrichter. Wo Kampfrichter sind, ist vorne, sage ich mir. Ich bin weit vorne. Und ständig ein anderes Motorrad. Herrlich. Wir bügeln mit über 40 km/h über die Strecke. Es regnet, aber das ist mir so was von egal.
Ich merke es gar nicht. Nun gut, ab Kilometer 140 werde ich müde, ich habe ein Loch. Aber eine halbe Stunde später ist alles wieder beim Alten. Eine Änderung meines Wesens vollzieht sich. Alles ist wieder da. Energie und Spaß. Zwischen einem Hoch und einem Tief liegen gerade mal dreißig Minuten. Manche Depressionen dauern Jahrzehnte. Im Triathlon kannst Du das im Halbstundentakt haben. Herrlich, wieder ein Erlebnis. Zum Schluss bügeln meine Mitstreiter und ich nach Regensburg. Die Einfahrt macht Spaß, wir haben einen Affenzahn drauf, es fühlt sich gut an, und ich habe Energie.
Die Freude an der Wahrnehmung
Jawoll, ich will jetzt laufen und ich will die Schmerzen spüren: „Kohr, ich will mich fühlen auf der Laufstrecke, ich will den Schmerz“, sage ich zu mir. Als ich einfahre, sehe ich, da stehen genau 180 Räder. Gut, mich haben auch geschätzte 500 Leute auf der Radstrecke überholt. Schon bei Kilometer 1 merke ich: Shit, ich bin blockiert, da geht nix, keine Frequenz da, mein Magen zieht, mir ist schlecht, das wird kein leichter Marathon. Es geht bis Kilometer 23, dann krampft der Magen und ich muss im 9er Schnitt joggen, gegangen wird nicht. Man muss Laufen, das ist mein Motto. Laufen. Laufen. Laufen. Nicht Gehen. Gegangen wird bei der Leichtathletik, aber nicht im Triathlon. Ich muss Gymnastik machen auf der Straße, es hilft nichts. Scheiße, Scheiße, Scheiße. Jetzt bin ich genau dort, wo ich hinwollte, ich spüre Schmerzen. Ich fühle Schmerzen. Aber in einer Region, in der ich sie nicht haben wollte. Ich wollte Beinschmerzen, aber keine Magenschmerzen. Im Triathlon kann man sich das nicht aussuchen. Der Vorteil bei einem so geringen Tempo ist, man kann den kotzenden Athleten genau zusehen und abschätzen, ob sie jetzt Passionsfrucht oder vielleicht Berry-Riegel gegessen haben. Und die Töne, die Athleten beim Kotzen von sich geben! Enorm, was da alles rauskommt, wie laut das ist. Wieder ein Erlebnis. Und überall kommen Töne aus Löchern. Klasse. Im Triathlon haben die Leute keine Hemmungen. Es wird gekotzt, gepinkelt, gefurzt, sich eingesaut. Wieder herrlich.
Ich merke es gar nicht. Nun gut, ab Kilometer 140 werde ich müde, ich habe ein Loch. Aber eine halbe Stunde später ist alles wieder beim Alten. Eine Änderung meines Wesens vollzieht sich. Alles ist wieder da. Energie und Spaß. Zwischen einem Hoch und einem Tief liegen gerade mal dreißig Minuten. Manche Depressionen dauern Jahrzehnte. Im Triathlon kannst Du das im Halbstundentakt haben. Herrlich, wieder ein Erlebnis. Zum Schluss bügeln meine Mitstreiter und ich nach Regensburg. Die Einfahrt macht Spaß, wir haben einen Affenzahn drauf, es fühlt sich gut an, und ich habe Energie.
Die Freude an der Wahrnehmung
Jawoll, ich will jetzt laufen und ich will die Schmerzen spüren: „Kohr, ich will mich fühlen auf der Laufstrecke, ich will den Schmerz“, sage ich zu mir. Als ich einfahre, sehe ich, da stehen genau 180 Räder. Gut, mich haben auch geschätzte 500 Leute auf der Radstrecke überholt. Schon bei Kilometer 1 merke ich: Shit, ich bin blockiert, da geht nix, keine Frequenz da, mein Magen zieht, mir ist schlecht, das wird kein leichter Marathon. Es geht bis Kilometer 23, dann krampft der Magen und ich muss im 9er Schnitt joggen, gegangen wird nicht. Man muss Laufen, das ist mein Motto. Laufen. Laufen. Laufen. Nicht Gehen. Gegangen wird bei der Leichtathletik, aber nicht im Triathlon. Ich muss Gymnastik machen auf der Straße, es hilft nichts. Scheiße, Scheiße, Scheiße. Jetzt bin ich genau dort, wo ich hinwollte, ich spüre Schmerzen. Ich fühle Schmerzen. Aber in einer Region, in der ich sie nicht haben wollte. Ich wollte Beinschmerzen, aber keine Magenschmerzen. Im Triathlon kann man sich das nicht aussuchen. Der Vorteil bei einem so geringen Tempo ist, man kann den kotzenden Athleten genau zusehen und abschätzen, ob sie jetzt Passionsfrucht oder vielleicht Berry-Riegel gegessen haben. Und die Töne, die Athleten beim Kotzen von sich geben! Enorm, was da alles rauskommt, wie laut das ist. Wieder ein Erlebnis. Und überall kommen Töne aus Löchern. Klasse. Im Triathlon haben die Leute keine Hemmungen. Es wird gekotzt, gepinkelt, gefurzt, sich eingesaut. Wieder herrlich.
Die Laufwende
Gut, ich kämpfe bis Kilometer 34 und beschließe mein 9er Tempo mal Testweise zu erhöhen. Plötzlich gehen die Schmerzen weg und ich sage mir, jetzt wird attackiert. Kohr beschleunigt auf 4:30 den Kilometer. „Es geeeeeeeeeeeeeeeeeeeehhhhhtttt wieder“, schreie ich und laufe dem Ziel freudig entgegen. Wieder so eine Wendung, ein Erlebnis denke ich. Es wird nicht langweilig beim Triathlon. Deswegen mag ich den Sport. Im Ziel erfreue ich mich an Salzstangen. „Nie mehr werde ich Süßes essen!“, schwöre ich mir, nur um eine halbe Stunde später drei Stück Kuchen zu vertilgen. Wieder ein Erlebnis. So, ich bin jetzt fertig mir meinen Ausführungen. Ich bin total happy mit meinen 11 Stunden, weil man auch mal die andere Seite des Triathlons kennen lernen muss. Die dunkle Seite der Macht. Da lauern unglaubliche Erlebnisse und Erfahrungen, darauf möchte ich nicht verzichten.
Gut, ich kämpfe bis Kilometer 34 und beschließe mein 9er Tempo mal Testweise zu erhöhen. Plötzlich gehen die Schmerzen weg und ich sage mir, jetzt wird attackiert. Kohr beschleunigt auf 4:30 den Kilometer. „Es geeeeeeeeeeeeeeeeeeeehhhhhtttt wieder“, schreie ich und laufe dem Ziel freudig entgegen. Wieder so eine Wendung, ein Erlebnis denke ich. Es wird nicht langweilig beim Triathlon. Deswegen mag ich den Sport. Im Ziel erfreue ich mich an Salzstangen. „Nie mehr werde ich Süßes essen!“, schwöre ich mir, nur um eine halbe Stunde später drei Stück Kuchen zu vertilgen. Wieder ein Erlebnis. So, ich bin jetzt fertig mir meinen Ausführungen. Ich bin total happy mit meinen 11 Stunden, weil man auch mal die andere Seite des Triathlons kennen lernen muss. Die dunkle Seite der Macht. Da lauern unglaubliche Erlebnisse und Erfahrungen, darauf möchte ich nicht verzichten.
Dienstag, 2. August 2011
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