V I S I O N K R A F T L E I D E N S C H A F T P U L S A T E M P O F R E U D E

Donnerstag, 28. Juni 2012

Sturm auf den Betze, Teil 2: Julia Ertmer 2. auf der Mitteldistanz

Bei der ersten Austragung des Tri-Pfalz in Kaiserslautern gelang Julia Ertmer ein hevorragender zweiter Gesamtplatz über die Mitteldistanz von 1,9 km Schwimmen, 90 km Radfahren und einem Halbmarathon über 21,1km. „Obwohl wir schon um 8 Uhr starten mussten, war es am See mit den ersten frühen Sonnenstrahlen eine herrliche Wettkampfathmosphäre. Da war ich hochmotiviert.“, berichtete Ertmer die Vorstartan­spannung. Die Leistung ist umso beachtlicher, da dies ihre erste Teilnahme über die halbe Ironmandistanz war. Lediglich Profiathletin Almuth Grüber von der MTG Mannheim konnte Julia beim erstmals ausgetragenen Wettkampf in und um Kaiserslautern stoppen.

Gute Laune vorm Start
Die Auftaktdisziplin im Badesee Gelterswoog beendete Julia nach „flotten“ 30:27min, so dass nur 15 Sekunden zwischen ihr und Gruber lagen. Nach einem schnellen Wechsel war auch Julia Wydra von TritroniTeam St. Wendel kurz hinter den beiden Führenden Athleten auf das Rad gestiegen. Die zweimal zu durchfahrenden Runde durch den Pfälzer Wald ging das Führungstrio mit einem hohem Tempo an, sodass schon nach zehn Kilometern die Abstände zu den nachfolgenden Athleten anwuchsen und der Tagessieg unter den ersten drei Führenden ausgemacht werden konnte. Grüber setzte sich von Julia und Wybra am ersten von vier Bergen ab und enteilte in 2:42h Julia (2:51h) und Wybra (2:53h). Diesen Vorsprung gab Grüber auch beim Laufen nicht mehr her, baute ihn sogar noch aus. Dahinter entstand ein Zweikampf um den Vizetitel unweit des traditionsreichen Fritz-Walter-Stadions. Julia und Wybra trennten nur 2 Minuten, sodass es für Julia galt, ihre läuferische Stärke auszuspielen. Die Orber Athletin hielt dem hohen Aufholtempo von Wybra stand und konnte mit konstantem Laufschritt den auf dem Rad ausgebauten Vorsprung verteidigen. So sicherte sie sich mit einem abschließenden Halbmarathon in 1:37h den zweiten Platz mit der Gesamtzeit von 5:04:05 Std., drei Minuten vor Wybra.

Begrüßt wurden alle Finisher an diesem Tag von „Der Preis ist heiß“-Legende Harry Wijnvoord, der als Moderator für Stimmung sorgte.

"Der Preis ist heiss!" - Heute mit überdimensional großen Siegerschecks
Unter frenetischem Jubel des Männerteams Spessartchallenge, das das ebenfalls ausgetragene Regionalligarennen bereits beendet hatte, nahm Julia (2. voin links) überglücklich den Scheck für ihren Erfolg beim Mitteldistanzdebüt entgegen. „Es ist wunderbar in so einem tollen Team zu starten. Da macht wettkämpfen, auch wenn es brutal anstrengend ist, einfach nur Freude.“, resümierte Julia erschöpft, die schon in der kommenden Woche bei den hessischen Meisterschaften über die Olympische Distanz in Kassel ein Wörtchen mitreden möchte.

Dienstag, 26. Juni 2012

Alex' Rennbericht zum IM Nizza

So, wieder daheim, auf dem Flug hatte ich genug Zeit zum Tippern - ist etwas mehr geworden:


Die Nacht davor:
Die Nacht vor dem Wettkampf schläft man ja eh nie sonderlich gut, aber diese Nacht war mal wieder ein Highlight. Unser Fenster ging ja zu einer recht stark befahrenen Straße und so wurde es abends immer recht laut – zumal das Bahnhofsviertel auch nicht grad das schönste ist. Ich hatte mir daher Ohropax gekauft, so dass ich einigermaßen schlafen konnte. Als dann aber irgend so ein Voll-Chaot meinte um 2:00 Uhr nachts seine gesammelten Glasflaschen in den Container vor unserem Fenster zu werfen war es vorbei mit den Schlafversuchen. Ich glaube der hat die gesammelten Flaschen der letzten drei Jahre eingeworfen, so lange war der beschäftigt. Um 3:15 klingelte dann aber eh der Wecker, und es konnte los gehen.

Zum Frühstück gab es lecker Instantkaffee und Gummi-Baguette mit Marmelade und Nutella. Zumindest nennen die das hier Nutella, aber anscheinend ist die französische Rezeptur eine andere, denn das schmeckt hier doch etwas anders – Fachleute wie uns kann man damit aber nicht überlisten. Geschmeckt hat es aber dennoch.

Zur Einstimmung auf das Rennen hatten wir auch noch ein persönliches Video von Lance bekommen, der allen Teammitgliedern viel Glück wünschte.

Dann ging es auch schon bald los, bis zur Wechselzone waren es ca. 30 Minuten zu laufen und wir wollten ja pünktlich sein.

Pre Race
In der Wechselzone dann die übliche Prozedur: Rad vorbereiten, Klo, noch einmal Klo, dann chillen, noch etwas trinken, noch ein letzter Klo Besuch und schließlich Neo an. Leider hatte sich wohl die Batterie in meinem Brustgurt verabschiedet, also gab es keine Pulswerte. Egel, guck ich im Training auch nicht drauf, also musste ich im Rennen nicht damit beginnen. Runter an den Strand und das erste dumme Gefühl: Hm, grummelt ganz schön im Magen, eventuell doch noch ein Klo Besuch – ging aber nicht mehr, hier gab es keine Klos mehr. Also kurz ins Wasser, Wasser in den Neo, alles gut zurecht geschwubbelt und dann brav mit meiner erwarteten Schwimmzeit einsortiert. Und gewartet, gewartet und noch mehr gewartet.....
Immer noch gewartet....

Schwimmen
Der Schwimmstart erfolgte als Landstart, das bedeutete, man musste über die Steine ins Wasser laufen. Klingt nun schlimm, aber es war wie immer, sobald der Startschuss ertönte, waren die Steine vergessen und alle stürmten wie die Irren ins Wasser wo auch gleich das Geprügel begann. Nicht mehr und nicht weniger als bei anderen Rennen, halt das übliche. Nach einigen Minuten hatte sich das aber auch gelegt und man konnte ganz gut schwimmen. Es gab zwar immer wieder einige Nasen, die auch trotz des reichlich vorhandenen Platzes anfingen zu drängeln und zu nerven, aber da kann man sich ja auch wehren. An den Bojen wurde es natürlich auch wieder enger, aber auch immer noch zivilisiert. Dennoch hab ich während des Schwimmens gefühlt einen Liter Salzwasser geschluckt, damit sollte ich auch für den Rest des Rennens versorgt sein. Die Salztabletten konnte ich mir also erst einmal sparen.

Dann der Landgang: auf Händen und Füßen krabbelte ich aus dem Wasser und wurde dabei auch noch fotografiert. Zum Glück ging es mehreren so, dass sie nicht auf zwei Beinen den Ausstieg rauf kamen.

Zu Beginn der zweiten Runde war ich mir nicht ganz sicher, wie diese nun verlaufen würde und war so etwas überrascht, dass wir nun links herum schwimmen mussten – ich hätte mir dann doch den Plan anschauen sollen. Nach 1:05 hatte ich dann aber auch diese Runde hinter mir, bis zur Zeitmessmatte waren es noch einige Meter, so dass die Uhr für mein Schwimmen 1:06 stoppte. Ganz passabel. Hätte auch schlechter ausfallen können und mein Rennen sollte ja nun erst beginnen.

Rad
Video kommt noch - muss ich noch zusammen schnibbeln...
Als Wechseldepp habe ich mich dann wieder etwas ungeschickt angestellt, bis ich all meine sieben Sachen zusammen hatte. Vor allem die Skincooler waren wieder einmal recht widerspenstig, zumal der eine nicht mehr ganz heile ist – das Loch ist mittlerweile so groß, dass ich beinahe dort wieder raus gekommen wäre.... Ich glaube, da sind dann doch mal neue fällig.

Dann aber endlich: raus aus der Wechselzone und los. Erst einmal Tempo gemacht, rein in die Schuhe – verflixt – ich hatte vergessen die Schuhe aufzumachen, aber auch das ging irgendwie und etwas später als sonst war ich dann Randale-bereit.

Die ersten 20km verlaufen ja beinahe komplett flach am Meer und an einem Fluss entlang, so dass ich hier direkt loslegen konnte wie ein Irrer. Ich wollte möglichst schnell die Grüppchen überholen, was nicht immer so ganz einfach war, da die Strecke nicht gesperrt war und es doch ab und an Gegenverkehr gab. Nach 20km geht es dann auf einen Schlag einen 12-14% rauf und das tut dann doch weh – zumal ich meine Schaltung nicht so ganz korrekt eingestellt hatte und die zwei großen Ritzel nicht nutzen konnte. So musste ich dann mit einer gefühlten Kadenz von 20 Umdrehungen die Steigung hoch pressen, die aber zum Glück nur ca. 500 Meter lang war. Also merken für den nächsten IM: es sollten alle Gänge fahrbar sein.

Weiter ging es erst einmal gemächlich bergauf, dann ein Stück wellig, bevor eine kleine Abfahrt anstand. Immer wieder konnte ich einen um den anderen Fahrer überholen und wider Erwarten gab es hier doch keine unvorhergesehen Ansammlung von Bergspezialisten, die mir um die Ohren fuhren. Auch hier war die Strecke nicht gesperrt, immer mal wieder gab es vereinzelte Fahrzeuge auf der Strecke und natürlich Scharen von Hobbyfahrern, die aber in der Regel Rücksicht auf uns nahmen und uns sogar anfeuerten. Das Wetter war bestens: knackwarm und pralle Sonne, dazu eine atemberaubende Landschaft, was will man mehr? Schließlich stand der lange Anstieg der Strecke an: ca. 16km sollte es nun bergauf gehen, allerdings recht moderat, die maximale Steigung beträgt wohl so 7%, da brauchte ich zum Glück meine beiden großen Gänge nicht. Auch hier konnte ich einen um den anderen Fahrer überholen, ohne mich komplett zu zerstören. Etwas nervig waren die Kollegen, die anscheinend noch nicht verstanden haben, dass mal auch mal rechts fahren kann – immer wieder gab es solche Kollegen, die meinten unbedingt auf der Mittellinie fahren zu müssen, auch wenn sie alleine unterwegs waren. Mit genügend Gebrüll konnte ich aber auch die nach rechts scheuchen, nur ein oder zwei Mal musste ich rechts vorbei. Irgendwann war auch ich dann oben am Col angekommen und gleich ging es in einer leichten Abfahrt rasend wieder runter. Die war vollkommen anspruchslos: ganz leichtes Gefälle, so gut wie keine Kurven, also runter auf den Auflieger und gib ihm. In der Ebene macht mir hier keiner was vor. Weiter ging es mal flach, mal die eine oder andere lustige Abfahrt bis zum zweiten Anstieg, der aber auch nur 7km lang war. Auch hier wieder eine recht moderate Steigung und schwupps war auch der vorbei. Damit ist die Strecke dann auch eigentlich schon so gut wie gegessen, es geht dann nur noch bergab oder flach. An einem ca. 5km langen Wendepunktstück konnte man sehr gut sehen, an welcher Position man sich befand: es waren nicht mehr so viele vor mir, und den einen oder anderen wollte ich mir noch schnappen. Bei Kilometer 140 schaute ich dann auf den Tacho und der zeigte grad 4 Stunden an. Da ging dann das Rechnen los: 40km kann ich locker in einer Stunde fahren....... Also vergessen wir nun mal das Laufen und fahren nun mal auf Radbestzeit. Im letzten Jahr lag die ja bei 5 Stunden und etwas bei dem Amateuren. Den letzten Downhill ging es dann auch abwärts wie gestört. In einigen Kurven dachte ich mir noch: oh, das war zu schnell – hat aber doch gereicht. Dann nur noch das letzte Flachstück: 20km und ich hatte noch mehr als 30 Minuten Zeit. Also Zeitfahr-Modus: runter auf den Auflieger, klein machen und volle Presse – wen interessiert schon das Laufen. Die zahlreichen Schlaglöcher, die ich dabei übersehen habe, waren glücklicherweise nicht so schlimm, dass ich irgendwelche Pannen hatte. Auf der Promenade dann All out: mit 47km/h ging es Richtung Wechselzone.



Schnell aus den Schuhen und zack runter vom Rad. Bingo: 4:55 – mehr wollte ich ja nicht. Mit dickem Grinsen schob ich mein Rad zurück in den Radständer, wo noch nicht viele Räder standen.

Am Ende war dann doch ein AGler schneller, aber was soll’s – der darf das.

Laufen
Auch beim Wechsel zum Laufen stellte ich mich mal wieder nicht sonderlich geschickt an. Vor allem das Anziehen der CEP Socken mit schweißnassen Beinen führte bei mir beinahe zu einem Bandscheibenvorfall, aber mit viel Gezerre und Gewürge war ich dann auch irgendwann drin. Noch schnell die Kappe auf, zwei Gels eingepackt und ab auf die Strecke (keine Angst, die Schuhe hab ich nicht vergessen). Natürlich ließ ich mich zunächst von den vielen Zuschauern mitreißen und rannte einen 3:50 Schnitt los, aber schnell siegte mein Verstand und ich drosselte das Tempo. Die Strecke ist dann relativ eintönig (um es mal dezent auszudrücken): 5km an der Promenade in eine Richtung, dann Wendepunkt und zurück. Das Ganze vier Mal und das war es. Eigentlich ganz einfach.
In der ersten Runde merkte ich dann, dass sich mein Magen mal wieder meldete, also steuerte ich nach 5km die erste Toilette an. Aber das war noch nicht so recht von Erfolg gekrönt. Dafür hatte ich nun schon nasse Füße, denn es gab hier keine Schwämme, sondern Duschen, durch die man laufen musste. Eigentlich eine geniale Idee, nur waren in meinem Fall die Füße dadurch nach 2km patschnass – jawoll, das konnte ja lustig werden. Die erste Runde lief ich dann in ca. 45 Minuten, also ganz ok. In der zweiten Runde musste ich dann doch erneut die Toilette ansteuern, diesmal war mein Besuch dort auch erfolgreicher. So konnte ich dann die dritte Runde angehen, aber die Anziehungskraft der Toiletten war so groß, dass ich in der dritten Runde noch einmal vorbei schauen musste. Der erste Versuch wurde jedoch vereitelt, da mein Vorgänger die Schüssel net so ganz getroffen hatte........ Nach dem dritten Stopp war dann aber auch Ruhe im Gedärm und ich konnte auf die letzte Runde gehen.

Nun wollte ich mal schauen was noch ging und versuchte noch etwas zu beschleunigen. Ging ganz gut und vor allem nach dem letzten Wendepunkt gab ich dann alles –unterwegs hatte ich etwas gerechnet, und eine Gesamtzeit unter 9:30 sollte doch noch möglich sein. Die Zeit hatte ich ja auch als Vorgabe den Livestrong Kollegen großkotzig angekündigt. Die traf ich auch immer wieder unterwegs und man konnte sich immer wieder anfeuern. Also wieder einmal All Out. Dabei muss ich wohl auch ziemlich fiese Geräusch von mir gegeben haben, denn ich wurde mehr als einmal ganz seltsam angeschaut, aber es ging gut, ich konnte das Tempo durchhalten und nach 9:28 Richtung Ziel abbiegen.

Das ist schon ein cooles Gefühl, wenn alle um einen herum weiter laufen müssten und man schon abbiegen darf. Im Zielkanal war ich dann vollkommen alleine und konnte ganz gemütlich ins Ziel laufen.

Dort war dann alles etwas kleiner als in Frankfurt: keine Catcher, keine Helfermassen, keine Tragen oder Sonstiges, nur eine Medaille und eine kurze Erklärung wie ich in den Himmel auf Erden kommen konnte. Dort gab es dann die Beutel zurück, ein Shirt (dessen Farbe gewöhnungsbedürftig ist) und was zu essen, aber viel bekomme ich nach dem Renne eh net runter. Also bin ich da schnell wieder raus und ab zum Mädchen, das natürlich auch massiv geschafft war. Bischi hab ich auch kurz getroffen, der ein super Rennen gemacht hatte, aber das kann er ja noch selbst erzählen.

Danach
Die Radrückgabe war dann auch wieder sehr „französisch“. Erst einmal schickte man mich einmal um die Wechselzone, die ja nur gefühlt einen Kilometer lang war, um mir dann zu sagen, dass ich den ganzen Weg umsonst gegangen war und wieder zurück musste. Ja danke, ist ja kein Problem, nach so einem Marathon. Also zurück und nach mehrfachen Fragen konnte ich dann endlich irgendwann mein vollkommen versifftes Rad und meine Beutel abholen, die wir dann auch erst einmal zurück ins Hotel gebracht haben bevor wir dann noch einmal vernünftig essen waren. Eigentlich wollten wir auch die Livestrong Kollegen noch treffen, aber da haben wir uns irgendwie verpasst.

Irgendwann tauchte auch eine Ergebnisliste auf: Platz 4 in meiner AK – net so schlecht für einen IM aus dem Training heraus, zumal ich mir an den Tagen vor dem Rennen doch einige Gedanken gemacht hatte, ob ich die Geschichte nicht zu locker genommen hatte. Scheinbar war das nicht der Fall.

Zum Abschluss des Tages mussten wir dann natürlich noch zur Finishline Party, wo wir noch die letzten Finisher feierten, bevor ein kurzes Feuerwerk über der Bucht von Nizza den Tag abschloss und wir nach unserem Marsch durch die Stadt endlich schlafen konnten.

The Day After
Am nächsten Morgen war ich eigentlich recht fit. Die Beine etwas schwer, aber das war es dann auch. Ok, und einige Blasen an den Fußsohlen. Also packten wir schnell unseren Saustall im Hotelzimmer zusammen und dann ging wie immer nach einem Ironman die Fresserei los. Zunächst ein ausgiebiges Frühstück im Hotel, dann Zwischenstopp in einem Café, dann etwas Eis, bevor wir uns wieder mit einigen anderen aus dem Livestrong Team trafen – da gab es dann noch einen lecker Kuchen.

Tja, und dann kam es.... Ich trau es mich kaum zu schreiben, da ich glaube, dass ich dann Forumsverbot bekomme. Alle werden mich hassen, über mich schimpfen und mich verachten....

Nennt mich ruhig Weichei, Wendehals, WTC-Nutte, oder Ironman-Hure.....

Aber...


Ich hab den Slot doch genommen!!!!

Also, doch kein Embrunman, sondern Kona, mit der derzeitigen Form und der noch reichlichen Zeit bis Oktober sollte das dieses Jahr sogar ein anständiges Rennen werden können.

Montag, 25. Juni 2012

Wenn früh am Morgen die Werksirene dröhnt!


Sturm auf den Betze 2012


Genau so hörte es sich an, als vergangenen Sonntag kurz vor fünf Uhr der Wecker klingelte und wir uns auf den Weg zum zweiten Rennen der Regionalligasaison in Kaiserslautern machten. Warum so früh? Weil der Start des Rennens für 9 Uhr angesetzt war und man bis spätestens 7 Uhr vor Ort sein mußte. Damit begannen die körperlichen Schmerzen leider schon lang vor dem offiziellen Start des Rennens.


Gute Miene zum frühen aufstehen (Jörn, Tim & Andreas)
Trotz des frühen Aufstehens sollte sich der Ausflug in den Pfälzer Wald für uns lohnen, wartete doch ein schon bei seiner heurigen Premiere fast perfekt organisiertes Rennen über die olympische Distanz (1,5 – 40 – 10) auf uns. Leider aber waren wir – mal wieder - nach Ausfall von Alex N. und Florian Brosch nicht in Bestbesetzung angereist. So ging es in der Pfalz nur um Schadensbegrenzung. Leider, denn das war ein klasse Rennen, eigentlich wie für uns gemacht. Bei idealen äußeren Bedingungen ging es dann um 9:30 Uhr los mit dem Schwimmen im nahe Kaiserslautern gelegenen Gelterswoog. Dort schlugen sich Jörn Gabler und Tim Stutzer am besten, kamen in den Top 20 der Ligastarter wieder an Land. Dicht beieinander waren nach der Exkursion ins kühle Nass auch Adi Kohr und Jürgen Metzler, die nur 10 Sekunden trennten.

Jürgen, 4th out of water.
Mit etwas Verspätung beendete Nachrücker Andreas Fellmann das Schwimmen und begab sich auf die landschaftlich wunderschöne Radrunde im Pfälzer Wald, die die Athleten südlich um Kaiserslautern führte. Beflügelt vom guten Schwimmresultat machten Jörn und Tim schnell Plätze gut und konnten sich bis zur direkt am Fußballstadion auf dem berühmten Betzenberg gelegenen zweiten Wechselzone bis in die Top 10 vorarbeiten. Tim legte dabei eine der bloß zwei Radzeiten unter einer Stunde für die 40km hin und lag zu Beginn der Laufstrecke auf dem 2. Platz. Auf dem „Betze“ trafen Adi und Jürgen wenig später auch ein und zunächst führte die Laufstrecke runter vom Berg hinein in die Innenstadt von Kaiserslautern. Andreas Fellmann erreichte nach einem Raddefekt als letzter Starter den Wechsel zum Laufen. Da aber die restlichen Jungs gut im Rennen lagen, konnte er es sich leisten, den Wettkampf hier abzubrechen.

Adi beim fliegen!
Der Rest hielt dann auch auf der Laufstrecke gut mit, obwohl Tim wie immer ordentlich nach hinten durchgereicht wurde. Allerdings wurde es dort zum Ende hin noch einmal richtig hart: Nicht umsonst heisst es „Stadion auf dem BetzenBERG“. Der Fußballtempel der Pfalz thront rund 100 Meter über der Stadt Kaiserslautern. Diese Höhendifferenz galt es auf dem letzten Kilometer der Laufstrecke zu überwinden, wobei der härteste Teil aus einem Treppenlauf über 80 Stufen bestand:

"Autsch!" auf dem "Stairway to Betze."

Hart aber herzlich wurden die Athleten so im Ziel empfangen und die Orber kamen in der Reihenfolge Tim (9.), Jörn (17.), Adi (34.) und Jürgen (42.) ins Ziel. In der Tagesendabrechnung bedeutete das den 8. Platz, ein Ergebnis, mit dem wir nach dem Ausfall der Leistungsträger Alexander (Start beim IM in Nizza) und Florian (weiter Hufprobleme) zufrieden sein müssen.



Samstag, 9. Juni 2012

Regionalligaauftakt in Griesheim: Knapp am Treppchen vorbei!

Windig war’s zum Auftakt der Regionalligasaison im hessischen Ried. Und das war gut so!  Denn so konnten wir knapp unter den Deichen des Rheins trotz topfebner Radstrecke doch unsere Radstärke ausspielen und verpassten das Podest mit Rang vier nur denkbar knapp. Angefeuert vom extra angereisten Fanblock – danke an Julia & Julia, Alexandra & Andreas,  Marianne und Brigitte sowie Klaus & Klaus - konnten wir unsere bislang beste Platzierung in der Regionalliga erkämpfen.

Fantrio mit gefühlt sechs Stimmen

Es war allerdings nicht bloß die traditionelle Aufholjagd auf dem Rad, die heute funzte. Schon im Wasser konnten sich mit Adi Kohr, Jörn Gabler und Tim Stutzer drei von uns im Vorderfeld festsetzen. 
Unser Cowboy hat heute die teamintern schnellste Schwimmzeit hingelegt

Allein das Duo Jürgen Metzler/Alex Nikolopoulos erreichte mit etwas Verspätung den Wechsel zum Rad. Dort aber machte Alex schnell Druck und konnte über die 40 Radkilometer bis in die Top 10 vorfahren. Dabei überholte er nicht nur mehr als 30 Konkurrenten, sondern bis auf Tim den Rest der eigenen Truppe. Mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von knapp 41 km/h war nämlich nicht nur Alex unterwegs, sondern auch Tim hatte auf dem Rad einen guten Tag erwischt – oder er hat eben überzockt, s. unten - und büßte auf Alex lediglich neun Sekunden ein. Auch vom Orber Rad-Zaubertrank getrunken zu haben schien Jörn, der mit starken Antritten auf dem Rad ins Vorderfeld schoss. Adi und Jürgen hielten sich derweil im guten Mittelfeld.
Adi am U-Turn
Die Wechselzone zum abschließenden Lauf über zehn Kilometer erreichten wir in der Reihenfolge Tim (4.), Alex (6.), Jörn (18.), Adi (30.) und Jürgen (37.). Die Laufstrecke führte über vier Runden auf einem Wendepunktkurs, einmal 1,25km direkt in den mit 5bft wehenden Wind hinein, dann wieder 1,25km mir Rückenwind retour, so konnte die Konkurrenz jederzeit im Blick gehalten werden. Viel wichtiger aber war, dass der mitgereiste Fanclub der Mannschaft acht Mal Feuer unterm Hintern machen konnte. Leider fruchtete das bei Tim nicht zu 100% und er musste den in der Rückenwindpassage heiß laufenden Motor durch herunterregeln der Geschwindigkeit kühlen. So kam es bereits nach fünf Laufkilometern, als Alex an Tim vorbeizog, zum teaminternen Führungswechsel. 

Alex, unser Schnellster heute
Stark kam auch Jörn auf, der mit der zehntbesten Laufzeit des Tages noch fast die Top 10 erreichen konnte. Währenddessen machten Adi alte Rückenleider zu schaffen und auch er musste beißen. Einmal in den Laufschuhen angekommen, fühlte sich auch Jürgen erstmals an diesem Tag richtig wohl und wäre sicher eine Zeit unter 40 Minuten gelaufen. „Wäre“, denn er lief nach fünf Kilometern zu Tim auf. Tim lag zwar eine Runde vor Jürgen und hatte damit nur noch drei Kilometer bis ins Ziel, war aber platt wie eine Flunder. Da Adi da noch gut zwei Minuten vor Jürgen lag und so klar war, dass Adi als letzter Athlet des Teams gewertet werden würde, konnten Jürgen und Tim für dessen letzte Gegenwindpassage ein Gespann bilden. So nahm Jürgen das Tempo etwas raus und gab Tim dringend benötigten Windschatten. Ziemlich genau zu dem Zeitpunkt, als dann Jürgen auf seine letzte Runde abbog und Tim den Abzweig Richtung Ziel nahm, lief Alex schon in 2:03:49h als 5. der Tageswertung ins Ziel. Tim kämpfte sich knapp zwei Minuten später als 8. ins Ziel, dicht gefolgt von Jörn auf Platz 12 (2:06:27h).

Dann begann für alle im Ziel, Athleten und Anhang, das bange Warten auf Adi. Denn pflichtbewusst hatte die Entourage mitgezählt und ausgemacht, dass es heute durchaus eine Podestchance gab. Als Adi, im Ziel nach knapp 2:13h dann in Sicht kam, gab er und gaben auch die Fans noch einmal alles. Leider aber sollte es nicht reichen: In der Addition der vier Zeitschnellsten fehlten uns (8:29:13h) knappe zwei Minuten auf den letzten Podestplatz (8:27:10h). Der Tagessieg in Griesheim ging an die RSG Montabaur, gefolgt vom SC Neukirchen und Eintracht Frankfurt. 


Schon wieder Vierte hinter der Eintracht. Grrrrr…. Jürgens Blick sagt alles:






Nun ja, so ganz haben wir uns die Freude am trotzdem sehr guten Ergebnis nicht nehmen lassen, wie man hier sieht:






Danke an die Fans! 

Regionalliga Mitte, Tagesergebnis  Griesheim
1. RSG Montabaur 8:20:20h
2. SC Neukirchen 8:23:30h
3. Eintracht Frankfurt 8:27:10h
4. TV Bad Orb 8:29:13h

Sonntag, 3. Juni 2012

Granatenstarkes Damenteam: Erstes Rennen, erster Sieg


Neues Damenteam des TV Bad Orb meistert Premiere

(Team & Coach v.l.n.r.: Jürgen Metzler, Julia Ertmer, Sonja Arnold, Alex Fellmann, Julia Nikolopoulos)  

Mit Dominanz fahren die Triathletinnen vom Team Spessartchallenge den Tagessieg in der zweiten Hessenliga ein

Gleich beim ersten Wettkampf zeigte die Damenmannschaft des Teams Spessartchallenge einen exzellenten Einstieg in die Triathlonsaison. Im Rahmen der Deutschen Meisterschaft über die Kurzdistanz wurden außerdem die Wettkämpfe der ersten und zweiten hessischen Triathlonliga in Darmstadt ausgetragen.

Schon im Winter bei der Vorstellung des neuen Damenteams war klar, dass mit Julia Nikolopolous, Julia Ertmer und Alexandra Fellmann ein hochkarätiges Team die Triathlonszene in der zweiten Hessenliga bestimmen wird. Nach 1,5 km Schwimmen im 21 Grad warmen Woogsee in der Darmstädter Innenstadt stieg die Pädagogin Ertmer nach 22:11min als dritte aus dem Wasser, um gleich danach die 40 Kilometer lange Radstrecke in Angriff zu nehmen. Die amtierende Altersklassen-Europameisterin über die Ironmandistanz, Nikolopoulos, folgte auf Platz 21 dicht vor Fellman, die erst vor zwei Wochen den Ironman auf Lanzarote mit einem Podestplatz in ihrer Altersklasse finishte und keine Müdigkeit zeigte. Die vierte im Bunde, Athletin Sonja Arnold, schwamm gleich fälschlicherweise eine Runde zu viel und legte damit 2,3 Kilometer in 39:53min zurück.

Auf der Radstrecke, die auf der gesperrten Bundesstraße B 26 entlang führte, fuhren Nikolopoulos und Fellmann trotz widriger Bedingungen Platz für Platz nach vorne. Damit sicherten sich die beiden Orber Damen mit 1:08,55 Std. und 1:08,26 Std. die viert und fünftschnellste Radzeit des Tages. „Durch die Innenstadt war es heute wegen des Regenwetters sehr rutschig und holprig, aber die vielen Zuschauer an der Strecke haben mich unheimlich motiviert“, zeigte sich Nikolopolous mit ihrer Radzeit zufrieden. 




(Alex Fellman & Julia Nikolopoulos: zu schnell für die Kameras)

Derweil hatte Ertmer die Radstrecke schon nach 1:10,05 Std. verlassen und lief per pedes als Gesamtzweite aus der Wechselzone auf den fünfmal zu durchlaufenden 10km-Rundkurs durch den Herrengartenpark hinter der dem Staatsarchiv in Darmstadt. Hier konnte Ertmer ihrer wahre Klasse zeigen und überholte die führende Athletin Vanesssa Farley von der SG Giessen-Krofdorf-Gleiberg und setzte sich nach drei Kilometer an die Spitze des Damenfeldes. Dabei lief Ertmer mit langem Schritt Zeiten von circa 4:00min pro Kilometer. Die Konkurrenz konnte nicht folgen und Ertmer baute den Vorsprung nach den zehn Laufkilometern auf 3:11 min aus. Auch Nikolopoulos und Fellmann setzten im Gleichschritt ihre Aufholjagd fort und liefen nach frenetischem Motivationsrufen der beiden Teambetreuer Jürgen Metzler und Adi Kohr immer weiter nach vorne. Ob des guten Rennens der drei Damen konnte die vierte Starterin Sonja Arnold ihr Rennen etwas langsamer angehen und hielt sich im mittleren Feld auf. Nach 1,5 km Schwimmen, 40 km Radfahren und einem 10km Lauf „flog“ Ertmer nach 2:15.44 Std. als Erste der zweiten Hessenliga durch das Zielbanner am Karolinenplatz. Kurz gefolgt von Nikolopoulus als Dritte in 2:21,33 Std. und Fellman als Vierte in 2:26,28 Std.
„Wir sind froh, uns gleich beim Saisonauftakt mit dem Tagessieg in der Team- und Einzelwertung so gut präsentiert zu haben.* Die Siegesprämie werden wir in unsere Mannschaftskasse einzahlen. Natürlich hoffen wir, beim nächsten Wettkampf, dem City Triathlon in Frankfurt, wieder auf dem Podest zu stehen und den Titel nach Saisonende nach Bad Orb zu holen“, so Ertmer sichtlich zuversichtlich. Motiviert durch den Damenerfolg möchte das Männerteam am kommenden Wochenende in Griesheim ebenfalls erfolgreich in die Regionalligasaison starten.


*Nachtrag nach Studium der Ergebnisliste: Unsere Mädels sollten eher 1., 2. und 3. geworden sein, denn die Zweite Dame ist wohl eine Runde zu wenig gefahren, es sei denn sie ist Weltmeisterin im EZF. Es ist nämlich kein MAnn schneller Rad gefahren als sie.

Einzelergebnisse:
Pos.-Name-----Verein---Swim--Bike----Run-Gesamt
1. Ertmer, Julia TV Bad Orb 22:11 1:10:05  40:37 2:15:43
2. Nikolopoulos, Julia TV Bad Orb 26:41 1:08:26 43:04 2:21:22
3. Fellmann, Alexandra TV Bad Orb 27:45 1:08:55 46:11 2:26:27
31. Arnold, Sonja TV Bad Orb 39:53 1:16:30 53:58 2:55:19


Donnerstag, 31. Mai 2012

Team Spessartchallenge fördert den Triathlonnachwuchs




Das Team Spessartchallenge ist nicht nur in eigenen Wettkampfgeschichten unterwegs, sondern fördert aktiv den Triathlonnachwuchs in Hessen. So trafen sich Julia Ertmer, Joey Metzler und Adi Kohr beim schulsportlichen Wettkampf "Jugend trainiert für Olympia" in Fulda über die Distanzen von 200m Schwimmen, 4km Radfahren und 2 km Läufen. Dabei traten die Teammitglieder bei herrlichem Triathlonwetter im Freizeitbad in und um Rosenau erstmals als Vertreter ihrer Schulen mit jeweils sechs Schülern gegeneinander an. "Ich bin sehr stolz auf meine Mannschaft, die haben heute den Olympischen Gedanken gelebt und wir haben mit allen Staterinnen und Startern das Ziel erreicht haben, erklärt Metzler nach dem Rennen, der die Schillerschule aus Offenbach betreute. Ertmer, die mit ihren 6 Schülerinnen und Schülern aus Viernheim anreiste, hatte in ihrer Mannschaft einige Triathleten, so dass " wir mit unser schnelleren von zwei Mannschaften im ersten Durchgang den vierten Platz belegen konnten" hält Ertmer stolz fest. " Das waren heute spannende Zweikämpfe unter den Kindern und man konnte sehen, wieviel Freude die jungen Athleten beim Triathlon hatten," ergänzt die 28 jährige Modellathletin, die am Wochenende mit dem Damenteam des Team Spessartchallenge in Darmstadt auf Punktejagdt in der zweiten Hessenliga geht. Das beste Ergebnis der drei 'Vollblutlehrer' erreichte Adi Kohr mit seinem Team vom Grimmelshausen-Gymnasium in Gelnhausen mit Platz vier." Wir wollten dieses Jahr eigentlich wieder eine Medaille holen wie letztes Jahr. Es sah auch gut aus, weil unser schnelles Dreier-Schulteam die Tagesbestzeit ins Wasser und auf den Asphalt hämmerte. Unser zweites Team, bestehend aus ganz jungen Schülern, war heute schnell, aber nicht schnell genug gegen die starke Konkurrenz der Eliteschule des Sports aus Frankfurt und der Schule aus Bad Schwalbach, die ausschließlich aus Kaderathleten des Hessischen Triathlonverband bestehen Dennoch sind wir sehr zufrieden, weil Julia, Joey und ich gemerkt haben, wieviel Spass die Kinder an Ausdauersport haben, erklärt Kohr stellvertretend für seine Teammitglieder, die am heutigen Tage mal gegeneinander antraten. "Nächstes Jahr sind wir wieder dabei", sind sich die bunte Truppe der Orber Lehrer-Triathleten sicher.


Freitag, 25. Mai 2012

Rennbericht IronMan Lanzarote - Andreas Fellmann

Der Ironman auf Lanzarote ist ein sehr harter, emotionaler und landschaftlich wunderschöner Wettkampf, den ich nur jedem an´s Herz legen kann. Die Organisation war hervorragend, die vielen Helfer sehr herzlich und hilfsbereit. Trotz aller Ernsthaftigkeit bei den üblichen Prozeduren wie Bike Checkin gelang es den Helfern, Offiziellen und Kampfrichtern, eine durchaus relaxte Stimmung zu verbreiten.


Ich habe diese Insel lieben gelernt, mich begeistern die Kontraste von Lava und dem blauen Meer, ich mag die Kargheit der Natur, die Winde, die Hitze und die freundlichen Manschen. Ich werde wiederkommen, KEINE Frage. Wohl nicht in 2013, aber für 2014 ist die Wahrscheinlichkeit SEHR hoch! Wir haben in den 10 Tagen sehr viel Spaß gehabt, viele nette Leute aus dem Forum kennengelernt, mit denen wir zusammen die Prerace Nervosität geteilt und danach zusammen gefeiert haben. Nach meinem Aus letztes Jahr in der Vorbereitung auf Zofingen aufgrund einer langwierigen Knieschleimbeutelentzündung, ist dieses Jahr also bereits gerettet.

Für mich persönlich war es in jeder Beziehung mein bestes Langdistanzrennen.


Zahlen: Swim: 01:20 - T1: 00:07 - Bike: 05:58 - T2: 00:05 - Run: 03:56 - Gesamt: 11:28 - Rank: 376

Prerace:
Traumhaftes Wetter nach Ankunft aus dem grauen Germany. 7 Tage noch bis zum Rennen. Bis zu 40 Grad beim Radfahren, das Getränk, eben noch eiskalt in die Flasche gefüllt, verwandelte sich in wenigen Minuten in warme Brühe. Unglaublich. Je näher es zum Rennen ging, umso hitziger und nervöser wurde die Atmosphäre. Zu jeder Tageszeit sah man Trias auf den Stercken, speziell beim Laufen meisst mit sehr hohem Speed. Das Einschwimmen auf der Rennstrecke verlief zäh, meine Schwimmbrille beschlug dauernd, das Wassergefühl war leidlich. Das Radgefühl auf der Rennstrecke war deutlich besser als im Trainingslager im Frühjahr. Wir hatten Spaß am Radeln und fuhren nochmal einige Passagen locker ab. Je weniger Tage bis zum Rennen, umso nervöser wurden auch wir.

Raceday:
Morgens noch im Dunkeln in der Wechselzone angekommen, lag diese typisch nervöse, adrenalingeschwängerte Prerace Atmosphäre in der Luft. Wir prägten uns nochmals die Position von Beuteln und Rad ein und trafen letzte Vorbereitungen. Man hörte das Geräusch von Pumpen und auch mal einen zerplatzenden Reifen ;-) Kurz ins Wasser einschwimmen und schon fanden wir uns inmittem einer angespannten Meute in Neoanzügen dicht gedrängt am Strand wieder.
Da war es wieder, dieses Gefühl von "Gang zum Schaffot".

Swim:
Merke: Das Schwimmtraining ausfallen lassen, kann man immer so lange gut argumentieren, bis man morgens in der Neopelle bereuend am Start steht :-) Das erste Rennen mit Schwimmen im Meer und einem Landstart, flösste mir durchaus Respekt ein. Startschuss und ab ging es in die Waschmaschine. Keine Schläge, keine Tritte, aber es war supereng. Dauernd Körperkontakt, ich mag das überhaupt nicht. Der Wellengang war höher als in den Tagen zuvor, und als bekennender Rechtsatmer gab es so kräftig Salzwasser zu trinken. Die Brille, die in den Tagen zuvor beim Testschwimmen auf der Strecke immer beschlagen war, war nun ganz klar. Das war mein größtes Bedenken gewesen und ich schickte einen Dank gen Himmel :-) Irgendwie entzerrte sich das Feld aber nicht, speziell an den Bojen blieb es immer eng und unangenehm. Am Ende der ersten Schwimmrunde stand eine 00:39 auf der Uhr. Ist OK für mich, mehr Sorgen bereiteten mir die Krampfansätze beim Landgang. So orientierte ich mich wieder mehr nach außen in ruhigeres Schwimmwasser, um ja keinen Krampf mehr zu bekommen. Das funktionierte auch und nach einer gefühlen Ewigkeit erreichte ich nach 01:20 das Ufer.

Im Ranking ergab das Platz 1024, so dass ich mir die Position meines Rades in der Wechselzone gar nicht hätte so gut einprägen müssen, es war sehr übersichlich, selbst im Laufschritt :-)

Bike:
Nichts wurde in den Tagen vor dem Rennen so häufig diskutiert, wie die Radtaktik. Die beliebte Stutzer Taktik "Hammer the bike" fiel für Lanza als erste raus. Unser Fazit war: Man gewinnt auf der Strecke nicht durch (zu) schnelles Tempo in den Bergstücken. Es braucht Geduld, die 2700 HM kontrolliert zu fahren, um dann in den Roll- und Drückerstücken, sowie auf den Abfahrten den Schnitt wieder nach oben zu ziehen. Ab Mirador sollte dann Gas gegeben werden. Trotz hohem Tempos, das man am Anfang fahren konnte, war mein Puls eine ganze Ecke unter dem, was ich mir vorgestellt hatte. Verwirrte mich das zuerst, kam ich doch irgendwann darauf, dass das daran lag, dass die Temperaturen auf dem Rad in der Woche vor dem Rennen noch bei 40 Grad gelegen haben und der Puls daher sehr viel höher war, wärend es am Renntag nicht so heiß war. Nachdem das gedanklich geklärt war, machte ich mich daran, in meinen Rhythmus zu finden und die angedachten Ernährungsintervalle einzuhalten. Apropos Ernährung: Mein erstes Rennen, in dem ich mich durchgehend verpflegen konnte, ohne Magenschmerzen zu bekommen. Viel hatte ich schon probiert, nix hatte bisher funktioniert. Dieses mal wollte ich komplett auf Iso verzichten, nur Wasser trinken, für die Energieversorgung hatte ich eine Flasche mit Liquid Gel, 2 Riegel und Salz. Bingo, endlich Energie für das Rennen. An diesem Tag hatte ich "gute Beine" und fand sehr gut in die Radstrecke. Ich fuhr zu jeder Zeit kontrolliert, fühlte mich locker, hatte aber Bedenken noch an den 30er Schnitt zu kommen, als ich am Mirador del Rio so um die 27,5 auf dem Tacho hatte. Aber die Beinen blieben gut und ich konnte bis ins Ziel weiter kräftig einsammeln. Mit 05:58 blieb ich knapp über dem 30er Schnitt und das bescherte mir Platz 271 auf dem Rad. Perfekt für mich.

Run:
Im Wechselzelt beim Anziehen der Ceps gescheitert. 2 mal angesetzt, keine Chance. Also in die kurzen Socken, die ich ebenfalls eingepackt hatte. Käppsche auf, los ging es. Ich wollte maximal im 5er Schnitt anlaufen, eher 05:10. Blick auf die Uhr, zu schnell - 04:40. Spanier fliegen an mir vorbei. Wieder Blick auf die Uhr, immer noch zu schnell. Uhr defekt? Dann ging die Geschwindigkeit über 5, wobei ich mich fragte, ob die Spanier überzocken oder das so durchziehen können. Egal, ich weiß, das ich es nicht kann, also slow down! :-) Auch beim Laufen profitierte ich von der funktionierenden Verpflegung, ich hatte immer "Saft" und fühlte mich gut. Natürlich ist man am Ende groggy, aber es ist kein Vergleich zu den anderen Rennen, in denen ich gegen Ende einfach "leerlief". Die Laufstrecke führte an der Küste entlang und ist eine Wendepunktstrecke. 10 raus, Wende, 10 rein, dasselbe noch 2 mal kürzer. Das ist schon klasse, da man hier auch seine Mitstreiter trifft. Der erste, den ich von unseren Buben erkannte, war Christian. Christian hatte aus diversen privaten Gründen eigentlich zu wenig triathlonspezifisches Training gehabt. Er lieferte zu meiner Überraschung ein sehr konstantes Rennen ab und brach hinten raus nicht ein. Chapeau Christian!

Dann kam mir meine Frau entgegen und mir fiel ein Stein vom Herzen. Gerade hier, aufgrund der durchaus gefährlichen Radstrecke ist es super zu wissen, das der Andere unbeschadet vom Rad gekommen ist. Mein Rennen lief durchaus flüssig weiter und ich war weiter auf Kurs unter 12. Unter 12 war das Ziel, gerne auch weniger, je nach Tagesform. Die ersten 20 Kilometer waren vorbei, ich hatte mein erstes Bändchen und lag weiter gut in der Zeit. Es war jetzt sehr heiß und ich tankte in jeder Form Nass - Wasser, Eis, Schwämme, später auch Cola und Orangen. Alles, was kühlte war willkommen, ich nahm an jeder Verpflegungsstelle und hätte sogar noch eine mehr vertragen können, obwohl ich die Anzahl an Verpflegungstellen im Vorfeld sehr hoch fand. Nach 09:00 Stunden Rennen verkündete mein vollgeladener Garmin "Low battery" und nach 09:35 schaltete er sich grußlos aus. Ärgerlich bei angekündigten 20 Stunden Akkuleistung. Jetzt musste ich nach Gefühl laufen und immer mal nach der Racezeit schauen, ungewohnt für einen Technikjunkie, ging aber auch so ganz gut. 15 Kilometer vor Schluss wurde ich dann doch noch etwas ausgebremst. Beide Oberschenkel gingen langsam im oberen Bereich vorne zu und ich bekam dadurch zunehmend auch Probleme mit meiner Lieblingssehne rechts neben dem rechten Knie. Irgendeinen Limiter hat man eben immer :-) Woher das kam, weiß ich nicht. Das einzige, was ich diese Jahr recht konsequent verweigert hatte, war Rumpfstabi. Gedehnt habe ich aber viel. Trotzdem war das wohl die Quittung. Die letzte Runde zog sich aber jetzt sehr und ohne Uhr und in gefühltem Entenschritt verlor ich "etwas" das Zeitgefühl. Als ich an Uwe und Uli - ihr seid die BESTEN, danke!!!!! - vorbei kam, fragte ich Uwe hektisch, ob ich es denn wohl noch unter 12 schaffen können würde. Locker, rief er mir entgegen, aber ich war mir weiterhin unsicher. Kurz vor dem Ziel lunzte ich bei einem Spanier neben mir auf die Uhr und sah, das wir bei 11:25 lagen. DAS motiviert natürlich und bedeutete: Gas geben, um die Sub 11:30 noch zu schaffen.

Ich sah also zu, das er mir nicht mehr weglief und huschte nach einer Marathonzeit von 3:56 (Rang 396) mit einer Gesamtzeit von 11:28 und Rang 376 glücklich über die Ziellinie.

Dienstag, 22. Mai 2012

Spessart-Therme-Duathlon - Sebastian Heinl 4.



Als sich Sebastian am 20. Mai auf den Weg zum Spessarttherme Duathlon nach Bad Soden-Salmünster machte, hatte er sicherheitshalber ein dick bereiftes Vorderrad im Gepäck und stellte sich innerlich schon auf einen richtig dreckigen Sonntag ein. In der vergangenen Nacht hatte es 6 Stunden ohne Pause geregnet, die Bedingungen zum Startzeitpunkt jedoch waren optimal, 20° und Sonnenschein. Beim Warmlaufen wurden letzte taktische Optionen durchgespielt, die jedoch mit erklingen des Startschusses komplett über den Haufen geworfen wurden. Nach wenigen hundert Metern fand sich Sebastian auf dem fünften Platz laufend wieder und dachte nichtmehr an die noch anstehenden Herausforderrungen auf dem Rad sowie der zweiten Laufrunde. Sebastian hielt die Position bis zum ersten Wechsel, wohl wissend das drei der vor ihm liegenden Läufer in der Teamwertung an den Start gegangen waren. Der Wechsel glückte gut, doch auf dem Rad folgte die Ernüchterung, schnell waren 2 Plätze verloren und es wurde Zeit auf Radfahren umzuschalten. Auf dem 4 Platz liegend fuhr Sebastian dann über die Staumauer dem letzten Streckenabschnitt entgegen, doch dieser hatte es noch einmal in sich, die Radzeit war aufgrund der Verhältnisse 4min langsamer als im Vorjahr. Auf der zweiten Laufrunde konnte der 4. Gesamtrang verteidigt werden, mit dem Gesamtergebnis kann man durchaus zufrieden sein.



Ergebnisse Spessart-Therme-Duathlon:

1. Ruppel, Rafael SV Gelnhausen 2:05:53 1. M18 1.M 00:24:50 (2.) 01:13:58 (2.) 00:27:05 (1.)

2. Weigel, Peter TSV Poppenhausen 2:09:07 1. M40 2.M 00:24:43 (1.) 01:15:55 (4.) 00:28:29 (2.)

3. Weisbecker, Marco RVG Bad Orb 2:09:43 1. M30 3.M 00:26:49 (8.) 01:13:47 (1.) 00:29:07 (4.)

4. Heinl, Sebastian TV Bad Orb 2:11:05 2. M18 4.M 00:25:40 (3.) 01:16:03 (5.) 00:29:22 (5.)




Montag, 21. Mai 2012

Ironman Lanzarote - Manchmal sagen nackte Zahlen mehr als viele Worte!

Gratulation an unsere "Fellmänner"!



Name-------Swim--------Bike--------Run------Gesamt----Platz-----AK

Andreas----01:20:48---05:58:36---03:56:37---11:28:36---400---------65

Alexandra--01:28:40---06:43:25---03:47:16---12:11:59---621---------3!!!

Mittwoch, 16. Mai 2012

Drei-Flüsse-Triathlon Gemünden - Traingsfleiß zählt sich aus – AK-Silber und -Bronze


Wieder einmal sorgte die bunte Truppe der Triathleten des Team Spessartchallenge für Aufsehen in der großen Welt des Triathlonsports. Diesmal beim Dreiflüsse-Triathlon im bayrischen Gemünden. Der Triathlon in Bayern gilt schon seit Jahren für viele Triathleten neben dem Kinzigtal-Triathlon und dem Kinzigman als perfekter Einstieg in die Saison. Bei herrlichem Sonnenschein zeigten Adi Kohr und Bernd Parzakowski ihre neuen Wettkampfoutfits mit braungebrannter Haut der Konkurrenz im neugebauten Freibad der Stadt. Das man damit gut durch die erste Disziplin kommt, zeigte gleich Kohr mit einer Schwimmzeit von 14:35 min ( Platz 8) über 1000m. Paczarkowski entstieg nach 16:30 dem 23 Grad warmen Wasser. "Schwimmen kann ich, aber ich war mir unsicher über meine Rad- und besonders über meine läuferischen Fähigkeiten über 10 Kilometer - ich komme in keinen Trainingsrhythmus mehr, seitdem ich das Studentenleben gegen eine sichere Existenz gewählt habe, so Kohr mit einem Schmunzeln im Gesicht. Auf der 36 km langen und bergigen Radstrecke hielten sich Kohr (1:02,52 Std). und Paczarkowsi (1:08:48 Std.) lang auf dem Asphalt auf. Kohr, der sich nach gewohnt guter Schwimmleistung eigentlich am ersten Berg nicht überholen lassen wollte, schlug laut eigener Aussage "ein gemäßigtes Tempo" an. Dagegen 'knöpfte' sich sein Teamkollege mit starken Lanzarote-Muskeln den ein, oder anderen Athleten vor. Kohr fuhr als 14. in die zweite Zone ein und lief erstaunliche 39:30min über die abschließende Laufstrecke. "Mit Frequenz, Kniehub und Beckenaufrichtung im Kopf - ging das echt gut heute. Mein Physio hat in den letzten zwei Wochen wieder hervorragende Arbeit geleistet. Mit Platz drei in der AK bin ich voll zufrieden. Erster Wettkampf, da kann man nicht so viel erwarten. Noch vor zwei Wochen war die Geschwindigkeit meiner Tausenderläufe weit über dem heutigen Durchschnittstempo", resümiert der Athlet aus Gelnhausen. Erwartungsvoll ging auch Parczakowski den Lauf an, da den ehemaligen Fußballer aus Wächtersbach Achillessehnenprobleme in der letzten Zeit plagten. "Heute war ich wieder ganzer Alte, endlich liefen meine Beinchen über den Asphalt wie eine Horde wildgewordener Büffel, so macht das Spaß", hielt der älteste der Orber Athleten des Team Spessartchallenge in einem kurzen Statement fest und stieg bei der Wettkampfehrung auf das linke Podest, was Platz 2 in der Altersklasse M 50 bedeutete.

Detailergebnisse: http://www.triathlon-team-gemuenden.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/05/Ergebnisliste.pdf



Montag, 14. Mai 2012

Barockstadt Fulda Triathlon: AK-Podium für Johannes Goldbach



Johannes' Stenogramm zum Wettkampf:

Schwimmen : 1500m im Becken in 28:48min/47.Zeit

besser wie erwartet, konnte meinen Rhythmus schwimmen und bin nicht als letzter aus dem Becken. Leider Krampf bei Wende bekommen..war dann etwas nervig


Radfahren : 38km in 01:01:10/13. //13. Radzeit

Konnte Position nach Schwimmen halten und noch ein paar Aus meiner Startgruppe einfangen. Eigentlich recht flotter Kurs aber gestern auch etwas Windanfällig. Es war gestern ziemlich frisch auf dem Hobel. Dank sei den "Eisheiligen" in der Nacht zuvor.

Laufen : 10km in 38:13 //17.Laufzeit

4-Runden-Kurs a 2,5 km über Kopfsteinpflaster durch die Fuldaer Innenstadt und Schlosspark mit vielen teils engen Kurven. Dennoch konnte ich auch hier weitere vor mir liegende Athleten überholen und die hinter mir auf Distanz halten.

Rundum bin ich mit meiner Leistung am gestrigen Tage - Gesamtplatz 15, 2. in meiner Altersklasse - zufrieden gewesen und von der Laufzeit sogar selbst überrascht.


Ergebnislink: http://fulda-tria.r.mikatiming.de/2012



Sonntag, 13. Mai 2012

Ketteler-Lauf: Julia Ertmer und Jürgen Metzler als 2. Frau im Ziel!

Wie kann das sein?

Nu ja, Jürgen kam über die fünf Laufkilometer in Offenbach nach 18:26min zwar als dritter Mann, aber auch hinter der ersten Dame - Alexandra Behrens vom DSW Darmstadt - ins Ziel. Nicht weit dahinter kam Julia Ertmer in 19:02min auf den 2. Platz im Damenrennen.





Fotogalerie: https://picasaweb.google.com/timule/Kettelerlauf?authkey=Gv1sRgCPamu8mZ5s_fpwE

Montag, 7. Mai 2012

Gelungener Saisonauftakt Gelnhausen



Mistwetter war‘s am Sonntag!

Dauerregen bei unter 10 Grad. Und trotzdem können wir mit unserem Abschneiden beim traditionellen Saisonauftakt ganz zufrieden sein. Mit Julia Ertmer, Jürgen Metzler, Bernd Paczarkowski, Oliver Rinkenberger, Tim Stutzer, Jörg Treffler und dem Heinl-Trio Hannelore, Sebastian und Heinrich brachten wir neun Starter an die Startlinie, acht kamen durch. Mit Tim Stutzer (4. Platz/1. M35) und Jürgen Metzler (8. Platz/3. M35) zwei weiteren 3. Plätzen in den Altersklassen durch Sebastian Heinl und Bernd Paczarkowski können wir auf eine zumindest gute Frühform unserer Jungs schlie-ßen. Auch die übrigen Teammitglieder lieferten solide Leistungen ab. Allein der Ausfall von Julia Ertmer wegen technischem Defekt schon zu Beginn der Radstrecke trübt das Gesamtbild dann doch, denn Julia hatte sich nach sehr gutem Schwimmauftakt schon an die Spitzenschwimmerinnen herangepirscht. Aber Julia bekommt schon Wochenende beim Kinzigman in Langenselbold Gelegenheit, ihre gute Form zu beweisen.

Das Rennen im Detail
Nach wie so oft eher mäßigem Auftakt beim Schwimmbad, der Tim Stutzer schon auf der ersten Bahn ein dickes blaues Auge einbrachte, machten sich unsere Jungs auf der durch den Regen leider sehr rutschigen Radstrecke auf ihre obligatorische Aufholjagd. Am besten gelang das Tim Stutzer, der sich schon zur Hälfte der Radstrecke auf den zweiten Platz vorgearbeitet hatte. Der Führende Marcel Bischof aber war an diesem Tag auf dem Rad eine Klasse für sich und distanzierte Stutzer auf der Radstrecke um eine weitere Minute. Für die anderen Athleten des Teams lief das Rad fahren gut, nur Bernd Paczarkowski machte, nachdem dem riskanten Überholmanöver eines Konkurrenten leider Bekanntschaft mit dem nassen Asphalt. Trotzdem biss sich Bernd beim Laufen dann bis auf den 3. Platz seiner Altersklasse durch. Die Hoffnung, nach Florian Brosch 2008 zum zweiten Mal einen unserer Athleten aufs Podium in Gelnhausen zu bringen, wurde auf den fünf Laufkilometern dann leider nicht erfüllt. Zwar tat Tim alles, um durch ein beherztes anlaufen die unmittelbare Konkurrenz auf Distanz zu halten. Gegen die schnellste Laufzeit des Tages aber, die Paul Schuster mit 16:03min für die 5km hinlegte konnte das nicht reichen. Und auch um Oliver Weber (Tri Team Wetterau) auf Distanz zu halten, war Stut-zers Geschwindigkeit nicht hoch genug. Rund anderthalb Kilometer vor dem Ziel wurde Stutzer dann auf den 4. Platz durchgereicht. Mit guter Laufzeit von knapp unter 20min konnte sich Jürgen Metzler zwar nicht gegen die Konkurrenz der Frankfurter Eintracht in Person von Matthias Hähnel durchsetzen, landete aber dennoch auf dem 9. Platz.

Die neuen Rennanzüge - eigentlich ganz schick - haben leider in Hüfthöhe eine Beule:




Ergebnisse:

Frauen

1. Tanja Weber 1:13:40
2. Claudia Wendt 1:13:56
3. Eva Hamm 1:14:51
32. Hannelore Heinl 1:31:19

Männer
1. Marcel Bischof 0:59:06
2. Paul Schuster 1:01:09
3. Oliver Weber 1:02:22
4. Tim Stutzer 1:02:50
8. Jürgen Metzler 1:07:27
27. Oliver Rinkenberger 1:10:19
30. Sebastian Heinl 1:10:47
40. Bernd Paczarkowski 1:13:26
80. Jörg Treffler1:19:56
123.Heinrich Heinl 1:29:30

Detailergebnisse: http://my1.raceresult.com/details/index.php?page=4&eventid=8877&lang=de 

Bildergalerie: https://picasaweb.google.com/timule/Gn2012?authkey=Gv1sRgCO7A_pfSu_vcnwE#

Filmchen von Vorsprung TV: http://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=lDacc74hGEE´

Donnerstag, 12. April 2012

Weiterkämpfen...: Ein langer Weg nach Hawaii

Unser Schnellster hat ein Buch geschrieben, das in Teilen so gar nichts mit Sport, viel mehr mit dem Leben an sich zu tun hat. Lesenswert!




Spessartchallenge auf Triathlon-TV

Werbung in eigener Sache

Tim Stutzer war mal wieder in Arne Dyck's Triathlon-TV unterwegs, diesmal zum Thema Cross-Triathlon. Die Sendung gibt'S hier zum - allerdings kostenpflichtigen - Download: http://tv.triathlon-szene.de/Detail_Artikel_jump.lasso?JumpID=34081


Sonntag, 1. April 2012

"Der Hai beisst zu", Episode I

Die Vorbereitung auf den Ironman auf Lanzarote läuft für unsere "Fellmänner" sehr gut. Beim traditionsreichen Reinheimer Duathlon belegte Alexandra, Spitzname "Hai", heute Platz 5 in der Gesamtwertung und ließ in ihrer AK alle Konkurrentinnen hinter sich. Andreas schaffte es mal wieder haarscharf, seine "bessere" Hälfte hinter sich zu lassen und kam auch in die Top 10 seiner AK.

Detailergenisse hier: http://www.rscreinheim.de/index.php?id=113

Donnerstag, 8. März 2012

Triathleten auf Schnee!

Im herrlich verschneiten Thüringen lieferten sich am 11. und 12. Februar Orber und Gelnhäuser Multisportler erneut ein Duell mit den Skilanglaufspezielalisten aus aller Welt. Beim diesjährigen Rennsteig Skilauf konnte Julia Ertmer vom Team Spessartchallenge bereits am Samstag über 15km in der freien Technik zeigen, dass die heimischen Triathleten sich nicht im Winterschlaf befinden. Mit einem 31 Rang in der Frauenwertung und einem 7. Platz in ihrer Altersklasse wurde dies mehr als deutlich. Am Sonntag kämpften dann Adi Kohr und Jürgen Metzler vom Orber TEAM SPESSARTCHALLENGE, sowie René Breite und Omid Keyvanponr vom SV GELNHAUSEN beim Wettkampf über die 30km in der klassischen Technik um die inoffziellen Titel des besten Altkreisskilangläufers. Nach seiner erfolgreichen Teilnahme bei der italienischen "Marcialonga", wo er mit Weltklasseathleten wie Petter Northug eine Distanz von über 70km zurücklgen musste, galt René Breite als der klare Favorit. Letztlich bestätigte er dies durch ein souveränes Rennen, welches er trotz deutlich "stumpferen" Loipenbedingungen als im Vorjahr in 1:52:13 Stunden klar vor allen anderen Athleten aus dem Main-Kinzig-Kreis beenden konnte. Zwischen den drei anderen kam es auf den 30km auf dem Rennsteig zu mehreren Führungswechseln. Die erste Rennhälfte führte Keyvanponr noch vor Metzler und Kohr, musste dann im weiteren Verlauf des Rennens abreißen lassen und kam nach 2:10:26 Stunden ins Ziel. Am Ende kämpften Kohr und Metzler um die führende Position. Der legendäre Birxsteig und diverse andere Oberhofer Anstiege ließen Metzler immer wieder Boden gutmachen, Kohr enteilte mit besseren Gleitskiern jedoch auf jeder Abfahrt. Am Ende fehlten Metzler gerade einmal 49 Sekunden auf Kohr, als er nach 2:07:39 Stunden das Zieltor überschritt. Unter allen über 500 Teilnehmern positionierten sich die heimischen Athleten somit erneut im vorderen Drittel und konnten mit René Breite erstmals einen Sportler in die Top 100 bringen. Wenn man bedenkt, dass das Rennen in den vorderen Rängen stets von Kaderathleten des Langlaufsports, ehemaligen Weltklassebiathleten und anderen "Assen" besetzt ist, eine ansehnliche Leistung.

Donnerstag, 26. Januar 2012

Team Spessartchallenge präsentiert neues Damenteam




Vor mehr als zehn Jahren wurde das Triathlon-Männerteam „Team Spessartchallenge“ vom TV Bad Orb gegründet, um die Mitte September in und um Bad Orb stattfindende Veranstaltung „Spessart Challenge“ hessenweit unter Triathleten und Ausdauersportlern bekannt zu machen. Nach dem Aufstieg in die dritthöchste deutsche Triathlonliga im Jahr 2010 konnte nun der Teamkapitän des Vereins, Tim Stutzer, für 2012 ein neuen Knaller bei der Sportlerehrung der Stadt Bad Orb präsentieren: „Das „Team Spessartchallenge“ wird dieses Jahr mit zwei Teams an den Start gehen. Zu den erfolgreichen Männern gesellt sich in der kommenden Saison ein hochkarätiges Damenteam, das Ende Dezember gegründet wurde“, erwähnt Stutzer mit freudiger Miene.
Julia Nikolopolus, die bislang allein die Triathlonszene mit einem Europameisterittal in Ihrerer Altersklasse beim Ironman Germany in Frankfurt begeisterte, bekommt vier Athletinnen an ihre Seite. Neu zum Damenteam stößt die Gewinnerin des Brüder-Grimm-Laufs und der spessartchallenge vergangener Jahre Joanna Tywczynski aus Bad Soden-Salmünster, die auch im Jahr 2011 zum ersten mal beim Ironman Germany finishte. Zweite im Bunde ist Julia Ertmer. Sie erzielte vor einigen Jahren bei den Deutschen Jugendmeisterschaften einen hervorragenden fünften Platz über 3000m Hindernis und ist seit Ihren Doppelsiegen beim Oberrodenbacher Silvesterlauf und dem Offenbacher Schüssel-Crosslauf kein unbeschriebenes Blatt mehr. „Dass die Heidelbergerin mit einer hervorragenden Ausdauer ausgestattet ist, konnte das Männerteam bereits im Winter-Skilanglauf-Trainingslager im tschechischen Harrachov feststellen“, kommentiert der Vizehessenmeister über die Mitteldistanz, Jürgen Metzler, die Leistungsfähigkeit des Neuzugangs. Komplettiert wird das Team durch die Frankfurterin Marie Hanselmann und Aldona Lyschik. Letztere feierte beim Kinzigtal-Triahtlon in Gelnhausen im Jahr 2011 ihren Einstand in die Triathlonszene.
Das Damenteam startet im ersten Jahr in der zweiten Triathlonhessenliga. Das Herrenteam ist sich aber ob des starken Leistungspotenials einig, dass Erfolge dort nur eine Frage der Zeit sein werden, so dass spätestens 2014 die Damen und Herren in der Regionalliga starten könnten.

Montag, 5. Dezember 2011

Nikolausduathlon 2011 – die Schlammschlacht bleibt aus & Julia gewinnt (Zuschauerprotokoll)




„Keine 10 Pferde“, meinte ich früh morgens am vergangenen Sonntag , es goss wieder mal aus Kübeln, zu meiner anderen Hälfte, „bringen mich heute in den Niddapark. Im Niddapark stand am Sonntag der Nikolausduathlon an & bei fünf Grad und Dauerregen wollte ich nicht wirklich zum zugucken hinfahren. Als es dann aber gut eineinhald Stunden vorm Start des Rennens aufklarte, packten wir uns dick ein und machten uns mit einem Mannschaftssatz an Nikolausmützen auf nach Ginnheim. Heimlich hatten wir gehofft, dort trotz trockener Witterung eine richtige Schlammschlacht mitansehen zu dürfen wie 2009, aber das Frankfurter Grünflächenamt hatte uns einen Strich durch die Rechnung gemacht: Im letzten Jahr sind offensichtlich sämtliche Wege im Niddapark neu geschottert worden und nix war’s mit der Dreckschleuderparade. Eher gesittet ging es zu auf den Strecken von 5km laufen, 22km Waldwegradeln und noch Mal 2,5km laufen. Bei den Männern war das Rennen schon entschieden, bevor der Startschuss fiel, Rudolf (kein Scherz) von Groth war am Start und sollte das Rennen locker nach hause laufen, wenn er denn keinen Plattfuß kassierte. So kam es dann auch, hinter ihm lief mit seinem Teamkollegen von den Skills 04 Frankfurt auch einer der üblichen Verdächtigen ein. Nur auf Platz zwei kam ein uns Unbekannter Berliner. Mal etwas Abwechslung im Männerrennen. Nu denn. Wirklich Interessanten spielte sich etwas weiter hinten im Gesamt feld ab:Die für uns wichtigen Fragen des Tages lauteten: Fährt Alex Nikolopoulos mal wieder die schnellste Radzeit, obwohl er zwei von drei Runden allein kreiseln musste und, irgendwie heute wichtiger (warum bloß??) schießt seine Frau Julia das Ding heute ab? Die Profifraktion der Damen in Form der Dauersiegerinnen Jenny Schulz und Natascha Schmitt nämlich war bei diesem Schitwetter zuhause geblieben und damit hatte Julia sehr gute. Das wusste sie selbst offensichtlich sehr gut, denn vor dem Rennen konnte man ihr fast mehr Nervosität ansehen als vorm Ironman auf Hawaii. Darauf angesprochen hieß es kurz und knapp „Rennen ist Rennen!“. Alles klar, na dann los:


Startschuss 11:45h
Alles ballert los wie von der Tarantel gestochen, besonders Alex. Oh, ob das gut geht?




Durchlauf nach Laufrunde # 1:
Aha, Alex wird schon langsamer, 1min Rückstand auf die Spitze – entledigt sich der Zip-felmütze. Julia als 4. Frau, nur 20 sec hinter der Ersten – Mütze sitzt!





Kilometer 4,8/5 des ersten Laufsplits
Alex wird sichtlich langsamer, 2min zurück. Julia auf Platz 5, 30sec zurück, ernste Miene.

Radkilometer 7,5/22
Alex allein ca. 1:50min hinter Rudi, dem Organgebehemdeten Schnellläufer, holt aber auf, ca. 40sec vor ihm eine 4er-Gruppe. 3min später: Julia führt, fährt aber allein in Runde zwei ein, hinter ihr reihen sich die Damen in Grüppchen von Herren ein. Mal schauen.



Radkilometer 15/22
Alex immer noch alleine irgendwo um Platz 10, die 4er-Gruppe noch 20sec vor ihm. Julia hat mittlerweile auch ein Grüppchen gefunden und mehr als 1min Vorsprung auf die zweite Frau.




Radkilometer 22/22 Eingang Wechselzone 2
Alex hat die 4er-Gruppe aufgefahren und biegt als 5. zum letzten Wechsel ab. Die Wech-selzone aber kommt für ihn aber offensichtlich zu früh, er hat die Schuhe noch an, ist überrascht, schon vom Rad zu müssen. Was immer er in der Wechselzone veranstaltet, er kommt als 9. wieder raus.
Julia kommt mit ihrer Gruppe in der Wechselzone an, führt mit mind. 2min. Als sie auf die letzten 2,5km geht, kommen gerade die Plätze 2-5 der Damen ins Stadion. Wir schicken das Führungsfahrrad hinter ihr her, ihr zu sagen, sie hätte 90sec Vorsprung, mindestens.





Zielbereich, 1:09h
Alex hält sich auf Platz 9, hat genug Zeit & Energie, noch für den Zieleinlauf die Zipfel-mütze zu greifen. Farblich ist das Dress der beiden 100% Zipfelmützenkompatibel.

Zielbereich; 1:19h
Julia und sonst… niemand! Sie hat’s abgeschossen! Der Versuch allerdings, ihr 200m vorm Ziel wieder die Zipfelmütze anzureichen misslingt. Wie ich später erfahre, wollte die die 1:20h noch knacken, was leider um ganze 15sec misslingt. Im Ziel ist sie völlig platt aber verdammt glücklich. Die gesamte Zipfelmützenfraktion herzt das Mädchen und läßt sie hoch laben.

Vereinsheim PSV Ffm, 13:55h
„Yesssss!“ tönt es durch den Raum. Ich gucke kurz hoch, sehe ein breites Grinsen auf des Dicken Gesicht und vernehme: „Beste Radzeit!“. Mit Rudi & Co. am Start war mehr nicht drin. Dafür darf Julia jetzt (allein???) zu nem Spiel der Eintracht ins Waldstadion gehen, Honig schlecken und für €15 beim Laufshop einkaufen.




Vorm Vereinsheim des PSV Ffm, 14:45h
Alex und Julia sind schon lange losgezogen, da vertilgt die Zuschauercrew den jetzt zu verschenkenden Kuchen und lassen sich den heissen Äppler gut schmecken.

Die verbotene Stadt, 15:10h
Für einen kurzen Abstecher zum Radcross am Bornheimer Hang, jetzt wieder im Regen, hab ich meine andere Hälfte leider nicht überreden können und so landen wir, einigerma-ßen trocken wieder zuhause an.

Montag, 14. November 2011

Winterzeit ist Crosserzeit: Julia Dritte beim Rüsselcross-Duathlon



Der Ironman auf Hawaii liegt keine fünf Wochen zurück, da sind Julia und Alexander Nikolopoulos schon wieder ins Renngeschehen eingestiegen. Ganz so warm wie am Pazifik war es am vergangenen Wochenende nicht, als die beiden ihre Crosser für einen Ausflug nach Rüsselsheim sattelten. Der dortige Crossduathlon trägt seit seiner Erstaustragung 2004 den passenden Namen „Rüsselcross“. Er führt die Athleten als Dreischritt über die Distanzen von 5km Crosslauf, 20km Querfeldein-Radfahren und abschließend noch einmal 2,5km Crosslauf. Im Frauenfeld konnte sich Julia schon im ersten Laufteil unter den Top 5 festsetzen und fuhr im Herbstlaub schnell auf den dritten Platz vor. Die beiden führenden Damen aber waren schon beim Auftaktlauf zu weit enteilt, um sie noch abfangen zu können. Den dritten Platz aber konnte Julia über die abschließenden zweieinhalb Laufkilometer souverän ins Ziel bringen. Alexander konnte sich nach einem 17. Platz im ersten Laufsplit auf dem Rad ebenfalls nach vorn arbeiten. Der zweitbeste Radsplit des Tages führte ihn bis auf Rang 7 vor, den er auch bis ins Ziel verteidigte.


Ergebnis Rüsselcross-Duahlon:

Frauen
1. Schulz, Jenny Skills 04 Frankfur 1:07:41h
2. Schmitt, Natascha Eintracht Frankfurt 1:09:46h
3. Nikolopoulos, Julia TV Bad Orb 1:14:37h

Männer
1. von Grot, Rudolf Skills 04 Frankfur 1:01:30h
2. Kiefer, Haimo Skills 04 Frankfur 1:01:56h
3. Rockoff, Daniel TSV Flöha 1848 1:02:45h
[…]
7. Nikolopoulos. Alexander TV Bad Orb 1:03:46h

Detailergebnisse Rüsselcross-Duathlon:
http://www.tg-tria-ruesselsheim.de/dateien/RuesselCross/Ergebnisse/rc_results_2011.pdf