V I S I O N K R A F T L E I D E N S C H A F T P U L S A T E M P O F R E U D E

Montag, 27. August 2012

Hessische Meisterschaft Sprintdistanz: Bernd Paczarkowski wieder "Vize"

Bernd Paczarkowski wieder auf dem Weg zum Hessischen Vizetitel

Am Wochenende fanden die Hessische Meisterschaft der Triathleten auf der Sprintdistanz (750m Schwimmen, 22 Km Radfahren, 5Km Laufen) in Eschwege statt. Aus unserem Team war Bernd Paczarkowski, im Vorjahr schon Vizehessenmeister, mit am Start. Nach 750m schwimmen im Meinhardsee entstieg Bernd als erster seiner Altersklasse dem Wasser. Auf dem Rad musste er bei starken Windböen und bergigen Kurs einige Konkurrenten ziehen lassen. O- Ton: "Na ja, ich bin halt keine Bergziege!" Beim abschließenden Lauf über fünf Kilometer, der drei heftige Anstiege in sich hatte, sammelte Bernd aber wieder so manchen Athleten wieder ein. Die Laufzeit betrug 20:09 min. was ebenfalls die beste Laufzeit seiner Altersklasse TM 50 bedeutete. Mit der Gesamtzeit von 1:17,21 konnte er mit dem erreichten Vizititel durchaus zufrieden sein. Am nächsten Wochenende startet Paczarkowski noch bei der Challenge Walchsee in Österreich auf einer Mitteldistanz (1,9 - 90 - 21).

Vogelsberger Volkstriathlon: Podestplatz und Bestzeiten für Sebastian Heinl und Jean-Marc Paczarkowski

Sebastian Heinl (links) und Jean-Marc-Paczarkowski in Birstein
Am vergangenen Samstag starteten Sebastian Heinl und Jean-Marc Pazcarkovski auf der Sprintdistanz des Vogelsberger Volkstriathlon in Birstein. Beide nutzten die Gelegenheit um bei der eher kleinen Veranstaltung Erfahrungen zu sammeln. Geschwommen wurde im 25 Meter Becken des Birsteiner Freibades. Sowohl Jean-Marc als auch Sebastian konnten ihre persönlichen Bestleistungen beim Schwimmen verbessern und wechselten zügig auf die recht anspruchsvolle Radstrecke, die Sebastian als Mountainbiker sehr gelegen kam.

Sebastian beim Wechsel zum Radfahren

Noch auf Platz fünf liegend nahm sich Sebastian den Zuruf „mach uns keine Schande“ eines wohl bekannten Vereinsmitgliedes zu Herzen und sammelte so gleich vier vor ihm liegende Triathleten ein und begab sich auf die Verfolgung des bis dahin führenden Sven Kailing vom SV-Gelnhausen. Jean-Marc, der in einer anderen Startgruppe gestartet war, bewältigte die 22km ebenfalls ohne Probleme. Der Wechsel auf die Laufstrecke gelang Sebastian nicht so schnell wie erhofft und so fand er sich auf dem 4. Platz liegend wieder. In der Wechselzone hatten ihn zwei Konkurrenten überholt. Auf der zweiten Laufrunde schließlich wurde Sven Kailing, der mit Krämpfen zu kämpfen, hatte eingesammelt. Mit dem besten Laufsplit aller Teilnehmer (18:44min) kam Sebastian am Ende in einer Gesamtzeit von 1:06:45h  auf dem 3.Gesamtrang ins Ziel. Mit diesem Ergebnis bei seinem vierten Triathlon war er dann mehr als zufrieden. 
Jean-Marc auf dem Weg zum Laufen
Jean-Marc, der mit seiner Leistung ebenfalls zufrieden war finishte auf dem 38. Gesamtrang mit einer Zeit von 1:25:46.h Zu erwähnen sei noch, dass Sebastian am darauffolgenden Sonntag in Rossbach beim Biebergrund Bikemarathon den 13. Gesamtrang erreichte.

Ergebnisse Vogelsberger Volkstriathlon Birstein 2012

Platz Name Gesamtzeit Schwimmen Rad Laufen

1. Sommer, Torben 01:05:45 00:08:06 00:38:00 00:19:39
2. Jackel, Manuel 01:06:03 00:08:57 00:38:00 00:19:06
3. Heinl, Sebastian 01:06:45 00:09:28 00:38:33 00:18:44
38. Paczarkowski, Jean-Marc 01:25:46 00:10:43 00:49:13 00:25:50


Donnerstag, 23. August 2012

Embrunman 2012 - Rennbericht von Jörg Treffler (im O-Ton, so wie der Hesse eben schwätzt - ohne Punkt & Komma)

Vor lauter Nervosität kann man in der Nacht zum Wettkampf allemal nicht richtig schlafen, deswegen fällt es einem gar nicht so schwer um 300Uhr in der Früh aufzustehen. Selbst das etwas ungewöhnliche Frühstück welches aus einem großen Teller Nudel mit Bolognese, kalt versteht sich, einer halben Tafel Nougat Schokolade und reichlich Kaffee bestand war recht gut zu essen.

Doch schon ging es um 400Uhr an den Start, welcher 2,5KM von unserer Ferienwohnung entfernt war. Der Gedanke diese Strecke nach dem Wettkampf wieder zurück laufen zu müssen stimmte mich schon anders, da es doch sehr steil bergab ging und somit nachher steil bergauf. Bepackt wie ein Esel mit allem was man so braucht zog ich mit meiner Besten in Richtung Start. Ein reges Treiben war in der Wechselzone schon im Gang als wir angekommen sind. Eine Menge Presse, Radio und TV Reporter tummelten sich zwischen uns und hielten Interviews mit den Favoriten. Trotz allem ging es sehr ruhig und gelassen zu und es war kein Stress zu spüren. 


Nachdem ich alles zurechtgemacht und meine Eigenverpflegung abgegeben habe, verließ ich die Wechselzone um mir sitzend auf einer Bank den Neo anzuziehen.


Ging soweit auch alles gut wäre da nicht schon die erste buchstäbliche Hürde gewesen als ich wieder an den Start wollte. Die Orga hat den Startbereich so abgesperrt das ich selber nicht mehr rein gekommen bin. Kleine Panik ist aufgekommen und der Weg über den normalen Eingang wäre bis zum Startschuss viel zu weit gewesen. So habe ich mich kurzerhand schnell von meiner Lieben verabschiedet, habe mich unter die zahlreichen Zuschauer gemischt und mich an die Absperrung vor gearbeitet. Angekommen an den Absperrgittern bin ich kurzerhand darüber geklettert und an der ersten Reihe der schon positionierten Starter angekommen. Doch ganz vorne wollte ich nicht starten und so bin ich durch die wartenden Starter etwas weiter nach hinten gegangen. Diese Aktion blieb nicht unbemerkt und einige anderen Ausgesperrten folgten meinem Handeln. Nun so stand ich da und wartete auf den Startschuss. Wie immer hat man das Gefühl man müsste noch mal auf Toilette und es ist alles andere als angenehm auf einem Punkt stehen zu müssen und das Gefühl zu haben man muss dringend. So war der Startschuss für mich so etwas von befreiend endlich ins Wasser laufen zu dürfen das ich eigentlich gar nicht daran dachte dass es ja jetzt echt los geht und der längste und schwerste Tag in meinem Leben begann.

Es war noch dunkel um 600Uhr als wir im Wasser hinter einem Blinklicht her schwammen, welches uns den Weg zeigen sollte. Wie die Motten die alle in das Licht fliegen schwammen wir auf das Licht zu. Die einzige Orientierung die ich hatte waren die Athleten links neben mir. Ich war nur darauf bedacht ja die anderen nicht zu verlieren da ich mich sonst sehr schlecht hätte orientieren können. Ich hoffte aber auch dass die anderen das nicht genau so machten wie ich. Auf einmal schabte meine Hand gegen etwas festen, als ich kurz hielt um mich zu orientieren sah ich das wir sehr nah an herausragenden Felsen schwammen die am Rand aufgetürmt waren. Da wurde mir erst richtig klar wie gefährlich auch das schwimmen im Dunkeln sein kann. Ich wusste zu keinem Zeitpunkt wie viel ich geschwommen bin und wo ich war. Ich dachte mir nur solange die anderen neben mir noch schwimmen kann ich gar nicht so falsch sein. Nach 25 Minuten machte sich meine Uhr bemerkbar, ich hatte diese Zeit noch vom letzten Freiwassertraining eingestellt und vergessen sie auszuschalten. Nun war mir klar dass ich 25 Minuten unterwegs war, wobei ich auch dachte wir hätten die erste Runde 1900Meter schon hinter uns. Kann aber nicht sein das wäre eine Zeit die ich wohl niemals schaffen werde. Also weiter ging es und so langsam konnte man über und auch unter dem Wasser etwas sehen da es hell wurde.




So ungefähr 300Meter vor dem Ziel wusste ich wo ich war und wo ich hin musste. Also habe ich die letzten 300Meter mein Ding alleine gemacht und bin ins Ziel geschwommen. Mit einer Zeit von 01:09 hätte ich aber nie gerechnet und war total zufrieden. Vorab habe ich mir natürlich ein Zeitplan gemacht, schon alleine deswegen um Ulli etwa eine Richtlinie geben zu können. Aber das ich diesen um 6 Minuten unterbiete war schon mal ein klasse Anfang.

Nun sollte es aber ernst werden, das Radeln der längste Teil an diesem Tag begann. In der Woche davor in der ich dort war fuhr ich schon ein wenig in den Bergen herum. Mir war schon klar dass ich trainingstechnisch in dieser Woche nix mehr machen konnte um meine Form zu verbessern doch wollte ich ein Gefühl für die Berge bekommen. In dieser Vorwoche bereute ich eigentlich schon dass ich hier bin um einen Wettkampf zu machen und so nicht mehr fahren konnte. Die Gegend ist einfach traumhaft und hat meinen bisherigen Lieblingswettkampf in Lanzarote um weiten geschlagen, aber wieder zurück zum Wettkampf. Ich fuhr das ganze so wie vorgenommen als wäre es eine RTF, hart wird es schon von alleine sagte ich mir und bin das recht locker angegangen. Ich hatte mich mit Ulli an der Radstrecke verabredet und konnte es kaum erwarten bis ich da war. Huch was war das, mein Name mit Startnummer stand auf der Straße mit Kreide geschrieben. Doch ich muss sagen Unterstützung und Zuspruch tun mir besser als das Gegenteil.

Und schon war ich auch bei Ulli die gleich mal ein Video von dem Geschehen gemacht hat. Hier mal ein Link zu einem Video um einen Eindruck zu verschaffen http://www.youtube.com/watch?v=-P454hjWZNA&feature=youtu.be
Es ging gut und ich war guter Dinge wobei ich mich ein wenig wunderte das die ersten 7KM bei 450HM gefühlt schlechter gingen als beim testen vor ein paar Tagen. Doch ich war nicht bereit etwas mehr Druck zu machen da noch einiges kommen sollte. Die ersten 40KM der Radstrecke sind die gleichen die 2 Stunden später die OD fahren sollte und da ich dieses Vorab in 1:35 gefahren bin war diese Zeit mein erster Anhaltspunkt nach dem ich mich richten wollte. Nun es wurden 1:39 und ich war echt verwundert weil es wie getippt doch schwerer war als gedacht aber nicht das ich Mühe gehabt hatte, locker war noch immer meine Devise. Der Grund liegt wohl daran das der Wind ab KM 30 anfing uns entgegen zu pusten. Nun was ich jetzt schreibe klingt wieder… Es ist Fakt wir hatte ab KM 30 bis zum Ende nur Gegenwind. Ja es ist eine Runde und wenn der Wind von vorne kommt, kommt er auch mal von hinten, PUSTEKUCHEN das tat er nicht. Durchschnittliche Windgeschwindigkeit 11,3KM/h ich verfluchte diesen Wind später ab KM 130 dermaßen das glaubt man nicht aber dazu später. Selbst im Radio und im TV wo dieses Rennen übertragen wurde, wurde gesagt das solche Windbedingungen in den 29 Jahren noch nicht da gewesen sein sollen ( Unsere Vermieter erzählten uns dieses später ). Sorry ja ich weiß da wo ich mitmache.. es ist aber Fakt. Hier mal eine Grafik die die Windrichtung anzeigt die zum Zeitpunkt meiner Radeinheit aufgekommen ist.


Nun es war mir aber noch nicht so klar dass es so wird wie es geworden ist und ich radelte und radelte. Auf einmal kamen an mir 3 Fahrer vorbei die das Ganze wohl mit einem Team Zeitfahren verwechselt haben. Ich dachte ich spinne schön im Windschatten und die gingen ab wie die Feuerwehr. Scheren vor mir rein und machten sich davon. Dahinter aber gleich das Motorrad und ich war mir sicher die bekommen nun das was sie verdienen. Ich dachte ich falle vom Rad als der Beifahrer seine Kamera zuckte ein Bildchen vom MIR machte und mir ein Finger zeigte. Wie ich??? bin ich besoffen oder was???? Haben die nicht gesehen das die…. OK ich hatte nicht abgebremst als die vor mir einscherten, aber… das kann doch nicht sein. Ich war echt sauer am liebsten hätte ich angehalten und das Rad vor Zorn in die Ecke geschmissen. Aber dafür konnte ja das Rad nix im Gegenteil das schnurrte wie eine Eins, einfach 1a. Ich war echt sauer und radelte mit Zorn im Bauch den ich nicht raus lassen wollte weiter. Bei der nächsten Verpflegungsstelle stand ein Motorrad mit Kampfrichter und ich befragte ihn was das soll und wie ich mich verhalten soll… Bin ich jetzt raus?? muss ich Strafzeit absitzen… oder oder ??? Die Wettkampfbesprechung war in Französisch und ins Englisch nicht gerade gut übersetzt worden. Er zuckte immer nur und meinte dass ich doch ruhig weiterfahren sollte, alles OK. Ich fuhr weiter und war trotz allem noch geladen. Ich befragte mich ob ich eventuell nun alles umsonst radel und nachher in der Wechselzone wegen irgendeinem Nichteinhalten der Verwarnung raus bin.. Soll es das schon gewesen sein. Die Landschaft die echt ein Traum ist lenkte mich ab und gab mir das was ich brauchte. Zufrieden sein, dabei zu sein und egal ob sie mich rausfeuern oder nicht das Erlebnis gehabt zu haben. Einfach toll.

So waren wir auch schon am Col D’Izoard und da ich diesen vorab mit dem Auto abgefahren bin und mir ihn gut eingeprägt habe bin ich diesen so angegangen wie ich mir das dachte. Fast genau 25KM ging es nun bergauf, durchschnittlich 7,2% Steigung und maximal 11% waren nun vor einem. In 1:54 war ich oben und hatte auch hier keinerlei Probleme und bin den Col mit einem 142Puls hoch geradelt. Oben angekommen sah die Sache schon ein wenig anders aus, ich hielt an um mir meine Eigenverpflegung geben zu lassen. In diesem Moment wurde mir schon ein wenig anders und mein Kreislauf sackte ab. Ich war total überrascht das es mir auf einen Schlag nicht mehr so gut ging. Ich war der Meinung das ich noch einige Kilometer so hätte fahren können aber dann auf ein Schlag. Ich glaube das hatte etwas mit dem anhalten zu tun. Egal Tasche geschnappt und meine Sachen raus. Doch ich hatte einfach keinen Hunger. Das ist wohl mein größtes Problem, ich habe bei einem Wettkampf immer das Problem das ich nix zu mir nehmen kann außer was zu trinken. Auch hier war es nicht anders. Bis zum Col hatte ich kein Gel kein Bar oder sonstiges genommen. An den Verpflegungsstationen eventuell mal ein Stück Banane aber sonst nur zu trinken. In meinen Beutel packte ich mir ein Salamibrötchen und eine Tafel Nougat Schokolade aber ich konnte an nix ran. Ich überwindet mich und biss zweimal in mein Brötchen. Als ich dann gesehen habe dass es Cola gab war auch klar was ich nun wollte. Alles wieder in die Tüte, die Tüte abgeben und nun Cola in mich rein ohne Ende. Flaschen noch mit Cola gefüllt und weiter ging es. Mir ging es auch wieder gut und die Abfahrt erholt ja auch dachte ich mir. Ich hatte 100KM hinter mich gebracht und die kommenden 26KM sind ja geschenkt war mein Gedanke.

Ich war genau 5 Stunden unterwegs als ich am Col D’Izoard angekommen war und in dem Moment in dem ich wieder losfahren wollte sah ich das Motorrad welches mich verwarnte und ein Bild von mir gemacht hatte. Der Zorn kam sofort wieder auf und ich bin hin und befragte ihn mit Händen und Füssen und mit meinem bisschen Englisch, was wie wo den sei. Ich sage euch ich wusste nicht mehr was ich sagen sollte als er mir sagte das sie vom Foto-Team seien und sie mir nur mitteilen wollten mit dem Finger das sie ein Bild von mir gemacht haben. Ei so schreibt doch auf eure Weste am besten PhotoTeam oder wer weiß was drauf. Also ich war noch im Rennen alles o.k. Ich fuhr runter wie ein Bekloppter da ich noch voll in meiner gedachten Zeit war. Ich wollte um 12 Uhr am Col D’Izoard sein und es war genau 12 Uhr.

Hier mal meine gedachte Zeitaufstellung.



Doch wie auch gedacht “Ich fange an als wäre ich bei einer RTF hart wird es von alleine..:“ war ich schneller bei dem harten Teil als gedacht. Es ist eine schleichende Sache und nach 10KM im Wind, so bei KM 135 auf einem relativ geraden Stück merkte ich schon gut wie das Ganze zerrt. Ich muss echt mal was Essen sagte ich mir, doch konnte ich mich einfach nicht dazu bewegen endlich mal ein Gel von meinen 3 mitgenommenen zu verzerren. Stattdessen nahm ich an jeder Station Cola zu mir wie ein Gestörter. Die zwei Radflaschen die ich mitgenommen hatte füllte ich auch immer mit Cola und so ernährte ich mich nur von diesem schwarzen Zeug. Es sollten ja noch ein paar Anstiege kommen und die Heimrunde kannte ich nicht, bis auf die letzten mörderischen 13KM. Ein Bekannter von mir meinte als wir uns eine Woche zufällig vorab am Col trafen das ich mir das steile Stück unbedingt noch anschauen sollte. Ich bin nicht mehr dazu gekommen und so wusste ich nicht was noch auf mich zu kommen würde.

Als wir mal wieder eine der unzähligen Anstiege hoch gefahren sind, welcher sich recht lang zog, dachte ich mir dass er doch so steil gar nicht sei. Mit dem Gedanken nun auch das Unbekannte gemeistert zu haben ging es immer wieder gegen den Wind den ich schon angefangen habe zu verfluchen. Immer wieder im Lenker liegend versuchte ich gegen den Wind zu kämpfen. Das empfand ich als mürbender als die Berge. Seit dem wir vom Col D’Izoard unten waren sah man einige Mitstreiter im Graben liegend total erschöpft. Sanitäter und Rettungsfahrzeuge. Mir wurde es ganz anders und das ganze Rennen wurde auf einen Schlag etwas melancholisch. Hatte man gerade mit dem Gedanken abgeschlossen, sah man schon den Nächsten an der Straßenseite. Doch egal was passiert ist oder passieren würde nach Embrun zurück muss ich so oder so. Es ging mal wieder eine Abfahrt recht steil bergab ohne Kurven so dass ich die Bremsen aufmachen konnte. Fast unten angekommen traute ich meinen Augen nicht mehr. Da war eine Wand vor einem, hätte ich nicht gesehen das dort welche hoch gefahren sind hätte ich gedacht das vor der Wand bestimmt abgebogen wird. Wie ein wilder tritt ich in die Pedale um soviel Schwung wie es geht zu bekommen um da soweit es ging hochzukommen. 23% Steigung und das 2KM lang nach über 150KM ist echt gemein. Ich war nun echt froh das 26er Ritzel zu haben und versuchte oben anzukommen. Nach ¾ der 2KM fing mein rechter Oberschenkel an zu verkrampfen. Ich sagte mir was will ich meine Muskeln kaputt machen und eventuell oben aussteigen müssen und das Rennen frühzeitig zu beenden. Also bin ich abgestiegen und fing an das Rad zu schieben und das Bein zu lockern.

Auf einmal rief einer von hinten “ Du bist also der Alex hätte nicht gedacht Dich auf dem Rad zu treffen“ Ich schaute zur Seite da er nicht schneller fuhr als ich lief und meinte das ich nicht der Alex sei. Die Verwechslung kam deswegen auf da ich natürlich das Trikot vom TV Bad Orb an hatte und Alex sich unter TV Bad Orb angemeldet hatte und nicht unter Team SpessartChallenge, welches eigentlich das Team des TV Bad Orb ist. Ich sagte zu Ihm nun “Alex hättest Du auf dem Rad auch mit Sicherheit nicht angetroffen, das ist eine andere Liga“ schon lustig solche Zwischenereignisse. Wir Deutschen konnten uns recht gut erkennen da wir alle zusammenhängende Nummern hatten ( 103-114 ).

Ok zurück zum Wettkampf, als der Anstieg flacher wurde bin ich wieder aufs Rad und fuhr weiter. Oben angekommen kam ein Wind entgegen so das man dachte man würde noch am Berg sein, irre einfach irre. Nun waren es nur noch 40KM und die letzten 13 waren mir bekannt, auch durfte es bis zu den letzten 13KM nicht mehr wild werden wenn der Wind nicht gewesen wäre. Um 14:30 wollte ich an der Brücke und den letzten 13KM sein und Ulli wartete bestimmt schon. 45Minuten später als gedacht war ich an der Brücke und Ulli machte sich schon echt Sorgen. Sie hatte mich schon gesichtet als ich mal wieder an der Getränkestation Cola in mich rein kippte. An der Brücke angekommen und Ulli gesehen hielt ich kurz noch mal an und meint zu ihr das es doch mehr als brutal sei. Von den Temperaturen 32°C im Schatten ( doch war nirgends aber auch nirgends Schatten ) möchte ich erst später berichten.



Die letzten 13KM auf dem Rad waren nun dran. Ich kannte die Strecke und es war alles andere als gemütlich nach 180KM diesen Anstieg zu fahren. Es sind 6,5KM bei 370HM maximale Steigung von 13% aber nach 9 Stunden Wettkampf tut das weh. Der Wind war nun nicht mehr das Problem wobei er nicht weniger wurde. Die Hitze machte immer mehr zu schaffen, und das nicht nur mir. Der Kollege der mich mit Alex verwechselte lag neben in der Straße und musste aussteigen und ich sah auf dem kurzen Stück nach oben ca. 8 Athleten die mit Rettungsfahrzeugen abtransportiert wurden. Wie schon vorhin mal gesagt, diesen bitteren Beigeschmack braucht kein Mensch. Ich hoffte mir das Stück gut einzuteilen und kurbelte das Stück hoch. Ich wage es mich kaum zu schreiben aber die durschnittlichen 6,3% kurbelte ich alle im 26iger Blatt. Ich wusste wenn ich oben bin war es rum. Danach ging es nur noch abwärts bis in die Wechselzone. Kurz vor dem Ende jubelten welche neben mir wie nicht mehr normal. Ach was hatte mich das gefreut, unsere Vermieter haben sich das Auto genommen und sind hoch gefahren um mich anzufeuern. Ich hatte Ihm vorab mal meine Zeitaufstellung gezeigt und er wartete mit seinen Bekannten bis ich vorbei gekommen bin. Ich hatte nun schon 1 Stunde Rückstand auf meine geplante Zeit. Oben angekommen stürmte ich wieder die Getränkestation und als ich beim rein kippen der Cola war, sind sie auch mit Ihrem Auto schon da gewesen und haben Bilder gemacht und mich echt klasse angefeuert und bejubelt. Allemal waren die Franzosen so etwas von klasse das es kaum zu beschreiben ist, doch werde ich es später beim berichten über das Laufen mal versuchen.

Ich war oben, es war geschafft das Radeln hatte ich nur noch rollen lassen mehr ist es nicht mehr. Doch selbst auf dem bergab Stück mussten einige aus dem Rennen da sie stürzten, musste ich leider mitbekommen. Ich war mehr als froh in der Wechselzone angekommen zu sein, 195 Kilometer mit 5000 Höhenmeter waren nun geschafft. Seit dem Col D’Izoard also vor 4 Stunden musste ich auf die Toilette was ich nun endlich in der Wechselzone auch machte. Einmal komplett umziehen und ….. und…. echt weiter zum Marathon fragte ich mich. Beim umziehen vielen mir alle meine Gels aus dem Radtrikot die ich mitgenommen habe und ich fragte mich echt ob das Sinn macht nun zu den 42KM und 650 Höhenmeter zu starten. Ulli ist in der Stadt und wartet auf mich, würde ich nun nicht laufen würde sie sich mit Sicherheit Sorgen machen. Den ganzen Tag hörte man nur das Blaulicht der Einsatzfahrzeuge und so sollte es nicht sein. Also mindestens die ersten 6KM wollte ich loslaufen um Ulli aufzuzeigen das es mir gut geht. Ich ging aus der Wechselzone und es erinnerte mich ein wenig an Lanzarote als ich auch langsam aus der Wechselzone ging. Gerade wollte ich los joggen pfiff man mich zurück. Ich hatte die Startnummer vergessen, also zurückgehen, Startnummernband anziehen und wieder die Wechselzone lang gehen. Hucha der Marathon hat begonnen.


Nun mir wurde gesagt dass es gleich am Anfang hoch nach Embrun bergauf ginge. Als ich ein Teil der Strecke vorab mal gejoggt bin empfand ich es als etwas übertrieben die Steigung hoch nach Embrun als so brutal zu beschreiben. Unter anderem hat man ja 4KM erst mal flach um den See, nix da gleich am Anfang hoch. Also locker ganz locker lief ich los und wollte die FLACHEN ersten 4 KM ganz genüsslich angehen. Das ging auch die ersten 500Meter echt gut, bis auf einmal… Was ist dassssss.. ich dachte ich sehe nicht mehr richtig. Da ging es eine Steigung hoch die sich echt gewaschen hatte. Das steile Stück was ich meinte war nicht das was die anderen meinten. Ich hatte mir die Strecke um den See nicht angeschaut da sie ja um den See geht also flach sein müsste.


Leider sieht man auf Bilder nicht immer die Steigung aber glaubt mir das war schon hart nach den nun über 10 Stunden Wettkampf. Egal hoch hier in Deutschland laufen wir auch immer Steigungen das muss doch gehen. Ich wollte den Marathon in 5:15 laufen also in einem 7ner schnitt. So hielt ich mich strikt nach dem was mir meine Garmin anzeigte. Ging auch recht gut bis Kilometer 4, an dem nun der zweite mir bekannte Anstieg kam. Auch da lief ich noch ganz geschmeidig aber viel zu langsam hoch. Als ich oben war, war ich ca. 500Meter von unserer Ferienwohnung entfernt, so eine Verlockung an der Strecke ist schon gemein, ich wusste genau wo das Bett ist aber auch wo Ulli steht. Nur noch ein Kilometer und ich war da und konnte aufzeigen das es mir noch gut geht. Gut??? nun ja das nix passiert ist. Ulli sah mich und hatte auch schon wieder den Foto im Anschlag.

Da ich ein Großteil der Strecke vorab mal ab gejoggt bin kannte ich jeden Brunnen der an der Strecke war und wusste genau wo ich zu halten habe. Die Sonne war erbarmungslos die brannte als hätte einer ein Lupenglas über den Körper gehalten. Mir ging es nun nicht mehr darum was zu Trinken ich wollte nur noch kühles Wasser und mich abkühlen. Kein Schatten 42 Kilometer lang war mir ein Gedanke mit dem ich mich einfach nicht anfreunden wollte. Also Laufkappe ins Wasser und aufziehen.





Nun ging es zum zweiten Treffpunkt den ich Ulli auf den Zettel schrieb. So hatte ich mir meine Ziele immer recht kurz gesteckt, nur noch bis runter an die Gärten und Ulli ist oben an der Stadtmauer und schaut zu. Sind ja nur noch 3 KM das geht noch. Nun wo es bergauf geht, geht es auch bergab und das ging bei mir recht gut. So konnte ich bei dem zweiten mir vorgenommenen Punkt noch recht gut laufen. Hatte zwar bis KM 10 Zeit verloren durch meine Pause am Brunnen fühlte mich aber noch so als könnte ich das Ding weiter laufen.

Ein Hubschrauber der über uns für das TV kreiste brachte einmal kurz Abkühlung als ich genau unter ihm her lief.



Doch das sollte es auch schon gewesen sein. Zwei Kilometer später ging es mir gar nicht mehr so gut. Der Akku war leer und beim nächsten Brunnen kühlte ich mich wieder ab. Mich zog es aber weiter zu der für mich schönsten Stelle einer kleinen Brücke. Ulli würde als nächstes bei KM 25 wieder stehen. Also in der zweiten Runde bei Kilometer 4 an einem Brunnen. Bei Kilometer 18 sah ich auf einmal Ulli stehen, ich war recht froh darüber da mir meine Sonnenbrille und auch die mitgenommene Flasche recht lästig wurden. Sie hatte den Plan geändert und das Auto schon mal sicher in Zielnähe deponiert und wollte dann an der besagten schönen Brücke auf mich warten. So konnte ich nicht anders als nach erfolgreicher ersten runde und 21KM laufen weiter zu machen, da Ulli ja wieder wartete.

Ich wollte eigentlich um 20:30 im Ziel sein, doch war mir klar dass ich es bis dahin nicht mehr schaffen würde da ich ja schon nach dem Rad 1 Stunde Rückstand hatte. Den CutOff Zeiten bin ich bis jetzt allen gut entkommen und es war auch nie irgendwie eng gewesen doch jetzt wurde der Kampf langsam mehr als hart. Ich wechselte immer zwischen Gehpausen und Joggen. bis ich auf den Gedanken gekommen bin noch mal alles zugeben und solange zu joggen bis es echt nicht mehr ging. Wenn ich es schaffe bis KM 35 zu joggen könnte ich den Rest gehen und das mit Ulli zusammen. Also noch mal alles raus geholt und gelaufen was das Zeug hielt. Hört sich schnell an war es aber ganz und gar nicht. An jeder Station machte ich halt und das Cola wurde auch langsam knapp. Es wurde schon Dunkel und die Leuchtringe die sie uns um den Hals gehängt haben leuchteten schon recht hell. Doch egal wie jemand ausgesehen hat welches Tempo er hatte wurde er von den Franzosen angejubelt und motiviert Courage wurde einem mit so einem Respekt zugerufen das es einem schon echt Gänsehaut bereitete. Keiner hat sich über jemanden lustig gemacht sondern echten Respekt und Achtung wurde jedem entgegen gebracht. So etwas habe ich noch nie erlebt. Es war echt unbeschreiblich. Bis lange in die Nacht rein, bis keiner mehr auf der Strecke war hielten die Zuschauer fest. Ich hatte das Gefühl das ein jeder nur für mich da geblieben ist. Doch unbeschreiblich dieser Einsatz, ein ganz andere wie ich ihn je gesehen habe. Schon allein diesen Menschen bin ich es schuldig mein Mut den sie mir immer wünschten nicht zu verlieren und weiter zu laufen. Die Verpflegungsstationen waren auch total anders, nicht das was wir kennen. Da gab es keine Gels, ich hatte noch immer alle die ich hier in Deutschland extra gekauft hatte, oder sonstiges was wir kennen, nein Kartoffeln und ein Salzstreuer, Trockenobst, Karamellpudding oder sogar gegrillte Hühnerschenkel lagen an den Stationen. Bei KM 33 dachte ich mir das ich nun echt was essen müsste mir tat der Hals schon weh von den nun, geschätzten 8 Liter Cola in über 10 Stunden. Ich schnappte mir einen Hühnerschenkel und wollte diesen beim gehen essen. Aber ich konnte machen was ich wollte nach dem ersten Biss… ne es ging einfach nicht. Weiter zu KM 35 da steht Ulli und ab da kannst du gehen. Ich kam der besagten Brücke immer näher und Ulli war in Sicht.




Ulli fing an mit mir zu joggen, doch musste ich sie bremsen, ne ne sagte ich, ich laufe nun mit Dir, dieses habe ich mir so vorgenommen. So sind wir immer abwechselnd mal gegangen mal gejoggt und die nächsten 3 Kilometer zusammen geblieben. Ulli war auch überwältigt von den Zuschauern die selbst auf dieser abgelegenen Strecke standhaft blieben und uns anfeuerten. Die letzten fünf Kilometer würden zu langsam mit diesem System und wir waren an einer Stelle an der Ulli kürzer in das Ziel laufen konnte. Da es ab jetzt nur noch bergab und gerade ging wollte ich es noch versuchen das durch zu joggen. Ich traf einen anderen der sich das Gleiche vorgenommen hat und so zogen wir uns gegenseitig bis an den See und somit 3 Kilometer vor das Ziel an dem Ulli wieder stand. Nun war das Ziel in greifbarer Nähe aber auch die CutOff Zeit rückte näher 30Minuten hatte ich noch und 3KM vor mir. Total im A…. aber nur noch gerade bis auf ein kleines Stück. Mein Kollege musste los lassen und ging ich lief weiter. Ein Kampfrichter fuhr mit dem Rad neben mir und befragte mich ob alles OK sei was ich bestätigte. Klar ist das zu schaffen 3 KM 30 Minuten du kannst ruhig noch mal gehen sagte mir mein Inneres. Auf der anderen Seite sagte mir mein Inneres halte nicht an da muss nur ein Krampf dazwischen kommen und er Tag war umsonst. So machte ich Stück für Stück weiter hielt 1,5 Kilometer vor dem Ziel noch mal an um mir den letzten Schluck Cola zu nehmen und lief ins Ziel.

Was einem so ein Kilometer und insbesondere 200Meter vor dem Ziel alles durch den Kopf geht möchte ich hier nicht aufzeigen. Dieses würde den Umfang des doch schon sehr langen Berichts sprengen. Es war gigantisch und so habe ich es in 16:20 ins Ziel geschafft, 10 Minuten vor CutOff.

Das ganze haben leider nur 64% der Teilnehmer geschafft, unter den Deutschen hatte ich Platz 6 und in der Altersklasse sogar den 3ten Platz. Doch was viel, viel wichtiger ist, ich bin gesund das Rad hat prima durchgehalten keine Panne kein zicken und so verwunderlich wie es ist, mir tute nix weh und ich fühle mich heute als wäre nix gewesen.

Doch der Schein soll nicht trüben, ich mach noch fein weiter Pause und werde erst am Mittwoch ein ganz kleines ruhiges Läufchen wagen.

Das nächste Ziel ist ja schon bald …. Schliersee ich komme…….

So und hier nun noch mein Zieleinlauf. Es war halt schon dunkel und man muss genau schauen. Ach ja ich breche nicht zusammen ich wollte mich nur legen. Ich bin der mit der weißen Schrift auf dem Rücken… und meinen Namen sagt er am Anfang des Videos auch nicht gerade deutlich. Nach dem Einlauf findet ihr mich immer in der Mitte des Videos am unteren Rand. Da das Video aber in full HD ist kann man es beim vergrößern schon recht gut erkennen.

Das Video von meinem Zieleinlauf http://www.youtube.com/watch?v=wXEQi3raLpI&feature=youtu.be

In unserer Ferienwohnung angekommen hatte ich nur noch Durst und einen irre Hunger doch konnte ich nix mehr Essen oder Trinken. Selbst am nächsten Tag machte der Hals sofort zu wenn ich etwas in mich rein kippte. Kalte Milch und Wasser gingen mehr aber nicht. Schrecklich wenn man Hunger hat und nix essen kann. Am Folgetag hatten uns unsere Vermieter eingeladen, mit Hausgemachter Leberpastete, Salami, Oliven und Wein dazu echt klasse Baguette, doch ich konnte echt nix Essen. War aber köstlich sagte mir Ulli. Sie hatten extra eine Bekannte die Deutschlehrerin war mit eingeladen damit wir uns Unterhalten konnten. Man wird da gefeiert wie ein Star… es wäre eine Unmenschliche Leistung meinte sie, dabei gibt es diesen Triathlon schon 29 Jahre in diesem Ort, so langsam müssten sie es doch gewohnt sein. Trotz allem war diese AfterRaceParty etwas sehr schönes und vor allem besonderes.



Soderle das war mein Bericht über den Embrunman.

Fazit: Ein Wettkampf der glaube ich nicht zu toppen ist. Echt hart, aber echt richtig hart, aber er gibt einem viel mehr zurück als man auf der Strecke gegeben hat. Ein muss nach meiner Meinung und lange nicht mit Eiermänner und Co zu vergleichen.

Noch mal?? Ich glaube nicht dass ich dort noch mal starten werde aber dort hin fahren auf alle Fälle noch mal.




Dienstag, 21. August 2012

Back to the roots – Florian Brosch 2. in der AK Herren beim Nordhessencup MTB


Wieder fit und gute Laune: Florian Brosch
 Dieses Wochenende stand am heißesten Tag des Jahres das letzte von drei Rennen des Nordhessencups in Zierenberg an. Mit am Start vom TV Bad Orb war Florian Brosch, der schon vor seinen ersten Triathlons MTB Rennen für den Heimatverein gefahren ist und auch dieses Jahr aufgrund einer Laufverletzung wieder vermehrt auf das MTB stieg. Neben dem Klassiker, dem Spessart Bikemarathon in Frammersbach, entschied sich Brosch für den Nordhessencup, der insgesamt aus drei Rennen besteht. Schon im April stieg Florian bei kühlen und sehr schlammigen Bedingungen beim Kellerwald Bikemarathon auf der 82km Strecke in die Wettkampfsaison ein. Bei abermals schlammigen Bedingungen musste Florian beim zweiten Rennen in Gilserberg wegen eines technischen Defekts die Gruppe um die Plätze 8-16, ziehen lassen und konnte nach Reparaturversuchen nur noch schiebend und rollend die letzten fünf Kilometer ins Ziel bewältigen. Beim letzten Rennen der Serie am vergangenen Wochenende in Zierenberg waren jetzt auch Florians Temperaturen im tiefsten Nordhessen angekommen und so konnte er im Laufe des Rennens immer weiter nach vorne fahren. Am Ende stand für Florian ein Kilometerschnitt von 26,4 zu Buche, der ihn auf der technisch eher einfachen 53km-Strecke nach 2:00:42h auf Gesamtplatz 9 ins Ziel kommen ließ.

Da Florian aufgrund der Panne beim vorletzten Rennen nicht mehr an die Nordhessencup Wertung gedacht hatte und den restlichen Tag lieber im Naturfreibad Bad Orb verbringen wollte, machte er sich noch vor der Siegerehrung auf den Heimweg. Als sich dann aber am Folgetag herausstellte, dass Florian in der Nordhessencup Wertung den 2. Platz belegt hatte, war die Freude darüber umso größer, auch wenn aufgrund des Defekts im zweiten Rennen der 1. Platz leider vergeben wurde. Da sich auch Florian Knie immer weiter stabilisiert wird er am letzten Wettkampf in Fritzlar auch wieder zum Triathlonte dazustoßen können, bei dem das Team eine Platzierung im vorderen Drittel der Regionalliga anstrebt, auch wenn mit Tim Stutzer einer der Leistungsträger aufgrund der Teilnahme beim Ironman Wales fehlt.

Hitzeschlacht am Twistesee - oder - Wenn wir die Mädels nicht hätten

Dritter Sieg im dritten Rennen, diesmal am Twistesee

Julia Nikolopoulos, Julia ertmer, Alexandra Fellmann (vlnr)
Was bei den Männern schief läuft, läuft bei den Damen glatt. Langwierige Verletzungen, spontane Ausfälle wegen Krankheit oder beruflicher Verpflichtungen werfen unseren Männern im Ligabetrieb 2012 immer neue Knüppel ziwschen die Beiden. Und die Damen? Die lassen sich von nix beirren und sind auf dem besten Weg zu nem glatten Durchmarsch durch die 2. Hessenliga.

Mit dem Tagessieg beim 30. Internationalen Twistesee Triathlon im nordhessischen Bad Arolsen über die olympische Distanz von 1,5km Schwimmen, 40km Radfahren und 10km Laufen gewannen die Kurstädterinnen in der Besetzung Julia Ertmer, Julia Nikolopoulos, Alexandra Fellmann und Joanna Tywczynski mit grandiosen Vorsprung. In der 2. Hessenliga der Damen schaffte das Team Spessartchallenge des TV Bad Orb damit das Kunststück und gewann bereits das dritte Rennen in dieser Saison. Julia Ertmer, Julia Nikolopoulos und Alexandra reservierten dabei gleich das gesamte Podium für sich und verwiesen Tri-Force Fulda und SG Gießen/Krofdorf Gleiberg auf die Plätze.

Nur Profiathletin Susan Diertich aus Darmstadt, im Juli noch Viertplatzierte des Ironman Germany in Frankfurt, war schneller als die drei Bad Orberinnen. Starke Leistungen in den Teildisziplinen waren trotz der glühenden Hitze der Grundstein für den Tagessieg in der Teamwertung. So heimste sich Julia Nikolopoulos die Tagesbestzeit auf dem Rad ein und Julia Ertmer tat ihr dies beim Laufen gleich. Mit einer Endzeit von 2:50 Stunden konnte Julia Ertmer damit im dritten Saisonrennen auch den dritten Tagessieg in der Einzelwertung erringen. Mit Julia Nikololoulos (2:53 Stunden) und Alexandra (2:54 Stunden) blieben die Orberinnen als einzige Athletinnen der 2. Hessenliga unter der Drei-Stunden-Marke. In der Addition der drei besten Endzeiten ware die Mädels damit uneinholbar. Einziger Wehmutstropfen war die Rennaufgabe von Joanna, die völlig dehydriert und unterzuckert das Rennen auf der Laufstrecke beenden musste.

Bei der Veröffentlichung der Tabellen der 1. und 2. Hessenliga staunte Teambetreuer Adi nicht schlecht und bemerkte: „Mit dem Ergebnis hätte das Team sogar in der 1. Hessenliga den Tagessieg eingefahren.“ Beim letzten Saisonrennen im Sep-tember in Fritzlar kann das Team dann endgültig beweisen, ob es im kommenden Jahr auch in der 1. Hessenliga sportlich „ein Wörtchen mitreden“ kann. Der Aufstieg dorthin kann dem Team kaum noch strittig gemacht werden.


Im Sprintrennen konnten sich Adi Kohr und Jürgen Metzler nach ihren Betreuerdiensten für die Orber „Mädels“ mit guten Ergebnissen positionieren. So erkämpfte Adi Kohr einen hervorragenden 4. Gesamtrang und den Sieg in seiner Altersklasse. Jürgen Metzler landete auf dem 13. Gesamtplatz, was gleichbedeutend mit dem Bronzerang in der Altersklassenwertung war.


Jürgen Metzler & Adi -Kanone-  Kohr


Montag, 13. August 2012

3. Rennen der Regionalliga: „Wenn man mal kein Glück hat…

… kommt immer auch noch Pech dazu.“ Das sagt sich so einfach und klingt in Teilen sehr unschuldig, trifft aber leider das dritte Rennen unserer Regionalligamannschaft zu 100%.

Wir können noch lächeln, wenn auch ein Bissl gequält (vlnr Bernd, Adi, Oliver, Jürgen & Tim)

Schon einen Monat vor dem Rennen war klar, dass wir zum Sprint in Bad Ems lange nicht in Topbesetzung würden antreten können: Jörn Gabler musste das Rennen wegen einer großen Studiums-Exkursion absagen, Florian Brosch war immer noch nicht fit. Damit waren 50% der Stammbesetzung schon vor dem Rennen raus und es sollte in der Rennwoche noch schlimmer kommen: Der von seiner Frau Julia offenbar aus Norwegen mitgebrachte Magen-Darm-Virus fesselte zwei Tage vorm Rennen Alexander Nikolopoulos ans Bett – Start unmöglich. Als musste schnell auf den Ersatzmann zurückgegriffen werden, sodass Oliver Rinkenberger zu seinem zweiten Einsatz in der Regionalliga kam. Zusammen mit Adi Kohr, Jürgen Metzler, Bernd Paczarkowski und Tim Stutzer machte sich Oliver damit auf den Weg nach Bad Ems, um wenigstens ein komplettes Team am Start zu haben. Dass wir damit zum wiederholten Mal eher in den Kampf um die rote Laterne als um das Tagespodium kämpfen würden, stand also schon vor dem Start fest.

Das Rennen selbst aber verlief für die Kurstädter zunächst ganz vielversprechend. Nach dem Schwimmen in der Lahn (500m) konnte sich das komplette Team im Mittelfeld platzieren und machte sich auf, die 22km lange Wendepunktstrecke, die mit 320 Höhenmetern wirklich anspruchsvoll war, in Angriff zu nehmen. Dort konnte Tim sich auf den zweiten Platz der Ligastarter vorarbeiten und auch Adi und Jürgen machten Platz um Platz gut. Den Führenden stets im Blick erreichte Tim nach dem schnellsten Radsplit des Tages (Alex sass ja nicht auf den Rad, sondern woanders) den Wechsel zum abschließenden Lauf mit nur 20 Sekunden Rückstand auf den späteren Sieger Marc Unger aus Neukirchen. Da Tim aber bereits zu Beginn der Laufstrecke für ungefähr 100 Meter falsch geleitet worden war, war Unger schnell außer Reich- und auch Sichtweite. Da auch der Rest der Mannschaft einen guten Tag erwischt hatte lag das Team zu Beginn der Laufstrecke wohl im Mittelfeld. Wie bereits an dem von Tim zurückgelegten Umweg zu sehen, war aber die Ausschilderung der Laufstrecke nicht wirklich klar und das wurde der Mannschaft leider zum Verhängnis: Auf dem Rückweg vom ersten Wendepunkt nahm ein Athlet vor Bernd bereits die erste Brücke über die Lahn zurück in Richtung Ziel – und Bernd, in der Annahme, man befinde sich auf den richtigen Kurs, lief hinterher. So erreichte er dann, ohne an den zu diesem Zeitpunkt vor ihm platzierten Adi und Jürgen vorbeigelaufen zu sein, das Ziel trotzdem als zweiter Orber hinter Tim, der in 1:04:30h noch auf den fünften Platz zurückgefallen war. In Bernds endzeit von 1:09:03h stand am Ende eine fast weltrekordverdächtige Zeit von 14:04min für vermeintlich fünf Kilometer. Kurz nach Bernd erreichte der Rest der Mannschaft das Ziel:  Adi (1:10:40h), Jürgen (1:12:35h), Oliver (1:17:02h) das Ziel. Da es unsportlich gewesen wäre, darauf zu vertrauen, dass Bernds Fabelzeit nicht zu Zweifeln führen würde, machten wir  - noch bevor die ersten Ergebnisliste vom Veranstalter ausgehängt wurden - das Wettkampfgericht auf die Unstimmigkeiten aufmerksam. das hatte dann unweigerlich Bernds Disqualifikation zur Folge. Aus unserem Rumpfteam kamen damit Tim, Adi, Jürgen und Oliver in die Mannschaftswertung. Zusammen belegten wir damit im Tagesklassement den 11. und damit vorletzten Platz. Puh, gerade noch der Roten Laternen ein Schnippchen geschlagen!

Den Tagessieg erreichte der SC Neukirchen vor dem Endurance Team Pirmasens und dem TV Braunfels.

Die Chance, die etwas verkorkste Ligasaison zu einem versöhnlichen Abschluss zu bringen, haben wir dann am 15. September beim abschließenden Ligarennen in Fritzlar.

Detailergebnisse Emser Therme Triathlon Bad Ems:
http://trisys-portal.de/ergebnisse/ergebnisse/15-Triathlon-Bad-Ems

Mittwoch, 8. August 2012

Norseman - Julia Nikolopoulos' Rennbericht

Die Nacht vor dem Rennen war ungewöhnlich kurz. Nicht nur, weil der Wecker schon für 2 Uhr gestellt war, sondern auch weil Alex am Vorabend noch den Eidfjord Mini Triathlon mitmachte, dessen Start erst um 7 Uhr abends war (es war allerdings ein Duathlon, weil das Wasser so kalt war) und mitten in der Nacht sich eine Horde Jugendlicher überlegte, ihr Zelt direkt hinter unserem Wobi aufzuschlagen, sich dabei lautstark zu unterhalten und die Luftmatratze elektrisch aufzublasen. Als die dann endlich ruhig waren, ging der Wecker. Die übliche Wettkampfroutine ging los: anziehen, Alex zauberte mir meinen Latte Macchiato und ich versuchte, was zu essen. Man, war mir schlecht! Dann ging es rüber zur Wechselzone. Dort zeigte sich, dass es in diesem Rennen immer ums Team geht - ich hatte meine Neoprensocken vergessen und Alex joggte zum Wohnmobil zurück und holte sie, während ich mein Rad fertig machte. Um kurz vor 4 war es dann so weit - Zeit zum Einschiffen. Ein letzter Kuss, ein letzter panischer Blick zurück und schon ging es raus auf den Fjord.

Der Weg zum Schaffott ... ähhhh Schott!
(weitere bilder hier: https://plus.google.com/photos/111476188837317480802/albums/5773978897434156529?banner=pwa#photos/111476188837317480802/albums/5773978897434156529)

Die Atmosphäre auf der Fähre war eigen: voller Anspannung, ein bisschen Angst, Unsicherheit und Vorfreude auf das kommende...Dann waren wir endlich in Position, die Heckklappe ging auf und die ersten sprangen ins Wasser.

Für mich hatte der Gedanke, dass ich nicht ins Wasser springen müsste, etwas sehr beruhigendes. Also ging ich zur Chicken Ladder. Und wurde enttäuscht: keine Leiter, es war eine Tür ins schwarze Nichts!!! Also, dann doch die Rampe (und das ich, wo ich noch nicht mal von nem Startblock springe, wenn ich nicht muss). Ich setzte mich auf die Kante, sammelte mich für 30sek (die Helfer fragten mich schon, ob alles ok sei) und SPRANG! Aufschlagen im 13,5° kalten Wasser SCH§/$=, ist das kalt!), nach Luft schnappen...und feststellen, dass alles ok war. Ich schwamm zur Startlinie und positionierte mich am rechten Rand da ich beim Freiwasserschwimmen gerne einen Linksdrall entwickel. Das Schiffshorn blies und schon ging es los! Ich fand relativ schnell meinen Rhythmus und erinnerte mich immer wieder daran, dass ich nicht bummeln dürfe.

Rote Hände = sehr kaltes Wasser (13,5°)
Und dann fing das Problem an, das mich den ganzen Tag über begleiten würde: ich musste ganz dringend auf Toilette! Der Darm rumorte, ich versuchte ruhig zu bleiben und weiter zu schwimmen. Was mir auch mehr oder weniger gelang. Es ist halt nicht ganz einfach sich auf etwas anderes zu konzentrieren, wenn man sooo dringend muss! Ich kämpfte mich weiter, das Gefühl für die Zeit geht mir im Wasser ohnehin immer ab. Endlich, das Ufer! ich renne aus dem Wasser, da läuft mir Alex schon entgegen, ich zerre mir die Neoprensachen vom Leib und sage, dass ich GANZ DRINGEND muss. Er klärt es mit einem Helfer, der mich ins Hotel nebendran begleitet (es gibt in der Wechselzone kein Dixi). Es ist, wie befürchtet, bester Durchfall. Ok, heulen hilft nichts, wieder zurück, Radklamotten an und los gehts endlich mit dem Rennen.

Ausgerüstet mit Licht und Warnweste geht es raus aus Eidfjord. Mir klappern die Zähne...Das Wetter ist trocken aber neblig bei irgendwas um 10° (?). Ich hatte mich schon die Tage vorher für Knielinge, Armlinge, Trikot und Weste entschieden. Eine gute Wahl wie sich zeigen wird. Auf der alten und neuen Straße geht es Richtung Hardangervidda - endlich ein Anstieg zum warm werden. Nach 5km ist das Zähne klappern endlich zuende. Ich überhole einen nach dem anderen in dem Anstieg und kurbele den Anstieg rauf.

Ein Brüllaffe? So weit im Norden! Zu dieser Jahreszeit... unmöglich!
Bei km 35 in Dyranut habe ich mich mit Alex verabredet - neues Essen und warmes Wasser zu trinken. Ausnahmsweise mache ich nicht den Brüllaffen und suche nur nach der grünen Jacke, rolle an der Verpflegungszone vorbei und sehe Alex nicht. Kleine Panikattacke! Da ich aber auf jeden Fall was zu trinken brauche und Alex wissen muss, dass ich durch bin, drehe ich um und mache jetzt den Brüllaffen. Da kommt er schon gerannt. Ich ziehe mir die Regenjacke für die kommende Abfahrt an, Austausch von drei Worten und ab Richtung Geilo (diese Aktion wird mich die Radbestzeit des Tages gekostet haben). Mit Rückenwind geht es über die Hardangervidda. Man, macht das Spaß! Ein paar leichtere Anstiege mittendrin werden locker gekurbelt, aber meistens geht es bergab. Vor Geilo steht Alex wieder und wartet mit Wasser - ich habe noch genug und rausche vorbei.

Der Verkehr mit den Supportern wird ein bisschen dünner bzw man "trifft" immer wieder die gleichen. Aus den Nicht-Supportautos wird man ebenfalls angefeuert (ich habe das "Heia" immer noch in meinen Ohren!). Es wird sehr rücksichtsvoll gefahren (auch auf den Trainingstouren wurde ich nie angehupt) und die Straßen sind unglaublich sauber. Nicht nur, dass kein Abfall am Wegesrand liegt (es ist absolut verpönt in Norwegen, Müll in der Natur zu entsorgen), sondern ich habe auch nicht eine kaputte Glasflasche oder Scherben auf der Tour gesehen. Ein Paradies für Radfahrer in der Hinsicht!

Kurz vor Geilo überholen mich fünf Athleten und fangen das Bummeln an, sobald sie mich "haben". Auf diese Art von Spielchen habe ich keine Lust, ich trete nochmal an und überhole sie wieder. Am Ortsausgang von Geilo im nächsten, 5km langen Anstieg wartet Alex. Regenjacke wieder aus, Wasser zugeladen, Gels erneuert und weiter. Ich klettere hoch (dieses war der erste Streich...) und in einer schönen Abfahrt geht es wieder runter. Unten angekommen geht es natürlich wieder rauf. Dieses Mal für knappe 6km. Oben wartet Alex wieder mit Wasser. Ich muss ein bisschen auf den Magen achten, der sich immer wieder meldet. Und wieder geht es runter. Kaum unten, geht es natürlich auch wieder rauf. Dann kommt der letzte Anstieg - 8km. Also nur noch der Feldberg von Oberursel bis zum Sandplacken, allerdings mit eine bisschen mehr Steigung. Alex wartet wie immer, ich brülle rüber, dass er für das Laufen doch bitte die Sonnencreme zurecht legt und nun geht es über eine Hochebene leicht hoch für weitere 4km. Die Landschaft ist sagenhaft, aber so richtig Zeit zum Kucken habe ich nicht. Dann, endlich die Abfahrt! Es geht mit leichten Serpentinen los und dann rollt es kontinuierlich für die nächsten 30km.

In der Hardangerwidda mit Rückenwind
Der Straßenbelag weist teilweise fiese Querrillen auf, dass ich immer wieder Angst habe, dass mir mein Flickzeug oder eine Plombe verloren geht. Ich passiere das 170-Kilometerschild. Und ich dachte schon, ich hätte mich verfahren! Denn seit Kilometern hatte ich weder einen anderen Athleten noch ein Supportauto gesehen.

Dann kommt endlich die dritte Rechtsabzweigung in Austbygdi. Es kann nicht mehr weit bis zur WZ2 sein! Ich überhole noch einen Mitstreiter und dann darf ich vom Rad.



Alex hat alles in der charmantesten Wechselzone, die ich bisher gesehen habe (grüne Wiese, jeder sucht sich seinen Platz) vorbereitet, er reißt mir die Radklamotten runter und cremt mir die Schultern ein, während ich die Schuhe anziehe. Und dann geht es im Schlappschritt los. Doch halt! Erst mal meldet sich der Darm, ab in Gebüsch! Schon besser! Es geht auf einer schönen Straße entlang eines Sees - mit leichten Wellen gespickt, damit uns auf keinen Fall langweilig wird. 

Schönstes Wetter am Renntag - statt Dauerregen in den Tagen vorm Rennen
Alex wartet alle zwei Kilometer auf mich mit Wasser und Cola. Der Magen ist zu dem Zeitpunkt nicht mehr willens, noch was an Gel aufzunehmen und so steige ich bei Kilometer 10 auf Cola um. Trotzdem muss ich bis Kilometer 25 noch zweimal ins Gebüsch. Bei Kilometer 19 sehe ich endlich den Gipfel! Ich bin froh, dass es in Rjukan dann endlich rauf geht. Ich trippel-jogge den Anstieg rauf. Und Alex steht nach wie vor alle 1-2km am Rand und wartet. Ich erlaube mir eine kurze Gehpause, dann laufe ich weiter. Bei Kilometer 28 rum fragt er, ob ich wissen will, wo ich liege. "Ist das interessant?" frage ich. Erst da erfahre ich, dass ich in Führung liege. Tief durchatmen und weitermachen! Ich arbeite mich in 5km Schritten Richtung Gipfel - dabei überhole ich einige spazierengehende Athleten. Endlich, Kilometer 32,5!


Kilometer 32,5, der richtige Spaß beginnt!
Nummer wird am Checkpoint auf der Liste abgehakt, dann los zu Kilometer 37,5 - dem Checkpoint, bevor es vom Asphalt auf das Geröll geht. Alex war vorgefahren und wartet mit den beiden Rucksäcken. ich werde gefragt, ob ich Essen, Trinken, warme Kleidung und das Handy dabei habe und wir dürfen weiter (unter zahlreichen "Heia"-Rufen natürlich! :-)). Uns kommen vielen Wanderer entgegen - alle feuern an. Der Nopogo treibt aber ich kann für den Moment nicht schneller. Der Magen vermeldet Hunger! Sehr gut! ich esse einen Riegel und sofort macht sich die zugeführte Energie bemerkbar. Der Schritt wird schneller und der Gipfel kommt immer näher. Der Mitstreiter, der mal vor und mal hinter uns hochstieg, überholt mich zum letzten Mal. Alex rennt schon zum Ziel für ein Foto und ich steige die letzten Meter rauf. Oben angekommen kann ich es kaum glauben! GESCHAFFT!



Im Ziel
Ich bekomme ein Decke umgehängt, Fotos werden gemacht und da kommt auch schon die zweite Frau. Nächstes Foto, dann bekomme ich Tomatensuppe zu essen. Ich bin in dem Moment unglaublich müde, zufrieden und mir tun die Beine weh! Hatte ich vor dem Rennen noch die Idee, dass ich mit Alex noch absteigen könnte, muss ich diese leider verwerfen. Keine Chance. Ich ziehe mich um und ich steige runter zur Bahn, während Alex den Abstieg startet. Die unterirdische Bahn bringt mich in zwei Etappen nach unten, der Shuttlebus dann wieder zum Checkpoint km37,5, wo ich auf Alex warte. Der kommt gegen halb 8 unten an, wir suchen unser Wohnmobil und machen Platz für das nächste Supportauto. Wir haben eine Reservierung für einen Campingplatz unten in Rjukan, aber wir biegen auf den nächstbesten Zeltplatz ein. Auch da das übliche Prozedere: duschen, Nudeln machen und dann endlich schlafen - ohne von Mücken aufgefressen oder durch störende Geräusche wach gehalten zu werden. Innerhalb von Sekunden bin ich nach einem erlebnisreichen Tag eingeschlafen.
Die Siegerehrung am nächsten Tag ist schnell und schnmerzlos abgehandelt. Ab 10 Uhr kann sich jeder Finisher sein T-Shirt abholen, um 11 fängt die Siegerehrung an.


The chosen few of Norseman 2012!
De ersten drei Frauen werden nach vorne gerufen, Foto gemacht und verabschiedet. Die ersten drei Männer werden nach vorne gerufen, Foto gemacht und verabschiedet. Es gibt das Gruppenfoto mit allen Teilnehmern vor dem Gaustatoppen und damit ist der offizielle Teil beendet. Wir bleiben noch an der Strecke am Nachmittag und feuern noch eine Bekannte an und fahren dann zu Auster und Leif, die in der Nähe von Rjukan Urlaub machen. Dort verbringen wir einen wunderbar entspannten und entspannenden Nachmittag, bevor wir uns am folgenden Tag Richtung Fähre nach Oslo aufmachen.

Nun sind wir wieder zurück, ich bin immer noch ganz geflasht von dem Rennen. Mal sehen, ob ich mich wieder für die Lotterie im kommenden Jahr melden werde... :-)

Liebe Grüße

Julia

Montag, 6. August 2012

Zweites Rennen, zweiter Sieg: Unsere Mädels untermauert die Favoritenrolle in der 2. Hessenliga

Das Siegerteam v.l.n.r.: Joanna, Julia, alexandra & Marie

Das im Rahmen des Frankfurt City-Triathlons am vergangenen Sonntag ausgetragene Rennen der zweiten hessischen Damenliga wurde erneut von unserem neuen Damenteam dominiert. Bei dem Rennen über die Olympische Distanz, ausgetragen nur einen Tag nach dem Olympischen Damenrennen von London, gingen Julia Ertmer, Alexandra Fellmann, Joanna Tywczynski und Marie Anselmann nicht nur deshalb hochmotiviert an den Start. Bereits im ersten Ligarennen konnten die Orberinnen den Tagessieg in der Mannschaftswertung, bei der die Endzeiten der drei Schnellsten addiert gewertet werden, einfahren. Etwas geschwächt durch die Abwesenheit von Ironman-Altersklassen-Europameisterin Julia Nikolopoulos, legten die Orber Triathletinnen trotzdem auf den 1,5km im Langener Waldsee, den 45km auf dem Rad und den 10km zu Fuß durch die Frankfurter Innenstadt ordentlich los und wiesen am Ende die gesamte Konkurrenz mit über 10 Minuten Vorsprung in die Schranken.

Aber nicht nur die Teamwertung gewannen die Bad Orber. Das Podium in der Einzelwertung wurde gleich von zwei Athletinnen des Teams besetzt. Den Tagessieg in einer Gesamtzeit von 2:23 Stunden trug - wie schon beim ersten Ligarennen in Darmstadt - Julia  davon. Auf dem zweiten Rang folgte in 2:30 Stunden Alexandra. Mit einer Endzeit von 2:48 Stunden komplettierte Joanna das Wertungsergebnis. Einen persönlichen Erfolg feierte die vierte Starterin im Bunde: Bei ihrem ersten Ligarennen überhaupt und gleichsam ihrem Debüt auf der - im Vergleich zu ihren Starts bei Jedermann-Rennen deutlich längeren - olympischen Distanz, zeigte Marie  in 3:13 Stunden vollen Einsatz. 

"Die Mädels haben heute in Frankfurt großen Sport gezeigt. Julia Ertmer hat hervorragende Leistungen in allen drei Disziplinen gezeigt und
Alexandra Fellmann mit der besten Radzeit aller Ligastarterinnen geglänzt", resümiert Teambetreuer Jürgen Metzler das Rennen. Mit der Favoritenrolle im Gepäck reisen die Orber Triathletinnen zu den beiden noch ausstehenden Ligarennen nach Bad Arolsen und Fritzlar.


Tagesergebnis:

1. TV Bad Orb/ Team Spessart Challenge 7:42:53h
410 Fellmann, Alexandra 65 DEU 2:30:20
412 Tzinski, Johanna 85 DEU 2:48:44
409 Ertmer, Julia 83 DEU 2:23:49

2. SG Frankfurt-Nied 7:52:11h
417 Wächtershäuser, Anna 79 DEU 2:36:15
418 Schneider, Katja 88 DEU 2:37:58
419 Lorenz, Gesine 87 DEU 2:37:58

3. SC Oberursel 8:00:03h

434 Döbele, Melanie 73 DEU 2:52:51
436 Wöhner, Anita 82 DEU 2:48:37
437 Seiler, Ulrike 68 DEU 2:40:20



Tabelle der 2. Hessenliga nach 2 von 4 Rennen

1. TV Bad Orb
2. Tri-Force Fulda
3. SG 1877 Frankfurt-Nied
4. Tri-Team Fuldatal
5. SC Oberursel
6. SG Giessen-Krofdorf-Gleiberg
7. Software AG-Team DSW Darmstadt
8. Eintracht Frankfurt
9. ADAC Sportclub Gelnhausen
10. WVC Kassel



Norseman 2012 – Julia Nikolopoulos siegt mit Streckenrekord


Der Garten der ganz, ganz Harten!

Allein schon einen Startplatz beim Norseman, dem wohl schwersten Triathlon der Welt über die Ironman-Distanz zu ergattern, ist ein schwieriges Unterfangen. Nur ganze 150 Anmeldungen nehmen die Organisatoren jährlich an. Die kleine Bergbahn, die auf den 1883m hohen Gipfel des Zielberges Gaustatoppen führt kann nicht mehr Menschen ins Tal befördern. 2012 allerdings hatten sich die Organisatoren entschlossen, zum 10-jährigen Bestehen zwei Rennen auszutragen, eines am 04., eines am 05. August. Julia Nikolopoulos hatte sich mit ihrer sportlichen Vita, in der zwei Teilnahmen bei der Ironman-WM auf Hawaii, der 5. Platz beim Ironman UK 2008 und der Sieg bei der Ironman-EM 2011 in der Altersklasse stehen beworben und einen Startplatz im ersten Rennen am Samstag zugeteilt bekommen.



Julia beim Schwimmausstieg (die Datenleitung aus dem hohen Norden ist etwas dünn, darum die eher miserable Qualität der Bilder)
 Am kältesten sollte der Ausflug in den hohen Norden für Julia gleich zu Beginn werden: Der Hardangerfjord war mit einer Temperatur von nur knapp über 14°C nicht wirklich wohl temperiert. Dick eingepackt nicht nur mit Neoprenanzug, sondern auch Neoprenbadekappe und Neoprensocken (s. Bild oben) brachte Julia die Auftaktdisziplin in knapp 1:15h hinter sich und begann die 180km lange Radstrecke schon in den Top 10 des Frauenfeldes. Von Meereshöhe führte die Radstrecke zunächst hinauf auf das gut 1.000m hoch gelegene Plateau der Hardangervidda, die in östliche Richtung zu durchqueren ist. Nach diesem langen Anstieg schon hatte sich die Orberin weit nach vorn gearbeitet und konnte sich bei idealen äußeren Bedingungen von um 17° mit der zweitbesten Radzeit des Tages (6:24h) die Gesamtführung erkämpfen. Als sie sich nach fast acht Stunden Rennzeit die Laufschuhe binden konnte, stand ihr die härteste Prüfung aber noch bevor. Der zu absolvierende Marathon verläuft zwar zunächst bergab und steigt dann erst nur leicht an. Auf den letzten 10 Kilometern aber haben die Athleten hinauf zum Gipfel des Gaustatoppen einen Höhenunterschied von mehr als 1.500 Metern zu überwinden. Die Zwischenmeldung bei Laufkilometer 32 aber hatte es in sich und sorgte beim Orber Miniteam, das aus Julia und ihrem Mann Alexander bestand, für einen Schuss Extramotivation: Sie lag dort mehr als 25 Minuten vor dem 2011 Jahr aufgestellten Streckenrekord der Profiathletin Susanne Buckenlei.


Julia bei 32,5km der Laufstrecke, der Gipfel des Gaustatoppen im Hintergrund
 Was aber auf diesen letzten Kilometern passiert, läßt sich sehr schwer voraussagen, denn auch ein Training mit Läufen auf den Großen Feldberg im Taunus kann für einen mehr als doppelt so langen Anstieg – am Ende über Geröllpassagen, nicht wirklich vorbereiten. Trotzdem schlug sich Julia bravourös und erreichte das Ziel mit neuem Streckenrekord von 13:00:40h* vor der am Ende stark aufkommenden Zweitplatzierten Ingrid Lorvik aus Norwegen. Diese erreichte weniger als zwei Minuten nach Julia in 13:02:35h das Ziel. Dritte wurde, knapp eine Dreiviertelstunde zurück, die Britin Sue Smith (13:43:50h).


*Julias Streckenrekord sollte leider nur rund 23 Stunden Bestand haben. Im Rennen am Sonntag verbesserte Siegerin Anett Finger (Dresden) die Bestmarke auf 12:17h.









Montag, 30. Juli 2012

Back to Tri - Florian Broschs erster Triathlon 2012



Selbst der Neoprenanzug mit Applikationen in Vereins-Orange, Respekt!
 
























Nach langer verletzungsbedingter Triathlonpause startete Florian Brosch dieses Wochenende beim 21. Kindelsberg Sprinttriathlon und konnte einen hervorragenden 5. Platz zwischen den zahlreichen Athleten des Ejot Team Buschhütten erreichen.

Aber von vorne: Florians diesjährige Wettkampfsaison war zwar bis jetzt triathlonfrei, aber keineswegs ohne Wettkämpfe. So konnte er an seiner Schwimmform arbeiten und dies auch als Staffelschwimmer in Roth mit einer Zeit von gut 56min unter Beweis stellen. Auch der 10. Platz beim Internationalen Spessart Bikemarathon in Frammersbach zeigte, dass Florian auch auf dem Rad gut trainiert hatte. Seit drei bis vier Wochen stand jetzt dank sehr guter physiotherapeutischer Behandlung wieder der langsame Einstieg ins Lauftraining an. Und so kam auch wieder die Lust, das Wettkampfgefühl als Athlet selbst mitzuerleben. Also Wettkampf gesucht, gefunden und Taktik bereitgelegt: Volles Rohr schwimmen und radeln und dann locker laufen. Diese Taktik bestand auch noch bis Kilometer 19 auf dem Rad. Aber von vorne: Nach 550m im Naturfreibad konnte Florian unter den Top Ten als erster Nicht-Buschhüttener auf die Radstrecke wechseln und schon bald drei Athleten überholen. Nur leider fuhren diese drei Athleten, dann 19km direkt an Broschs Hinterrad, somit war die Taktik des langsamen Laufens kurz vor der Wechselzone der Wut über die „lutschenden“ Athleten gewichen. Florian konnte nach dem Wechsel sofort die zwei Athleten am Berg der Laufstrecke stellen und sah auch die 4er Führungsgruppe. Diese war jedoch zu weit weg und so konnte er mit einer schnellen Laufzeit trotz fast einjähriger Laufpause als „Außenseiter und erster Nicht-Buschhüttener zwischen der Buschhüttendominanz“ (Kommentar des Moderators) auf den 5. Gesamtrang und den 2. AK Rang laufen.

Leider hatte die Siegerehrung einen faden Beigeschmack, da nicht nur beim Orber drei Athleten permanent im Windschatten fuhren, sondern auch dem Moderator von den Zuschauern und Athleten zu Ohren kam, dass die 4 Erstplatzierten ein Mannschaftszeitfahren veranstaltet hatten.

Ob Florian allerdings beim nächsten Ligarennen die Mannschaft verstärken wird – das Knie ist eben noch nicht zu 100% auskuriert – hat er noch nicht entschieden. Brauchen allerdings könnte ihn die Mannschaft auch in der jetzigen Form in jedem Fall sehr gut.

Dienstag, 17. Juli 2012

DHMS 2012: Jörn Gabler 21.



Am vergangenen Wochenende ging Jörn Gabler bei den Deutschen Hochschulmeisterschafen im Triathlon auf der Sprintdistanz (750m-24k-5k) an den Start. Die Äußeren- Bedingungen waren, wie diesen Sommer typisch regnerisch, kalt und sehr böiger Wind.  In einem sehr stark besetzten Feld, in dem jedoch große Namen fehlten belegte der Orber den 21. Platz. „Ich wurde noch nie so beim Schwimmen verkloppt, vor der ersten Boje lag ich so um die fünfte Position, als ich wieder normal Luft holen konnte, war der Schwimm-Express dann mir schon enteilt. Die große Unbekannte- das Radfahren lief gut, ich habe zwar nicht alles abrufen können was ich kann, aber dafür endlich schmerzfrei! Beim Abschließenden Lauf bin ich volles Risiko gegangen und habe mir eine ordentliche Laktatdusche auf den ersten 2km gegeben, so dass ich bei 3km Sterne gesehen habe. Die letzten zwei liefen wieder sehr gut. Über die Zeit auf diesem profilierten Rundkurs bin ich sehr happy."

Rng Name, Vorname Uni Swim Bike Run Endzeit

1. Herber, Philipp TU Braunschweig - - 9:15 36:20 16:41 1:02:16h

2 Dobrowald, Bastian UNI Leipzig - - 8:21 3 54:09 1:02:30h

3 Marx, Jonathan UNI des Saarlandes 8:16 2 37:51 16:51 1:02:58h

[…]

21. Gabler, Jörn UNI Marburg 9:51 39:32 17:52 1:07:15h


Dienstag, 10. Juli 2012

8:52:03 - Mörderbestzeit in Roth!



Nu ja, so zugeschlagen haben wir bloß, wenn wir die von unseres Teams in Roth am letzten Wochenende aufAddieren. Flo schwamm supergute 56:35min, allerdings in der Staffel, Jürgen wechselte blitzschnell aufs Rad, Tim spulte die 180km in Rekordzeit ab und Jürgen legte einen soliden Marathon hin. Nur eben in sehr verschiedenen Rennen. Jürgen war allein unterwegs, stellte aber trotzdem in 9:38:30h eine neue persönliche Bestzeit auf. Die Massage im Anschluss hatte er sich dann auch redlich verdient:



Ale zweiter Einzelstarter war Bernd unterwegs, der – bis auf die Kaffeepausen in den Wechselzonen … Bernd, was machst Du da so lage??? – auch nen super Rennen ablieferte, bei dem am Ende eine 11:17:27h stand. Dritter im Bunde derjenigen, die es sich so richtig gegeben haben war Johannes Goldbach, den ich in der ersten Version dieses artikels glatt unterschlagen hatte und der mit PB beim schwimmen am Ende 10:31:42h ins Ziel kam.

Der Rest von uns lief in Roth als Weichei auf und machte bloß Staffel und das in der light Version, also entweder im Kanal oder auf dem Rad. Wobei… man Florian da keinen Vorwurf machen, denn er sprang dankenswerter Weise kurzfristig ein, obwohl er eigentlich als Edelhelfer für Jürgen gebucht war. Die mit einer fiesen Schnupfennase in das Wasser gepflügte 56:35min können sich allemal sehen lassen. Die üblichen (Rad)Verdächtigen aber von vorneherein nix anderes vor als mal auf dem Rad so richtig die Sau rauszulassen. Leider hatte Alex ja noch den IM Nizza inne Beene, weshalb er sich mit Blick auf Kona vernünftigerweise dazu entschied, nicht 100% zu fahren, um mit ansage knapp sub 4:40h zu fahren. Julia, auch kurzfristig eingesprungen nutzte den Ausflug nach Roth für eine schöne lange Tempoeinheit und landete nach 5:13:46h am Park&Ride Parkplatz in Roth an. Tim, ohne Ironman in den Beinen erwischte ebenfalls einen guten Tag und guten Wind, sodass am Ende 4:26:49h zu Buche standen.

Gewonnen hat keiner von uns einen Blumentopf, aber trotzdem hat sich der sportliche Ausflug nach Roth wieder mal gelohnt.

Auf eine Neues 2013!