V I S I O N K R A F T L E I D E N S C H A F T P U L S A T E M P O F R E U D E

Montag, 25. Juli 2011

Ironman Germany: Julia Nikolopoulos Europameisterin, Alex Nikolopoulos Dritter

Jürgen Metzler mit solidem Rennen - Florian Brosch mit im Survivalmodus

Wie am Tag des Doppelerfolgs von Julia und Alexander Nikolopoulos beim Quarterman in Bruchköbel im Juni war es auch an diesem Wochenende wieder windig in Hessen. Besonders windig war es in der Wetterau, wo das Rad fahren des diesjährigen Ironman Germany, der Triathlon-Europameisterschaft über 3,8km schwimmen, 180km Rad fahren und 42,2km laufen, zum 10. Mal stattfand. Wind alleine hätte auch den weiteren Kurstädtern, Florian Brosch und Jürgen Metzler, nichts ausgemacht, starke Radfahrer sind die Kurstädter ja allesamt. Allerdings kamen diesmal noch Regen und Temperaturen nur um 14 Grad hinzu. Es war also kalt!



(Unsere Gladiatoren vom Sonntag)


„Warmer“ Auftakt
Der Langener Waldsee war mit 21 Grad noch der wärmste Ort des Tages und Jürgen Metzler hatte diese Übung als schnellster Orber in 1:01h hinter sich gebracht. Es folgten drei beziehungsweise vier Minuten dahinter Florian Brosch und Alexander Nikolopoulos, die mit ihrer Auftaktdisziplin nicht wirklich zufrieden waren. Im Rahmen ihrer Möglichkeiten blieb Julia Nikolopoulos, die wenig später (1:13h) aufs Rad wechseln konnte.

Kalte Radausfahrt
Auf dem Rad gab das auch als „Radmonster-WG aus der Brönnerstraße“ bekannte Duo Nikolopoulos dann Vollgas und sammelten Konkurrent um Konkurrent ein. Schon zur Hälfte der 180 Radkilometer hatte Julia die Führung, Alexander Platz zwei in der Altersklasse erobert. Mit den Windgeschwindigkeiten von um 40km/h und dem einsetzendem Regen hingegen hatte Florian Brosch erheblich mehr Probleme. Sein Motor lief zu keiner Zeit auf dem Rad richtig warm. Jürgen Metzler dagegen lieferte in der Windigen Wetterau eine solide Leistung ab und ging mit einigen Reserven auf die Laufstrecke. Die aber erreichte mit der schnellsten Radzeit aller Amateure (4:44h) Alexander Nikolopoulos als erster des Kurstadt-Quartetts. Gefolgt wurde er von Brosch, der in 5:05h noch in Schlagdistanz zu einem Qualifikationsplatz für die Ironman-WM auf Hawaii lag.




(Alex auf dem Rad)


Ebenfalls eine großartige Radleistung lieferte Julia Nikolopoulos ab. Sie benötigte für die 180 Kilometer nur 5:15h. Damit blieben die Radbestzeiten der Amateure in ein und dem-selben Haushalt, denn keine Amateurin war auf dem Rad schneller als Julia Nikolopoulos. Den Abschluss der Orber Radausfahrt bildete die Einfahrt von Jürgen Metzler am Mainkai. dessen Aufholjagd sollte aber gleich per Pedes folgen.


Heiße Sohlen und kalte Muskeln auf der Laufstrecke

Unter den Top 20 nahm Alexander Nikolopoulos den abschließenden Marathon in Angriff. Mit für ihn typisch langgezogenen Schritten stapfte er unaufhaltsam auf das Podest seiner Altersklasse zu. Gebremst nur durch einen unvermeidlichen Toilettenstopp bei der Hälfte des Marathons musste er lediglich einen Konkurrenten passieren lassen und kam so in 9:12h auf den dritten Rang der Altersklasse 35. Bei dieser Leistung konnte es sich Alexander sogar leisten, der Gesamtsiegerin des Damenrennens, auf die er kurz vor dem Ziel ausgelaufen war, galant den Vortritt zu lassen.

Für Florian Brosch, der darauf gesetzt hatte, dass der von der Kälte verspannte Rücken und die eingefrorenen Füße vielleicht noch auf der Laufstrecke auftauen würden, sollte es hingegen ein ganz harter Tag werden. Zu keinem Zeitpunkt konnte er beim Laufen zur Normalform finden.



(Florian Brosch im Tunnel)

Dass er den Marathon trotz Wind und Regen noch in 3:29h absolvierte, war allein seinem unbändigen Durchhaltewillen zu verdanken. Schon auf der ersten von vier Laufrunden hatte Brosch auf keinerlei Ansprache von außen mehr reagiert. Trotzdem konnte sich Brosch in einer Endzeit von 9:45h als 17. ganz weit vorn in seiner Altersklasse 25-29 platzieren.

Jürgen Metzler dagegen lief sich am Main erst so richtig warm. Von Kilometer zu Kilometer sah er lockerer aus und machte zu Fuß das, was Alexander und Julia auf dem Rad gemacht hatten: mehr als 200 Konkurrenten überholen.



(Jürgen, fliegend)


Fast schon wie ein Uhrwerk spulte er jeden Kilometer in 4:50min und den gesamten Marathon in 3:24h ab. So stand am Ende für ihn der 38. Platz in der Altersklasse 35 zu Buche.

So richtig kurz aber läßt sich das, was sich in der Altersklasse W 35 am Main abspielte nicht schildern: Mit von außen locker anmutendem Schritt flog Julia Nikolopoulos mit Rü-ckenwind förmlich die ersten Kilometer mainaufwärts. Der geneigte Zuschauer hätte vermuten können, dass das hier laufende Projekt „Marathon in 3:30h“ auf dem Rückweg gegen den Wind mainabwärts scheitern könnte. Aber nichts dergleichen geschah.


(Julia beim Schlussprint)


Ähnlich präzise wie Jürgen Metzler hakte Julia Nikolopoulos jeden Kilometer in gleichbleibendem Tempo ab. Und das nur jeweils zehn Sekunden langsamer als ihr männlicher Teamkollege. Nach der Hälfte des Marathons sah sie immer noch fit aus, erst auf der dritten von vier Runden konnte man ein wenig Ermüdung in ihren Augen sehen. Anders aber als vor Jahresfrist, da hatte sie bei Temperaturen um 30 Grad schon früh das Tempo erheblich drosseln müssen, war am vergangenen Sonntag Julia-Wetter. Mit einer Marathonzeit von 3:31h stellte sie am Ende neben der schon erwähnten Radbestzeit der Amateurinnen auch deren drittbeste Laufzeit aufgestellt und lief mit mehr als einer halben Stunde Vorsprung als erste und damit als Europameisterin der ihrer Altersklasse auf dem Römerberg ein.

Next Stop: Hawaii
Mit dieser Leistung haben Alexander und Julia selbstredend auch das Ticket für die Teilnahme an der Ironman-WM im Oktober auf Hawaii gelöst. Dort werden Kurstädter Triathleten, von denen Tim Stutzer das Ticket bereits in der Tasche hat, zumindest mit einem Trio antreten. Nachziehen allerdings kann immer noch Adi Kohr, der am übernächsten Wochenende sein Quali-Glück beim Ironman Regensburg sucht.


Ergebnisse Ironman Germany 2011
Frauen
1. Steffen, Caroline 9:12:13h (49:16 - 4:51 - 3:27)
2. Zelenkova, Lucie (RSA) 9:13:4h (47:59 - 5:06 - 3:15)
3. Tajsich, Sonja (GER) 09:14:14h (58:34 - 5:05 - 3:04)
[…]
14. (1. W35) Julia Nikolopoulos TV Bad Orb 10:06:23h (1:13 - 05:15 - 3:31)

Männer
1. Al-Sultan, Faris 8:13:50h (46:05 - 4:26 - 2:57)
2. Raphael, Jan 8:19:31 (48:12 - 4:38 2:49)
3. Göhner, Michael 8:20:26 (50:08 - 4:38 - 2:47)
[…]
34. (3. M35) Nikolopoulos, Alexander TV Bad Orb 9:12:16h (1:05 - 4:44 - 3:15)
155. (17. M25) Brosch, Florian TV Bad Orb 9:45:44 (1:04 - 5:05 - 3:29)
225. (38. M35) Metzler, Jürgen TV Bad Orb 9:50:21h - (1:01 - 5:18 - 3:24)

Detailergebnisse:
http://ironman.de/dokumente/ergebnisse_IMEU_2011.pdf

Dienstag, 19. Juli 2011

IM Germany 2011 - Im Quintett nach Kona?

Sie wollen nachziehen!

Einer aus dem Team hat das begehrte Ticket für die Ironman-WM auf Hawaii schon in der Tasche, am kommenden Wochenende will das Quartett Jürgen Metzler, Florian Brosch, Julia & Alex Nokolopoulos beim Ironman Germany, "nachlösen". Alle Viere sind körperlich und geistig fit, das Rennen kann kommen.

Viel Erfolg!

Dass Bad Orb um die Ecke von Frankfurt liegt, hat offensichtlich schon Fans des Quartetts an den Main gelockt. Anders läßt sich dieses Fundstück, kaum erklären.

Montag, 18. Juli 2011

Citytriathlon Hamburg - Athletenbericht Jörn Gabler

Fischbrötchen oder Hamburg?






Dann doch lieber Pasta! Diese Frage stellte sich am Vortag des Sprintrennes in der schönen Hansestadt Hamburg. Aber erstmal der Reihe nach.
Vergangene Woche bekam ich von den Jungs von Zoggs/ 2xu (Filser- Sportmarketing) den Startplatz für das Sprintrennen des Hamburg City Triathlons angeboten. Klar, dass ich da nicht nein sagte. Ich vergaß dabei nur, dass auch die Hinfahrt wie auch eine Unterkunft organsiert werden musste. Naja das erledigte ich dann noch spontan am Dienstag.
Nachdem ich Donnerstagabend noch mehr schlecht als recht mein Seminar- Sitzung beendet hatte, ging es zum nächst besten Junk-Food- Tempel meines Vertrauens, denn hochwertiges Essen ist essentiell für gute Leistungen im Sport. Und dann ging es ins Bett, weil es zum Studenten untypischen Zeiten mit dem Zug nach Hamburg ging.
Nach dem Einchecken im Hotel fuhr ich mit der U-Bahn zum Jungfernstieg, an dem die Triathlon- Messe statt finden sollten, um Anton von 2xu zu treffen um meine Nachmeldeunterlagen zu erhalten. Nachdem dies alles reibungslos abgelaufen war und ich mir sogar noch eine Startwelle aussuchen durfte, schnürte ich mir die Laufschuhe um mich mit der Laufstrecke vertraut zu machen- ein flacher Wendepunktkurs mit zahlreichen Ecken und Kurven war mein Fazit. Mit meinem Focus Izalco Crono Bike wollte ich im Anschluss noch die Radstrecke anschauen, leider musste die Fahrt aufgrund des hohen Verkehrsaufkommens doch etwas verkürzen und beließ es auf ein paar wenige Sprints. Nach dem kurzen Training stellte sich für mich die Frage der Nahrungsaufnahme: Fischbrötchen oder Hamburg? „Ähm dann doch Pasta…!“
Am nächsten Morgen, ich hatte am Vorabend alles fürs Rennen präpariert, musste ich feststellen, dass meine Startnummern, Chip und die Nummeraufkleber nicht zueinander passten. Mal war es die Startnummer 5583 und dann wieder 5584. Also musste ich noch einmal zur Akkreditierung, nach einer gefühlten Ewigkeit konnte das Problem gelöst werden und ich konnte zum Einchecken gehen. Allerdings war bis dahin mein an sich groß zügig bemessenes Zeitbudget fast aufgebraucht, so dass ich gerade noch so meine Wechselzone einrichten konnte (meine Güte ich habe noch NIE so eine riesen Wechselzone gesehen), und zum Schwimmstart rennen musste (dann war ich auch warm ), schnell zog ich meinen Neopren- Anzug noch an, sprang in das kühle Nass machte noch einige wenige Schwimmzüge und dann ging es los.
Vom Start ab lag ich gut in meiner Startgruppe im Wasser bis zur Wendepunktboje auf Platz eins oder zwei. Als ich einen Schwinger von meinem Nebenmann bekam und ich kurz schwarz sah (könnte natürlich auch an der trüben Alster gelegen haben), ging die erste Disziplin problemlos weiter. Ab da lag ich auf Position zwei dieser Startgruppe. Diesen Platz konnte ich dann auch bis zur Wechselzone verteidigen. In der ein Kilometer langen Wechselzone konnte ich dann meine Laufstärke ausspielen und mich auf Position eins (meiner Startgruppe) vorschieben. Dann ging es zu meiner vermeidlich schlechtesten Disziplin dem Rad fahren. Am Donnerstag zuvor hatte ich noch einmal einige Intervalle auf dem Rad gemacht. Und genau dieses Tempo schlug ich dann auch auf meiner Maschine an. Kilometer um Kilometer sammelte ich Starter aus den früheren Startgruppen ein und wunderte mich, dass von hinten niemand kommt. Nachdem die Verwunderung etwas entschwunden war, dachte ich mir, dass ich vielleicht zu schnell fahren würde. Aber nachdem nach ein bis zwei Kilometer wieder nichts passiert, entscheid ich mich für Kopf einziehen und treten bis Laktat in die Bein schießt oder ich k****.
Bis zur Wechselzone hatte ich dann einen 40ziger Schnitt gefahren. Fast wäre das auch, das Ende des Rennens gewesen als ein Teilnehmer aus einer anderen Startwelle direkt vor mir am Eingang der Wechselzonen stehen blieb.Wäre ich nicht just in diesem Moment vom Rad gesprungen, hätte ich einen Salto über den Lenker abfangen müssen. Aber so ging es glimpflich aus und ich konnte wechseln.
Das Laufen ging leicht von der Hand, oder besser gesagt leicht von den Beinen. Zwar sammelte ich beim Laufen weiter Athleten ein, allerdings wartete ich immer noch darauf, dass jemand von hinten anrauschen würde. Aber das passierte nicht. So erreichte ich in 1:06:22 das Ziel. Bis dahin wusste ich nicht welchen Platz ich belegt habe und rechnete mit einem unter den ersten Zwanzig aus.
Am frühen Abend lief ich an den Rennaushängen vorbei und überflog die ersten Seite von unten nach oben nach meinem Ergebnis. Nichts, gar nichts war zu lesen, dachte ich, und las auf dem zweiten Zettel nach- auch nichts. „So ein sch***“ dachte ich mir und studierte nun den ersten Zettel noch einmal genauer und siehe da: Ich hatte den 2 Platz overall erreicht. Und noch etwas mehr Freude ich mich darüber, dass ich in meiner vermeidlich schlechtesten Disziplin, dem Radfahren, den drittschnellsten Split des Tages erbracht habe.

Sonntag, 17. Juli 2011

Jörn Gabler Zweiter beim Hamburg City Triathlon


3500 Athleten waren dabei, gestern beim Sprintrennen im Rahmen des Hamburger Citytriathlons und Jörn kam als Gesamt-Zweiter an.

Reeeespekt!

Detailergebnisse: http://www.hamburg-triathlon.org/images/stories/agegroup/pdf/2011/sprint_gender.pdf

Montag, 4. Juli 2011

Jürgen Metzler erkämpft Podium bei den hessischen Kurzdistanzmeisterschaften

Die Wettbewerbe der hessischen Meisterschaften fangen an, Jürgen Metzler vom Team Spessartchallenge des TV Bad Orb besondere Freude zu bereiten. Nicht nur, weil dies wunderbar spannende Wettkampfformate des Triathlon sind. Viel mehr erreichte Metzler bereits vor zwei Wochen bei den Hessenmeisterschaften über die Mitteldistanz den Titel des Vize-Hessenmeisters der Altersklassenwertung. Nun gesellt sich noch der "bronzene" Rang bei den hessischen Meisterschaften über die Kurzdistanz hinzu. Der Wettkampf im nordhessischen Kassel startete mit einem 1500m Schwimmen, für das Metzler 23:30min benötigte. Dies brachte ihn in eine gute Ausgangssituation für die fogenden Disziplinen. Die 37km lange und überdies anspruchsvolle Radstrecke war nach 1:07 Stunden gemeistert. Es folgte ein 10km-Lauf in den Fuldaauen, den der Orber nach 38:09min hinter sich brachte. Nach 2:11 Stunden war Metzler als 15. der Gesamtwertung im Ziel und holte mit dieser Zeit die Bronzemedaille seiner Altersklasse. Mehr als zufrieden schloss der Orber Triatlet mit diesem Erfolg seine Vorbereitungsrennen für den Frankfurter Ironman ab und blickt zuversichtlich in Richtung Saisonhöhepunkt.

Sonntag, 3. Juli 2011

Fünfter Sieg in Folge: Kanone Kohr siegt in Bad König



Zum fünften Mal in Folge gewinnt Adi Kohr den Sprinttriathlon in Bad König. Über die Strecken von 500m Schwimmen, 23 km Radfahren und 5 km Laufen konnte der langjährige Konkurrent Tim Koch vom VfL Michelstadt auch dieses Jahr nicht mithalten. Mit Streckenrekord von 1:06:17 Std. distanzierte Kohr den Odenwälder um mehr als eine Minute. „Obwohl ich einige Tage vor dem Wettkampf hart trainiert habe, ist es mir gelungen, meine Streckenbestzeit aus dem Jahr 2008 noch mal zu unterbieten. Das Training für meinen Saisonhöhepunkt ‚Ironman Regensburg’ schlägt an. „ Ich hoffe, dass endlich Timo Bracht am Wettkampf im nächsten Jahr teilnimmt. Timo wohnt ja nur ein paar Kilometer entfernt in Eberbach am Neckar - damit ein weiterer großer Namen des Triathlonsports in den Siegerlisten des Kinnischen Triahtlons in Bad König steht, “ kommentiert Kohr seine Visionen mit einem Lächeln.