V I S I O N K R A F T L E I D E N S C H A F T P U L S A T E M P O F R E U D E

Sonntag, 29. Mai 2011

Gelungener Saisonauftakt in der Regionalliga - Platz 6 in Fritzlar




Nervös waren schon vor unserer Premiere in der dritthöchsten Klasse des deutschen Triathlonsports in Fritzlar. Denn nicht nur war die Konkurrenz stärker als im vergangenen Jahr, es stand zudem mit einem Mannschaftssprint über 750m Schwimmen, 20km Rad fahren und 5km Laufen ein Rennformat an, das uns nicht wirklich liegt. Solche Rennen müssen mit einem geschlossen Mannschaftsverband absolviert werden, wobei vier der maximal fünf Starter zusammen das Ziel erreichen müssen.

Schwimmen: Klassenziel verfehlt!
Der Auftakt dann im Ederauen-Freibad brachte gleich den Realitätsschock der höheren Klasse: Da das Rad fahren im Mannschaftsverbund aufgenommen werden muss, mussten die schnellen Schwimmer Jörn Gabler und Adi Kohr auf die Nichtschwimmer unter ihren Mannschaftskollegen warten. Und als größter unter den Nichtschwimmern im Team stellte sich Tim Stutzer heraus, der den schnellen Beinen von Adi nicht über die kompletten 750 Meter im Wasserschatten folgen konnte. So stand am Ende eine Zeit zu Buche, die sogar etwas langsamer war am im letzten Jahr an gleicher Stelle. Das bedeutete in der Zwischenabrechnung den letzten Platz aller Mannschaften.

Rad fahren: Gut, aber mit Verlusten
Da wir aber eigentlich mit Alexander Nikolopoulos und Tim Stutzer zwei der stärksten Radfahrer auch dieser Klasse in ihren Reihen hat, hofften wir, auf dem Rad einigen Boden gut machen zu können. Die geplante Aufholjagd aber wurde schon an ersten von zwei Anstiegen gebremst. Tim, gesundheitlich angeschlagen konnte dem Rest des Teams nicht mehr folgen. So musste Alex allein den Expresszug anzutreiben. Das klappte sehr gut und beim Wechsel in die Laufschuhe lagen die Jungs schon auf dem 6. Platz.

Laufen: Ran ans Limit
Was nun folgte, war für die starken Läufer Gabler und Florian Brosch ein eher lockerer Fünfer, für Alex und besonders Adi aber ging es ans Limit. Trotzdem konnte Adi auf dem letzten Kilometer noch einmal die letzten Reserven freisetzen und schockte damit nicht nur die Konkurrenz. Damit konnten wir in einem sehr knappen Rennen den sechsten Platz bis ins Ziel halten. Zwar hatten die überlegenen Sieger von der LPR Marpingen über drei Minuten Vorsprung, die Plätze zwei bis sechs aber trennten kaum mehr als 90 Sekunden. Damit scheinen auch Platzierungen im Vorderfeld bei den nächsten Rennen, die uns besser liegen sollten, nicht ausgeschlossen.

Diese guten Perspektiven gilt es schon in drei Wochen umzusetzen, wenn in Waldeck am Edersee das zweite der vier Ligarennen der Saison ansteht.

Parallel zum Mannschaftsrennen fand in Fritzlar auch ein Einzelrennen statt, bei dem der als Ersatzmann mit dem Team angereiste Jürgen Metzler als Gesamt-Fünfter und Sieger in der Altersklasse M35 glänzen konnte. Sollte also Tim auch in drei Wochen noch nicht „richtig durchatmen“ können, steht mit Jürgen ein mehr als gleichwertiger Ersatz bereit.

Ergebnis Regionalliga # 1 - Fritzlar

1 LTF Marpingen 01:03:36
2 SC Neukirchen 01:06:11
3 DBL-Team RSG Montabaur 01:06:25
4 Eintracht Frankfurt e.V. 01:07:19
5 Triathlon Team Giessen e.V. 01:07:39
6 TV Bad Orb 01:07:46

Bilder: https://picasaweb.google.com/alexander.nikolopoulos/2011Fritzlar#








Montag, 16. Mai 2011

Ein Wochenende, zwei Rennen, drei Athleten

Vergangenes Wochenende standen zwei Rennen auf dem Programm unserer Jungs, der Kinzigman in Langenselbold mit Adi Kohr und Jürgen MEtzler und der Barockstadt-Triathlon mit Johannes Geldbach in Fulda.

1. Kinzigman - Privatduell Kohr vs. Metzler
Wie fast immer, wenn sie bei demselben Rennen antreten, lieferten sich Adi Kohr und Jürgen Metzler beim erstmals ausgetragenen Kinzigman ein heißes Kopf-an-Kopf-Duell, bei dem Kohr wieder einmal im Wasser die entscheidenden Sekunden auf Metzler gut machen konnte. Auf den 500m, die im Kinzigsee zu absolvieren waren, verlor Metzler die ersten 40 Sekunden, auf den 20 Radkilometern zwischen Langenselbold und Meerholz fast eine weitere Minute. Zwar lief Metzler die abschließenden fünf Kilometer schneller als Kohr, konnte den Rückstand aber nur noch um einige Sekunden verringern und lief knapp 90 Sekunden nach Kohr ins Ziel.

In der Gesamtabrechnung kamen Kohr in 57:53min auf Rang 15 und Metzler in 59:22min auf Rang 17. Den Premierensieg beim Kinzigman sicherte sich mit Sven Bartels ein alter Bekannter, der bereits zwei Mal den Triathlon in Gelnhausen für sich entscheiden konnte.

Detailergebnisse 1. Kinzigman 2011:
http://www.maxx-timing.de/siegerlisten/TriKinzigman2011/einzel_split.pdf


Barockstadt Fulda Triathlon – Johannes Goldbach als einsamer Kämpfer im Regen
Beim zum zweiten Mal ausgetragenen Barockstadt Fulda Triathlon schlug sich Johannes Goldbach sehr gut. Zwar musste er gleich zu Beginn des Rennens einen kleinen Rückschlag hinnehmen – entgegen der sonstigen Regel war der Neoprenanzug im Freibad zugelassen – aber Goldbach ließ sich von den etwas kühleren Temperaturen nicht abschrecken. Zwar verlor Goldbach damit im Becken überproportional viel Zeit, konnte sich aber im Verlauf des Rennens immer weiter nach vorn schieben. Nach Splitzeiten von 19:12min für 1.000m schwimmen, 1:09:23h für 39km Rad fahren und 43:26min für die abschließenden 10 Laufkilometer lief Goldbach auf Gesamtrang 27 der mehr als 200 Starter ein.

Detailergebnisse 2. Barockstadt Fulda Triathlon 2011:
http://fulda-tria.r.mikatiming.de/2011

Montag, 9. Mai 2011

Teamwochenende im Bayernwald



Sportlich hat die letztjährige Mannschaft des Jahres der GNZ das neue Sportjahr am 1. Mai in Gelnhausen mit dem fünften Platz von Jörn Gabler sportlich sehr erfolgreich einge-läutet.

Dem Einstieg in die Rennsaison folgte dann am vergangenen Wochenende eine wohlver-diente Auszeit des fast kompletten Teams im Bayerischen Wald. Den Aufenthalt im Son-nenhotel Bayerischer Hof in Waldmünchen hatten die Kurstädter als einen ihrer Preise bei der Sportlerwahl von der GNZ erhalten. Und wie sich herausstellte, war das Wochenende und auch das Hotel für Triathleten geradezu ideal gewählt. Strahlender Sonnenschein begleitete die Dreikämpfer das komplette Wochenende über und da man im Hotel das All-Inclusive-Angebot nutzen konnte, wurden auch die immer hungrigen Triathleten jederzeit satt.

Sportlich wurde auch etwas getan an diesem Wochenende, es stand die Vorbereitung auf das erste Rennen der Regionalligasaison an. Da Waldmünchen über ein großzügiges Er-lebnisbad mit Sportbecken verfügt, das Gäste des Bayerischen Hofs kostenlos nutzen dürfen, war das Training für die erste Disziplin am Samstag schon sicher. Auch für das Rad fahren ist der fast einsame Bayernwald direkt an der tschechischen Grenze ideal. Nur der Straßenbelag auf der anderen Seite der Grenze lässt auf den Nebenstraßen teils zu wünschen übrig.





Nun, da konnte gleich geübt werden, wie schnell sich ein Plattfuß so beheben lasst. Der den ersten Trainingstag abschließende Lauf führte dann um den örtli-chen Badesee, den Perlsee, herum, der bei etwas höheren Wassertemperaturen ebenfalls zum Training hätte genutzt werden können. Der zweite Trainingstag begann dann, wie der erste aufgehört hatte, mit einem kurzen Lauf vor dem Frühstück. Da mit Adi Kohr ein Teammitglied den Ironman in Regensburg auf seinem Saisonplan stehen hat, wurde die große Radausfahrt des Wochenendes kurzerhand mit einer Streckenerkundung der dorti-gen Radstrecke verbunden. Ein Teil der Orber brach mit dem Rad ins 80 Kilometer ent-fernte Regensburg auf, das Serviceteam nach einer weiteren kurzen Schwimmeinheit mit dem Versorgungsfahrzeug. Gemeinsam wurde dann die durchaus anspruchsvolle Radrunde am Donautal in Angriff genommen. Den Abschluss des Trainings bildete dann ein wenn auch sehr kurzes Bad im leider noch sehr kalten Guggenberger See, in dem das Schwimmen des Ironman Regensburg ausgetragen wird.

Damit können die Kurstädter Triathleten auf ein rundum gelungenes Wochenende zu-rückblicken und sind für den Saisonauftakt am 28. Mai gut gerüstet.

Nicht vergessen wollen wir hier, an dieser Stelle sei der GNZ noch einmal herzlicher Dank für die perfekte Wahl des Teampreises ausgesprochen.



Mehr Fotos hier.

Mittwoch, 4. Mai 2011

Tim Stutzer bei Triathlon-Szene.de - Radtalk, zweiter Teil

Mitte März war Tim Stutzer wieder mal bei Triathlon-Szene-TV zu Gast. Diesmal zum Thema "Renntaktik: Hammer the bike!", wieder gut eine Dreiviertelstunde. Wer die Sendung live nicht sehen konnte, dem steht jetzt der - allerdings kostenpflichtige - Download hier zur Verfügung.


Montag, 2. Mai 2011

Platz 5: Jörn Gabler „Best of the Rest“ beim Kinzigtal-Triathlon

Diesmal wartete der traditionelle Saisonauftakt für unser Team, der Kinzigtal-Triathlon im Nachbarort Gelnhausen schon lange vor seiner Austragung mit einigen Problemen auf – er war auf den 1. Mai terminiert. Nicht bloß fand parallel in Oberursel die Deutsche Duathlonmeisterschaft statt, nein am 1. Mai startet auch immer das große Radrennen in Frankfurt. Einige von uns entschieden sich aber trotzdem für den Tanz in den Mai und damit gegen Sport früh morgens am Sonntag.

Siegchancen? - Haste gedacht!
Für den Rest, so die graue Theorie, sollte die Parallelveranstaltung in Oberursel, zu der sicher ein paar richtig schnelle Jungs pilgern sollten, für größere Chancen auf eine Platzierung im Vorderfeld sorgen. Und bis genau 5 Tage vor dem Rennen sah es auch noch genau so aus: Außer einem unbekannten Großenkel von Clint Eastwood keine wirkliche Granate in Sicht, weit und breit. Also vielleicht doch mal wieder freie Bahn für einen Podestplatz von Lokalmatadoren. Dann aber ging alles ganz schnell: Mittwoch vor dem Rennen stand mit Marcel Bischof der erste Profi in der Startliste. Ab Donnerstag lag mit Tim Stutzer eins unserer Rennpferde flach und Freitag kam dann das endgültige Aus für unsere vermeintlichen Siegchancen: Mit Paul Schuster und Thomas John hatten zwar nicht wie im letzten Jahr Ironman-Europameister nachgemeldet, aber immerhin Jungs, die die DTU-Norm für den Kurzdistanz-Europacup vor Wochenfrist locker erfüllt hatten.

Für unsere verbliebene kleine Armada bestehend aus Jörn Gabler, Jürgen Metzler, Bernd Paczarkowski, Oliver Rinkenberger und Jörg Treffler ging es also de facto noch um den Titel „Best of the Rest Gelnhausen 2011“ und um das ein oder andere Altersklassenpodium.


Griesheimer Duo vornweg - Gabler kämpft und wird belohnt!
Als dann um 10:20 Uhr der Startschuss für die Topstarter fiel, war die Entscheidung in der Gesamtwertung schnell gefallen. Zwar wechselte Paul Schuster noch gemeinsam mit seinem Griesheimer Vereinskollegen Thomas John aufs Rad, dort aber machte Schuster schnell Nägel mit Köpfen: Über zwei Minuten konnte er John abnehmen und lief nach sehr zügigen fünf Laufkilometern als einziger Athlet in 57:22min unter einer Stunde als Sieger ins Ziel. Hinter Schuster und John aber konnte Jörn Gabler lang um den letzten verbliebenen Platz auf dem Treppchen mitkämpfen. Auf der ersten der beiden Radrunden lag Gabler fast gleichauf mit dem Briten Paul Westwood (Tri Team Rhein Main), Marcel Bischof vom TriTEAM SSKC Aschaffenburg und Matthias Hähnel von Eintracht Frankfurt. Jedoch konnte sich zunächst Bischof und dann auch Westwood auf den letzten Radkilometern leicht von Gabler absetzen. Mit leichtem Rückstand auf dieses Duo dann ging Gabler auf die fünf Laufkilometer, und konnte sich schnell von Hähnel absetzen. Trotz vollem Einsatz aber war der Rückstand auf Bischof und Westwood zu groß. Damit erreichte Gabler das Ziel als Gesamtfünfter und damit als bester Amateur des Tages. Alle vor ihm platzierten Athleten haben im Gegensatz zum Studenten Gabler eine Profilizenz. In seiner Altersklasse AK25 reichte es für Gabler zudem zu einem Podestplatz: Er wurde hinter Bischof Zweiter.



Altersklassenpodest durch Paczarkowski - Rinkenberger, Treffler und Metzler solide

Ebenfalls das Treppchen seiner Altersklasse - Platz 2 - erreichte mit einer soliden Leistung von 1:08:30h Bernd Paczarkowski. Das Podium seiner Altersklasse knapp verpasste Jürgen Metzler, der dort mit 1:07:52h Fünfter wurde und insgesamt auf Rang 24 kam. Mit soliden Leistungen konnten die weiteren Starter des Teams, Oliver Rinkenberger (1:13:40h) und Jörg Treffler (1:15:17h) aufwarten.

Ergebnis Kinzigtal-Triathlon 2011:

1. Paul Schuster - Carboo4u TuS Griesheim - 57:22
2. Thomas John - Carboo4u TuS Griesheim - 1:01:04
3. Marcel Bischof - TriTEAM SSKC Aschaffenburg -1:01:28
4. Paul Westwood - Triathlon Team Rhein Main - 1:01:47
5. Jörn Gabler Team Spessartchallenge - 1:03:03

Detailergebnisse Kinzigtal-Triathlon 2011:
http://www3.your-sports.com/details/index.php?page=2&eventid=5768&lang=de


Presseberichterstattung im Gelnhäuser Tageblatt:

Freitag, 25. Februar 2011

Tim im Triathlon-TV


Am 21.1. war Tim Stutzer bei Triathlon-Szene-TV zu Gast. Zum Thema "Radtraining für schnelle Amateure" hat er sich mit Moderator Arne Dyck rund eine Stunde lang unterhalten. Wer die Sendung live nicht sehen konnte, dem steht jetzt der - allerdings kostenpflichtige - Download hier zur Verfügung.

Donnerstag, 24. Februar 2011

Crossduathlon Rodgau – Julia Nikolopoulos als 4. knapp am Treppchen vorbei

Am Ende fehlten keine zwanzig Sekunden und es hätte für Platz drei und damit mit der ersten Podestplatzierung fürs Team Spessartchallenge im Jahr 2011 gereicht.




Leider aber konnte Julia nach anstrengendem ersten Lauf über 3,4km, gefolgt von 23km auf dem Crosser den entscheidenden Antritt von Claudia Hill (Seligenstadt) auf den ab-schließenden drei Laufkilometern nicht mehr kontern.

Hille hatte sich auf dem ersten Laufpart etwas von Julia absetzen können, Julia dagegen sich auf dem Rad einen kleinen Vorsprung erarbeitet. Leider aber wurde Julia schon kurz nach dem Wechsel auf die letzten drei Laufkilometer von Hille gestellt. Wo man bei länge-ren Rennen zumeist noch einmal kurz gegenhalten kann, war für Julia in diesem Moment nur Schadensbegrenzung angesagt. Trotzdem ließ Julia zumindest nach hinten nichts mehr anbrennen und lief locker als Gesamt-Vierte ein.

Alles in allem ein guter Saisonauftakt, auch wenn man Julia die Müdigkeit nach dem bei kühlen Temperaturen und einigem Wind ausgetragenen Rennen gehörig anmerkte.

Mehr Fotos vom Crossduathlon im Rodgau: https://picasaweb.google.com/alexander.nikolopoulos/2011Dudenhofen#

Ergebnisse Crossduathlon Rodgau 2011:

1. Schulz, Jenny Skills 04 Frankfurt 1:11:15 + 4:10
2. Linne, Franzi TuS Griesheim 1:15:01 + 7:56
3. Hille, Claudia TSG Kleinostheim 1:18:55 + 11:50
4. Nikolopoulos, Julia TV Bad Orb 1:19:16 + 12:11

Montag, 14. Februar 2011

Heimische Triathleten in der Loipe beim 34. Rennsteig-Skilauf in Oberhof


Die milden Temperatur der letzten Tage sind im Allgemeinen freudige Vorboten einer kommenden Wettkampfsaison für die Triathleten des SV Gelnhausen und des Team Spessartchallenge vom TV Bad Orb. Einige hart gesottene Athleten reisten am 13.02.2011 jedoch absichtlich in eine der größten Wintersporthochburgen Deutschlands.

Im thüringischen Oberhof mischten sich Adi kohr und Jürgen Metzler vom Team Spessartchallenge und Omid Keyvanponr und René Breite vom SV Gelnhausen unter die Langlaufspezialisten beim 34. Rennsteig Skilauf.

Auf profilierter Strecke ging es nicht nur den Rennsteig rauf und runter, sondern auch über die Weltcupstrecke der Profis. Start und Ziel waren dementsprechend in der Biathlon-Arena.

Die Sportler aus dem Main-Kinzi-Kreis schlugen sich beim im Massenstart ausgetragenen Rennen über 30km achtbar und landeten im Mittelfeld der über 400 Starter.

Als erster der heimischen Sportler errreichte Omid Keyvanponr 1:52 Std. den Zielbereich, konnte aber nur kurz Luft holen. Adi Kohr (1:57:17 std.) und René Breide (1:57:31 Std.) lieferten sich ein fernsehreifes Duell. Nachdem zunächst Kohr über 29km lang die Nase vorn hatte, konterte Breite auf dem letzten Kiometer. Erst kurz vorm Ziel erkämpfte sich Kohr wieder den seinen Rang zurück. Drei Minuten später folgte Jürgen Metzler (2:00:45 Std), der mit seinem zweiten Skilanglaufrennen überhaupt mehr als zufrieden war.


"Skilanglaufwettkämpfe sind eine herrliche Alternative für uns Triathleten", gab Kohr im Ziel - luftschnappend - zum Besten. Die kommende Triathlonsaison wird es zeigen, was die Ausflüge in den Wintersport den Ausdauersportlern gebracht haben.

Montag, 24. Januar 2011

Team of the Year 2010 im Main-Kinzig-Kreis!!!

(jm) Die Heimat weiß das Team Spessartchallenge zu schätzen. Bei den Sportlerwahlen der lokalen Presse heimsten die Mannschaft des TV BAD ORB Podestplätze ein. Der dritte Platz bei der Leserwahl des Gelnhäuser Tageblatts wurde vom glorreichen Sieg bei der Sportlerehrung der Gelnhäuser Neuen Zeitung als "Team of the Year 2010" noch getoppt. Auf der großen Sportlergala am 19. Januar auf dem Gelände des Verlagshauses Naumann hob der stellvertretende GNZ-Redaktionleiter Dieter Geissler hervor: "Das Team Spessartchallenge galt in der 1. hessischen Triathlonligs als Absteigskandidat, nach vier nervenaufreibenden Wettkämpfen war die Sensation perfekt: Die Bad Orber hatten völlig überraschend den Aufstieg in die Regionalliga Mitte geschafft. Noch nie vorher war eine heimische Triathlon-Equipe höherklassig angesiedelt. Hut ab vor dieser großartigen Leistung." Als Preis für unsere Schindereien nahmen die Orber Triathleten sehr gerne einen dreitägigen Reisegutschein für das ganze Team in ein Wellnesshotel im Bayerischen Wald entgegen. Wie viel Wellness nach unseren Trainingseinheiten bei der Reise übrig bleibt, wird sich zeigen.
Alles in Allem war das Team Spessartchallenge an diesem Abend unheimlich stolz, dass die leidenschaftliche Aufopferung für usneren Lieblingssport Triathlon und unsere damit verbundenen Versuche, in den gemeinsamen Ligawettkämpfen für den TV Bad Orb alles aus uns rauszuholen, eine solche Wertschätzung erfuhren. Am Ende geschah der folgende Satz aus diesem Stolz heraus, sicher gepaart mit einer gehörigen Portion guter Laune und einem Klacks an Übermut. Im Interview auf der Bühne versprach Teamkapitän Tim Stutzer: "Wir nehmen den Aufstieg in die 2. Bundesliga ins Visier, das ist für uns als passionierte Amateursportler gerade noch machbar!" Machbar? Eine Herausforderung der ganz bersonderen Sorte... müssen wir - fast alle - dafür doch noch (schnell) schwimmen lernen!

Mittwoch, 19. Januar 2011

Neuer Sponsor für 2011: Debeka Versicherungen Bad Orb


Irgendwie ist es konsequent, dass die Bad Orber Niederlassung der Debeka-Versicherung von Peter Ringelstein uns unterstützt. Mehr als 50% unserer Stammbesetzung profitieren schon seit Jahren vom erstklassigen Service der Debeka, zwei weitere Kandidaten sind gerade "in der Mache". Da hat Peter, zudem noch selbst aktiver Triathlet und Mitglied unserer Staffel beim Ironman 70.3 Wiesbaden die Gelegenheit ergriffen, sich einen Platz auf unseren Trikots für die kommende Saison zu sichern.

Danke an Peter für die Unterstützung 2011!

3. Platz bei der Sportlerwahl des GT

Dank der Unterstützung durch den ganzen Ort, die fleißig Stimmzettel aus dem GT eingesandt haben, sind wir mit 13% der Stimmen auf dem Treppchen der Sportlerwahl des GT gelandet. Florian Brosch, der nicht einmal zu den offiziellen Kandidaten gehörte hat es mit Platz 8 doch glatt auch unter die Top10 geschafft.

Danke für die Unterstützung!

Team Spessartchallenge!

Montag, 17. Januar 2011

Florian Brosch im Interview

Florian Brosch hat einen Sponser*, für den er hier ein paar Fargen beantwortet hat.



*Pun intended.

Donnerstag, 6. Januar 2011

Adi Kohr und Jürgen Metzler wechseln auf Langlaufski


Bad Orber Triathleten messen sich mit Langlaufspezialisten


Man könnte den Glauben vertreten, nach dem Aufstieg des Teams Spessartchallenge vom TV Bad Orb in die dritthöchste deutsche Triathlonliga, die Regionalliga Mitte, ruhen sich die Athleten aus der Kurstadt in den Wintermonaten auf ihren verdienten Lorbeeren aus. Weit gefehlt, nutzen einige Triathleten gerade die kalte Jahreszeit für den Aufbau der im Triathlonsport so wesentlichen Grundlagenausdauer. Adi Kohr und Jürgen Metzler verlagern die wetterbedingt fehlenden Möglichkeiten Radfahren zu trainieren, in dem sie diese Trainingseinheiten einfach auf die Langlaufbretter wechselten.

Die beiden wettkampfbegeisterten Sportler nahmen nach etlichen Trainingskilometern im Vogelsberg und der Rhön beim traditionellen Silvesterrennen über 12,5 km der SKG Gersfeld teil. Gleich über 170 weitere Langläufer gingen unweit der Wasserkuppe am „Roten Moor“ an den Start. Darunter waren mit Weltcup-Läufer Daniel Heun oder dem ehemaligen DDR-Langlauftrainer Henner Misersky auch viele bekannte Gesichter. Unter den vielen Spezialisten konnte das Motto der Orber Triathleten eigentlich nur „Dabei sein ist alles“ heißen.

Dennoch gaben Kohr und Metzler ihr Bestes und erreichten auf der profilierten Strecke nach 46:20 Minuten und 51:23 Minuten das Ziel. „Meine Ski waren heute schlecht gewachst und nicht konkurrenzfähig. Auf den Abfahrten habe ich jedes Mal 50 Meter zur Gruppe verloren“, sagte Metzler kurz nach der Zieldurchfahrt. Aus Metzlers Rennen resultierte der vierte Platz in der Altersklassenwertung M30, Kohr belegte Platz 15 in der M 40. Nach diesem herrlichen Ausflug in die Skilanglaufwelt folgt der nächste Wettkampf in Kaltenlengsfeld/Thüringen über 20 Kilometer am kommenden Wochenende.


(erschienen am 06.01.2011 im Gelnhäuser Tageblatt)

Freitag, 24. Dezember 2010

Mannschaft des Jahres Teil 2 - GNZ

Nachdem wir ja bei der noch bis zum 31.12. laufenden Sportlerwahl des GT für die Mannschaft des Jahres nominiert sind, hat nun gestern die Konkurrenz der Gelnhäuser Neue Zeitung gleich mal Nägel mit Köpfen gemacht und uns geradeheraus zu seiner Mannschaft des Jahres 2010 gekürt.

Die Ehrung findet am 20.01. statt, Bericht folgt!


Freitag, 10. Dezember 2010

GT-Sportlerwahl 2010 - Wir sind nominiert!

Liebe Freunde des TEAMS SPESSARTCHALLENGE,

in der Ausgabe des Gelnhäuser Tageblatts (GT) vom letzten Samstag wurden die Kandidaten für die Sportlerwahl des GT 2010 vorgestellt und das Triathlonteam des TV Bad Orb, das TEAM SPESSARTCHALLENGE, hat es unter die sechs nominierten Mannschaften geschafft.


Damit wir es auch aufs Podium schaffen, brauchen wie Eure Mithilfe!


Gewählt werden kann NUR MIT DEM ORIGINALCOUPON aus der Zeitung, der bis zum 31.12. täglich im GT erschein. Wer uns also wählen möchte, kann sich täglich mit dem GT einen Stimmzettel besorgen, den er dann an die Redaktion des GT schickt. Wie immer gibt’s auch für die Wähler einige gute Preise zu gewinnen.


Der ultimative Plan, um uns so richtig viele Stimmen zukommen zu lassen ist ein zweiwöchiges Probeabo abzuschließen. Falls jemand Bedenken haben sollte: Das keine Abofalle, das Abo endet nach den 2 Wochen automatisch. Bestellen kann man das Probeabo hier:


http://www.gelnhaeuser-tageblatt.de/verlagsservices/abonnement/leseprobe/index.htm


Ihr könnt diese E-Mail gern weiterleiten.


Danke vorab & Train safe!


Tim Stutzer

Montag, 6. Dezember 2010

Nikolaus-Duathlon 2010 – Winterspiele im Niddapark






Kalt war es am 5.12. in Frankfurt und grimmig schaute der Nikolaus drein (Bild), als im Niddapark, dem ehemaligen Bundesgartenschaugelände der Nikolaus-Duathlon gestartet wurde.

Bei den technisch schwierigsten Bedingungen der letzten Jahre, die gesamte Strecke war schneebedeckt, waren auch drei unserer Athleten am Start. Alex und Julia Nikolopoulos waren mit dem Rad angereist, Tim Stutzer hatte aus Offenbach lieber das Auto genommen.

Vom Start weg konnten sich Alex und Tim in den Top10 festsetzen und wechselten nach den ersten fünf Laufkilometern hintereinander aufs Rad. Julia hatte es beim ersten Lauf auch gut erwischt und konnte das neue Titanpferd in den Top5 satteln.

Auf dem Rad schlug Tim zu Beginn ein so hohes Tempo an, dass Alex kaum folgen konnte, sehr schnell hatte er sich auf Platz fünf vorgearbeitet. Leider zu schnell. Als er nach drei Vierteln der Strecke zu Routinier Lothar Leder aufgeschlossen hatte, ging plötzlich nichts mehr. Jede Pedalumdrehung wurde zur Qual und schon zwei Kilometer später hatte Alex Tim gestellt und flog förmlich vorbei. Alex konnte damit die 22 Radkilometer auf dem 6. Platz abschließen, Tim nahm den direkten Weg zur Kuchentheke. Julia hatte auf dem mit sehr schmalen Reifen ausgestatteten Crosser einen sehr harten Tag auf dem Rad. Immer wieder sackten die Reifen tief in den Schnee, waren kaum zu kontrollieren. Fast schon hätten zwei Drittel der Orber aufgegeben, aber Julia biss sich durch! Sie absolvierte trotz großem Frust die Radstrecke und drehte beim abschließenden Lauf nochmal auf. Während Alex dort noch einen Platz einbüßte und das Ziel als Siebter erreichte, sammelte Julia noch einige Konkurrentinnen ein und landete am Ende doch noch auf einem sehr respektablem 5. Platz.


Ergebnis Nikolausduathlon 05. 12. 2010

Frauen:
1. Bucci, Nadine SG Poseidon Eppelheim 1:39:07,3
2. Hille, Claudia TSG Kleinostheim 1:41:19,6
3. Richter, Claudia Bad Homburger SC 1:43:04,1
4. Jensen, Sandra Utemückeltriathlon ev-Laktatexpress.de 1:46:37,3
5. Nikolopoulos, Julia TV Bad Orb/Team Spessartchallenge 1:47:01,3

Männer
1. Kiefer, Haimo Skills 04 Frankfurt 1:18:59,9
2. von Grot, Rudolf Skills 04 Frankfurt 1:20:57,0
3. Siegismund, Sebastian Skills 04 Frankfurt 1:22:29,8
4. Leder, Lothar StartNet-Team DSW Darmstadt 1:24:40,6
5. Hilke, Christoph Team Frankfurter Laufshop 1:25:02,8
6. Strzezyk, Peter SG Poseidon Eppelheim 1:26:19,1
7. Nikolopoulos, Alexander TV Bad Orb/Team Spessartchallenge 1:26:53,9


Donnerstag, 11. November 2010

Tim in Florida: Mit 9:04h nach Hawaii

Florida Teil I – Der Selbstversuch - oder - Harakiri eines Radfahrers?

(Mehr innovative Plakate von Ritter Sport.)

Eins vorweg: Am 06.11.2010 war das Rennen meines Lebens! Es passte so gut wie alles zusammen: Die Form, die Rennstrategie, die psychische Verfassung und auch die äußeren Bedingungen. Dadurch ist vieles Erlebte gefärbt und sofern hier einmal Unzufriedenheit mit einigen Teilen des Rennens erkennbar wird: Das ist Leiden auf verdammt hohem Niveau!

Why Florida? Of all places?
Was sich aber einige, die um meine Stärken und Schwächen im Triathlon wissen, berechtigt fragen werden ist: Wie kommt ein starker Radfahrer und mittelmäßiger Läufer auf die Idee, auf einem so flachen Kurs, der Läufern und Lutschern zugute kommt, überhaupt anzutreten? Ganz einfach: Es war eine Kurzschlussreaktion nach dem vergeigten Rennen in Regensburg! Da stimmte im Vorfeld alles, nur am Renntag lief von Beginn an nix. So also entschied ich mich dafür, die meiner Meinung nach doch gute Form 2010 noch einmal zu testen. Da aber der Ironman in Arizona erst Ende November stattfindet und ich nicht den kompletten November durch trainieren wollte, fiel die Wahl auf eine Reise nach Panama City, Florida.

Konkurrenz im eigenen Haus
Meinen „Servicemann“ und GodFather des Triathlons im Main-Kinzig-Kreis im Schlepptau ging es so also zusammen mit ca. 70 weiteren verstrahlten Triathleten los Richtung Golf von Mexiko. Eine Woche vor dem Rennen treffen wir ein, genug Zeit um allein wegen der Konkurrenz in der eigenen Reisegruppe so richtig nervös zu werden. Jeder der Gäste von Hannes scheint sich schon mindestens fünf Mal für die Ironman-WM auf Hawaii qualifiziert zu haben. Dagegen nimmt sich meine einzige „Quali“ 2008 so richtig mickrig aus. Trotzdem will ich mich nicht nervös machen lassen und „mein“ Rennen machen. Nach Absprache mit Coach Uwe hatten wir einen Plan zurecht gelegt, der nach 60min fürs schwimmen eine für mich sehr konservative Rennstrategie vorsah. Ich sollte mich auf den ersten 120km der Radstrecke zurückhalten um erst in den letzten eineinhalb Stunden per pedale aufzudrehen. Dadurch sollte ich meine durch den zweiwöchigen Trainingsausfall und die Zerrung Mitte Oktober nicht wirklichen fitten Läuferbeine für einen Marathon um 3:25h schonen. Bloß nicht schneller anlaufen als 4:45min/km! In der Theorie sollte auch so eine Zeit von um 9:15h drin sein. Das hatte 2009 ausgereicht, um sich für Kona zu qualifizieren und „die Quali“ war das Ziel des Trips. So schön sich dieser Plan anhörte, so wenig konnte ich Uwe versprechen, ihn wirklich einzuhalten.

Training auf der Radstrecke –Realitätsschock!
Tief in meinem Innern ist vor Ort aber der schöne Plan des konservativen Herangehens schon nach der ersten Besichtigung der Strecke Makulatur. In Summe kommt man dort über die 180km auf weniger als 400 Höhenmeter. Ich kann bloß auf Wind hoffen, sonst werden mich die lutschenden Läufer schon früh im Rennen stellen. Das Schwimmen dagegen verspricht schön und schaurig zugleich zu werden. Schön, weil der Golf von Mexiko hier selten klares Wasser bietet, in dem man so einige Meeresbewohner beobachten kann. Schaurig, weil das Rennen nicht im Wasser sondern mit einem Sprint vom Strand auf gestartet wird. Nun denn, da müssen alle durch, denke ich positiv. Das Laufen auf dem zwei Mal zu absolvierenden Rundkurs wiederum verspricht Abwechslung. Zwar startet die Strecke vor einer der wenig romantischen Bettenburgen am Strand der Stadt, danach führt sie aber fast idyllisch durch ruhige Wohngebiete und am Ende durch den sehr schönen St. Andrews State Park. Dort müssen wir beim Trainingslauf soger einen Hirsch die Straße vor uns passieren lassen.

Das Wetter, MEIN Wetter!
Hatten wir also Mitte der Woche die Strecken erkundet, so dreht sich ab dem komplett verregneten Mittwoch alles um die Wettervorhersage für den Renntag. So ganz nicht dem Klischee „Florida“ entsprechend werden für Samstag Maximaltemperaturen von 16° Celsius und Frühtemperaturen von um 4°C vorausgesagt. Der so ziemlich einzige Athlet, der sich bei diesen Aussichten richtig freut, scheine ich zu sein. Schon in England 2008 hatte ich bei 12° und Nieselregen ein sehr gutes Rennen absolviert, Kälte ist eben mein Ding. So bessert sich meine Laune zusehends, je näher der Renntag rückt. Wie immer werden routinemäßig die Pastaparty am Donnerstag und der Rad-CheckIn am Freitag abgearbeitet und schon ist der Renntag da.

Race Day!
Wie immer raus um 4:00h, Toast & Bagles mit Marmelade und Nutella! Kaffee darf auch nicht fehlen, dann nix wie auf zum Start! Das Rad will ich noch mit dem Ergomo bestücken, aber leider hat das Ding endgültig seinen Geist aufgegeben, also nix mit wattgesteuertem Rad fahren. Schade. Schnell sind die zwei Stunden bis zum Start vorbei. Obwohl ich wie immer einer der ersten Athleten in der Wechselzone bin, werde ich, auch wie immer, einer der letzten sein, die hektisch zum Start sprinten. Es soll vom Strand aus losgehen, mit einem Sprint an den mit 24 Grad einzig warmen Ort des Tages, den Golf von Mexiko. Die Luft hat vor dem Start ganze 4°Grad. Da ist selbst mir kalt! Die Profis starten um 6:50h von einer Sandbank 50 Meter vor dem eigentlichen Strand. Zum Glück für uns, denn nachdem dieser Start gelaufen ist, rückt die Meute vor. Zunächst bis zu der Sandbank, von der die Profis aus starteten, dann immer weiter. Die wenigen Helfer können die Stampede nicht aufhalten.

Swim 3,86km



Als der Startschuss endlich um 7:00h fällt, stehe ich in dritter Reihe fast 100 Meter vom Strand entfernt schon hüfthoch im Wasser. Das beruhigt mich, denn so fällt der Kräfte raubende Sprint ins Wasser weg. Deshalb geht es für einen Massenstart von 2.700 Athleten ziemlich gesittet zu. Ich halte mich an den Vorsatz, locker zu schwimmen. Hier wird der Slot noch nicht gewonnen. Als die erste der beiden Runden aber nach 28:30min vorbei ist, träume ich kurz von einer Zeit unter einer Stunde, was ich im Ozean nicht für möglich gehalten hätte. Das Schwimmen von Runde zwei ist dann auch schon ohne große Schlägerei nach 59:25min beendet. Leider aber muss ich noch einige Meter durchs seichte Wasser waten und erreiche offiziell nach 1:00:02h das Ufer. Also alles im Plan, der Spaß kann jetzt beginnen!

Daten zum Schwimmen hier: http://connect.garmin.com/activity/56105182

Wechselzone Swim – Bike
Hey, denk ich, warum legen sich alle Leute hier nach dem Schwimmausstieg auf den Strand? Ah, „Wetsuit Pullers“ – Ausziehhelfer für Neoprenanzüge. Wie das funktioniert? Den Reißverschluss des Anzugs öffnen die Athleten auf den Weg aus dem Wasser noch selbst und ziehen ihn bis zu Hüfte runter. Den schwierigen Teil aber übernehmen Helfer: Ich leg mich auf den Teppich, der Helfer reißt mir den Gummi vom Leib. Sehen sehr lustig aus, die vielen schwarzen Käfers, die wie wild am Strand zappeln. Nun denn. Ich schnappe meinen Anzug und verschwinde Richtung Rad. Viele Athleten legen jetzt komplett trockene Kleidung an, teilweise lange Hosen und Windjacken. Ich vertraue meiner Ironman UK-Kombination von Skinfit-Kurzarmshirt, TCSD-Tritop, Armlingen und Handschuhen und nix wie weg. Trotzdem verbringe ich in der elend langen Wechselzone mehr als 5min, was aber im Verhältnis noch recht fix ist.

180km Bike-Spaß – fast
Au Backe! Auch mir ist kalt! Zuerst sogar richtig kalt! Mit nassen Klamotten bei 5° aufs Rad und dann mit 40 Sachen bei Gegenwind die Küstenstraße entlang brettern – nein, das geht nicht ohne Schmerzen. Trotzdem aber komme ich mit der Kälte offensichtlich besser zurecht als die Konkurrenz. 25 Kilometer lang ziehe ich an immer mehr Athleten vorbei und komme langsam auf Betriebstemperatur. Überholt werde ich nie, so soll es sein! Den guten Vorsatz, irgendwie Richtung 4:45h zu fahren hab ich da schon aufgegeben, dafür fühle ich mich zu gut. Das kann nach hinten losgehen, aber soweit denke ich gerade nicht. Zunächst ist an der Küste leichter Seitenwind von Nord-Nord-West, der von Kilometer 12 an direkt ins Gesicht bläst, als es ins Landesinnere geht. Vielleicht aber ist der Gegenwind früh im Rennen gar nicht schlecht, denke ich. So ist es für die Jungs, die ich hier überhole schwerer, dran zu bleiben. Allein bei Kilometer 30 merke ich, dass ich einen Mitfahrer habe. Zunächst mache ich mir nicht viel draus, Kopf runter und Druck auf die Pedale! Als er aber 10km später immer noch da ist, werde ich etwas sauer. Zwar fährt er mehr als regelgerecht, immer mindestens 10 statt der vorgeschriebenen 7m hinter mir, aber irgendwie nervt das. Denn auch in diesem Abstand hat er noch einen veritablen Windschatten und spart Kraft Als ich ihm das verbal zur Kenntnis bringe, stellt sich heraus, dass er weder Englisch noch Deutsch versteht. Er ist Franzose und mein Französisch miserabel. Leider aber schüttelt er den Kopf als ich ihn gestenreich auffordere auch einmal in die Führung zu gehen. So ein Shice, denke ich, denn er ist auch noch in meiner Altersklasse unterwegs und fahre weiter. Etwas später wird es mir zu bunt und ich bremse mal auf der Geraden ab. Da muss er vorbei. Kurz fahre ich in 10 Metern Abstand hinterher, aber er fährt etwa 3-4km/h langsamer als ich eigentlich fahren will. Also entschließe ich mich dazu, eine Attacke zu fahren. Also hole ich Schwung und brettere mit 45 Sachen an ihm vorbei. Wenn er kein Radrennfahrer ist, sollte das reichen. Es reicht leider nicht. Er ist nämlich, wie sich später herausstellt, Amateur-Radrennfahrer und als solcher gar kein schlechter. Auch beim zweiten Mal klappts wieder nicht. Auch nicht beim dritten Mal. Da aber solche Attacken auf die Dauer für mein Rennen, das ja auf eine gleichmäßige Ausdauerleistung ausgelegt ist, kontraproduktiv sind, finde ich mich schlussendlich damit ab, die Lokomotive zu spielen.

Bei Kilometer 55 dann sind die führenden Profifrauen erreicht. Sie werden von einer Gruppe Altersklassenathleten „begleitet“. Tolles Rennen! Die schnelleren Jungs dieser Gruppe wollen dann auf den Zug aufspringen, aber bei Kilometer 65 geben sie das auf. Bis auf meinen französischen Schattenmann natürlich (Auch hier auf dem Bild hat er sich gut versteckt ;-).





Als es dann bei Kilometer 75 einen kleinen Hügel hinauf geht, fährt er auf einmal an mir vorbei. Huch! Kommt wohl aus den Bergen und nicht aus dem Flachland, der Kerl. Da der „Berg“ aber nur 500 Meter lang ist, fahre ich bald wieder vorn, denn in der Ebene ist mir seine Geschwindigkeit wieder zu langsam. Nun denn! Hilft alles nix!

Kurz darauf kommt uns auf einem Hin- und Zurückstück die Spitze des Profirennens entgegen. Da fährt man auch Triathlon-Peloton. Das sind mindestens 10 Jungs, die sich da zusammen die Arbeit teilen. Die gute Nachricht aber ist, dass die so viel schneller als ich gar nicht unterwegs sein können. Schneller als nen 40er Schnitt fahren die also auch nicht! An dieser Stelle kann ich auch meinen „Servicemann“ grüßen, der mit dem Auto hier raus gefahren ist, um zu schreien wie ein Wilder! Er ruft mir zu, dass ich schon auf „Platz 2“ vorgefahren sei. Fragt sich bloß Platz 2 von was? Amateure gesamt, Altersklasse, Titanhobelfahrer, wer weiß? Egal, weiter! Wenig später fahre ich an einem völlig durchgefrorenen Max Longreé vorbei. Der ist aus wärmeren Gefilden hierher angereist und hat sichtlich keinen Spaß mehr!

Am Wendepunkt dann gibt’s Eigenverpflegung. Als ich meinen Beutel schnappe, fährt mein Schatten mal wieder vor. Zum zweiten Mal auf 50km. Super! Ich hole meine Flaschen aus der Tüte, verstaue sie am Rad und ziehe wieder vorbei. A propos Verpflegung: Durch die Temperaturen um 5°C sind meine Gels so zähflüssig wie Powerbars bei 35° und die Powerbars hart wie Stahl. Kauen ist da nicht - sie wie Eis zu lutschen auch keine Alternative. Also wird alle 30min ein halber Riegel unter die Hose geklemmt und nach 15min haben ihn Sonne und Muskeln so weit aufgetaut, dass er halbwegs essbar ist. Auf dem Weg zurück vom Wendepunkt dann sehe ich das, wofür der IM FL eigentlich berüchtigt ist: Das erste größere Peloton! Es sind noch nicht viele, die da dicht an dicht hintereinander fahren, aber ein Dutzend ist es schon. Ich nehme mir die Zeit, mich aufzurichten und ihnen unter Flüchen den Mittelfinger entgegenzuhalten. Vulgär, mir aber egal. So ein Shice, aber ich hätte es besser wissen sollen!

Danach geht das Eisenbahn spielen mit meinem französischen Freund weiter: Mit einigen kurzen Unterbrechungen, immer an leichten Anstiegen, fahre ich vorn. Dann, irgendwann jenseits von Kilometer 110 bremse ich ihn einmal wieder aus und winke ihn vor. Freundlich schaue ich dabei nicht. Jetzt nämlich ist nix mehr mit Rückenwind, wir fahren nach Westen und der Wind steht weiter auf Nord-Nord-West. Hier aber geschieht ein Wunder! Er fährt vor und seine Geschwindigkeit ist nicht wie zuvor 3-4km/h langsamer als während meiner Führungsarbeit. Kann durchaus sein, dass ich dann doch in den letzten zweieinhalb Stunden unseres Ausrittes mehr Kräfte gelassen habe als er. Warum bloß? Nun erfahre ich, was es an Kräfteersparnis bedeutet, auch noch 10 Meter hinter einem Konkurrenten her zu fahren. Mein Puls sinkt bei gleich bleibender Geschwindigkeit um mehr als 15 Schläge ab. Lang aber, es sind vielleicht drei Minuten, bleibt er nicht vorn, aber nun denn. Auch auf diesem 35km langen Gegenwindstück darf ich also fast die gesamte Führungsarbeit machen. Da wir aber stetig von einem Motorrad mit Kampfrichter begleitet werden, muss ich mir wenigstens keine Sorgen machen, dass da jemand direkt an meinem Hinterrad klebt. Auch übernimmt mein Anhänger jetzt noch ein, zwei Mal die Führung. Mittlerweile hab ich mich wirklich damit abgefunden wie das bei uns so läuft. Ich muss zumindest nicht die komplette Arbeit allein machen. Und: Was wir da machen ist immer vollends innerhalb der Regeln, immer mindestens 10 Meter Abstand. Ohne ihn wäre ich wohl vier Stunden komplett allein geradelt und Zuschauer sind hier auch keine an der Strecke. Mein anfänglicher Ärger weicht also langsam einer gewissen Sympathie für den Leidensgenossen, der ja auch nie irgendeine geschriebene Regel verletzt hat. Leidensgenossen eben.

Als es auf Kilometer 135 zugeht, mache ich mir langsam Gedanken über die Gruppen, die hinter uns sicher immer größer werden. Zu meinem Glück aber bläst der Wind weiterhin aus Nord-Nord-West, was auf den letzten 40km stetigen Rückenwind Richtung Küste bedeutet. Gut für mich, denn so kann ich mit dem Wind gen T2 segeln und muss nicht allein gegen Wind ankämpfen. Das nämlich wäre gegenüber den Gruppen hinter mir ein erheblicher Nachteil gewesen. So aber geht’s flott voran und mit dem Wind im Rücken fährt auf einmal mein Schatten vor mir, setzt sich sogar 50 Meter ab. Lass ihn, sag ich mir, denn spätestens auf dem kurzen Wendepunktstück bei Kilometer 150 werden wir uns wieder sehen. So ist es dann auch, denn hier geht es kurz noch mal Richtung Westen und – schwupps – fahre ich wieder vor ihm. Auf dem Weg zurück von diesem Wendepunkt dann gabeln wir zwei Profis auf, die sich an uns festbeißen. Da das ja keine Konkurrenz ist, fluche ich nur kurz, kümmere mich aber nicht weiter. Hin und zurück geht es da insgesamt knapp 6km und auf dem Rückweg sehe ich nur einzelne Athleten, glücklicherweise keine große Gruppe. Also haben die Lutscher mindestens 10min Rückstand. Es besteht also noch Hoffnung!

Nach 15km mit rund 42km/h Richtung Küste, auf denen ich noch mal den Rest meiner festen Nahrung vertilge (insgesamt auf dem Rad sind es 3 PowerBar, 12 PowerGels und trotz der Kälte 5,5 Liter PowerBar-Getränk) biegen wir auf die Küstenstraße ab. Auf diesem Stück übernimmt auch mein Leidensgenosse mal zwischendrin die Führung, zu dieser Zeit wieder mit Argusaugen von unserer privaten Kampfrichterin beobachtet. Auf der Küstenstraße nehme ich bewusst noch mal einen Gang raus. Kurz vor der zweiten Wechselzone dann wünsche ich meinem Schatten trotz allem, ein wenig Arbeit hat er ja auch gemacht, viel Glück für den Marathon.

Nach einer Radzeit von 4:35:39h lande ich mit in T2 an (Bild). Sorry Uwe, es ging nicht langsamer! ;-)



Von den Profis vorn in der Gruppe waren einige ein paar Minütchen schneller, andere langsamer, nun denn. Das Ziel aber, unter den Agies die schnellste Radzeit zu fahren, scheitert. Denn als „Amateuren“ hat eine absolute Granate gemeldet, die eine 4:24h auf den Asphalt brennt. Amateur aber ist der falsche Begriff, denn Damien Favre-Felix tritt auf unserer Seite des Atlantiks als Profi an. Allein für eine Kona-Quali, die er als Pro noch nie geschafft hatte, hat er sich in USA als Agie gemeldet.

Daten zum Rad gibt’s hier: http://connect.garmin.com/activity/56105190

Der Lauf wird zur Qual(i)
Nachdem ich in T2 über meine mit Kinesio-Tape beklebten Waden noch Kompressionssocken gezogen hab – sicher ist sicher, aber hässlich wie die Nacht – geht die Reise ins Unbekannte los! Denn die eigentlich gute Laufform von Anfang September mit einer fast lockeren 36:20min über einen 10er, hat Mitte September einen ordentlichen Dämpfer bekommen. Da lag ich zweieinhalb Wochen flach und als ich halbwegs wieder auf dem Damm war, hatte ich mir beim einem Halbmarathon die rechte Wade gezerrt. In Summe standen also im September und Oktober nur 200km Laufkilometer im Trainingstagebuch. Ausgeruht war ich also in jedem Fall!
Auch wegen dieser Vorgeschichte war der ursprüngliche Plan, 4:30min/km anzulaufen schon länger verworfen. Uwe wollte gar, dass ich 5min/km anlaufe. Das aber bringe ich doch nicht hin und stiefele nach 3km in um 4:35min/km mit ~4:43min/km los. Immer noch ist der Himmel strahlend Blau aber so richtig warm wird es nicht. Vielleicht 14 Grad hat es und es ist windig. Umso besser für mich! Schnell ruft mir der radelnde Supporter zu, ich sei derzeit zweiter Nicht-Profi, der Führende aber auch in meiner Altersklasse unterwegs.
Von Laufkilometer zwei an geht es dann was die Platzierungen anbetrifft rückwärts. Erst kommen nur die drei auf den Zug aufgesprungenen Profis vorbei. Vielen Dank auch! Dann aber bald die direkte Konkurrenz. Die läuft aber in einem Geschwindigkeitsbereich an, der weit über meinen Möglichkeiten liegt, so auf einen Marathon von glatt 3h hin.Gleich der Erste, nennen wir ihn mal Hiob, berichtet beim kurzen Schwatz von seinen Beobachtungen am zweiten Wendepunkt. Die sind niederschmetternd: Eine riesengroße Gruppe von 40-50 Mann hatte da nur 10min Rückstand auf ihn. Tolle Aussichten, aber ich bin wenigstens gewarnt, nicht nachzulassen. Dafür bin ich dann 500m weiter so freundlich, ihn, als er falsch abbiegt, zurück auf den in diesem Fall linken Weg zu rufen. Auf der Laufstrecke ist es zu diesem Zeitpunkt noch so richtig leer, keine Athleten weit & breit, die wenigen Zuschauer noch nicht da. Man muss schon an den Kreuzungen im Wohngebiet genau schauen, wo es lang geht. Nicht jede ist mit Helfern besetzt. Als es dann Richtung St. Andrews State Park geht sind schon 8km rum. Hier ist dann wieder mein Megafon auf zwei Rädern unterwegs und ich lasse mich zu einer für seine Ohren sehr riskanten Aussage hinreißen. Wie schon in England 2008 habe ich von Beginn der Laufstrecke an das Gefühl, dass heute einfach alles glatt geht. Ich rufe ihm also zu, dass ich das Ding jetzt in diesem Stiefel durchlaufen werde, dass nix mehr anbrennt! Er guckt schockiert und ungläubig, fühlen sich doch zu diesem Zeitpunkt im Marathon eigentlich noch alle Athleten recht gut. Der denkt sicher, ich hab sie nicht alle. Die Runde durch den Park dann ist recht einsam, allein die beiden Verpflegungsstationen bereiten Abwechslung. Wie bei der Trainingsrunde steht dann mitten im Park auf einmal ein Reh auf der Straße. Unglaublich!

Nach der Parkrunde geht’s dann fast denselben Weg zurück zu T2. Immer wieder piept die Auto-Lap-Funktion des Garmin und mal stehen für den Kilometer 4:42min, mal 4:44min drauf. Alles läuft also nach Plan. Die Halbmarathonmarke dann passiere ich völlig im Soll nach 1:38:40h, also mit Kurs sub 3:20h. Und da kommt zum ersten Mal der Gedanke, dass es trotz der verdammt langen Wechselzonen vielleicht doch was werden könnte mit einer Zeit von unter neun Stunden. So ganz auf der Höhe sind meine Kopfrechenkünste nicht mehr, aber mir ist schon klar, dass ich einen negativen Split hinlegen müsste, um das noch zu schaffen. Das aber würde das Risiko bergen, zu früh ans Limit zu kommen, doch noch zu platzen. Also lasse ich es sein. Außerdem hab ich gelesen, dass man Leute, die ihre "sub9" in Florida gemacht haben, sowieso nicht ernst nehmen kann. Also wäre das ja eh nix wert! Lassen wir das also.

An der Eigenverpflegung beim Halbmarathon wird trotzdem ein Strategiewechsel in Sachen Ernährung vollzogen: Nix mehr mit „PowerBar – Power to Push“, ab jetzt verleiht RedBull Flügel. Danach werden an den Verpflegungsstationen noch Cola und koffeinhaltige Gels verdrückt, das muss reichen.

Ich stiefele also weiter stur 4:45er Schnitt. Leider ist die Strecke jetzt viel voller als auf Runde eins, das bedeutet Slalom durch menschliche Stangen. Meine Hoffnung allerdings, dass irgendwer, der 1:40h hinter mir vom Rad gestiegen ist, so verrückt ist, Richtung 3:20h anzulaufen, erfüllt sich nicht. Schade, hätte ich mich ja noch mal vor dem schon veritablen Westwind verstecken können. Auf dem Weg zum Park überholen mich noch zwei Jungs, aber die sind in einer anderen AK unterwegs. Also keine Panik, es sieht noch alles gut aus! Vor der zweiten Runde durch den Park fangen die Oberschenkel richtig an zu brennen. Geht das hier doch noch schief? Also Eis in die Hose kippen und Zähne zusammenbeißen. Hier hinten erweist sich ein Tipp von Uwe als Gold wert: Er meinte, ich solle mir für harte Zeiten auf dem Rad und beim Lauf positive Erinnerungen zurechtlegen. Also hatte ich schon das Rad mit Positivem zur, sorry, Selbstverarschung, beklebt. Seine Ansage aber, dass ich, sofern ich auf Runde zwo im Park noch Reserven spüre, „Feuer!“ geben soll, setzt noch mal Energien frei. Da geht noch was! Waren die letzten drei Kilometer erstmals langsamer als 4:45min, fühlt es sich auf einmal wieder schneller an. Subjektiv renne ich sub 4min/km, objektiv bin ich aber gerade in der Lage die 4:45min zu halten. Aber: Es sind bloß noch 10km. Nur noch einmal vom Holbeinsteg nach hause. Das schaffen wir auch noch. Auf dem Weg durch das idyllische Wohngebiet zwischen km 35 und 37 werde ich dann ein letztes Mal von einem AK-Konkurrenten überholt. Er fliegt förmlich vorbei. Am Ende hat er eine 3:04h für den Marathon stehen. Da kann ich nicht, da will ich nicht mit!

Bei Kilometer 37 dann geht’s ab in den totalen Tunnel. Obwohl sich mein menschliches Megafon so richtig ins Zeug legt, zeige ich keine Reaktion mehr. Ich denke, man sieht, warum *klick* aufs Foto.




Direkt am Abzweig Richtung Ziel überhole ich dann doch zum ersten und einzigen Mal auf der Laufstrecke. Da ich nicht weiß, wie schlecht es Brad gerade geht – er wird für die letzten 500m fast fünf Minuten brauchen - nehme ich noch mal die Beine in die Hand und renne. Nach 200 Metern schaue ich zurück und er ist weg. Eigentlich habe ich Zeit, den Zieleinlauf zu genießen, aber da fällt mein Blick auf meine Laufzeit. Da steht was von 3:19:25h und es ist nicht mehr weit! Unter 3:20h zu laufen wäre doch was. Also Geschwindigkeit halten und Augen zu. Nach handgestoppten 3:19:58h für den Marathon, hier die Garmindaten zum Lauf: http://connect.garmin.com/activity/56105197, überquere ich die Ziellinie - Gesamtzeit knapp über 9:04h, (offizielle Splits: Swim 1:00:02 – T1 5:08min – Bike 4:35:39 – T2 3:12min – Run 3:20:03h.) Warum auf dem Zielfoto 9:14h stehen und man mich bloß von hinten sieht? Da steht noch die Zeit der Profis, die 10min vor uns gestartet waren und das Foto von vorn war so schlecht, ich die $ 20 nicht hab ausgeben wollen!




Hammer!
Im Ziel werde ich sofort von meiner One-Man-Support-Crew geherzt, die sichtlich begeistert ist. Ich dagegen bin einfach nur fassungslos. Heute hat wirklich alles geklappt. Na ja, fast alles, denn direkt nach dem Zieleinlauf sehe ich meinen französischen Schattenmann schon Pizza essen. Er hat mich schon in T2 überholt und ist knapp zweieinhalb Minuten vor mir ins Ziel gekommen. Aber irgendwie kann ich ihm gar nicht böse sein, freue mich sogar für ihn. Und: er freut sich sichtlich riesig für mich, denn als 6. der AK hat es auch für mich mit einem Slot geklappt. Er gratuliert mir sehr herzlich und bedankt sich überschwänglich. Wir werden dann auf der Awards-Party mit einem Bierchen anstoßen, wo trotz allem ich ein wenig neidisch auf seinen Pokal für den 4. Platz gucke.

Wer übrigens wissen will, warum ich auch bei 5-10 Grad Außentemperatur allein auf der Radstrecke immer noch 5,5l getruknen habe, werfe einen Blick auf meine Trishort, die nach dem Rennen doch glatt von allein aufrecht stehend einen Blick auf den Golf von Mexiko werfen konnte:





Versöhnlicher Saisonabschluss
Mit diesem Rennen ist dann 2010 doch noch sportlich gut ausgegangen und das vergeigte Rennen in Regensburg ad acta gelegt. Die Grobplanung für 2011 steht auch, am 08.10.2011 darf ich wieder mit den schnellen Jungs spielen. Denn am Tag nach dem Rennen stand ich wieder mal mit grenzdebilem Grinsen im Gesicht im Orgazelt und hab von meinem Kreditkartenkonto eine unverschämt hohe Summe abbuchen lassen. Dazu aber und zu den sonstigen Randerscheinungen eines IM auf dem US-amerikanischen Festland gibt's demnächst einen separaten Bericht im redaktionellen TEil von http://www.triathlon-szene.de/.

Abschließend noch mal ein riesengroßes Dankeschön für den besten Support der Welt vor Ort, der leider auch meine etwas angespannte Vorwettkampflaune hat ertragen müssen (Teambild unten). Danke auch an die anderen guten Wünsche vor dem Rennen und Glückwünsche danach und besonders Uwe, der sich meiner nach dem verkorksten Rennen in Regensburg angenommen hat und den Taper für das Rennen offensichtlich erheblich besser hinbekommen hat als ich selbst.


Tim

Weitere Bilder gibt's hier: http://picasaweb.google.com/timule/IMFLPicasa#


Thanx

Tim

Sonntag, 10. Oktober 2010

Alex in Kona: 9:22:23h


Swim 1:08:40h
Bike 4:32:50h
Run 3:22:04h

Gesamt: 9:22:25h

Platz 113/18. M 35

Donnerstag, 7. Oktober 2010

Das Team auf Hawaii - erste Bilder!


Die ersten Teambilder von der Insel sind da:
Alex' Blog gibt's hier:


http://www.nopogobiker.de


Mehr später!

Montag, 27. September 2010

Jörn Gabler gewinnt 10er in Brachttal


Wolken, gerade mal zehn Grad und feuchte Luft; selbst das trübe Wetter hielt gestern Laufbegeisterte nicht davon ab, sich in ihr Outfit zu werfen und am 4. Brachttaler Lauf- und Nordic Walking-Tag teilzunehmen. 120 Läufer starteten in insgesamt fünf Disziplinen: Zehn Kilometer und fünf Kilometer Laufen, zehn Kilometer Nordic Walking und Walking, fünf Kilometer Walking sowie ein zwei Kilometer-Schnupperlauf für die jungen Teilnehmer galt es zu absolvieren.

Punkt Zehn Uhr fiel der Startschuss für die ersten Teilnehmer, die sich zum Zehn-Kilometer-Lauf angemeldet hatten. Die Strecke hielt einige Herausforderungen bereit: so ging es vom Sportplatz Schlierbach aus über fast sechs Kilometer Asphalt und vier Kilometer Wald- und Wiesenboden, bei Kilometer fünf folgte ein Gefälle und anschließend eine starke Steigung.

Oben angekommen, konnten sich die Teilnehmer kurz stärken, bevor es auf zum Endspurt ging.

Zieleinlauf war mitten auf dem Spielfeld des Sportplatzes. Tagesschnellster war über die 10 Kilometer Jörn Gabler vom TEAM SPESSARTCHALLENGE, der Strecke in neuem Streckenrekord von 38:36 allein vor dem Feld abspulte.


Ergebnisse 10km beim Brachttaler Lauf- und Nordic-Walking-Tag
1. Jörn Gabler 38:36
2. Oliver Rinkenberger 40:21
3. Norbert Schenk 40:51

Detailergebnisse Brachttaler Lauf- und Nordic-Walking-Tag
http://www1.your-sports.com/details/index.php?page=4&eventid=5186&lang=de

Montag, 20. September 2010

SPESSARTCHALLENGE 2010 – 4 Wertungen, 5 Mal auf dem Treppchen und doch nicht ganz zufrieden



(Florian Brosch, Bernd Paczarkowski, Adi Kohr, Jörg Treffler & Tim Stutzer v.l.n.r.)




Das gibt's nur einmal, das kommt nie wieder!


Tja, das war es wieder mal mit der Spessartchallenge. Wieder ein Jahr vorbei, in dem wir gute bis sehr gute Leistungen gezeigt haben, aber es dann doch nicht für die Krone der „Challenge Lang“ gereicht hat - die Ruhebank im ORber Wald mit Namensgravur des Gesamtsiegers. Nach dem Auftaktlauf über 10km sah alles danach aus, als ob es dieses Jahr was werden könnte mit einem Orber Sieger.





Stadtlauf - Brosch & Stutzer auf Rängen 2 & 3
Den Auftakt bildete wie immer am Samstag der Stadtlauf über 10 Kilometer, bei dem Florian Brosch hinter dem überragenden Jörn Harland (33:04min) den zweiten Platz belegen konnte. Da aber Brosch mit gebrochenem Arm die komplette Challenge nicht absolvieren konnte, ruhten die Hoffnungen der Orber auf Tim Stutzer und Adi Kohr. Von diesen beiden überraschte Stutzer beim Stadtlauf, den er als Gesamtdritter und erster der Challenger beenden konnte. Kohr ging das dreigeteilte Rennen wie immer vorsichtig an und lief auf Platz 10 der Challenger ein. Bernd Paczarkowski lief in starken 39:12min ein. Jörg Treffler, der das Rennen seit Jahr und Tag als Jahresabschluss bestreitet, kämpfte sich wacker in 47 Minuten über die 10 Kilometer. Direkt hinter Stutzer platziert war nach dem Stadtlauf mit Markus Olbrich ein Triathlet des SC Neukirchen. Weiter in Lauerstellung befand sich der exzellente Mountainbiker Rafael Ruppel (Bikeschmiede Ahl), gefährlicher aber sollte Stutzer wohl der dreifache Sieger der Challenge Thomas Lauterbach aus Bamberg werden.





Taktisches Mountainbikerennen
Sonntag früh beim Mountainbikerennen dann entwickelte sich schnell ein von Taktik geprägter Dreikampf: Schon am ersten langen Anstieg hatte sich eine Spitzengruppe mit Stutzer, Ruppel und Lauterbach gebildet. Als Lauterbach dann einen ersten kleinen Antritt lancierte, fiel Ruppel sofort ab. Stutzer konnte sich mit großer Mühe einige Zeit am Lauterbachs Hinterrad halten, musste aber kurz vor Ende des Anstiegs auch ein kleines Loch reißen lassen. Als dann aber Lauterbach auf dem Grenzweg zwischen Bad Orb und Bad Soden wieder etwas vom Gas ging, rollte das Trio wieder zusammen durch die Spessartwälder. Die gemeinsame Hatz wurde lediglich durch einen Sturz von Stutzer bei der Ortsdurchfahrt unterbrochen wodurch Stutzer etwas zurück fiel. Die beiden anderen erreichte Stutzer wieder am Wildpark von Bad Orb und damit kurz vor dem letzten und schwersten Anstieg der Strecke hinauf zum Horstberg. Diese Steigung mit im Mittel mehr als 12% Steigung wurde in diesem Jahr zweigeteilt absolviert. Zuerst stand ein Teilstück im Kurzen Tal von ca. 1,5km an nach kurzer Flachpassage dann sollten die letzten zwei Kilometer zum höchsten Punkt der Strecke folgen. Was nun folgen würde, hatte sich zumindest Stutzer schon gedacht. Zu Beginn des kurzen Tals verschärfte Lauterbach zum ersten Mal das Tempo und sehr schnell war Ruppel nach hinten abgefallen. Gemeinsam also erreichten Lauterbach und Stutzer dann den eigentlichen Scharfrichter des Tages und drehte Lauterbach noch einmal kurz am Gashahn und setzte sich langsam aber sicher von Stutzer ab. Bis hinauf zum Horst hatte Lauterbach sich einen Vorsprung von knapp einer Minute erarbeitet, den er bis zum Beginn der letzten Abfahrt von der Bieberer Höhe auf 90 Sekunden ausbauen konnte. Außer Sichtweite von Stutzer aber war Lauterbach erst, als die letzte Abfahrt begann. Wäre das Trio in der Reihenfolge Lauterbach – Stutzer – Ruppel ins Ziel gefahren, so hätte beim abschließenden Berglauf Vieles für Stutzer gesprochen, der Lauterbach beim Stadtlauf um mehr als eine Minute distanziert hatte.






Jetzt nur keinen Defekt!

Da Stutzer bei einem Blick über die Schulter Ruppel schon lange nicht mehr sehen konnte, ließ er sich auf der letzten Abfahrt sogar etwas Zeit, um den Defektteufel nicht herbeizurufen. Der aber schlug keine fünf Kilometer vor dem Zeil erbarmungslos zu! Zunächst hatte Stutzer nur einem Plattfuß zu beklagen, ein Defekt, der normalerweise nach ein bis zwei Minuten behoben werden kann. Als Stutzer aber der Hinterrad ausbaute um den Schlauch zu wechseln wurde die Lage komplizierter. Die nur mit Spezialwerkzeug festzuziehende Schraube, mit der die Zahnkränze auf der Hinterradnabe befestigt sind, hatte sich unerklärlicherweise gelöst und so durfte Stutzer mitten im Orber Wald mit Zahnrädern Puzzle spielen, was ihn etliche Minuten kostete während derer er von Ruppel und einem weiteren Challenger überholt wurde. Dass Stutzer dann nach beheben des Defekts auf dem Weg ins Ziel noch ein weiterer Plattfuß ereilte kann da schon fast zur Randnotiz verkommen. Ebenfalls einen eher schlechten Tag auf dem MTB erwischten Kohr und Treffler. Kohr, mit 29er MTB unterwegs hatte mit den matschigen Bedingungen ordentlich zu kämpfen und machte zwei Mal unsanft Bekanntschaft mit dem Orber Waldboden. Trotzdem reichte es für Kohr zum 11. Platz und einem späteren Angriff beim Berglauf. Treffler hatte auf seinem Nicolai/Rohloff-Bike als einziges Teammitglied keine Probleme mit der Ausrüstung und beendete das Mountainbikerennen als 29. Challenger.





Berglauf - oder - theoretische geht noch was nach vorn!
Vor dem abschließenden Berglauf lag Stutzer damit hinter Lauterbach und Ruppel auf Platz drei. Weil er in der Challengewertung auf Ruppel vier und auf Lauterbach sechs Punkte Rückstand hatte, musste er zur Verbesserung seiner Platzierung darauf hoffen, dass sich noch einige Athleten zwischen ihn und die direkte Konkurrenz schieben würden.
Trotzdem konnte er nicht widerstehen, als Mannschaftskollege Jörg Treffler vor dem Start des Berglaufs seine ganz besondere letzte Energieladung zu sich nahm, s. Foto.




Kurz vor dem Start des Berglaufs dann begannen die Rechenspiele innerhalb der Mannschaft. Idealerweise sollte sich mit Adi Kohr, der erfahrungsgemäß beim Berglauf immer seine besten Ergebnisse einfährt, ein Teamkollege zwischen Stutzer und die Konkurrenz schieben. Auch war damit zu rechnen, dass Markus Olbrich, der Zweite des Stadtlaufs sich noch nach vorn schieben würde. Für Stutzer aber gab musste es so weit nach vorn wie möglich gehen, weshalb er sich von Beginn des Laufs an die Fersen Alexander Hufnagel, Challenge-Teamstarter vom SV Gelnhausen, heftete, mit dem er auch schon große Teile des Stadtlaufs gelaufen war.


Brosch auf und davon!

Beim Berglauf vorneweg aber war allein auf weiter Flur Florian Brosch unterwegs. Nachdem er trotz Platz 2 mit dem Stadtlauf nicht ganz zufrieden gewesen war, ließ er auf den 7,6km die sprichwörtliche „Sau“ raus! Schnell war er dem Blick der Konkurrenz entschwunden und kämpfte allein gegen die Uhr. Dahinter lag Stutzer lange Zeit gleichauf mit Hufnagel, der aber ja das Rad fahren nicht in den Beinen hatte. Konnte Stutzer noch bis zu Beginn des zweiten Anstiegs zum Molkenberg mithalten, musste er Hufnagel dann aber ziehen lassen. Weit vor Hufnagel und Stutzer aber konnte Brosch die letzen Meter der Qual namens Molkenberglauf bei schönstem Wetter unter dem Beifall der zahlreichen Zuschauer genießen. Er gewann den Berglauf mit knapp zwei Minuten Vorsprung vor Hufnagel. Als für Stutzer nach erreichen des letzten Wiesenstücks der dritte Platz beim Berglauf und der erste Platz der Challenger fix war, konnte auch er die letzten Meter ein Wenig genießen.


Zittern im Ziel
Im Ziel angekommen begann für Stutzer das bange Warten auf die Konkurrenten. Als nächster Challenger erreichte Markus Olbrich das Ziel, damit musste vor Rafael Ruppel nur noch ein weiterer Challenger einlaufen und es hätte für Platz zwei gereicht. Als dann der dritte Challenger den Zielkanal erreichte war das für Stutzer gut und schlecht zugleich. Es war nicht Rafael Ruppel, damit war der zweite Platz gesichert. Da aber das gelbe Laufshirt des Führenden vor dem Berglauf den Zielbogen durchschritt, hieß der Sieger der Spassartchallenge 2010 Thomas Lauterbach. Zweiter war Tim Stutzer vor Rafael Ruppel geworden.

Lauterbach hatte sich mit Ruppel wie schon beim Rad fahren ein taktisches Rennen geliefert, ihn beschattet und war am letzten Anstieg vorbeigezogen. Ebenfalls noch an Ruppel vorbeischieben konnte sich Adi Kohr, der damit wie immer beim Berglauf seine beste Platzierung einfuhr und sich damit noch auf Platz 7 vorschob. Ob es nun an der kreativen Energieladung vor dem Berglauf lag oder einfach an den Anstrengungen der beiden Tage, kann man nicht genau sagen, aber für Jörg Treffler wurden die letzten Meter hoch zum Wartturm sehr schwer. Der rechte Oberschenkel versagte den Dienst. Lang aber dauerte auch seine Wiederherstellung nicht und bei immer noch strahlendem Sonnenschein verabschiedete sich das TEAM SPESSARTCHALLENGE von seinem Heimrennen.






Spaß auf dem Podium der Spessartchallenge 2010 haben hier Dieter Freund (9.), Markus Olbrich (4.), Tim Stutzer (2.), Thomas Lauterbach (1.), Rafael Ruppel (3.), Thomas Pilzer (5.)




Nächster Angriff 2011
Auch wenn die Chancen für einen Heimsieg bei der Spessartchallenge wohl noch nie so gut standen wie in diesem Jahr wird das Team auch 2011 wieder alles versuchen. Dann wird mit Florian Brosch auch sicher wieder der vermeintlich stärkste Lokalmatador am Start stehen und um „die Bank“ kämpfen.

Ergebnis Spessartchallenge Lang 2010 Einzel
1. Lauterbach, Thomas (Team Ghost Racing)
2. Stutzer, Tim (TEAM SPESSARTCHALLENGE)
3. Ruppel, Rafael (Bikeschmiede Ahl)
7. Kohr, Adi (TEAM SPESSARTCHALLENGE)
28. Treffler, Jörn (TEAM SPESSARTCHALLENGE)

Athletenbericht Spessartchallenge - Jörg Treffler

SpessartChallenge 2010 das Desaster

Die SpessartChallenge die seit 2002 jedes Jahr in der Kurstadt Bad-Orb ausgetragen wird, sollte sich in diesem Jahr als echte Katastrophe meines Trainingszustandes aufzeigen. Einmal lang immer lang dachte ich mir bei der Entscheidung wieder mal an der Challenge zu starten. Was ich aber nicht bedachte war und ist mein Training in diesem Jahr. Durch den harten Winter habe ich recht spät mit dem Training angefangen, und die Einheiten die ich zu Wiedergutmachung des versäumten eingelegt habe ließen mich ab Mai das richtige laufen unmöglich machen. Ok ok alle sagen wie wenig sie und vor allem wie schlecht sie Trainierst haben aber bei mir ist es Fakt was auch das Ergebnis der Challenge aufzeigte. Somit meine ausrede zuerst und nun der kleine Bericht.

Das achte Mal startete ich bei dieser Challenge so wusste ich eigentlich auf was ich mich da eingelassen habe. Am Samstagabend den 18.09.2010 wurde der 10KM Lauf durch die Kurstadt um 17:30 gestartet und ich wollte unbedingt eine Zeit zwischen 45min und 50min erreichen. Die erste Runde, der 4x2.5KM verliefen genau nach Plan einen Schnitt von 4:29 war zwar ein zacken schneller als für die Endzeit gebrauchten aber das ich etwas langsamer werde würde war mir schon klar. So durchlief ich KM 5 nach 22:56 noch recht zufrieden und wollte nur zusehen das ich dieses Tempo nun halte.


Ich musste aber leider bei der dritten Runde 41 Sekunden einbüssen und war auch schon recht kraftlos. Man meint es nicht aber die ca. 20 Höhenmeter pro Runde und vielen ecken die man laufen musste zerrten doch schon etwas. Das Tempo der dritten Runden konnte ich halten und so lief ich mit einer 47:42 ins Ziel. Mein Traum von einer 45 war da hin aber ich war noch recht zufrieden und meine Beine fühlten sich echt gut an. So habe ich nicht überzogt und dem MTB-Rennen am nächsten Morgen welches zu der Challenge gehört konnte kommen. Als ich aber in der Zwischenergebnisliste sah das ich mit meiner 47er Zeit auf den vorletzten Platz gelandet bin, war mir klar das, das Leistungsniveau recht hoch war.

Nun wir hatten 4° gehabt als ich am Morgen zum MTB-Rennen aufgebrochen bin und ich wusste nicht genau wie ich mich für das Rennen anziehen sollte. Es sollte 56Km und 1500Höhenmeter hinter sich gebracht werden. Der Start verlief soweit ganz normal und ich war auch recht guter Dinge. Bei der ersten Abfahrt merkte ich schon dass durch das wenige MTB-Fahren einiges an Fahrtechnik verloren gegangen ist. Die mit Wasser und Schlamm sehr schwer befahrbaren Wege waren alles andere als etwas wo man mal kurz die Beine lockern konnte. Ich dachte das ich immer am kämpfen war und kam mir auch gar nicht so langsam vor, doch musste ich am Engelstor, eine Anstieg nach 32 KM merken das ich heute nix mehr reisen würde. Dieser Anstieg hat ca. 100Höhenmeter auf 500Meter was eine durchschnittliche Steigung von 20% entspricht. da ich diese Tour schon mehrmals gefahren bin wusste ich auch was mir noch bevor stand und dieses nahm mir eventuell auch einwenig den Schwung aus der ganzen Geschichte. Nachdem ich bei KM 42 einen Sturz hatte verging auch langsam der Spaß an der ganzen Sache. Nun gut wer A sagt muss auch B sagen und so ging es halt weiter. Ich habe das Gefühl das die Strecke von Jahr zu Jahr immer härte wird, was mir auch die Zeiten der anderen Teilnehmer bestätigen. Die letzten 13% Steigung auf 2KM länge waren dann nur noch auf ein Ankommen ausgelegt. Ich konnte mich noch nicht mal darüber freuen dass ich noch 9 Punkte gut gemacht habe, auf den letzten 10KM, ich wollte nur noch ins Ziel. Nach 03:58:36 war ich dann endlich im Ziel. Wenn ich bedenke das ich diesen Wettkampf schon in 02:29:17 gefahren bin ist klar das die Strecke wesendlich langsamer geworden ist und nicht alles meinem Trainingszustand zuzuschreiben ist.

Leider hatte ich durch meine Spätes ankommen im Ziel nicht mehr so viel Zeit mich auf den folgenden Berglauf auszuruhen. Ich hatte hunger wie ein Bär und so viel mir nix besseres ein als erst mal eine große Portion Pommes in mich rein zu schlingen bevor es los ging.

Der Berglauf sollte über 7,5Km gehen und hatte 280Höhenmeter. Nun wenn man bedenkt das ich eine Woche zuvor 10,5 KM mit 1200Höhenmeter gelaufen bin konnte das ja nicht so wild werden dachte ich. Aber es wurde schlimmer. 60Meter vor dem Ziel machte mein rechter Oberschenkel mit einem Starken sehr schmerzenden Krampf die ganze Sache endgültig zu einen Desaster, ich humpelte mit starken Schmerzen zwar noch ins Ziel und beendete den Lauf in einer Zeit von 45:41 aber brauchte auch gut 15 Minuten bis ich mein Bein wieder im griff hatte.



Summa summarum, eine sehr schöne Veranstaltung mit sehr anspruchsvollem Kurs, den man aber nicht unvorbereitet starten sollte. Fazit: Beruhigt habe ich mich mit dem Gedanken dass mein Training ja erst angefangen hat und es noch Zeit ist wieder in Form zu kommen. Bei der Challenge habe ich es trotz miserablen MTB-Fahren und schlechten Berglauf noch auf Platz 28 Geschafft und mich somit um 4 Plätze weiter nach vorne gequellt.

Spessartchallenge 2010 - Teamwertung

Florian Brosch und Marco Weisbecker zweite in der Teamwertung, Paczarkowski und Heinl knapp am Podest vorbei

Zusammen mit Marco Weisbecker (Cycle Point Stock) erreichte Florian Brosch hinter dem Duo Sebastian Muth/ Mathias Albert den zweiten Platz der Teamchallenge-Wertung. Bernd Paczarkowski verpasste mit seinem Junior-Partner Sebastian Heinl das Treppchen denkbar knapp. Nach Stadtlauf, Mountainbikerennen und Berglauf und fast vier Stunden Wettkampfzeit lagen zwischen ihnen und den Drittplatzierten Volker Dautrich/ Wolfgang Schlögel nur ganze 11 Sekunden.

Ergebnis Spessartchallenge Lang 2010 - Team
1. Sebastian Muth/Mathias Albert
2. Marco Weisbecker/Florian Brosch
3. Volker Dautrich/Wolfgang Schlögel
4. Sebastian Heinl/Bernd Paczarkowski

Montag, 13. September 2010

"Uffgeschdiesche!" - Triathleten vom TV Bad Orb 2011 in der Regionalliga



Nachdem die zunächst zum Aufstieg berechtigten Hessenmeister vom DSW Darmstadt ihren Verzicht erklärt haben, dürfen die Kurstädter als Vizemeister knapp zwei Wochen nach Ende der Ligasaison noch einmal kräftig jubeln.


Von ganz unten nach (fast ganz) oben
Keiner, aber wirklich keiner, der Beteiligten hätte es sich träumen lassen, dass die Triathleten des TV Bad Orb am Ende der Saison 2010 den Aufstieg von der höchsten hessischen Landesklasse in Regionalliga Mitte würden. Letztes Jahr nämlich waren die Kurstädter im letzten Saisonrennen gerade noch dem Abstiegsgespenst entkommen. Nichtsdestotrotz hatten die Orber in diesem Rennen schon angedeutet, was möglich gewesen wäre, wenn man öfter in Bestbesetzung hätte antreten können. In der Besetzung Florian Brosch, Jörn Gabler, Tim Stutzer, Adi Kohr und Matthias Schmitt hatte man damals den dritten Tagesplatz erreicht. Ein Fingerzeig also, der für 2010 hoffen ließ. Da zum Jahresende mit Alexander Nikolopoulos noch schlagkräftige Verstärkung gewonnen werden konnte, sahen die Orber das Abstiegsgespenst von 2009 schon früh gebannt.

Vier Rennen - drei Mal auf dem Tagespodest
Im ersten Rennen der Saison dann, einem im Mannschaftsverband zu absolvierenden Sprinttriathlon in Fritzlar, schien das Potential der Mannschaft durch. Obwohl mit Florian Brosch der vermeintlich stärkste Athlet wegen einer Verletzung ausfiel, konnte sich die Mannschaft einen hart umkämpften zweiten Tagesrang sichern. Jörn Gabler, Adi Kohr, Jürgen Metzler, Alexander Nikolopoulos und Tim Stutzer erreichten das Ziel nach großen Kampf auf der Laufstrecke lediglich fünf Sekunden vor den Drittplatzierten Konkurrenten aus Viernheim.

Im zweiten Saisonrennen war dann Brosch wieder dabei, dafür aber konnten Kohr und Metzler nicht an den Start gehen. Dafür rückten mit Bernd Paczarkowski und Jörn Treffler die beiden Veteranen des Teams nach und sicherten bei Dauerregen in Bad Endbach mit Tagesrang sechs einen Platz im Vorderfeld. Im Zwischenklassement lag die Mannschaft damit weiterhin auf dem Podest, war aber auf den dritten Rang in der Saisonwertung zurückgefallen.

Tagessieg in Viernheim – Platz Drei in Greisheim
In Viernheim dann schöpfte die Mannschaft ihr Potential dann voll aus und konnte mit Brosch, Gabler, Kohr, Nikolopoulos und Stutzer die Tageswertung für sich entscheiden. Dafür war besonders die Leistung von Brosch und Nikolopoulos entscheidend, die als Zweiter und Dritter der Tageswertung ins Ziel liefen. Zum Finalwettkampf dann reiste die Mannschaft als Zweitplatzierte hinter den überlegenen Athleten vom DSW Darmstadt mit nur hauchdünnem Vorsprung vor der Konkurrenz aus Viernheim. Die Vorzeichen für eine gute Tagesplatzierung allerdings waren nicht wirklich gut. Von der Stammbesetzung fehlten mit Kohr, Metzler und Brosch krankheitsbedingt oder wegen anderer Verpflichtungen gleich drei Athleten. Da aber in aktiver Nachbarschaftshilfe Patrick Röll vom SV Gelnhausen für das Rennen ausgeliehen werden konnte, stand dennoch eine schlagkräftige Truppe am Start. Röll, Gabler, Nikolopoulos, Paczarkowski und Stutzer sollten die Kohlen aus dem Feuer holen. Das Rennen geriet dann wie fast erwartet zum veritablen Krimi. Nikolopoulos, Stutzer und auch Röll erwischten einen guten Tag, Gabler und Paczarkowski hingegen mussten in der windigen Rheinebene ordentlich kämpfen. So begann für die ersten Drei im Zielbereich das bange Warten auf entweder Gabler oder Paczarkowski. Als dann Gabler einlief war klar, dass es in der Addition der vier schnellsten Einzelzeiten schon im Tagesklassement mit einer Podestplatzierung knapp werden würde. Umso größer war dann die Freude, als dann eine Stunde nach dem Rennen das Ergebnis verkündet wurde: Als Dritte hatten sich die Kurstädter aufs Tagespodest gerettet und auch den zweiten Tabellenplatz gegen das Viernheimer Team verteidigt. Dass aber auch schon der Vizetitel zum Aufstieg berechtigen würde, war von den Hessenmeistern aus Darmstadt abhängig, die sich mit ihrer Entscheidung noch ein paar Tage Zeit lassen wollten. Als dann vergangenen Freitag die erhoffte E-Mail von der Ligaleitung des Hessischen Triathlonverbandes kam, war das erforderliche Formular zur Wahrnehmung des Aufstiegs in Windeseile ausgefüllt und auf den Weg gebracht.

Lokalduell mit SV Gelnhausen erneut vertagt
Auf ein spannendes Lokalduell allerdings wird der Main-Kinzig-Keis mit dem Aufstieg der Orber in der Saison 2011 verzichten müssen. Schon letztes Jahr war es sehr knapp: Wären die Orber 2009 abgestiegen, hätte man sich 2010 in der 2. Hessenliga mit dem SV Gelnhausen duellieren müssen. Dieses Jahr nun schafften die Gelnhäuser auf ihrem glatten Durchmarsch durch die Hessenligen den dritten Aufstieg in Serie und sind jetzt in der höchsten Landesklasse angekommen. Da aber die Orber wieder einmal „entkommen“ sind, steht das MKK-Duell frühestens 2012 ins Haus. Positiv ist das für beide Mannschaften, hat man sich doch auch 2010 wieder einmal gegenseitig ausgeholfen, wenn Not am Mann oder der Frau war. Das allerdings wird sicher dann ein Ende finde, wenn man gegeneinander antreten muss.

Motivationsschub für die SPESSARTCHALLENGE
Eine ordentliche Portion Extramotivation sollte der Aufstieg den Kurstädtern für das Heimrennen bei der Spessartchallenge am kommenden Wochenende in Bad Orb geben. Die große Herausforderung der Challenge lang bestehend aus dem langen Stadtlauf (10km), dem Mountainbikerennen über 56km und dem abschließenden 7km-Berglauf werden voraussichtlich Kohr, Metzler und Stutzer angehen. Sie dürften dabei sicher um einen Platzierung unter den ersten Zehn mitkämpfen. Der Vorjahresdritte und Lokalfavorit Florian Brosch allerdings wird leider nur in einer Teamwertung als Läufer antreten. Brosch, der sich bei der Deutschen Meisterschaft im Crosstriathlon den Arm gebrochen hat, ist aber trotzdem ein Kandidat fürs Podest. Mit seinem Partner auf dem Mountainbike Marco Weisbecker hat er einen Platz im Vorderfeld der Teamwertung fest im Blick.


Endstand 1. Hessische Triathlonliga 2010 nach 4 Rennen
1. DSW Darmstadt
2. TV Bad Orb – TEAM SPESSARTCHALLENGE
3. XXXL-Team Viernheim