V I S I O N K R A F T L E I D E N S C H A F T P U L S A T E M P O F R E U D E

Mittwoch, 10. August 2011

Ironman Regensburg – Schlechtzeit statt Bestzeit – von der Freude an Erlebnissen

von Adi -Kanone- Kohr






Eine Begegnung
Gestern bin ich nach einem erlebnisreichen Ironman-Wochenende in meinen Wohnort zurückgekehrt. Die Erlebnisse im Kopf ordnend, treffe ich meinen sportbegeisterten Nachbarn bei meinem Wahl-Italiener: „Kanone Kohr, wie wars?“, schreit er durch die schmalen Gassen der Baraborssastadt. Ich setze mich, bestelle ein Wasser und begrüße die Damen, die neben meinem Nachbarn sitzt – und die ich noch nie in meinem Leben gesehen habe. Nach einem kurzen Bericht über mein Abschneiden fragt die hübsche, schwarzhaarige Dame: „Läufst Du denn vor irgendetwas davon, Du machst so viel Sport?“
Plötzlich, die Zeit steht still, ich hole Luft und antworte in einem fünfminütigen Monolog über die Motive des Sportreibens, die sich weit über die des Sports ausweiten: „Reisen, Natur, Menschen... und schließe mit:“ Das Problem sind nicht die Verrückten, unser Problem sind die Normalen, die jeden Tag das gleiche machen, auf dem Sofa hocken und TV schauen“... „ich liebe es mir den Arsch aufzureißen für eine Sache, die sau viel Kohle kostet, aber im Grunde genommen nichts bringt.“ Sie ist bedeutungslos. Das ist ein Kennzeichen des Sports. Im weiteren Sinne ist der Sport das sicherlich nicht. Aber genau diese Bedeutungslosigkeit ist der Kern des Sports, diese Bedeutungslosigkeit schafft Freiheit. Auf dem Nachhauseweg, die Pizza war sehr lecker, frage ich mich, was mich denn so begeistert und mir so viel Freude bereitet hat an dem Wettkampf in Regensburg, obwohl ich die schlechteste Zeit meiner Ironmankarriere hingelegt habe.


Die Zeit als Gradmesser
Ich lasse nicht davon ab, es war toll. Toll. Toll. Weil die Zeit nur ein Gradmesser ist. Könnte man Freude messen und würde die Athleten und Athletinnen nicht nach der Zeit kategorisieren, sondern nach einem Maß der Freude, die die Athleten auf dem Weg vom Schwimmstart bis in das Ziel haben, das würde die ganze Reihenfolge durcheinander wirbeln. Bei der Siegerehrung würde es heißen: „Ironmansieger ist Walther Herbert. Er hatte mit 98 Freudigkeitshöhe die höchste Freundeskala am heutigen Tag.


Erlebnismenge
Ich drifte ab. Ein weiterer wichtiger Punkt, warum ich zufrieden bin mit meinem Wettkampf hängt mit der Erlebnismenge zusammen. Erlebnismenge ist die Menge an Erlebnisse und Eindrücken, die man an einem Tag hat. Am Wettkampftag geht das schon um 3:30 Uhr los. Niemals steht man mit so einer Energie und Freude auf – im ganzen Jahr nicht. Es geht weiter. Beim Schwimmstart entsteht so ein Gefühl der Gemeinsamkeit, wir alle wollen da durch heute. Friedlich bis kurz vor dem Startschuss. Dann wird ausgeteilt. Beim Schwimmen haut mir ein anderer Athlet mit der Faust auf die Brille. Egal, sage ich mir, das war keine Absicht, ich schwimme weiter und bin ganz ruhig. Nach ca. drei Kilometern denke ich: „das ist aber heute irgendwie ein langes Schwimmen, mir wird fast langweilig. 100m vor dem Schwimmausstieg sage ich mir: „Jetzt wird es spannend“. „ Wie schnell war ich denn?“ „War das gut“ „Logo, war das gut, Du hast einem, der dir aufs Auge gehauen hat, nichts angetan.“ Das gehört zum Triathlon dazu.

Als ich aus dem Wasser steige, ist da keine Uhr, so ein Mist und ich habe mich so auf die Zeit gefreut. Nun gut, auf dem Weg zu meinem Fahrrad höre ich dem Sprecher zu. Er sagt, die Schwimmer, die jetzt aus dem Wasser kommen, sind alles hervorragende Schwimmer, wir liegen gerade bei 58 Minuten. „Jaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaa“, sage ich mir. Das ist eine gute Zeit. Ich freue mich.


Das Radeln

Schon kurz vor der Einfahrt zum 10 km langen Anstieg erfahre ich schon wieder ein Erlebnis. Noch vor ein paar Wochen bin ich diesen Berg mit Joey mit kleinem Kettenblatt hochgefahren, das fand ich schon anstrengend. Jetzt bügele ich mit dickem Kettenblatt den Anstieg hoch. „Booaaaaaaaaaaaaaaaaahhhhhhh, macht das Spaß“, sage ich mir. Ja, und so geht das weiter, die ganzen 180 Kilometer. Ich schaue mir die Mode der anderen Athleten an, passt das Trikot zum Fahrrad? Ich erfreue mich an der Präsenz der Motorräder mit Kampfrichter. Wo Kampfrichter sind, ist vorne, sage ich mir. Ich bin weit vorne. Und ständig ein anderes Motorrad. Herrlich. Wir bügeln mit über 40 km/h über die Strecke. Es regnet, aber das ist mir so was von egal.





Ich merke es gar nicht. Nun gut, ab Kilometer 140 werde ich müde, ich habe ein Loch. Aber eine halbe Stunde später ist alles wieder beim Alten. Eine Änderung meines Wesens vollzieht sich. Alles ist wieder da. Energie und Spaß. Zwischen einem Hoch und einem Tief liegen gerade mal dreißig Minuten. Manche Depressionen dauern Jahrzehnte. Im Triathlon kannst Du das im Halbstundentakt haben. Herrlich, wieder ein Erlebnis. Zum Schluss bügeln meine Mitstreiter und ich nach Regensburg. Die Einfahrt macht Spaß, wir haben einen Affenzahn drauf, es fühlt sich gut an, und ich habe Energie.


Die Freude an der Wahrnehmung
Jawoll, ich will jetzt laufen und ich will die Schmerzen spüren: „Kohr, ich will mich fühlen auf der Laufstrecke, ich will den Schmerz“, sage ich zu mir. Als ich einfahre, sehe ich, da stehen genau 180 Räder. Gut, mich haben auch geschätzte 500 Leute auf der Radstrecke überholt. Schon bei Kilometer 1 merke ich: Shit, ich bin blockiert, da geht nix, keine Frequenz da, mein Magen zieht, mir ist schlecht, das wird kein leichter Marathon. Es geht bis Kilometer 23, dann krampft der Magen und ich muss im 9er Schnitt joggen, gegangen wird nicht. Man muss Laufen, das ist mein Motto. Laufen. Laufen. Laufen. Nicht Gehen. Gegangen wird bei der Leichtathletik, aber nicht im Triathlon. Ich muss Gymnastik machen auf der Straße, es hilft nichts. Scheiße, Scheiße, Scheiße. Jetzt bin ich genau dort, wo ich hinwollte, ich spüre Schmerzen. Ich fühle Schmerzen. Aber in einer Region, in der ich sie nicht haben wollte. Ich wollte Beinschmerzen, aber keine Magenschmerzen. Im Triathlon kann man sich das nicht aussuchen. Der Vorteil bei einem so geringen Tempo ist, man kann den kotzenden Athleten genau zusehen und abschätzen, ob sie jetzt Passionsfrucht oder vielleicht Berry-Riegel gegessen haben. Und die Töne, die Athleten beim Kotzen von sich geben! Enorm, was da alles rauskommt, wie laut das ist. Wieder ein Erlebnis. Und überall kommen Töne aus Löchern. Klasse. Im Triathlon haben die Leute keine Hemmungen. Es wird gekotzt, gepinkelt, gefurzt, sich eingesaut. Wieder herrlich.







Die Laufwende
Gut, ich kämpfe bis Kilometer 34 und beschließe mein 9er Tempo mal Testweise zu erhöhen. Plötzlich gehen die Schmerzen weg und ich sage mir, jetzt wird attackiert. Kohr beschleunigt auf 4:30 den Kilometer. „Es geeeeeeeeeeeeeeeeeeeehhhhhtttt wieder“, schreie ich und laufe dem Ziel freudig entgegen. Wieder so eine Wendung, ein Erlebnis denke ich. Es wird nicht langweilig beim Triathlon. Deswegen mag ich den Sport. Im Ziel erfreue ich mich an Salzstangen. „Nie mehr werde ich Süßes essen!“, schwöre ich mir, nur um eine halbe Stunde später drei Stück Kuchen zu vertilgen. Wieder ein Erlebnis. So, ich bin jetzt fertig mir meinen Ausführungen. Ich bin total happy mit meinen 11 Stunden, weil man auch mal die andere Seite des Triathlons kennen lernen muss. Die dunkle Seite der Macht. Da lauern unglaubliche Erlebnisse und Erfahrungen, darauf möchte ich nicht verzichten.


Dienstag, 2. August 2011

Montag, 25. Juli 2011

Ironman Germany: Julia Nikolopoulos Europameisterin, Alex Nikolopoulos Dritter

Jürgen Metzler mit solidem Rennen - Florian Brosch mit im Survivalmodus

Wie am Tag des Doppelerfolgs von Julia und Alexander Nikolopoulos beim Quarterman in Bruchköbel im Juni war es auch an diesem Wochenende wieder windig in Hessen. Besonders windig war es in der Wetterau, wo das Rad fahren des diesjährigen Ironman Germany, der Triathlon-Europameisterschaft über 3,8km schwimmen, 180km Rad fahren und 42,2km laufen, zum 10. Mal stattfand. Wind alleine hätte auch den weiteren Kurstädtern, Florian Brosch und Jürgen Metzler, nichts ausgemacht, starke Radfahrer sind die Kurstädter ja allesamt. Allerdings kamen diesmal noch Regen und Temperaturen nur um 14 Grad hinzu. Es war also kalt!



(Unsere Gladiatoren vom Sonntag)


„Warmer“ Auftakt
Der Langener Waldsee war mit 21 Grad noch der wärmste Ort des Tages und Jürgen Metzler hatte diese Übung als schnellster Orber in 1:01h hinter sich gebracht. Es folgten drei beziehungsweise vier Minuten dahinter Florian Brosch und Alexander Nikolopoulos, die mit ihrer Auftaktdisziplin nicht wirklich zufrieden waren. Im Rahmen ihrer Möglichkeiten blieb Julia Nikolopoulos, die wenig später (1:13h) aufs Rad wechseln konnte.

Kalte Radausfahrt
Auf dem Rad gab das auch als „Radmonster-WG aus der Brönnerstraße“ bekannte Duo Nikolopoulos dann Vollgas und sammelten Konkurrent um Konkurrent ein. Schon zur Hälfte der 180 Radkilometer hatte Julia die Führung, Alexander Platz zwei in der Altersklasse erobert. Mit den Windgeschwindigkeiten von um 40km/h und dem einsetzendem Regen hingegen hatte Florian Brosch erheblich mehr Probleme. Sein Motor lief zu keiner Zeit auf dem Rad richtig warm. Jürgen Metzler dagegen lieferte in der Windigen Wetterau eine solide Leistung ab und ging mit einigen Reserven auf die Laufstrecke. Die aber erreichte mit der schnellsten Radzeit aller Amateure (4:44h) Alexander Nikolopoulos als erster des Kurstadt-Quartetts. Gefolgt wurde er von Brosch, der in 5:05h noch in Schlagdistanz zu einem Qualifikationsplatz für die Ironman-WM auf Hawaii lag.




(Alex auf dem Rad)


Ebenfalls eine großartige Radleistung lieferte Julia Nikolopoulos ab. Sie benötigte für die 180 Kilometer nur 5:15h. Damit blieben die Radbestzeiten der Amateure in ein und dem-selben Haushalt, denn keine Amateurin war auf dem Rad schneller als Julia Nikolopoulos. Den Abschluss der Orber Radausfahrt bildete die Einfahrt von Jürgen Metzler am Mainkai. dessen Aufholjagd sollte aber gleich per Pedes folgen.


Heiße Sohlen und kalte Muskeln auf der Laufstrecke

Unter den Top 20 nahm Alexander Nikolopoulos den abschließenden Marathon in Angriff. Mit für ihn typisch langgezogenen Schritten stapfte er unaufhaltsam auf das Podest seiner Altersklasse zu. Gebremst nur durch einen unvermeidlichen Toilettenstopp bei der Hälfte des Marathons musste er lediglich einen Konkurrenten passieren lassen und kam so in 9:12h auf den dritten Rang der Altersklasse 35. Bei dieser Leistung konnte es sich Alexander sogar leisten, der Gesamtsiegerin des Damenrennens, auf die er kurz vor dem Ziel ausgelaufen war, galant den Vortritt zu lassen.

Für Florian Brosch, der darauf gesetzt hatte, dass der von der Kälte verspannte Rücken und die eingefrorenen Füße vielleicht noch auf der Laufstrecke auftauen würden, sollte es hingegen ein ganz harter Tag werden. Zu keinem Zeitpunkt konnte er beim Laufen zur Normalform finden.



(Florian Brosch im Tunnel)

Dass er den Marathon trotz Wind und Regen noch in 3:29h absolvierte, war allein seinem unbändigen Durchhaltewillen zu verdanken. Schon auf der ersten von vier Laufrunden hatte Brosch auf keinerlei Ansprache von außen mehr reagiert. Trotzdem konnte sich Brosch in einer Endzeit von 9:45h als 17. ganz weit vorn in seiner Altersklasse 25-29 platzieren.

Jürgen Metzler dagegen lief sich am Main erst so richtig warm. Von Kilometer zu Kilometer sah er lockerer aus und machte zu Fuß das, was Alexander und Julia auf dem Rad gemacht hatten: mehr als 200 Konkurrenten überholen.



(Jürgen, fliegend)


Fast schon wie ein Uhrwerk spulte er jeden Kilometer in 4:50min und den gesamten Marathon in 3:24h ab. So stand am Ende für ihn der 38. Platz in der Altersklasse 35 zu Buche.

So richtig kurz aber läßt sich das, was sich in der Altersklasse W 35 am Main abspielte nicht schildern: Mit von außen locker anmutendem Schritt flog Julia Nikolopoulos mit Rü-ckenwind förmlich die ersten Kilometer mainaufwärts. Der geneigte Zuschauer hätte vermuten können, dass das hier laufende Projekt „Marathon in 3:30h“ auf dem Rückweg gegen den Wind mainabwärts scheitern könnte. Aber nichts dergleichen geschah.


(Julia beim Schlussprint)


Ähnlich präzise wie Jürgen Metzler hakte Julia Nikolopoulos jeden Kilometer in gleichbleibendem Tempo ab. Und das nur jeweils zehn Sekunden langsamer als ihr männlicher Teamkollege. Nach der Hälfte des Marathons sah sie immer noch fit aus, erst auf der dritten von vier Runden konnte man ein wenig Ermüdung in ihren Augen sehen. Anders aber als vor Jahresfrist, da hatte sie bei Temperaturen um 30 Grad schon früh das Tempo erheblich drosseln müssen, war am vergangenen Sonntag Julia-Wetter. Mit einer Marathonzeit von 3:31h stellte sie am Ende neben der schon erwähnten Radbestzeit der Amateurinnen auch deren drittbeste Laufzeit aufgestellt und lief mit mehr als einer halben Stunde Vorsprung als erste und damit als Europameisterin der ihrer Altersklasse auf dem Römerberg ein.

Next Stop: Hawaii
Mit dieser Leistung haben Alexander und Julia selbstredend auch das Ticket für die Teilnahme an der Ironman-WM im Oktober auf Hawaii gelöst. Dort werden Kurstädter Triathleten, von denen Tim Stutzer das Ticket bereits in der Tasche hat, zumindest mit einem Trio antreten. Nachziehen allerdings kann immer noch Adi Kohr, der am übernächsten Wochenende sein Quali-Glück beim Ironman Regensburg sucht.


Ergebnisse Ironman Germany 2011
Frauen
1. Steffen, Caroline 9:12:13h (49:16 - 4:51 - 3:27)
2. Zelenkova, Lucie (RSA) 9:13:4h (47:59 - 5:06 - 3:15)
3. Tajsich, Sonja (GER) 09:14:14h (58:34 - 5:05 - 3:04)
[…]
14. (1. W35) Julia Nikolopoulos TV Bad Orb 10:06:23h (1:13 - 05:15 - 3:31)

Männer
1. Al-Sultan, Faris 8:13:50h (46:05 - 4:26 - 2:57)
2. Raphael, Jan 8:19:31 (48:12 - 4:38 2:49)
3. Göhner, Michael 8:20:26 (50:08 - 4:38 - 2:47)
[…]
34. (3. M35) Nikolopoulos, Alexander TV Bad Orb 9:12:16h (1:05 - 4:44 - 3:15)
155. (17. M25) Brosch, Florian TV Bad Orb 9:45:44 (1:04 - 5:05 - 3:29)
225. (38. M35) Metzler, Jürgen TV Bad Orb 9:50:21h - (1:01 - 5:18 - 3:24)

Detailergebnisse:
http://ironman.de/dokumente/ergebnisse_IMEU_2011.pdf

Dienstag, 19. Juli 2011

IM Germany 2011 - Im Quintett nach Kona?

Sie wollen nachziehen!

Einer aus dem Team hat das begehrte Ticket für die Ironman-WM auf Hawaii schon in der Tasche, am kommenden Wochenende will das Quartett Jürgen Metzler, Florian Brosch, Julia & Alex Nokolopoulos beim Ironman Germany, "nachlösen". Alle Viere sind körperlich und geistig fit, das Rennen kann kommen.

Viel Erfolg!

Dass Bad Orb um die Ecke von Frankfurt liegt, hat offensichtlich schon Fans des Quartetts an den Main gelockt. Anders läßt sich dieses Fundstück, kaum erklären.

Montag, 18. Juli 2011

Citytriathlon Hamburg - Athletenbericht Jörn Gabler

Fischbrötchen oder Hamburg?






Dann doch lieber Pasta! Diese Frage stellte sich am Vortag des Sprintrennes in der schönen Hansestadt Hamburg. Aber erstmal der Reihe nach.
Vergangene Woche bekam ich von den Jungs von Zoggs/ 2xu (Filser- Sportmarketing) den Startplatz für das Sprintrennen des Hamburg City Triathlons angeboten. Klar, dass ich da nicht nein sagte. Ich vergaß dabei nur, dass auch die Hinfahrt wie auch eine Unterkunft organsiert werden musste. Naja das erledigte ich dann noch spontan am Dienstag.
Nachdem ich Donnerstagabend noch mehr schlecht als recht mein Seminar- Sitzung beendet hatte, ging es zum nächst besten Junk-Food- Tempel meines Vertrauens, denn hochwertiges Essen ist essentiell für gute Leistungen im Sport. Und dann ging es ins Bett, weil es zum Studenten untypischen Zeiten mit dem Zug nach Hamburg ging.
Nach dem Einchecken im Hotel fuhr ich mit der U-Bahn zum Jungfernstieg, an dem die Triathlon- Messe statt finden sollten, um Anton von 2xu zu treffen um meine Nachmeldeunterlagen zu erhalten. Nachdem dies alles reibungslos abgelaufen war und ich mir sogar noch eine Startwelle aussuchen durfte, schnürte ich mir die Laufschuhe um mich mit der Laufstrecke vertraut zu machen- ein flacher Wendepunktkurs mit zahlreichen Ecken und Kurven war mein Fazit. Mit meinem Focus Izalco Crono Bike wollte ich im Anschluss noch die Radstrecke anschauen, leider musste die Fahrt aufgrund des hohen Verkehrsaufkommens doch etwas verkürzen und beließ es auf ein paar wenige Sprints. Nach dem kurzen Training stellte sich für mich die Frage der Nahrungsaufnahme: Fischbrötchen oder Hamburg? „Ähm dann doch Pasta…!“
Am nächsten Morgen, ich hatte am Vorabend alles fürs Rennen präpariert, musste ich feststellen, dass meine Startnummern, Chip und die Nummeraufkleber nicht zueinander passten. Mal war es die Startnummer 5583 und dann wieder 5584. Also musste ich noch einmal zur Akkreditierung, nach einer gefühlten Ewigkeit konnte das Problem gelöst werden und ich konnte zum Einchecken gehen. Allerdings war bis dahin mein an sich groß zügig bemessenes Zeitbudget fast aufgebraucht, so dass ich gerade noch so meine Wechselzone einrichten konnte (meine Güte ich habe noch NIE so eine riesen Wechselzone gesehen), und zum Schwimmstart rennen musste (dann war ich auch warm ), schnell zog ich meinen Neopren- Anzug noch an, sprang in das kühle Nass machte noch einige wenige Schwimmzüge und dann ging es los.
Vom Start ab lag ich gut in meiner Startgruppe im Wasser bis zur Wendepunktboje auf Platz eins oder zwei. Als ich einen Schwinger von meinem Nebenmann bekam und ich kurz schwarz sah (könnte natürlich auch an der trüben Alster gelegen haben), ging die erste Disziplin problemlos weiter. Ab da lag ich auf Position zwei dieser Startgruppe. Diesen Platz konnte ich dann auch bis zur Wechselzone verteidigen. In der ein Kilometer langen Wechselzone konnte ich dann meine Laufstärke ausspielen und mich auf Position eins (meiner Startgruppe) vorschieben. Dann ging es zu meiner vermeidlich schlechtesten Disziplin dem Rad fahren. Am Donnerstag zuvor hatte ich noch einmal einige Intervalle auf dem Rad gemacht. Und genau dieses Tempo schlug ich dann auch auf meiner Maschine an. Kilometer um Kilometer sammelte ich Starter aus den früheren Startgruppen ein und wunderte mich, dass von hinten niemand kommt. Nachdem die Verwunderung etwas entschwunden war, dachte ich mir, dass ich vielleicht zu schnell fahren würde. Aber nachdem nach ein bis zwei Kilometer wieder nichts passiert, entscheid ich mich für Kopf einziehen und treten bis Laktat in die Bein schießt oder ich k****.
Bis zur Wechselzone hatte ich dann einen 40ziger Schnitt gefahren. Fast wäre das auch, das Ende des Rennens gewesen als ein Teilnehmer aus einer anderen Startwelle direkt vor mir am Eingang der Wechselzonen stehen blieb.Wäre ich nicht just in diesem Moment vom Rad gesprungen, hätte ich einen Salto über den Lenker abfangen müssen. Aber so ging es glimpflich aus und ich konnte wechseln.
Das Laufen ging leicht von der Hand, oder besser gesagt leicht von den Beinen. Zwar sammelte ich beim Laufen weiter Athleten ein, allerdings wartete ich immer noch darauf, dass jemand von hinten anrauschen würde. Aber das passierte nicht. So erreichte ich in 1:06:22 das Ziel. Bis dahin wusste ich nicht welchen Platz ich belegt habe und rechnete mit einem unter den ersten Zwanzig aus.
Am frühen Abend lief ich an den Rennaushängen vorbei und überflog die ersten Seite von unten nach oben nach meinem Ergebnis. Nichts, gar nichts war zu lesen, dachte ich, und las auf dem zweiten Zettel nach- auch nichts. „So ein sch***“ dachte ich mir und studierte nun den ersten Zettel noch einmal genauer und siehe da: Ich hatte den 2 Platz overall erreicht. Und noch etwas mehr Freude ich mich darüber, dass ich in meiner vermeidlich schlechtesten Disziplin, dem Radfahren, den drittschnellsten Split des Tages erbracht habe.

Sonntag, 17. Juli 2011

Jörn Gabler Zweiter beim Hamburg City Triathlon


3500 Athleten waren dabei, gestern beim Sprintrennen im Rahmen des Hamburger Citytriathlons und Jörn kam als Gesamt-Zweiter an.

Reeeespekt!

Detailergebnisse: http://www.hamburg-triathlon.org/images/stories/agegroup/pdf/2011/sprint_gender.pdf

Montag, 4. Juli 2011

Jürgen Metzler erkämpft Podium bei den hessischen Kurzdistanzmeisterschaften

Die Wettbewerbe der hessischen Meisterschaften fangen an, Jürgen Metzler vom Team Spessartchallenge des TV Bad Orb besondere Freude zu bereiten. Nicht nur, weil dies wunderbar spannende Wettkampfformate des Triathlon sind. Viel mehr erreichte Metzler bereits vor zwei Wochen bei den Hessenmeisterschaften über die Mitteldistanz den Titel des Vize-Hessenmeisters der Altersklassenwertung. Nun gesellt sich noch der "bronzene" Rang bei den hessischen Meisterschaften über die Kurzdistanz hinzu. Der Wettkampf im nordhessischen Kassel startete mit einem 1500m Schwimmen, für das Metzler 23:30min benötigte. Dies brachte ihn in eine gute Ausgangssituation für die fogenden Disziplinen. Die 37km lange und überdies anspruchsvolle Radstrecke war nach 1:07 Stunden gemeistert. Es folgte ein 10km-Lauf in den Fuldaauen, den der Orber nach 38:09min hinter sich brachte. Nach 2:11 Stunden war Metzler als 15. der Gesamtwertung im Ziel und holte mit dieser Zeit die Bronzemedaille seiner Altersklasse. Mehr als zufrieden schloss der Orber Triatlet mit diesem Erfolg seine Vorbereitungsrennen für den Frankfurter Ironman ab und blickt zuversichtlich in Richtung Saisonhöhepunkt.

Sonntag, 3. Juli 2011

Fünfter Sieg in Folge: Kanone Kohr siegt in Bad König



Zum fünften Mal in Folge gewinnt Adi Kohr den Sprinttriathlon in Bad König. Über die Strecken von 500m Schwimmen, 23 km Radfahren und 5 km Laufen konnte der langjährige Konkurrent Tim Koch vom VfL Michelstadt auch dieses Jahr nicht mithalten. Mit Streckenrekord von 1:06:17 Std. distanzierte Kohr den Odenwälder um mehr als eine Minute. „Obwohl ich einige Tage vor dem Wettkampf hart trainiert habe, ist es mir gelungen, meine Streckenbestzeit aus dem Jahr 2008 noch mal zu unterbieten. Das Training für meinen Saisonhöhepunkt ‚Ironman Regensburg’ schlägt an. „ Ich hoffe, dass endlich Timo Bracht am Wettkampf im nächsten Jahr teilnimmt. Timo wohnt ja nur ein paar Kilometer entfernt in Eberbach am Neckar - damit ein weiterer großer Namen des Triathlonsports in den Siegerlisten des Kinnischen Triahtlons in Bad König steht, “ kommentiert Kohr seine Visionen mit einem Lächeln.

Sonntag, 19. Juni 2011

Sturm über Hessen, Teil 2 Regionalliga: Team Spessartchallenge belegt Platz 4

Zufriedenes Gruppenbild mit Dame v.l.n.r.: Adi Kohr, Florian Brosch, Jörn Gabler, Tim Stutzer Julia & Alexander Nikolopoulos)


Beim zweiten Rennen der Triathlon-Regionalliga wir uns am vergangenen Samstag in Waldeck am Edersee den vierten Rang. Nach Platz sechs beim Auftakt in Fritzlar Ende Mai nähern wir uns unaufhaltsam ;) der ersten Treppchenplatzierung in Deutschlands dritthöchster Triathlonliga. Geschlagen geben mussten wir uns diesmal nur den Teams aus Marpingen, der Frankfurter Eintracht und der RAG Montabaur geschlagen geben.

Angeführt von den hervorragenden Leistungen von Alexander Nikolopoulos und Florian Brosch auf den Plätzen 8 und 9 der Tageswertung begann das Rennen wie zumeist erst nach eher gemächlichem Schwimmauftakt. Einzig Jörn Gabler konnte sich im Edersee als 20. in der Auftaktdisziplin in der ersten Hälfte des Starterfeldes halten. Dicht gefolgt von Adi Kohr (26.) nahm Jörn den sehr windigen Radteil des Rennens in Angriff. Auf dem Rad konnten insbesondere bei den widrigen Bedingungen - Windböen um 80 Stundenkilometer wurden am Renntag gemessen – Alex und Tim Stutzer ihre Radstärke ausspielen. Sie machten sich nach den Plätzen 37 und 33 beim Schwimmen daran, einen nach dem anderen Konkurrenten einzusammeln. Am Ende der Radstrecke über 44km stand für Alex mit 1:17:58h die Tagesbestzeit auf dem Rad (für wen auch sonst?) zu Buche. So nahm er den abschließenden Lauf über 10 Kilometer auf Platz 8 in Angriff. Tim, der nur eine Minute mehr für die Radstrecke benötigt hatte, wechselte einen Rang hinter Alex in die Laufschuhe. Zweieinhalb Minuten hinter Tim wiederum machte sich Florian als 25. daran, beim Laufen, seiner Paradedisziplin, noch in die Top 10 vorzustoßen. Auch Jörn lag nach dem Rad fahren weiter im Mittelfeld und drehte beim laufen ordentlich auf. Adi dagegen konnte, in der Regionalliga werden die Zeiten der ersten vier Starter für die Tageswertung addiert, konnte den abschließenden Lauf locker angehen lassen, nachdem klar war, dass die vier vor ihm liegenden Mannschaftskollegen nicht auf dem Rad vom Defektteufel heimgesucht worden waren. Adi ließ den Tag also mit einem lockeren Läufchen über 10 Kilometer ausklingen.

Ganz anders dagegen Florian. Er lieferte mit 35:32min die zweitschnellste Laufzeit des Tages ab und schob sich so in 2:24:29h auf Tagesplatz 9. Fast hätte er dabei noch Alex eingeholt, der nur knapp 20 Sekunden vor Florian als Achter das Ziel erreichte. Hinter unseren beiden Assen verlor Tim nach gutem Rad fahren auf der Laufstrecke schnell an Boden und wurde mit einer nicht wirklich ansprechenden Laufzeit von knapp 41min noch bis auf Tagesplatz 23 durchgereicht. Ähnlich wie Alex zuvor, wäre auch Tim dabei noch fast von einem Teamkollegen eingeholt worden: Jörn, der mehr als drei Minuten nach Stutzer die Laufschuhe geschnürt hatte, kam bis auf eine halbe Minute an Stutzer heran und belegte in 2:27:32h Rang 25.

Bilder: https://picasaweb.google.com/alexander.nikolopoulos/2011Waldeck

Ergebnisse Regionalliga # 2 – Waldeck/Edersee:

1. LTF Marpingen 9:25:20h

2. Eintracht Frankfurt 9:35:49h

3. RSG Montabaur 9:36:26h

4. TV Bad Orb TEAM SPESSARTCHALLENGE 9:44:08h

Deteilergebnisse: http://www.triathlon-waldeck.de/index.php/triathlon/ergebnislisten/

Sturm über Hessen, Teil 3: Zweifacher Hattrick beim Quarterman-Triathlon durch Julia und Alexander Nikolopoulos




Man kennt sich unter den Triathleten im Rhein-Main-Gebiet. Und besonders gut kennt man auch die Veranstalter eines Triathlons, wenn man diesen in den vergangenen beiden Jahren hat gewinnen können. Noch besser bleibt man in Erinnerung, wenn man das im Doppelpack als Ehepaar tut. Und so war klar, dass Julia und Alexander Nikolopoulos auch 2011 wieder am Quarterman in Bruchköbel teilnehmen würden.



Und die Karten für eine Titelverteidigung standen gut. Das Wetter passte, es war windig. Alexander hatte sich schon tags zuvor am Edersee an die böigen Winde von Sturmtief Emil gewöhnen können. Julia, die das Regionalligateam des TV Bad Orb nach Nordhessen Reporterin begleitet hatte, wusste ebenfalls, dass beim Quarterman in Bruchköbel zugig werden würde. Wind aber spielt beiden eigentlich immer in die Karten, da sie als starke Radfahrer dann so richtig ihre Trumpfkarte ausspielen können. Und auftrumpfen wollten beide in Bruchköbel, denn sie hatten ja beide ihre Titel zu verteidigen.



Julia hatte dabei das vermeintlich beste Blatt, denn sie konnte erholt in das Rennen gehen. Alexander hingegen zweifelte etwas, denn das Ligarennen in Waldeck am Tag zuvor hatte schon einige Körner gekostet. Andererseits hatte auch Alexanders vermutlich schärfster Konkurrent Christian Mokros ebenfalls am Vortag schon ein Rennen bestritten und das sogar über die halbe Ironman-Distanz.




Also gingen beide daran, das schon fast gewohnte Programm abzuspulen: Im Becken den Rückstand in Grenzen halten, auf dem Rad Vollgas und dann den Vorsprung beim laufen verteidigen. Das funktionierte besonders für Julia sehr gut: Die 950 Schwimmmeter absolvierte sie solide und auf der 45 Kilometer langen Radstrecke setzte sie sich früh an die Spitze. Bis zum Ende der Radstrecke hatte sie ihren Vorsprung auf die Zweitplatzierte auf mehr als zehn Minuten ausgebaut.



Nicht ganz so imposant aber dennoch beruhigend war Alexanders Vorsprung nach einer Radbestzeit von 1:07h für die 45km. Seine beiden härtesten Konkurrenten Peter Schneider (Maintal) und Christian Mokros (DSW Darmstadt) erreichten mehr als drei Minuten nach ihm den zweiten Wechsel. Julia konnte so auf den abschließenden 10,5km sogar noch ein paar Körner für kommende Aufgaben wie die Qualifikation für die Ironman-Weltmeisterschaft Ende Juli beim Ironman in Frankfurt sparen. Alexander dagegen konnte sich seines Sieges erst sicher sein, als er auch zur Hälfte der Laufstrecke noch mehr als dreieinhalb Minuten Vorsprung auf den Zweitplatzierten hatte.



Damit gab es auch im dritten Jahr das gewohnte Bild ganz oben auf dem Podest beim Quarterman in Bruchköbel: Nikolopoulos neben Nikolopoulos.







Ergebnis Quarterman Bruchköbel 2011:

Frauen:
1. Nikolopoulos, Julia TV Bad Orb 2:20:42
2. Volz, Verena Tri ATZ-RheinMain 2:31:01
3. Bauer, Diana OPTIMUM-Bruchköbel 2:36:43


Männer:
1. Nikolopoulos, Alexander TV Bad Orb 2:05:15
2.Mokros, Christian DSW 1912 Darmstadt 2:09:13
3. Schneider, Peter OPTIMUM-Bruchköbel 2:10:40

Detailergebnisse Quarterman Bruchköbel:
http://www.quarterman-germany.de/index.php

Sturm über Hessen, Teil 1: Jürgen Metzler wird Hessischer Vizemeister über die Halbdistanz beim Morettriathlon

"Der „schwerste“ Moret für die Teilnehmer", titelte der Veranstalter des 27. Morettriathlons bereits im Vorlfed der Triathlon Mitteldistanz und dem Austragungsort der hessischen Meisterschaften über dieses Wettkampfformat am 18.06.2011 in Münster bei Dieburg. Durch behördliche Auflagen mussten die Teilnehmer in diesem Jahr - sowohl beim Radfahren, als auch beim Laufen - mehr Strecke zurücklegen. Somit ergaben sich alles in allem 2000m Schwimmen, 91km Radfahren und 21,8km Laufen. Der böige Wind verwandelte nicht nur den See bei Babenhausen zu einem mit ordentlichem Wellengang, sondern sorgte auch auf der Radstrecke - vor allem bei den Abfahrten auf der Strecke durch den nördlichen Odenwald - für schwierigste Bedingungen.Trotz dieser Voraussetzungen katapultierte sich Jürgen Metzler vom Team Spessartchallenge des TV BAD ORB auf den 14. Gesamtrang und wurde damit Vize-Hessenmeister in der Altersklassenwertung. Dies gelang mit einer sehr guten Schwimmleistung. Für die 2000m benötigte Metzler 31:53min und hatte so - auf Rang 17 liegend - schon Kontakt zum vorderen Feld. Auf dem Rad folgte ein harter Kampf. Mit etwas über 30km/h versuchte der Orber nicht zu viel an Boden auf der Radstrecke, die mit 1300 Höhenmeter alles andere als einfach war, zu verlieren. Als 33. Athlet legte Metzler dann in seiner Paradedisziplin, dem Laufen, auf der mit 21,8km etwas verlängerten Halbmarathonstrecke richtig los. Mit der 9. besten Laufzeit des Tages konnte er etliche Athleten wieder einfangen und und sicherte sich so nach der Bronzemedaille an gleicher Stelle im vergangenen Jahr dieses Mal den Titel des Vize-Hessenmeisters in seiner Altersklasse. Mit diesem starken Formtest blickt Metlzer zuversichtlich in Richtung Saisonhöhepunkt beim Frankfurter Ironman am 24. Juli.


Detailergebnisse:
http://www.mikatiming.de/cms_data/hm_gender_1db6cf56.pdf

Dienstag, 7. Juni 2011

10. Platz für Jürgen Metzler bei Triathlonpremiere in Büdingen

Wieder ein neuer Triathlon, sie schießen in Rhein-Main wie Pilze aus dem Boden. Und wieder war einer von uns dabei. Wieder sehr gut, wieder Top10. Mit nur knapp vier Minuten Rückstand auf den Sieger belegte Vielstarter Jürgen Metzler beim 1. Sparkassen Charity Triathlon Büdingen (der Name ist ja fast so lang die Jobbeschreibungen in Werbeagenturen) den 10. Platz. Nach 9:15min hatte Metzler die 550m im Büdinger Freibad hinter sich gebracht. Danach ging es in 32:48min über die 20km lange Radstrecke, die gleich zweimal den garstigen Anstieg nach Rinderbügen in sich hatte. Im Laufen musste Metzler alle Trümpfe ziehen und sich sputen, immerhin drohten diverse Gelnhäuser Bekannte, ihm eine vordere Platzierung streitig zu machen. Nach 18:50min waren dann auch die 5km durch die Büdingen Altstadt erledigt und es stand eine Zeit von 1:03:44min als Endwertung. Zwar musste er mit Michael Lik, Alexander Hufnagel, Patrick Röll und Egmont Pietruschka gleich vier Konkurrenten vom SV Gelnhausen dne Vortritt lassen, trotzdem konnte Jürgen mit seiner Leistung zufrieden sein.

Ergebnisse 1. Triathlon Büdingen:

1. STOLZ, Florian (SCC Berlin Triathlon) 00:59:42
2. LIK, Michael (SV Gelnhausen) 01:00:02
3. SCHLEINITZ, Mirco (Darmstadt) 01:01:21
10. METZLER, Jürgen (TV BAD ORB) 01:03:44

Detailergebnisse: http://www.triathlon-buedingen.de/news-leser/items/Ergebnisse.html

Montag, 6. Juni 2011

Ironman Lanzarote - Athletenbericht Jörg Treffler





Der Start:
Es war sechs Uhr am Morgen und ich hatte fein meine ganzen Beutel gepackt und hoffte an alles gedacht zu haben. In der Wechselzone überprüfte ich das Rad, befestigte meine Flaschen und machte mich relativ locker an den Strand von Puerto del Carmen. Auch da war alles ok und es konnte losgehen.

Also Neo an, welches besser verlief als gedacht, hatte ich wohl doch noch ein wenig abgenommen? Die gute Garmin noch einschalten und los könnte es gehen. Schwups die Wups hatte ich die Tastensperre in der Uhr aktiviert. Nicht das ich die Uhr gebraucht hätte, das Rennen wäre auch ohne Uhr möglich gewesen, doch bin ich so einer bei dem seine Vorstellungen die er so hat auch umgesetzt werden sollten. Ich wusste das die Tastensperre mit Mode+Taste hoch eingeschaltet wird und war mir sicher das sie so auch ausgeschaltet wird. Aber die Sperre wollte nicht raus gehen. Auf einmal fing die Hektik an. Für eine Sache die doch echt total egal ist. Ich fahre nicht nach Puls oder nach Zeit sondern echt nur nach Gefühl aber in mir kochte es. Ein jeden der mit so einer Uhr an mir vorbei lief hielt ich an und befragte ihn. Um so mehr es nicht wussten, um so mehr wollte ich die kleine Welt nicht mehr verstehen. Ging doch alles soweit gut und nun so etwas?? Wie sollte das nur weiter gehen wenn es schon an dem einschalten einer Uhr liegt.
Aber ein Glück hatte ein Franzose die Lösung. GLEICHZEITIG die beiden Tasten GLEICHZEITIG. Nun gut alles war wieder OK und der Start war in Sicht. Da ich nicht wusste wie ich das mit dem Salzwasser vertragen würde und wie sich das Salz auf den Lippen verhält schmierte ich mir fast ein halben Labello auf die Lippen. Das Bild welches mir nach dem Rennen zum kaufen angeboten wurde war echt der Lacher. Also geschminkt wie ein Clown in der Manage, ging ich nach ganz rechts, so ca in die Mitte des Startfeldes.

Das Schwimmen:
Auf einmal lief alles los als wäre der Teufel hinter ihnen her. Da muss eben der Start gewesen sein. Also lief ich mit und stürzte mich in das Meer.
Die ersten Züge waren nicht so wie sie sein sollten. Durch den Wellengang legte der Arm nicht da auf wo er normal sich aufgelegt hätte. Nach ca. 20Meter ging es aber doch recht gut. Von meiner Rippe, die ich mir vor 5 Wochen gebrochen hatte, war nix, rein gar nix zu spüren. Ich schreibe es dem Neo zu da beim Schlafen die gute Rippe doch noch zwickte. So folgte ein Armschlag den anderen und ich schwamm schön rechts vom Feld meine Bahnen.
Ich wusste zu keinen Zeitpunkt wo ich war und wie viel ich noch schwimmen musste. Ich dachte mir nur “Solange das Feld noch neben mir ist kann ich nicht falsch sein“.
Der Landgang war erreicht und mir klopfte ein Teilnehmer auf die Schulter und meinte „Thanks for the great job“. Ich schaute auf die Uhr die aufgestellt war und sah eine Zeit von 34Minuten. Nun die Traumzeit von unter 01:05 konnte ich nicht erreichen das war mir nun klar. Dieses war aber auch nicht mein Ziel sondern ein Traum. Das Ziel beim Schwimmen war, zusehen das die Rippe hält, ja keine Prügel einzustecken so das, dass Rennen eventuell gelaufen ist und schauen was ich erreichen kann.
Dieses wusste ich nach der zweiten Runde die ebenfalls sehr ruhig verlief. Es ist schon klasse wie klar das Wasser ist und das man beim Schwimmen die Taucher und Fische sehen kann, ein echtes Erlebnis für sich.

T1:
Die Endzeit beim schwimmen war 01:11:24 und ich bin total zufrieden im Wechselzelt angekommen. Es an das umziehen, ich beschloss nach einer Radrunde hier auf Lanzarote mich komplett umzuziehen. Da der raue Asphalt hier alles anders als das ist was man mit einer dünn gefütterten Triathlonhose fahren sollte. Der Wechsel ging auch reibungslos und eine Helferin rieb mich mit Sonnenmilch ein. An dem Rad angekommen, welches gefühlte 1000Meter weg stand, schob ich es noch mal gefühlte 1000Meter aus der Wechselzone raus. Diese langen Strecken in der Wechselzone und das komplette umziehen sollten auch die lange Wechselzeit von 00:09:07 erklären.

Rad:
Nun durfte ich endlich kurbeln, mir gefiel es auf dem Rad und ich wollte losfahren wie ein großer. Doch viel Bekannte, Freund und ich mir selber, sagten vor dem Start, dass ich ja nicht über-zocken sollte und das ganze Ding ruhig angehen soll. Ok also fahren wir uns erst mal ein und schauen mal was so passiert. Die ersten 32 Kilometer bin ich unter anderem vorab schon mal abgefahren und ich sah nix hartes an diesem Stück. Als ich nach El Golfo vorab mal geradelt bin hatte ich sogar Rückenwind. So sollte es auch heute am Wettkampftag sein. Somit waren die ersten 30KM echt feine Kilometer und mit dem Rückenwind kam auch richtig Tempo auf. Es machte Spaß dahin zu segeln und ich genoss diese Fahrt, bis auf einmal mich ein anderer Teilnehmer um ein Haar von der Straße befördert hätte. Er überholte mich in einer Linkskurve als ich gerade überholte. Da wir den Mittelstreifen nicht überqueren durften, DSQ drohte, fuhr er zu nah an mich ran und wir toggelten mit unseren Rädern beide kurz über die Straße. Ich frage mich in solchen Fällen immer was so ein Gedrängel bringen soll. Nun ja wir fingen uns wieder, er fragte kurz nach ob alles in Ordnung sei und weiter ging die Fahrt. Klar ist natürlich wo Rückenwind aufkommt ist der Gegenwind nicht weit und die Feuerberge waren auch vor uns. So sollte es die nächsten 25 KM mal etwas härter zugehen.





An dem Anstieg der Feuerberge angekommen fühlte ich mich noch genau so gut wie beim Start. Mein Gedanke war das ich nun ja eingefahren bin und nun mal etwas mehr Druck machen könnte gerade jetzt würde es gut kommen. Das wellige, stetige bergauf, empfand ich als gerade richtig für einen härteren Antritt. Doch es gab Streckenabschnitte die ich nicht kannte und Tim’s „bütte bütte net überzocken“ hörte ich aus den Feuerbergen.
Also weiter mit der allbekannten Belastung. Schau einer da, stand so 2 KM vor dem Ende des Feuerbergs eine bekannte und bimmelte mit ihrer Glocke. Fein, mitten auf der Insel ein bekanntes Gesicht zu sehen. Der Wind sollte aber heftiger werden und von Windstärke 4 ging es nun langsam aber sicher auf Windstärke 5 ( 35km/h ). Es ist schon heftig gegen den Wind zu kurbeln doch kam ich mir da vor wie beim Radeln nach dem Wiedereinstieg. Nicht nachdenken, nicht schimpfen einfach nur kurbeln und immer weiter kurbeln. Was mir sehr große Probleme machte war der Seitenwind und die Böen die es zu Meistern gab. Ich empfand sie als sehr heftig und auch schon Grenzwertig was die Gefahr betrifft.
Nun gut ich bin hier ja nicht auf einem Kindergeburtstag und so muss ich auch dagegen halten. Ich erinnerte mich aber auch an andere Ratschläge die meine Verpflegung angehen. Hatte ich mir extra 4 Riegel und 2 Gels in mein Trikot gesteckt und auf einer der bis jetzt 3 Verpflegungsstellen noch ein Riegel ergattert, hatte ich von dem allen noch nix gegessen. Wobei ich die PowerBar-Blöre immer fein leer getrunken habe die ich an den Stationen bekommen habe.
In La Santa wollte ich mal wieder ein Schluck trinken. Ein Griff ins leere zeigte mir schnell auf das meine Flasche bei einem dieser Speed-Limit-Hüppel liegen müsste. Komisch echt komisch sobald etwas nicht so ist wie es sein sollte fängt im Kopf etwas an, hin und her zu wandern wie verrückt. Ich beruhigte mich damit das ich doch wohl mal lieber was essen sollte als mich darüber zu mokieren das ich eine Flasche verloren habe. Wobei ich noch eine zweite hatte.
An der 4 Station angekommen griff ich mir sofort eine Flasche und einen halben PowerBar. Flasche in den Halter, Bar in die Hand. Danach eine weitere Flache die ich halb leer getrunken habe, gleich weg damit. Man was lagen an den Stationen die Flaschen rum, wobei dabei mir der Gedanke aufkam das wohl schon sehr viele vor mir hier gewesen sein müssten. Also jetzt fängst du mal an Druck zu machen, hoch nach Teguise ging es ja auch nicht so doll. Aber was mach ich mit dem PowerBar in meiner Hand und wie war das mit dem steilen Anstieg zwischen Teguise und Haria den ich nicht kannte. So beschloss ich erst mal den Riegel nicht einzustecken, sondern ihn zu essen und weiter in diesen Rhythmus zu fahren. Zeitgleich mit der Ankunft in Teguise und dem verzehren des Riegels war die Steigung auch schon rum. Die kleinen Abfahrten konnte ich nicht so genießen da wie schon getippt der Wind sehr stark war und ich froh war mein Rad im Griff zu behalten. Schwups die Wups da war also nun der steile Anstieg also legen wir mal los. Als ich richtig anfangen wollte war es aber auch schon vorbei. Die Steigungen auf der Insel hatte ich mir alle viel, viel schlimmer vorgestellt. Die Strecke an sich finde ich total klasse und ist ganz nach meinem Sinn. Ich hätte sie auf alle Fälle vorab mit dem Rad, wie mir mehrfach geraten wurde, mal abfahren sollen. Was das ganze hart macht ist lediglich der irre Wind, der doch noch immer tobte. Ich nahm mir nun bei jeder Station ein Stück Riegel und auch Banane. So ein Stück Banane ist ja immer schnell weg aber mit so einem Stück Riegel ist es ein Kampf für sich. Gerade wenn man wie ich beide Hände benötigt um das Rad zu kontrollieren fehlt die dritte Hand um den Riegel zu halten.
Es muss ein Bild für die Götter gewesen sein. Ich auf dem Rad beide Hände am Lenker konzentriert auf der Gasse und der Riegel schlapperte aus dem Mund. Wie so ein Krokodil schnappte ich nach dem Riegel und bis wieder ein Stück ab. Die gefährlichen Abfahrten, nach Haria runter und vom Mirador del Rio waren schon Konzentrationssache und wie schon so oft getippt machte der Wind es nicht gerade einfach. Da haste starken Gegenwind und kommst in so eine 180° Kurve. Klar ist, da hast du auf einen Schlag Seitenwind und einen Schlag später Rückenwind und das mit einer Windgeschwindigkeit von mehr als 35km/h. Nun gut die letzte Abfahrt ist auch geschafft und ab jetzt geht es nur noch Heim. Die Sonne war da, ja sie kam Stück für Stück wieder raus, ich glaube ab Haria, bin mir aber nicht ganz sicher. Ich fühlte mich wie ein Großer, im Lenker liegend, die Sonne auf den Armen, und mit über 45KM/h auf einer sehr guten Straße. Wir hatten den Wind im Rücken und es lief wie frisch geölt. Ich überholte als wäre ich der Held im Feld und freute mich bei diesem doch echt klassen Ironman dabei zu sein. Es hörte nicht auf, die Gasse schön flach und der Wind schob, der Tacho selten unter 45KM/h. Nun ich musste mir auch sehr sehr viele Meter gegen den Wind erkämpfen, so dahin rasen war auch mal fein. Ich weiß nicht wie lange dieses ging aber ich war total guter Dinge. Nun sollte es wieder hoch nach Nazaret gehen. Wieder sehr harter Gegen- und Seitenwind holten einen in den Wettkampf zurück. Ich wunderte mich das ich die ganze Zeit keine Probleme hatte. Hatte ich doch schon mehr als 150KM hinter mich gebracht und sah nicht nur einen mit technischen Problemen am Rand stehen, war bei mir alles top fitt. Auch meinen Muskeln ging es total gut.
Genau in diesem Gedankengang kurz vor Nazaret fing mein linker Oberschenkel in der Innenseite an leicht zu verkrampfen. Das kann doch nicht sein dachte ich mir und schaltetet sofort in den leichtesten Gang. Es wurde eher schlechter als besser und so ging ich in den Wiegetritt und versuchte meine Bewegungen so locker wie es ging zu gestalten. Was freute ich mich als er sich langsam aber sicher verzogen hatte. Man sollte den Tag nicht vor dem Abend loben und so kam mir wieder in den Kopf das dieser Wettkampf noch lange nicht zu ende ist. Auf dem Rad musste ich noch 30KM fahren und der Marathon sollte auch noch kommen. Somit hatte ich auf dem Rad nie so richtig Druck gemacht und mir ging es echt gut. Freute mich am Radeln und der Landschaft und war damit beschäftigt dem Wind ein Schnippchen zu schlagen.

T2:
Die Wechselzone kam näher und mir kam Timo Bracht auf der Laufstrecke, welche ein Stück parallel zur Radstrecke verlief, entgegen. Natürlich feuerte ich Timo lautstark vom Rad aus an. Da stellt sich mir immer die Frage was in dem Moment der Profi denkt. Nun gut ich war da, runter vom Rad und ab ins Wechselzelt.
Ohhhhhoo was ist das? Mein Rücken schmerzte nicht, ne dem ging es echt gut aber er war total steif. Komisches Gefühl, die PowerBars hüpften hoch und runter und es fühlte sich an als hätte mir einer einen Besenstiel in den Rücken gestellt. Wie getippt es tat nix weh, was ich aber nach ein paar Meter nicht über meinen linken Fuß sagen konnte. Beim Radfahren hatte ich den Radschuh auf einem sehr holprigen Stück hinter Nazaret, etwas gelockert da ich ein komisches Gefühl hatte. Dieses Gefühl war nun kurz vorm schmerzen. So bewegte ich mich zu meinem Wechselzonenbereich und danach ins Zelt. Jetzt fing die Hektik an, Platz suchen, Klamotten tauschen und dabei gleichzeitig nach meinem Mädel suchen.
Ulli war als Helferin beim Ironman aktiv dabei und war von 12:30-18:30 im Wechselzonenzelt damit beschäftigt sich den Wechselbeutel nach dem Umziehen zu widmen. Als ich endlich das enge Oberteil angezogen hatte viel mir auf das ich vergessen hatte die Radhose vorab aus zu ziehen. Also die Träger der Radhose unter dem Oberteil raus wurschteln, Frauen sind da geübter, und Laufhose an. Ziehe ich mir nun den linken Strumpf aus und schaue was da an der Sole zwickt oder erschrecke ich mich lieber nicht? Diese frage stellte ich mir nun. Dabei immer mit suchendem Blick nach meiner Lieben. Da ich wohl so suchend schaute fragten mich immer wieder Helferinnen ob ich eingecremt werden möchte, welches ich immer verneinte. OK bevor ich nachher leide schau ich nun mal nach. Es war nix zu sehen fühlte sich aber an als würde sich einen Blase bilden wollen. Irgendein Gedankengang brachte mich auf die Idee ein wenig Sonnencreme auf den Fingernagel großen Punkt zu geben. Socken an, Schuhe an und... sollte es jetzt schon weiter gehen? Ich hatte mir eine Flasche mit in den Wechselbeutel gelegt in welche ich 2 PowerGels gefüllt hatte. Ein kleiner Junge stand am Ausgang des Zeltes mit Wasser. Dort füllte ich die kleine Flasche auf. Mein Mädel noch immer nicht gesichtet beschloss ich aus dem Zelt zu gehen. Das gehen war OK der Rücken schmerzfrei aber steif und so ging ich bis ich den späteren Zielbogen erreicht hatte.
Der spätere Zielbogen war gleichzeitig das Ende der Wechselzone. Die Zuschauer auf der dort aufgebauten Tribüne schauten mich an als überlegten sie sich ob ich überhaupt starten sollte.

Laufen:
Mit einem kleinen inneren Chakkka startete ich und die Zuschauer jubelten und applaudierten das ich gar nicht wusste was los ist. Aber es war kein Zieleinlauf eines anderen, wie auch Timo war noch auf der Strecke, und ich war der einzige an der Tribüne. Sie meinten echt mich also lief ich nach ganzen 00:14:19 an und wollte dieses ganz ganz sachte anlaufen.





Schon bald musste ich mich aber auf die Promenadenmauer setzen da ich im linken Schuh einen kleinen Stein vermutete. Schuh aus und nach dem Steinchen suchen. Ich habe Ihn nicht gefunden und auch das abtasten des Fußes brachte ihn nicht zum Vorschein. Also Schuh wieder an und weiter geht es. Das Startnummernband war recht locker was ich aber ignorierte und so meinen Lauf vorsetzte. Doch nicht viel später hing das Statnummernband mir in den Knien und das Druckgefühl am Fuß lies einfach nicht nach.
Da muss ein Steinchen sein, also wieder Schuh aus und Strumpf aus und suchen, nix zu finden absolut nix. Nachdem ich das Startnummernband verknotet habe Strumpf und Schuh wieder an ging es aber echt weiter.
Das Gefühl ignorierte ich und lief so weiter das ich meinte das es mir gut tut. Die Druckstelle verschwand so ca. bei KM 5 und das Band hielte so dass es nur noch an mir lag die restlichen 37KM durch zu laufen. Ich hatte mir im Vorfeld vorgenommen keinen Wandertag einzulegen sondern durch zu laufen. Immer darauf bedacht dieses Ziel zu erreichen hatte ich auch kein verlangen danach das doch sehr langsame Tempo zu steigern. Es war schon sehr hart gegen den noch immer starken Wind zu laufen. Die erste Runde zog sich wie Kaugummi und ich erhoffte mir hinter jeder Kurve den Wendepunkt zu ersichten.
Da ich nicht soviel Nahrung auf der Radstrecke zu mir genommen hatte wollte ich dieses beim Laufen nachholen. So nahm ich jede Verpflegungsstelle mit und haute mir Cola und ein Stück Orange rein. Kappe immer schön nass halten und ein Becher Wasser übern Kopf und weiter ging es.
Bei Kilometer 10 schaute ich das erste mal auf meine Uhr und bin fast erschrocken. 01:16:xx für 10 KM das sind ja 05:05 auf den Marathon kann das sein. Nun wenn es so ist, ist es so dachte ich mir und hatte gar keine Lust jetzt noch etwas an meinem Laufverhalten zu ändern. Ich war zufrieden mit dem Gefühl das Ding zu enden laufen zu können und diesen IM zu finishen.
Bei ca. KM 37 hörte ich auf einmal “Super durchgezogen Jörrrch“ von einem auch gestarteten bekannten, ich meinte nur “Hau rein du schlucks mich noch“. Irgendwie kam mir dann die Idee die nächsten Verpflegungsstelle zu ignorieren. Ging auch klasse und er Zieleinlauf habe ich voll genossen.

So war ich nach 05:03:44 für den Marathon mit einer Gesamtzeit von 13:13:42 im Ziel und freute mich einfach nur. Gesamtplatz 747 und 107 in der AK empfand ich als OK und Ulli sitzte hinter der Ziellinie schoss feine Bilder und war auch total zufrieden.



(Im Ziel mit dem Godfather des Ironman Lanzarote Kenneth Gasque)

Fazit:
Ein echt feiner Wettkampf einfach super muss man einfach mal gemacht haben. So stellte ich mir Triathlon immer vor und es war ein reiner Genuss da mit machen zu können. Leistungstechnisch gesehen komme ich auch jetzt noch immer wieder ins Grübeln. Hätte ich beim Rad mehr geben sollen. Hätte ich mich beim laufen nicht einfach damit zufriedengeben sollen das Ding einfach durchzulaufen. Ulli meinte dass ich nach meinen Trainingsläufen doch immer fertiger ausgesehen hätte was mir mehr als zu denke gab. Nun es ist vorbei und ich bin wie getippt echt zufrieden. Mit diesen Rahmenbedingungen die ich hatte kann ich das glaube ich auch.

Gabler im Unwetter Fünfter beim Burgwald-Triathlon

Mit hohen Erwartungen ist der Nachwuchsathlet des TV Bad Orb Jörn Gabler zum Burgwald Triathlon angereist, trotz eine intensiven Trainingswoche, die er zuvor bewältigt hatte.

Bei sommerlichem schwül warmen Wetter fiel um kurz vor 15Uhr der Startschuss zum 3. Burgwald Triathlon. Nach 500m konnte Gabler als erster dem kühlen Nass enteilen. Und wechselte mit sehr guter Ausgangsposition auf die zweite Disziplin. Auf dem Rad musst er dem intensiven Radtraining der Woche und dem aufkommenden Unwetter Tribut zollen und viel auf Platz 5 zurück. Bei sintflutartigen Regengüssen konnte Gabler seine 5. Platz zwar nach hinten sichern, aber sich nicht weiter nach vorne schieben. Nach 1:07:27 blieb die Uhr für Gabler stehen. Somit sicherte er seinen 5. Gesamtplatz ab und in der Altersklassenwertung (M25) erreichte er den 1. Platz.

So war das Wetter:



Im Bild: Stephan Bunse, Gesamtwertung, 2. Platz




Zieleinlauf beim Burgwald-Triathlon, Zweitplatzierter Stephan Bunse

Sonntag, 29. Mai 2011

Gelungener Saisonauftakt in der Regionalliga - Platz 6 in Fritzlar




Nervös waren schon vor unserer Premiere in der dritthöchsten Klasse des deutschen Triathlonsports in Fritzlar. Denn nicht nur war die Konkurrenz stärker als im vergangenen Jahr, es stand zudem mit einem Mannschaftssprint über 750m Schwimmen, 20km Rad fahren und 5km Laufen ein Rennformat an, das uns nicht wirklich liegt. Solche Rennen müssen mit einem geschlossen Mannschaftsverband absolviert werden, wobei vier der maximal fünf Starter zusammen das Ziel erreichen müssen.

Schwimmen: Klassenziel verfehlt!
Der Auftakt dann im Ederauen-Freibad brachte gleich den Realitätsschock der höheren Klasse: Da das Rad fahren im Mannschaftsverbund aufgenommen werden muss, mussten die schnellen Schwimmer Jörn Gabler und Adi Kohr auf die Nichtschwimmer unter ihren Mannschaftskollegen warten. Und als größter unter den Nichtschwimmern im Team stellte sich Tim Stutzer heraus, der den schnellen Beinen von Adi nicht über die kompletten 750 Meter im Wasserschatten folgen konnte. So stand am Ende eine Zeit zu Buche, die sogar etwas langsamer war am im letzten Jahr an gleicher Stelle. Das bedeutete in der Zwischenabrechnung den letzten Platz aller Mannschaften.

Rad fahren: Gut, aber mit Verlusten
Da wir aber eigentlich mit Alexander Nikolopoulos und Tim Stutzer zwei der stärksten Radfahrer auch dieser Klasse in ihren Reihen hat, hofften wir, auf dem Rad einigen Boden gut machen zu können. Die geplante Aufholjagd aber wurde schon an ersten von zwei Anstiegen gebremst. Tim, gesundheitlich angeschlagen konnte dem Rest des Teams nicht mehr folgen. So musste Alex allein den Expresszug anzutreiben. Das klappte sehr gut und beim Wechsel in die Laufschuhe lagen die Jungs schon auf dem 6. Platz.

Laufen: Ran ans Limit
Was nun folgte, war für die starken Läufer Gabler und Florian Brosch ein eher lockerer Fünfer, für Alex und besonders Adi aber ging es ans Limit. Trotzdem konnte Adi auf dem letzten Kilometer noch einmal die letzten Reserven freisetzen und schockte damit nicht nur die Konkurrenz. Damit konnten wir in einem sehr knappen Rennen den sechsten Platz bis ins Ziel halten. Zwar hatten die überlegenen Sieger von der LPR Marpingen über drei Minuten Vorsprung, die Plätze zwei bis sechs aber trennten kaum mehr als 90 Sekunden. Damit scheinen auch Platzierungen im Vorderfeld bei den nächsten Rennen, die uns besser liegen sollten, nicht ausgeschlossen.

Diese guten Perspektiven gilt es schon in drei Wochen umzusetzen, wenn in Waldeck am Edersee das zweite der vier Ligarennen der Saison ansteht.

Parallel zum Mannschaftsrennen fand in Fritzlar auch ein Einzelrennen statt, bei dem der als Ersatzmann mit dem Team angereiste Jürgen Metzler als Gesamt-Fünfter und Sieger in der Altersklasse M35 glänzen konnte. Sollte also Tim auch in drei Wochen noch nicht „richtig durchatmen“ können, steht mit Jürgen ein mehr als gleichwertiger Ersatz bereit.

Ergebnis Regionalliga # 1 - Fritzlar

1 LTF Marpingen 01:03:36
2 SC Neukirchen 01:06:11
3 DBL-Team RSG Montabaur 01:06:25
4 Eintracht Frankfurt e.V. 01:07:19
5 Triathlon Team Giessen e.V. 01:07:39
6 TV Bad Orb 01:07:46

Bilder: https://picasaweb.google.com/alexander.nikolopoulos/2011Fritzlar#








Montag, 16. Mai 2011

Ein Wochenende, zwei Rennen, drei Athleten

Vergangenes Wochenende standen zwei Rennen auf dem Programm unserer Jungs, der Kinzigman in Langenselbold mit Adi Kohr und Jürgen MEtzler und der Barockstadt-Triathlon mit Johannes Geldbach in Fulda.

1. Kinzigman - Privatduell Kohr vs. Metzler
Wie fast immer, wenn sie bei demselben Rennen antreten, lieferten sich Adi Kohr und Jürgen Metzler beim erstmals ausgetragenen Kinzigman ein heißes Kopf-an-Kopf-Duell, bei dem Kohr wieder einmal im Wasser die entscheidenden Sekunden auf Metzler gut machen konnte. Auf den 500m, die im Kinzigsee zu absolvieren waren, verlor Metzler die ersten 40 Sekunden, auf den 20 Radkilometern zwischen Langenselbold und Meerholz fast eine weitere Minute. Zwar lief Metzler die abschließenden fünf Kilometer schneller als Kohr, konnte den Rückstand aber nur noch um einige Sekunden verringern und lief knapp 90 Sekunden nach Kohr ins Ziel.

In der Gesamtabrechnung kamen Kohr in 57:53min auf Rang 15 und Metzler in 59:22min auf Rang 17. Den Premierensieg beim Kinzigman sicherte sich mit Sven Bartels ein alter Bekannter, der bereits zwei Mal den Triathlon in Gelnhausen für sich entscheiden konnte.

Detailergebnisse 1. Kinzigman 2011:
http://www.maxx-timing.de/siegerlisten/TriKinzigman2011/einzel_split.pdf


Barockstadt Fulda Triathlon – Johannes Goldbach als einsamer Kämpfer im Regen
Beim zum zweiten Mal ausgetragenen Barockstadt Fulda Triathlon schlug sich Johannes Goldbach sehr gut. Zwar musste er gleich zu Beginn des Rennens einen kleinen Rückschlag hinnehmen – entgegen der sonstigen Regel war der Neoprenanzug im Freibad zugelassen – aber Goldbach ließ sich von den etwas kühleren Temperaturen nicht abschrecken. Zwar verlor Goldbach damit im Becken überproportional viel Zeit, konnte sich aber im Verlauf des Rennens immer weiter nach vorn schieben. Nach Splitzeiten von 19:12min für 1.000m schwimmen, 1:09:23h für 39km Rad fahren und 43:26min für die abschließenden 10 Laufkilometer lief Goldbach auf Gesamtrang 27 der mehr als 200 Starter ein.

Detailergebnisse 2. Barockstadt Fulda Triathlon 2011:
http://fulda-tria.r.mikatiming.de/2011

Montag, 9. Mai 2011

Teamwochenende im Bayernwald



Sportlich hat die letztjährige Mannschaft des Jahres der GNZ das neue Sportjahr am 1. Mai in Gelnhausen mit dem fünften Platz von Jörn Gabler sportlich sehr erfolgreich einge-läutet.

Dem Einstieg in die Rennsaison folgte dann am vergangenen Wochenende eine wohlver-diente Auszeit des fast kompletten Teams im Bayerischen Wald. Den Aufenthalt im Son-nenhotel Bayerischer Hof in Waldmünchen hatten die Kurstädter als einen ihrer Preise bei der Sportlerwahl von der GNZ erhalten. Und wie sich herausstellte, war das Wochenende und auch das Hotel für Triathleten geradezu ideal gewählt. Strahlender Sonnenschein begleitete die Dreikämpfer das komplette Wochenende über und da man im Hotel das All-Inclusive-Angebot nutzen konnte, wurden auch die immer hungrigen Triathleten jederzeit satt.

Sportlich wurde auch etwas getan an diesem Wochenende, es stand die Vorbereitung auf das erste Rennen der Regionalligasaison an. Da Waldmünchen über ein großzügiges Er-lebnisbad mit Sportbecken verfügt, das Gäste des Bayerischen Hofs kostenlos nutzen dürfen, war das Training für die erste Disziplin am Samstag schon sicher. Auch für das Rad fahren ist der fast einsame Bayernwald direkt an der tschechischen Grenze ideal. Nur der Straßenbelag auf der anderen Seite der Grenze lässt auf den Nebenstraßen teils zu wünschen übrig.





Nun, da konnte gleich geübt werden, wie schnell sich ein Plattfuß so beheben lasst. Der den ersten Trainingstag abschließende Lauf führte dann um den örtli-chen Badesee, den Perlsee, herum, der bei etwas höheren Wassertemperaturen ebenfalls zum Training hätte genutzt werden können. Der zweite Trainingstag begann dann, wie der erste aufgehört hatte, mit einem kurzen Lauf vor dem Frühstück. Da mit Adi Kohr ein Teammitglied den Ironman in Regensburg auf seinem Saisonplan stehen hat, wurde die große Radausfahrt des Wochenendes kurzerhand mit einer Streckenerkundung der dorti-gen Radstrecke verbunden. Ein Teil der Orber brach mit dem Rad ins 80 Kilometer ent-fernte Regensburg auf, das Serviceteam nach einer weiteren kurzen Schwimmeinheit mit dem Versorgungsfahrzeug. Gemeinsam wurde dann die durchaus anspruchsvolle Radrunde am Donautal in Angriff genommen. Den Abschluss des Trainings bildete dann ein wenn auch sehr kurzes Bad im leider noch sehr kalten Guggenberger See, in dem das Schwimmen des Ironman Regensburg ausgetragen wird.

Damit können die Kurstädter Triathleten auf ein rundum gelungenes Wochenende zu-rückblicken und sind für den Saisonauftakt am 28. Mai gut gerüstet.

Nicht vergessen wollen wir hier, an dieser Stelle sei der GNZ noch einmal herzlicher Dank für die perfekte Wahl des Teampreises ausgesprochen.



Mehr Fotos hier.

Mittwoch, 4. Mai 2011

Tim Stutzer bei Triathlon-Szene.de - Radtalk, zweiter Teil

Mitte März war Tim Stutzer wieder mal bei Triathlon-Szene-TV zu Gast. Diesmal zum Thema "Renntaktik: Hammer the bike!", wieder gut eine Dreiviertelstunde. Wer die Sendung live nicht sehen konnte, dem steht jetzt der - allerdings kostenpflichtige - Download hier zur Verfügung.


Montag, 2. Mai 2011

Platz 5: Jörn Gabler „Best of the Rest“ beim Kinzigtal-Triathlon

Diesmal wartete der traditionelle Saisonauftakt für unser Team, der Kinzigtal-Triathlon im Nachbarort Gelnhausen schon lange vor seiner Austragung mit einigen Problemen auf – er war auf den 1. Mai terminiert. Nicht bloß fand parallel in Oberursel die Deutsche Duathlonmeisterschaft statt, nein am 1. Mai startet auch immer das große Radrennen in Frankfurt. Einige von uns entschieden sich aber trotzdem für den Tanz in den Mai und damit gegen Sport früh morgens am Sonntag.

Siegchancen? - Haste gedacht!
Für den Rest, so die graue Theorie, sollte die Parallelveranstaltung in Oberursel, zu der sicher ein paar richtig schnelle Jungs pilgern sollten, für größere Chancen auf eine Platzierung im Vorderfeld sorgen. Und bis genau 5 Tage vor dem Rennen sah es auch noch genau so aus: Außer einem unbekannten Großenkel von Clint Eastwood keine wirkliche Granate in Sicht, weit und breit. Also vielleicht doch mal wieder freie Bahn für einen Podestplatz von Lokalmatadoren. Dann aber ging alles ganz schnell: Mittwoch vor dem Rennen stand mit Marcel Bischof der erste Profi in der Startliste. Ab Donnerstag lag mit Tim Stutzer eins unserer Rennpferde flach und Freitag kam dann das endgültige Aus für unsere vermeintlichen Siegchancen: Mit Paul Schuster und Thomas John hatten zwar nicht wie im letzten Jahr Ironman-Europameister nachgemeldet, aber immerhin Jungs, die die DTU-Norm für den Kurzdistanz-Europacup vor Wochenfrist locker erfüllt hatten.

Für unsere verbliebene kleine Armada bestehend aus Jörn Gabler, Jürgen Metzler, Bernd Paczarkowski, Oliver Rinkenberger und Jörg Treffler ging es also de facto noch um den Titel „Best of the Rest Gelnhausen 2011“ und um das ein oder andere Altersklassenpodium.


Griesheimer Duo vornweg - Gabler kämpft und wird belohnt!
Als dann um 10:20 Uhr der Startschuss für die Topstarter fiel, war die Entscheidung in der Gesamtwertung schnell gefallen. Zwar wechselte Paul Schuster noch gemeinsam mit seinem Griesheimer Vereinskollegen Thomas John aufs Rad, dort aber machte Schuster schnell Nägel mit Köpfen: Über zwei Minuten konnte er John abnehmen und lief nach sehr zügigen fünf Laufkilometern als einziger Athlet in 57:22min unter einer Stunde als Sieger ins Ziel. Hinter Schuster und John aber konnte Jörn Gabler lang um den letzten verbliebenen Platz auf dem Treppchen mitkämpfen. Auf der ersten der beiden Radrunden lag Gabler fast gleichauf mit dem Briten Paul Westwood (Tri Team Rhein Main), Marcel Bischof vom TriTEAM SSKC Aschaffenburg und Matthias Hähnel von Eintracht Frankfurt. Jedoch konnte sich zunächst Bischof und dann auch Westwood auf den letzten Radkilometern leicht von Gabler absetzen. Mit leichtem Rückstand auf dieses Duo dann ging Gabler auf die fünf Laufkilometer, und konnte sich schnell von Hähnel absetzen. Trotz vollem Einsatz aber war der Rückstand auf Bischof und Westwood zu groß. Damit erreichte Gabler das Ziel als Gesamtfünfter und damit als bester Amateur des Tages. Alle vor ihm platzierten Athleten haben im Gegensatz zum Studenten Gabler eine Profilizenz. In seiner Altersklasse AK25 reichte es für Gabler zudem zu einem Podestplatz: Er wurde hinter Bischof Zweiter.



Altersklassenpodest durch Paczarkowski - Rinkenberger, Treffler und Metzler solide

Ebenfalls das Treppchen seiner Altersklasse - Platz 2 - erreichte mit einer soliden Leistung von 1:08:30h Bernd Paczarkowski. Das Podium seiner Altersklasse knapp verpasste Jürgen Metzler, der dort mit 1:07:52h Fünfter wurde und insgesamt auf Rang 24 kam. Mit soliden Leistungen konnten die weiteren Starter des Teams, Oliver Rinkenberger (1:13:40h) und Jörg Treffler (1:15:17h) aufwarten.

Ergebnis Kinzigtal-Triathlon 2011:

1. Paul Schuster - Carboo4u TuS Griesheim - 57:22
2. Thomas John - Carboo4u TuS Griesheim - 1:01:04
3. Marcel Bischof - TriTEAM SSKC Aschaffenburg -1:01:28
4. Paul Westwood - Triathlon Team Rhein Main - 1:01:47
5. Jörn Gabler Team Spessartchallenge - 1:03:03

Detailergebnisse Kinzigtal-Triathlon 2011:
http://www3.your-sports.com/details/index.php?page=2&eventid=5768&lang=de


Presseberichterstattung im Gelnhäuser Tageblatt:

Freitag, 25. Februar 2011

Tim im Triathlon-TV


Am 21.1. war Tim Stutzer bei Triathlon-Szene-TV zu Gast. Zum Thema "Radtraining für schnelle Amateure" hat er sich mit Moderator Arne Dyck rund eine Stunde lang unterhalten. Wer die Sendung live nicht sehen konnte, dem steht jetzt der - allerdings kostenpflichtige - Download hier zur Verfügung.

Donnerstag, 24. Februar 2011

Crossduathlon Rodgau – Julia Nikolopoulos als 4. knapp am Treppchen vorbei

Am Ende fehlten keine zwanzig Sekunden und es hätte für Platz drei und damit mit der ersten Podestplatzierung fürs Team Spessartchallenge im Jahr 2011 gereicht.




Leider aber konnte Julia nach anstrengendem ersten Lauf über 3,4km, gefolgt von 23km auf dem Crosser den entscheidenden Antritt von Claudia Hill (Seligenstadt) auf den ab-schließenden drei Laufkilometern nicht mehr kontern.

Hille hatte sich auf dem ersten Laufpart etwas von Julia absetzen können, Julia dagegen sich auf dem Rad einen kleinen Vorsprung erarbeitet. Leider aber wurde Julia schon kurz nach dem Wechsel auf die letzten drei Laufkilometer von Hille gestellt. Wo man bei länge-ren Rennen zumeist noch einmal kurz gegenhalten kann, war für Julia in diesem Moment nur Schadensbegrenzung angesagt. Trotzdem ließ Julia zumindest nach hinten nichts mehr anbrennen und lief locker als Gesamt-Vierte ein.

Alles in allem ein guter Saisonauftakt, auch wenn man Julia die Müdigkeit nach dem bei kühlen Temperaturen und einigem Wind ausgetragenen Rennen gehörig anmerkte.

Mehr Fotos vom Crossduathlon im Rodgau: https://picasaweb.google.com/alexander.nikolopoulos/2011Dudenhofen#

Ergebnisse Crossduathlon Rodgau 2011:

1. Schulz, Jenny Skills 04 Frankfurt 1:11:15 + 4:10
2. Linne, Franzi TuS Griesheim 1:15:01 + 7:56
3. Hille, Claudia TSG Kleinostheim 1:18:55 + 11:50
4. Nikolopoulos, Julia TV Bad Orb 1:19:16 + 12:11

Montag, 14. Februar 2011

Heimische Triathleten in der Loipe beim 34. Rennsteig-Skilauf in Oberhof


Die milden Temperatur der letzten Tage sind im Allgemeinen freudige Vorboten einer kommenden Wettkampfsaison für die Triathleten des SV Gelnhausen und des Team Spessartchallenge vom TV Bad Orb. Einige hart gesottene Athleten reisten am 13.02.2011 jedoch absichtlich in eine der größten Wintersporthochburgen Deutschlands.

Im thüringischen Oberhof mischten sich Adi kohr und Jürgen Metzler vom Team Spessartchallenge und Omid Keyvanponr und René Breite vom SV Gelnhausen unter die Langlaufspezialisten beim 34. Rennsteig Skilauf.

Auf profilierter Strecke ging es nicht nur den Rennsteig rauf und runter, sondern auch über die Weltcupstrecke der Profis. Start und Ziel waren dementsprechend in der Biathlon-Arena.

Die Sportler aus dem Main-Kinzi-Kreis schlugen sich beim im Massenstart ausgetragenen Rennen über 30km achtbar und landeten im Mittelfeld der über 400 Starter.

Als erster der heimischen Sportler errreichte Omid Keyvanponr 1:52 Std. den Zielbereich, konnte aber nur kurz Luft holen. Adi Kohr (1:57:17 std.) und René Breide (1:57:31 Std.) lieferten sich ein fernsehreifes Duell. Nachdem zunächst Kohr über 29km lang die Nase vorn hatte, konterte Breite auf dem letzten Kiometer. Erst kurz vorm Ziel erkämpfte sich Kohr wieder den seinen Rang zurück. Drei Minuten später folgte Jürgen Metzler (2:00:45 Std), der mit seinem zweiten Skilanglaufrennen überhaupt mehr als zufrieden war.


"Skilanglaufwettkämpfe sind eine herrliche Alternative für uns Triathleten", gab Kohr im Ziel - luftschnappend - zum Besten. Die kommende Triathlonsaison wird es zeigen, was die Ausflüge in den Wintersport den Ausdauersportlern gebracht haben.

Montag, 24. Januar 2011

Team of the Year 2010 im Main-Kinzig-Kreis!!!

(jm) Die Heimat weiß das Team Spessartchallenge zu schätzen. Bei den Sportlerwahlen der lokalen Presse heimsten die Mannschaft des TV BAD ORB Podestplätze ein. Der dritte Platz bei der Leserwahl des Gelnhäuser Tageblatts wurde vom glorreichen Sieg bei der Sportlerehrung der Gelnhäuser Neuen Zeitung als "Team of the Year 2010" noch getoppt. Auf der großen Sportlergala am 19. Januar auf dem Gelände des Verlagshauses Naumann hob der stellvertretende GNZ-Redaktionleiter Dieter Geissler hervor: "Das Team Spessartchallenge galt in der 1. hessischen Triathlonligs als Absteigskandidat, nach vier nervenaufreibenden Wettkämpfen war die Sensation perfekt: Die Bad Orber hatten völlig überraschend den Aufstieg in die Regionalliga Mitte geschafft. Noch nie vorher war eine heimische Triathlon-Equipe höherklassig angesiedelt. Hut ab vor dieser großartigen Leistung." Als Preis für unsere Schindereien nahmen die Orber Triathleten sehr gerne einen dreitägigen Reisegutschein für das ganze Team in ein Wellnesshotel im Bayerischen Wald entgegen. Wie viel Wellness nach unseren Trainingseinheiten bei der Reise übrig bleibt, wird sich zeigen.
Alles in Allem war das Team Spessartchallenge an diesem Abend unheimlich stolz, dass die leidenschaftliche Aufopferung für usneren Lieblingssport Triathlon und unsere damit verbundenen Versuche, in den gemeinsamen Ligawettkämpfen für den TV Bad Orb alles aus uns rauszuholen, eine solche Wertschätzung erfuhren. Am Ende geschah der folgende Satz aus diesem Stolz heraus, sicher gepaart mit einer gehörigen Portion guter Laune und einem Klacks an Übermut. Im Interview auf der Bühne versprach Teamkapitän Tim Stutzer: "Wir nehmen den Aufstieg in die 2. Bundesliga ins Visier, das ist für uns als passionierte Amateursportler gerade noch machbar!" Machbar? Eine Herausforderung der ganz bersonderen Sorte... müssen wir - fast alle - dafür doch noch (schnell) schwimmen lernen!

Mittwoch, 19. Januar 2011

Neuer Sponsor für 2011: Debeka Versicherungen Bad Orb


Irgendwie ist es konsequent, dass die Bad Orber Niederlassung der Debeka-Versicherung von Peter Ringelstein uns unterstützt. Mehr als 50% unserer Stammbesetzung profitieren schon seit Jahren vom erstklassigen Service der Debeka, zwei weitere Kandidaten sind gerade "in der Mache". Da hat Peter, zudem noch selbst aktiver Triathlet und Mitglied unserer Staffel beim Ironman 70.3 Wiesbaden die Gelegenheit ergriffen, sich einen Platz auf unseren Trikots für die kommende Saison zu sichern.

Danke an Peter für die Unterstützung 2011!

3. Platz bei der Sportlerwahl des GT

Dank der Unterstützung durch den ganzen Ort, die fleißig Stimmzettel aus dem GT eingesandt haben, sind wir mit 13% der Stimmen auf dem Treppchen der Sportlerwahl des GT gelandet. Florian Brosch, der nicht einmal zu den offiziellen Kandidaten gehörte hat es mit Platz 8 doch glatt auch unter die Top10 geschafft.

Danke für die Unterstützung!

Team Spessartchallenge!

Montag, 17. Januar 2011

Florian Brosch im Interview

Florian Brosch hat einen Sponser*, für den er hier ein paar Fargen beantwortet hat.



*Pun intended.

Donnerstag, 6. Januar 2011

Adi Kohr und Jürgen Metzler wechseln auf Langlaufski


Bad Orber Triathleten messen sich mit Langlaufspezialisten


Man könnte den Glauben vertreten, nach dem Aufstieg des Teams Spessartchallenge vom TV Bad Orb in die dritthöchste deutsche Triathlonliga, die Regionalliga Mitte, ruhen sich die Athleten aus der Kurstadt in den Wintermonaten auf ihren verdienten Lorbeeren aus. Weit gefehlt, nutzen einige Triathleten gerade die kalte Jahreszeit für den Aufbau der im Triathlonsport so wesentlichen Grundlagenausdauer. Adi Kohr und Jürgen Metzler verlagern die wetterbedingt fehlenden Möglichkeiten Radfahren zu trainieren, in dem sie diese Trainingseinheiten einfach auf die Langlaufbretter wechselten.

Die beiden wettkampfbegeisterten Sportler nahmen nach etlichen Trainingskilometern im Vogelsberg und der Rhön beim traditionellen Silvesterrennen über 12,5 km der SKG Gersfeld teil. Gleich über 170 weitere Langläufer gingen unweit der Wasserkuppe am „Roten Moor“ an den Start. Darunter waren mit Weltcup-Läufer Daniel Heun oder dem ehemaligen DDR-Langlauftrainer Henner Misersky auch viele bekannte Gesichter. Unter den vielen Spezialisten konnte das Motto der Orber Triathleten eigentlich nur „Dabei sein ist alles“ heißen.

Dennoch gaben Kohr und Metzler ihr Bestes und erreichten auf der profilierten Strecke nach 46:20 Minuten und 51:23 Minuten das Ziel. „Meine Ski waren heute schlecht gewachst und nicht konkurrenzfähig. Auf den Abfahrten habe ich jedes Mal 50 Meter zur Gruppe verloren“, sagte Metzler kurz nach der Zieldurchfahrt. Aus Metzlers Rennen resultierte der vierte Platz in der Altersklassenwertung M30, Kohr belegte Platz 15 in der M 40. Nach diesem herrlichen Ausflug in die Skilanglaufwelt folgt der nächste Wettkampf in Kaltenlengsfeld/Thüringen über 20 Kilometer am kommenden Wochenende.


(erschienen am 06.01.2011 im Gelnhäuser Tageblatt)

Freitag, 24. Dezember 2010

Mannschaft des Jahres Teil 2 - GNZ

Nachdem wir ja bei der noch bis zum 31.12. laufenden Sportlerwahl des GT für die Mannschaft des Jahres nominiert sind, hat nun gestern die Konkurrenz der Gelnhäuser Neue Zeitung gleich mal Nägel mit Köpfen gemacht und uns geradeheraus zu seiner Mannschaft des Jahres 2010 gekürt.

Die Ehrung findet am 20.01. statt, Bericht folgt!


Freitag, 10. Dezember 2010

GT-Sportlerwahl 2010 - Wir sind nominiert!

Liebe Freunde des TEAMS SPESSARTCHALLENGE,

in der Ausgabe des Gelnhäuser Tageblatts (GT) vom letzten Samstag wurden die Kandidaten für die Sportlerwahl des GT 2010 vorgestellt und das Triathlonteam des TV Bad Orb, das TEAM SPESSARTCHALLENGE, hat es unter die sechs nominierten Mannschaften geschafft.


Damit wir es auch aufs Podium schaffen, brauchen wie Eure Mithilfe!


Gewählt werden kann NUR MIT DEM ORIGINALCOUPON aus der Zeitung, der bis zum 31.12. täglich im GT erschein. Wer uns also wählen möchte, kann sich täglich mit dem GT einen Stimmzettel besorgen, den er dann an die Redaktion des GT schickt. Wie immer gibt’s auch für die Wähler einige gute Preise zu gewinnen.


Der ultimative Plan, um uns so richtig viele Stimmen zukommen zu lassen ist ein zweiwöchiges Probeabo abzuschließen. Falls jemand Bedenken haben sollte: Das keine Abofalle, das Abo endet nach den 2 Wochen automatisch. Bestellen kann man das Probeabo hier:


http://www.gelnhaeuser-tageblatt.de/verlagsservices/abonnement/leseprobe/index.htm


Ihr könnt diese E-Mail gern weiterleiten.


Danke vorab & Train safe!


Tim Stutzer

Montag, 6. Dezember 2010

Nikolaus-Duathlon 2010 – Winterspiele im Niddapark






Kalt war es am 5.12. in Frankfurt und grimmig schaute der Nikolaus drein (Bild), als im Niddapark, dem ehemaligen Bundesgartenschaugelände der Nikolaus-Duathlon gestartet wurde.

Bei den technisch schwierigsten Bedingungen der letzten Jahre, die gesamte Strecke war schneebedeckt, waren auch drei unserer Athleten am Start. Alex und Julia Nikolopoulos waren mit dem Rad angereist, Tim Stutzer hatte aus Offenbach lieber das Auto genommen.

Vom Start weg konnten sich Alex und Tim in den Top10 festsetzen und wechselten nach den ersten fünf Laufkilometern hintereinander aufs Rad. Julia hatte es beim ersten Lauf auch gut erwischt und konnte das neue Titanpferd in den Top5 satteln.

Auf dem Rad schlug Tim zu Beginn ein so hohes Tempo an, dass Alex kaum folgen konnte, sehr schnell hatte er sich auf Platz fünf vorgearbeitet. Leider zu schnell. Als er nach drei Vierteln der Strecke zu Routinier Lothar Leder aufgeschlossen hatte, ging plötzlich nichts mehr. Jede Pedalumdrehung wurde zur Qual und schon zwei Kilometer später hatte Alex Tim gestellt und flog förmlich vorbei. Alex konnte damit die 22 Radkilometer auf dem 6. Platz abschließen, Tim nahm den direkten Weg zur Kuchentheke. Julia hatte auf dem mit sehr schmalen Reifen ausgestatteten Crosser einen sehr harten Tag auf dem Rad. Immer wieder sackten die Reifen tief in den Schnee, waren kaum zu kontrollieren. Fast schon hätten zwei Drittel der Orber aufgegeben, aber Julia biss sich durch! Sie absolvierte trotz großem Frust die Radstrecke und drehte beim abschließenden Lauf nochmal auf. Während Alex dort noch einen Platz einbüßte und das Ziel als Siebter erreichte, sammelte Julia noch einige Konkurrentinnen ein und landete am Ende doch noch auf einem sehr respektablem 5. Platz.


Ergebnis Nikolausduathlon 05. 12. 2010

Frauen:
1. Bucci, Nadine SG Poseidon Eppelheim 1:39:07,3
2. Hille, Claudia TSG Kleinostheim 1:41:19,6
3. Richter, Claudia Bad Homburger SC 1:43:04,1
4. Jensen, Sandra Utemückeltriathlon ev-Laktatexpress.de 1:46:37,3
5. Nikolopoulos, Julia TV Bad Orb/Team Spessartchallenge 1:47:01,3

Männer
1. Kiefer, Haimo Skills 04 Frankfurt 1:18:59,9
2. von Grot, Rudolf Skills 04 Frankfurt 1:20:57,0
3. Siegismund, Sebastian Skills 04 Frankfurt 1:22:29,8
4. Leder, Lothar StartNet-Team DSW Darmstadt 1:24:40,6
5. Hilke, Christoph Team Frankfurter Laufshop 1:25:02,8
6. Strzezyk, Peter SG Poseidon Eppelheim 1:26:19,1
7. Nikolopoulos, Alexander TV Bad Orb/Team Spessartchallenge 1:26:53,9