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V I S I O N K R A F T L E I D E N S C H A F T P U L S T E M P O F R E U D E N A T U R

Montag, 22. Juni 2015

Julia Ertmer wird Deutsche Meisterin über die „olympische Distanz“


Innerhalb von nur 7 Tagen gelingt Julia Ertmer vom Team Spessart-challenge TV BAD ORB ein grandioser Doppelschlag. Nach ihrem Deutschen Vizemeistertitel über die Sprintdistanz vor einer Woche im bayerischen Ingolstadt, schlägt sie bei der Deutschen Meisterschaft über die doppelte Streckenlänge (1,5km Schwimmen, 40km Rad, 10km Laufen) richtig zu und krönt ihre Leistung mit dem Deutschen Meistertitel in ihrer Altersklasse.

In ihrem Wettkampf klappte für die Bad Orber Athletin dieses Mal nahezu alles. Sie konnte bereits beim Schwimmen zeigen, dass auch Orberinnen das „kühle Nass“ beherrschen und stieg nach der ersten Disziplin als zweite Frau aus dem Wasser. Das ist von daher zu betonen, als dass die Kurstädterin in der Auftaktdisziplin einige Bundesligakonkurrentinnen hinter sich ließ, an deren Fersen sie in der Vergangenheit oft vergeblich versucht hatte, dranzubleiben. Auf dem Rad konnte Ertmer mit etwa 38km/h in Führung liegend ordentlich Druck machen und hielt die Deutsche Meisterin aus der Vorwoche, zwar kurz hinter ihr fahrend, dennoch auf Abstand. „Es war ein tolles Gefühl zu spüren, dass sich einige Bundesligakonkurrentinnen abmühten, mich zu stellen. Gerade weil es in der Bundesliga bisher auf Grund der Windschattenfreigabe für uns Orber eher eine Aufholjagd war. Dieses Mal war es andersrum. Ich wusste aber, dass ich auf der Laufstrecke alles aus mir herausholen muss und lief dementsprechend hart an“, so Ertmer zum Wettkampfgeschehen. Das gelang der Gymnasiallehrerin prächtig. Sie absolvierte die 10km in 38:40min, eine Zeit, mit der man bei einem reinen Volkslauf gute Chancen auf den Sieg hat. Nach phänomenalen 2:10:43 Stunden war Ertmer dann im Ziel angelangt. Lediglich eine Athletin in der Gesamtaddition aller Altersklassen war 6 Sekunden flotter als Ertmer, so dass auch der gesamtzweite Rang heraussprang. Dafür gibt es jedoch keine Medaille, es zeigt lediglich die Stärke von Ertmer in der virtuellen Addition aller Wettkämpfe. Und es zeigt sich einmal mehr, dass klassischer Triathlon, also ohne Windschattenfreigabe auf dem Rad, das Format ist, bei dem Ertmer all ihre Trümpfe ausspielen kann. Es bleibt leider nahezu eine andere Sportart als in der Bundesliga, wo der Schwerpunkt eher auf dem Schwimmen liegt und derjenige verloren hat, der keine Radgruppe erwischt.
Smile: Deutsche Meisterin "olympisch"
„Hier in Peine hat heute alles gepasst. Darauf lässt sich aufbauen. Es wird sich zeigen, ob ich kommende Woche in Düsseldorf eine ähnlich gute Schwimm-Performance zeige, dann kann sich der ganze Wettkampf anders entwickeln“, hofft Ertmer und blickt in Richtung Düsseldorf, wo die Erste Triathlon Bundesliga am 28. Juni gastiert. Motiviert jedenfalls ist das Team, reisen sie doch mit einer frisch gebackenen Deutschen Meisterin an den Rhein.



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