.

.
V I S I O N K R A F T L E I D E N S C H A F T P U L S T E M P O F R E U D E N A T U R

Samstag, 19. November 2016

Slowtwitch Interview mit Tim Stutzer





Tim Stutzer macht Schluss mit Langdistanz - das nahm das amerikanische Triathlonportal zum Anlass dem alten Herren mal auf den Zahn zu fühlen. Hier die Übersetzung aus dem Englischen mit sicherlich einigen Tippfehlern, für die vorab Entschuldigung ausgesproche sei.

"Tim Stutzer macht seit Ewigkeiten Triathlon aber seine Knie zwingen ihn zum Aufhören. Kann aber sein, dass das gar nix Schlimmes ist, sondern der Weg zu was Neuem.


Slowtwitch: Tim, danke, dass Du Dir die Zeit nimmst. 

Tim Stutzer: Es ist mir ein Vergnügen und eine Ehre, den Anruf von Dir zu bekommen, Herbert.


ST: Wobei erwische ich Dich denn gerade?

Tim: Bin gerade dabei, die Weihnachtsgeschenke für meine Mädels zu basteln. Kann also nicht drüber reden.

ST: Zuerst, was machst Du beruflich?

Tim: Bin seit zweieinhalb Jahren bei der Europaeischen Zentralbank und habe dort beim Aufbau der Europäischen Bankenaufsicht geholfen. Als Jurist war das in so einigen Bereichen. Und mit allem, was in Europa derzeit passiert angefangen bei Griechenland, dem BREXIT im Sommer und zuletzt der US-Wahl ist da wirklich viel interessantes los.
 sure!

ST: Als wir uns im Oktober in Kona gesprochen haben, sagtest Du, Kona werde Deine letzte Langdistanz. Ich glaube, Deine Knie spielen nicht mehr mit, korrekt?


Tim: Ja, das war’s! Die Knie zicken seit 10 Jahren und nach zwei blöden Unfällen waren meine Innenmenisken drei Mal unterm Messer, einmal links, zweimal rechts.  Und das Laufen macht es eben nicht besser. Habe die Kona Quali in Wales letztes Jahr mit minimalem Laufumfang gemacht, aber bei Geschwindigkeiten schneller als 4min/km oder langen Läufen über 90min macht es keinen Spaß mehr. Danach humpele ich die Treppe hoch.
Und auch wenn ich ja eher ein stärkerer Radfahrer war als Läufer, must du den Vorsprung in T2 dann doch noch bis ins Ziel halten. Also war es Zeit, das Kapital LD dieses Jahr abzuschließen. Glücklicherweise war das mit zwei epischen „Rennen“ verbunden: Celtman und Kona.


Tims letztes Finish in Kona?
ST: Wirklich, nie wieder?

Tim: Klar sollte man sollte niemals nie sagen! Was schon bei Sean Connery so.

ST: Ich Weiss, Du machst ewig Triathlon, aber Dein Herz hast du doch auf dem Fahrrad gelassen, oder?

Tim: Klar hat das alles mit radeln angefangen. Die Wälder rund um Bad Orb waren mit der ersten Generation von MTBs in den späten 80er und frühen 90er Jahren unser Spielplatz. Das Radeln hat vieles möglich gemacht, auch im Triathlon und ich muss zugeben: Ich bin schon stolz darauf, einen IM-Radstreckenrekord zu halten vom Ironman UK 2008.

ST: Wann hat das mit Triathlon angefangen und was hat dich inspiriert?


Tim: Mein erstes Rennen: Köln, 14. September 1985 am Tag vor der ersten in Europa geplanten Langdistanz. Mein Vater und mein 11 Jahre altes ich sind da auf eine Reise von 350m schwimmen, 25km radeln und 8km laufen aufgebrochen. Das war der Anfang, also hat mich mein Vater an die Nadel geholt. Aber wirklich dran an der Nadel war ich da noch nicht. Die 80er und 90er über waren es nur sporadisch Triathlons, hab mehr Tennis gespielt.
Ironman kam erst nach Ende des Studiums und nachdem mein bester Kumpel 1999 seinen gemacht hatte. Wie haben dann 2001 für Roth gemeldet und hatten einen Riesenspaß! Dann, 2002 zog der Ironman nach Frankfurt um, keine 100m wohnte ich weg von der Laufstrecke. Also musste ich den auch machen. So richtig Blut geleckt aber hatte ich erst, nachdem ich 2006 zum ersten Mal mit einem Trainer zusammengearbeitet hatte und sah, dass ich doch tatsächlich was reißen konnte. Dann ging es richtig los.



ST: Wie oft warst Du den in Kona, wann zum ersten Mal?

Tim: 2016 war das 5.
Mal. 2004 war ich zum ersten Mal hier, allerdings als Begleitung meines Vaters. Wir haben dann zusammen den Xterra auf Maui gemacht. Meine erste Teilnahme war dann 2007 - über ein Weihnachtsgeschenk 2006 – Lotterieticket. Danach hab ich es mehrfach versucht, hier ein Rennen zumachen. Bin aber jedes Mal geschmolzen, egal wie gut ich in Form war. Hitze ist einfach nicht mein Ding, das hab ich auf die harte Tour gelernt.

ST: Und, hat sich Kona über die Jahre verändert?

Tim: Aber sicher hat es das. So sehr, dass ich nicht wirklich weiss, wo ich anfangen soll. Aber sagen wir mal so: Über die letzten 12 Jahre hat das Rennen versucht, mit dem wachsenden Sport Schritt zu halten. Ich glaube allerdings, dass ist nicht gelungen. Mit jetzt fast 40 Qualifikationsrennen gibt es weltweit immer mehr „Infizierte“. Folgerichtig ist, dass das Feld in Kona immer besser wird und der Durchschnittsathlet eine ganze Ecke schneller ist, als er das vor 10 Jahren war. Die Bilder von Radstrecke aus diesem Jahr sprechen doch für sich selbst. Tut mir leid, das sagen zu müssen, aber Kona als „Rennen“ kann ich nicht mehr empfehlen. Man kann es – wie so viele – der Erfahrung wegen machen, aber darf leider kein faires Rennen erwarten. Kona 2016 bedeutete außerhalb der Top50 entweder, im Pulk mitzuschwimmen oder jegliche Chancen auf eine vordere Platzierung schon auf dem Rad dranzugeben. Nut gut, dass ich meine Entscheidung schon weit vorm Rennen hatte treffen müssen. Sonst wäre ich stinksauer gewesen!

Teils liegt das an der Einstellung der Athleten, klar. Ein Teil der „Typ 1 personalities“ die Triathleten allgemein sind, wird so einiges für ein gutes Ergebnis tun. Der größte Teil der Verantwortung aber liegt beim Veranstalter. Das könnte und muss mehr getan werden! Das allerdings gilt nicht nur für Kona, sondern für alle Rennen mit flachen Kursen und mehr als 2.000 Startern bspw. Barcelona, Brasilien, Cozumel oder eben Florida. Überall dort ist das Rennen auf der Radstrecke weit, weit entfernt vom in den Regeln stehenden Einzelzeitfahren.
Zusammengefasst: Es muss etwas getan werden, um das Rennen zu retten!

Wellenstarts nach Altersklassen, erheblich mehr Kampfrichter, höhere Zeitstrafen für Drafting eventuell sogar die Aufteilung des Rennens auf zwei Tage sollten alle einmal genau geprüft werden.
Ich muss aber gestehen: Ich denke nicht, dass sich substanziell etwas tun wird in den kommenden Jahren. 



ST: Zu einem anderen Thema: Doping. Denkst du, dass Doping im Altersklassensport weit verbreitet ist?

Tim: Ich denke, Doping ist ein großes Problem in unserem Sport. Erstens ist Triathlon eine Kombination dreier Ausdauersportarten – also ideal für Doping. Zudem saugt einen die Langdistanz durch das viele Training extrem auf. Es dominiert Dein Leben so, wie es kaum ein anderer Sport macht. Und dann ist der Kona slot in Deiner peer group sowas wie der heilige Gral. Es gibt also einiges, was Athleten dazu bewegt, sich Doping zu überlegen. Zudem ist Triathlon ein Sport der Besserverdiener und das erforderliche Geld für eine EPO Kur ist nicht wirklich ein Problem. Zu alledem kommt eine Gesellschaft in der altern oft Krankheit begriffen wird, die man behandeln muss – bei Männern eben mit Testosteron.
Und auch wenn es seit 2012, als sie Kevin Moates erwischt haben, durch die WTC wohl Trainingskontrollen gibt, müssen es mehr werden. Die Jungs und Mädels sind einfach nicht so dumm, sich in der Rennwoche nach der Pasta Party positiv erwischen zu lassen!

ST: Wenn Du noch ein Rennen Machen könntest, welches wäre das? 

Tim: Wäre ein Duathlon, “City to Summit” in Scotland.
Ein langer Tag per pedes und pedale von Edinburgh durch die highlands zum Ben Nevis. Blöd bloß, dass das in toto 63 Laukilometer sind. Also ein leider nicht möglich.



ST: Rückblickend, welches Rennen bleibt am meisten im Gedächtnis?


Tim: Trotz Kona und einem 11. Platz beim Ironman UK 2008 wird das immer mein erster Ironman sein, 2001 in Roth. Aus vielen Gründen. Wenn Du mich um vier Uhr früh weckst ist das das einzige Rennen, dessen Endzeit (12:11:51h) ich Dir auf die Sekunde sagen kann. Ich werde nie vergessen, wie jemand versuchte mich da noch 20meter vorm Zeil niederzusprinten. Hat er nicht geschafft! Und dann ist auf dem Zielbild noch mein bester Kumpel drauf.
Dieser Tag ist der Grund, warum ich jedes Jahr im Juli nach Roth fahren und Gänsehaut bekomme, wenn ich die Abfahrt Allersberg von der A9 nehme.

Tim und Alex in Roth 2001. 
ST: Du bist ja noch vergleichbar jung und die Verletzungen spielten eine Rolle bei Deiner entscheidung jetzt Schluss zu Machen. Trotzdem schein es, als ob Deutsche einfach früher Schluss machen mit Triathlon als US-Amerikaner. Kannst du das bestätigen?


Tim: Dank Dir für das Kompliment, aber ich denke, es sind die Trainingsjahre, die hier zählen. Und da machen 18 Langdistanzen in 15 Jahre schon viel aus! Zur Frage: Ich denke, Deine Annahme ist korrekt, zumindest für diejenigen, die den Sport auf einem hohen Niveau betrieben haben. Viele dieser Athleten ziehen sich früher zurück als ihre amerikanischen Altersgenossen.
Woran das liegt? Zum Einen fangen sie hier früher an. Viele Studenten haben in den letzten 20 Jahren hier leistungsmäßig Triathlon betrieben. In den US Colleges fängt das gerade erst an. Einige dieser – vornehmlich - Jungs haben es zum Profi geschafft, viele aber „nur“ nach Hawaii.
Zweitens gründen Deutsche (Triathleten) zumeist später ihre Familie und wenn die Kinder in die Schule kommen wird die Zeit knapp. Wenn dazu noch der Job zeitintensiver wird als es die Uni war…
Drittens ist es, wenn Du mal ein entsprechendes Niveau – für einige eben knapp unterhalb der Profischwelle – angekommen bist schwer zu akzeptieren, dass sich mit dem älter werden auch die Art und Weise ändert, wie das Rennen abläuft, dort, wo Du Dich rumtreibst. Besonders gilt das für in der Breite hochkarätig besetzte Rennen, also ganz besonders für Kona. Bist Du einmal Mitte der 40er sitzt Du im Schulbus nach Hawi, ob Du willst, oder nicht. Für mich bedeuteten diese Busse, dass ich schlicht den Vorsprung in T“ nicht mehr haben würde, den ich bräuchte, um vor den Swim/Runners im Ziel zu sein. Habe mich deshalb – zumindest außerhals von Kona – auf Rennen konzentriert, die aufgrund der schweren Radstrecke noch faire Bedingungen bieten. Es ist sicher auch für andere desillusionieren zu sehen, wie so ein Ironman im „Mittelbau“ abläuft.


ST: Also, was steht als nächstes an? 

Tim: Glücklicherweise gibt’s ja eine ganze Welt da draußen mit Sportveranstaltungen, bei denen man nicht laufen muss. 2017 ists das erst mal das 24h-Rennen am Nürburgring im 4er Team, sicher Challenge Roth als Staffelradler und der Gran Fondo New York Germany in Hameln. Ist also noch was zu tun, bis mich der Golfvirus endgültig erfasst.





ST: Sonst noch was, das Du uns wissen lassen willst?

Tim: Klar! Ich arbeitete 2007 ein halbes Jahr land in San Diego und hatte mich dort dem Tri Club angeschlossen. Klasse Truppe und Freundschaften, die teils bis heute noch bestehen. Sechs Jahre später führte das über Umwege dann dazu, dass mich 2013 das Timex Team aufgenommen hat. Die haben jetzt „Ze German“ im Team. Wieder ein unglaubliche Truppe, bei der der sport nur der Aufhänger ist um viele weitere Gemeinsamkeiten zu finden und das ein oder andere Bier zu trinken. A propos Bier: Herbert, wir müssen unbedingt ein Pyraser Pils trinken, wenn Du nächstes Jahr nach Roth kommst!

ST: Also ich bin aber am 09. Juli schon zu einem Swim-Run im Engadin angemeldet.

Tim: Oh, dann musst du den wohl absagen. Wir sehen uns in Roth!

Montag, 7. November 2016

2017 - 2. Triathlon-Bundesliga - Wir kommen!

Ja, so freut 'man' sich auf die 2. Bundesliga im nächsten Jahr beim Team Spessartchallenge. Im Frühjahr gibts die ganze Mannschaft mit den Neuzugängen Anne Kaiser und Leonie Pless.



 







Sonntag, 30. Oktober 2016

Marathon - Bestzeit für Eric Rainer in der Frankfurter Herbstsonne



Ideale äußere Bedingungen erlebten die Athleten des Teams Spessartchallenge in der Mainmetropole.

Bei seiner 10. Teilnahme in Frankfurt rannte Jürgen Metzler mit seiner eigenen Startnummer raketenhaft in 3:02:50 Std. durch das Ziel in der Festhalle. Marathonneuling Eric Rainer schafft eine super Bestzeit, und die Teamstaffel absolviert die Strecke unter drei Stunden.



"Es ist wie es ist: Am Ende sind es immer 42,195 Kilometer. Und es ist stets ein Grenzgang! Zum 19. Mal gesamt und zum 10. mal in Frankfurt in Folge bin ich nun Marathon gerannt.

Ich kann es schon gar nicht mehr zählen, wie oft im Ziel eine 3:02 oder  3:03 stand. Heute war Eric mein Held...dass er am Ende bei seinem Debüt noch so kämpfen musste, zeigt, was Marathon  mit einem macht. Willkommen im Club!", so Metzler

Eric Rainer finsihte in 3:03:24 Std. und stellte eine erste persönliche Bestzeit auf, die bestimmt schon im nächsten Jahr verbessert wird.



"Ab Kilometer 38 war es soweit,  die zerstörerische Kraft des Marathons war da. Meine Beine waren fest wie Kruppstahl, aber das gehört dazu bei der ersten Teilnahme.
Ein Marathon ist ein Marathon, der endet erst hinter der Zielinie," erklärte Rainer stolz.

Die Staffel "SVG" (schön vorne gelaufen) mit der Besetzung Jean Marc Parzakowski, Sven Kailing, Egmont Pietruschka und Michael Lik läuft 2:51:15 Std und belegt einen hervorragenden 13. Platz.

Team SVG
Km 31 - Teamrennen oder Teamfight?  Eric setzt zum Überholvorgang an.
Km 31



Km 36

Km 41,8 - Anspannung

Km 41,8 - Entspannung

Km 41,8 



Zwei Finisher - zwei Sieger!

Dienstag, 25. Oktober 2016

Xterra World Championships - 25. AK-Platz für Marco Weisbecker

Natur trifft Naturkörper - nur die kurze Hose stört!

Xterra World Championships 2016: Sebastian Kienle, Zweitplatzierter des Ironman Hawaii, am Start - Ben Hoffmann, Viertplatzierter, am Start - Marco Weisbecker aus Bad Orb am Start.
Während Kienle und Hoffmann nur kurz von Big Island nach Maui rüberfliegen mussten, hatte Weisbecker eine mehrere tausend Kilometer lange Anreise hinter sich. Ziel: den atemberaubendensten Wettkampf des Planeten in paradiesischer Natur zu bestreiten. Während sich die deutsche Bevölkerung mit dicker Jacke durch den Alltag kämpft, durfte sich Weisbecker halbnackt in knüppelengen Deutschaland-Einteiler mit 750 Athleten über 1,5 km Pazifikschwimmen, 32 Kilometer Mountainbike und einem 10,5 Kilometer-Lauf an die Startlinie stellen.
"Der deutsche Ausdauersportler kann sich nicht vorstellen, in welch paradiesischer Natur dieser Wettkampf eingebettet ist. Dazu diese subtropische Wärme, die Sonne, das Licht, das Meer - es ist unbeschreiblich schön." schwärmte Weisbecker schon vor dem Rennen.
Weisbecker entstieg dem sehr welligen und 26 Grad warmen Pazifik-Aquarium, diesmal auch wieder ohne Haibegegnung, nach 34:58 Minuten.


video

Aufgrund des Regens in den Tagen zuvor, wusste Weisbecker, dass die Radstrecke mit dem Mountainbike nicht einfach werden würde.
"Schon nach 5 Kilometer war ich total mit hawaiianischen Schlamm eingesaut. Leider hatte ich viele Kettenklemmenr und Überspringer und musste sehr oft das Rad schieben", so Weisbecker.
Auf den 32 Kilometer arbeitete sich Weisbecker Platz um Platz nach vorne und benötigte kraftraubende 2:57 Std. für die MTB-Strecke. Wie schon dieses Jahr zu erkennen war, hat Weisbecker seine Lautstärke kontinuierlich ausgebaut und fegte nun auf den folgenden 10,5 Kilometer über hawaiianische Hügel, Kurven und Anstiege über den Kurs. Mit erhobenen Armen und sichtlich zufrieden, gesund das Ziel erreicht zu haben, durchlief Weisbecker unter tobendem Applaus nach 4:29:36 Std. das Ziel.
"Mein Lauf war sehr gut, ich war nur 6 Minuten langsamer als der Zweitplatzierte und hatte die 6. schnellste Zeit in meiner Altersklasse."


video



Sebastian Kienle und Ben Hoffmann erreichten auf Platz 16 und Platz 7 relativ entspannt das Ziel und zeigten mit ihrer Leistung, dass man Triathlon auch einfach nur machen kann ohne vordere Platzierungen im Blick zu haben. Marco Weisbecker belegte in seiner Altersklasse den sehr guten Gesamtplatz 25 und wurde in der Overall-Wertung 250-igster.
"Jetzt ist erst mal Pause. Am Wochenende schaue ich mir den Frankfurt-Marathon an mit unseren Läufern Metzler und Rainer. Dann werde ich mich auf die Sofa- und Chipsphase für 6 Wochen freuen", so Weisbecker.

Donnerstag, 20. Oktober 2016

Collage 2016

Eine kleine Collage mit Bildern aus 2016!

Mittwoch, 19. Oktober 2016

Tim Stutzer und Jan Frodeno gehen - Marco Weisbecker kommt!

Kurz nach dem Ironman auf Hawaii findet auf der Nachbarinsel Maui ein weiteres sportliches Highlight statt: die X-terra-Weltmeisterschaft im Cross-Triathlon. Während Tim Stutzer und Jan Frodeno nach ihren Erfolgen die Heimreise angetreten haben, starten noch eine Athleten, die auch am Ironman teilgenommen haben auf Maui.
Direkt aus Bad Orb eingeflgoen und am Start - der 'echte' Orber Marco Weisbecker.
"Hawaii ist ja schon sehr schön, aber Maui ist der Oberknaller - jeden Morgen kann ich es gar nicht glauben, wie unfassbar schön die Natur hier ist - das Farbenspiel aus Himmel, Meer und sattem Grün ist unbeschreiblich schön", so Weisbecker kurz nach einer Trainingseinheit, die er mit einer Liegeeinheit in einer Hängematte beendete.
Am Sonntagabend um 21:04 Uhr startet das Rennen.

Sonntag, 16. Oktober 2016

Über Offenbach nach Frankfurt - Formtest für den Frankfurt-Marathon

Im Rahmen des 24. Mainuferlaufes absolvierten Jürgen Metzler und Eric Rainer bei herrlichem Herbstwetter den letzten Formtest vor dem anstehenden Frankfurt-Marathon. Während Metzler die 10km-Strecke in Angriff nahm, startete Rainer über die halbe Marathondistanz.
Metzler ging mit dem Marschplan ins Rennen, 90% seiner Leistungsfähigkeit auf den Asphalt am Mainufer in Offenbach zu bringen - Rainers Vorgabe waren 80%. Laut Aussage der beiden Athleten ist es in dieser Trainingsphase - zwei Wochen vor dem Rennen - wichtig, den Körper nicht übermäßig zu ermüden. Metzler lief konstant 3:48 min/Kilometer und finishte nach handgestoppten 38:01 min. Rainer durchlief die 21,1 Kilometer mit gewohnt großen Schritten in 1:27,17 Std..
"Ab Kilometer 16 war mir mein Tempo dann doch zu langweilig und ich habe über die letzen fünf Kilometer die Geschwindigkeit erhöht", so Rainer.
Noch zwei Wochen, dann wird sich zeigen, ob die wochenlange Vorbereitung mit bis zu 100 km/Woche richtig war. Auf alle Fälle gibt es eine Bestzeit für Rainer, der in der Mainmetropole seinen ersten Marathon finishen wird.
"Übrigens freue ich mich auf die Bewältigung einer so geschichtsträchtigen Strecke. Auch wenn Wissenschaftler den Lauf des Römers, der vor gut 2500 Jahren die Strecke von Marathon nach Athen zurücklegte, um den Sieg gegen die Perser zu verkünden, als Sage abtun".
"Bei meinem Finish in der Festhalle werde ich dann auch einen Sieg verkünden: meinen Sieg über die Marathondistanz", verrät Rainer mit einem Augenzwinkern.
Auch Metzler hat das Ziel und eine gute Zeit im Fokus. Mit seiner zehnten Teilnahme wird Metzler eine besondere Ehre zu teil. Er darf mit einer eigenen und ewigen Startnummer ins Rennen gehen, die ihn in den nächsten Jahrzehnten über die Straßen von Frankfurt begleiten wird.
Frisch aus dem Urlaub starteten auch Dana Wagner und Michael Rademacher. Im Familienduell bewies Michael Gentlemen-Qualitäten. Mit der Zeit von 1:31,32 Std. lies er seiner Freundin den Vortritt, die mit 1:30,47 Std. mehr als eine Minute schneller war.

Montag, 10. Oktober 2016

Ironman Hawaii - Tim Stutzer finished Lächelnd!




Am Tag der 'Deutschen Männer' auf Hawaii vollbrachte auch Tim Stutzer eine tollen Wettkampf. Mit fast Nullmeter-Wassertraining schaffte es Stutzer nach 1:08 Std., das glasklare Wasser und schönste natürliche Aquarium der Welt in der Bucht von Kona zu verlassen. Auf seiner Maschine sitzend, gab Stutzer dann richtig Gas. In sehr guten 5:17:15 Std. - über endlos kleine Hügel und fast zuschauerleerer Radstrecke nach Hawi - und wieder zurück nach Kona - hatte Stutzer viel Zeit, sich Gedanken über seine sportliche Zukunft zu machen.
Nach eigener Aussage war das die letzte Teilnahme. Beim anschließenden Marathonlauf über 42,2 Kilometer bei brütender Hitze und unglaublicher Luftfeuchtigkeit gelang es dem Orber in 4:26,47 Std., sich die Schönheit der Insel vor Augen zu führen. Mit der Stimme von Mike Reilly 'The voice of Ironman' im Ohr: "You are an Ironman" überquerte Stutzer nach 11:02,51 lächelnd die magische Ziellinie des immer noch legendären Ironman auf Hawaii.

Julia Nikolopoulos holt Deutsche AK- Meisterschaft im Crossduathlon

Beim Kraichgauman erringt Julia Nikolopoulos in 2:03:08 Std. den Titel in ihrer Altersklasse!
Ehemann Alex Nikolopoulos wird in 1:49,31 Std. Vierter in der AK 40 und belegt Gesamtplatz 27. Auf den vierten Platz kommt auch Marco Weisbecker in der Altersklasse 35 und belegt mit 1:57,51 Std. den Gesamtplatz 46. "Es war kalt", sagte Weisbecker kurz nach Zieldurchlauf. Weisbecker erwarten ab nächster Woche ganz andere Temperaturen, wenn er nach Maui zur X-Terra-Weltmeisterschaft im Cross-Triathlon fliegt.

Samstag, 17. September 2016

Alzenau Triahlon: Dana Wagner siegt - Eine Fotoshow

Mit Marco Weisbecker (Platz 16) und Michael Rademacher (Platz 11) waren zwei Ligastarter des TV Bad Orb beim Alzenau Triathlon aktiv. 
 Dana Wagner sicherte sich den Sieg bei den Damen. Damit greift Dana Wagner neben dem Königreich Trairthlon in Flieden den nächsten Sieg bei einem Rennen in heimischen Gefilden ab: Stark!!!
Michael Rademacher im Wiegetritt
Marco W. in der Aeroposition
Michi on the Run
Dana lässt der weiblichen Konkurrenz keine Chance
Marco W. vor Egmont P. aus GN ;-)
Dana Wagner strahlt sich zum Sieg!!!

Phänomen Challenge Walchsee: „The Place to be“


Der TV Bad Orb wurde bei der Triathlon-EM am Walchsee mittlerweile schon traditionell hervorragend angefeuert


Bei der siebten Ausgabe der Challenge Walchsee – in diesem Jahr Austragungsort der Triathlon-EM über die halbe Ironman-Distanz – waren die beiden Sportler des TV Bad Orb – Jürgen Metzler und Aldona Lyschik – bereits zum 7. Mal vor Ort. Metzler nahm den Wettkampf sechs mal „solo“ in Angriff, einmal war er als Staffel unterwegs. Lyschik – in den ersten Jahren „nur“ Fan – stieg zunächst mit einem kleinen Sprinttriathlon am Rennvortag ein, sammelt mittlerweile seit einigen Jahren als Radfahrerin in Staffeln Wettkampfkilometer. Aber auch Adi Kohr war nur einmal nicht dabei. Er startete immer über die halbe Ironman-Distanz. Julia Ertmer und Florian Broch folgen mit 4 bzw. 3 Starts am Walchsee. Hinzukommen Nina Vabic, Katahrina Kreit, Bernd Parczakowski, die zweimal dabei waren. Jörn Gabler, Oliver Rinkenberger Jean-Marc Parczakowski traten einmal am Walchsee an.

Hotelchef Norbert Brunner mit allen Orber Statern
Aber warum Walchsee?
Neben der Tatsache, dass das Örtchen Walchsee ein herrliches Alpen-Ambiente bietet, hat vor allem Jürgen Metzler Erinnerungen aus Kindestagen an diesen Ort. Seine Eltern – Klaus und Brigitte Metzler – reisen schon seit Jahrzehnten ins Seehotel Brunner, um ihren Urlaub zu verbringen. Eigentlich reisen sie kaum irgendwo anders hin. Im Winter wie im Sommer ist Walchsee „The Place to be“ für die Metzlers. 
Albert Bauer war mit seinen 86 Jahren der ältetse Orber Fan
Klaus Metzler – Ehrenmitglied des TV Bad Orb - ließ es sich nicht nehmen, für die Triathleten des TV Bad Orb bei den Hotelbetreibern seines Vertrauens – Norbert und Anita Brunner – ein besonderes Sponsoring auszuhandeln. Alljählrich beherbergt das Hotel in einem Zimmer nun die Starter des TV Bad Orb. Und wenn es mehr Orber Triathleten sind, die an den Start gehen – wie es immer häufiger vorkommt – dann buchen die Orber weitere Zimmer hinzu. Das Seehotel Brunner ist der rechte Fleck für die Kurstädter. Und so wächst nicht nur die Gemeinde der Starter Jahr für Jahr. Auch der Fanclub wächst. Es sind mittlerweile nicht nur die mitreisenden Familienmitglieder der Sportler, sondern auch Hotelstammgäste aus Hamburg und Frankfurt, die jährlich kommen, um dem Spektakel beizuwohnen. Das Hotel hat eine herrliche Lage, so dass Schwimmstart, Rad- und Laufstrecke bestens beäugt werden können. Das „Seestadl“-Restaurant an der Seepromenade wird so alljährlich zum Epizentrum der Stimmung. Die Mitarbeiter der örtlichen Feuerwehr streiten sich – so die Feuerwehrmänner am Renntag - bei den Planungen jährlich, wer bei den „Orbern am Seehotel Brunner“ Dienst schieben darf, um die tolle Atmosphäre miterleben zu dürfen.
Jürgen Metzler & Nobert Brunner mit Bergkulisse & Wettkampfrad
Zur Triathlon-Europameisterschaft hatten sich nicht nur die Sportler viel vorgenommen und waren mit den Nationalteamfarben unterwegs. Auch der Fanclub hatte sich „rausgeputzt“. Das Printhouse Bad Orb unter Leitung von Ralf Baumgarten – selbst passionierter Triathlet - hat es sich nicht nehmen lassen, die Kosten für die Fantransparente, auf denen die Orber Starter „wild winkend“ empfangen wurden, zu übernehmen. Außerdem wehte eine große Fahne der Stadt Bad Orb und ein Banner der Kurstadt – organisiert von Klaus Metzler – auf der Laufstrecke und begrüßte die Sportler bei jeder ihrer Runden um den Walchsee. 
Die Mischung macht's: Starter & Fans beim Fototermin
„Was wären wir am Walchsee ohne unseren Fanclub? Ich habe schon so viele Triathlons gemacht, aber hier am Walchsee ist es besonders herzlich, besonders laut und besonders heimisch. Die Challenge Walchsee ist jedes Jahr ganz besonders! Danke für diese Unterstützung!“, so der erfahrenste Orber Triathlet Adi Kohr. Diesen Worten würden alle Orber Triathleten sicher beipflichten. Eines ist jetzt schon klar. Die Orber kommen wieder: Sportler und Fans!

Samstag, 10. September 2016

Eine Saison mit Höhen und Tiefen


Das Team Spessartchallenge TV BAD ORB feiert beim Saisonfinale zwei Zweite Plätze und beendet eine schwierige Triathlon-Saison - Regionalligadamen holen die Vizemeisterschaft


Mit vier Ligamannschaften stellt der TV BAD ORB in Sachen Triathlon mittlerweile die größte Wettkampftruppe in heimischen Gefilden. Dabei sind in der Abteilung gerademal 35 in der Liga startberechtigte Athleten gelistet. Dafür schlagen sich die Kurstädter mehr als passabel. Die älteste Truppe, die erste Herrenmannschaft – aktiv seit Gründung der Hessenliga im Jahr 2004 – war seit bestehen stets in der höchsten Hessischen Triathlonliga aktiv und kämpft seit nunmehr 6 Jahren in der Regionalliga Mitte, der dritthöchsten Deutschen Liga. Das 2010 gegründete Damenteam machte mit vier Aufstiegen und dem Durchmarsch in die 1. Triathlon Bundesliga von sich hören. Nach dem Ausflug ins Oberhaus trat die erste Damengarde 2016 erneut in der Regionalliga Mitte an. Die beiden zweiten Teams bewiesen auf Hessenebene gute Form. Die zweite Herrenmannschaft kam 2016 nach drei Aufstiegen in Folge in der zweiten Hessenliga an. Das zweite Frauenteam durfte eine Etage höher, in der ersten Hessenliga nach dem Aufstieg im vergangen Jahr an der hessischen Mannschaftsmeisterschaft teilnehmen.

Das Team in Baunatal

 Ein Seuchenjahr mit Erfolgen
In diesem Jahr kämpften die Teams dann mit häufigen Ausfällen. Berufliches und Krankheiten machten es den Teamkapitänen schwerer denn je. Bei kaum einem Rennen stand die Formation an der Startlinie wie geplant. Positiv hervorzuheben ist die Tatsache, dass sich die Teams oft gegenseitig aushalfen und es trotz Notbesetzungen gute Leistungen gab. „Eine Kaderzugehörigkeit macht beim TV Bad Orb kaum Sinn. Bei so einem kleinen Verein muss jeder in Lage sein, mal einzuspringen. Am Ende der Saison ist es dann doch immer anders gelaufen. Diese Saison ist das Paradebeispiel dafür“, so Abteilungsleiter Jürgen Metzler in seinem Rückblick. Die Regelung, dass ein Athlet nach dem zweiten Rennen in einer höheren Liga „oben“ festgespielt bleibt, wurde in dieser Saison vor allem für Metzler selbst zum Knackpunkt und er selbst zum Beispiel für diese Regel. Schon Mitte Juni musste Metzler – eigentlich als Zugpferd für die zweite Mannschaft geplant – Ausfälle kompensieren und spielte sich im Regionalligateam „fest“. Unvorhergesehene Ausfälle von Joanna Tywczynski, Jörn Gabler und Nina Vabic verdeutlichten, wie schwer es der TV BAD ORB hat, wenn Leistungsträger nicht zur Verfügung stehen. Das kniffligste Rennwochenende wurde dann schon im Vorfeld klar. „Schon bei der Saisonplanung im letzten Winter wussten wir, dass das erste Septemberwochenende ein schwieriger Termin wird. Mit dem Saisonfinale in Baunatal, bei wir mit vier Teams antreten mussten, der Europameisterschaft über die halbe Ironman-Distanz, für die mehrere Athleten des TV Bad Orb – allen voran Julia Ertmer, Florian Brosch und Michael Lik – die Nominierungskriterien erfüllten und der Heimveranstaltung – der Spessartchallenge – drohte eine Terminkollission der besonderen Art“, so Abteilungsleiter Jürgen Metzler.



Regionalligadamen holen die Vizemeisterschaft

Trotz aller Widrigkeiten feierten die erste Herrengarde und auch die Regionalliga-Damen in der Liga zunächst gute Ergebnisse. Der Tagessieg der Damen in Darmstadt und der zweite Platz an der Mosel und in Baunatal machten den Ausreißer in Worms – nur Rang 5 – fast vergessen. Die erste Damenmannschaft holte die Vizemeisterschaft in der Regionalliga. Verantwortlich für die Vizemeisterschaft waren Julia Ertmer, Katharina Kreit, Elisabath Hilfenhaus, Laura-Sophie Usinger, Aldona Lyschik, Dana Wagner, Nicole Swoboda-Töpfer und Julia Hündersen. Sie lieferten einmal mehr die Beste Mannschaftsleistung aller Teams ab. Die Sensation wurde vom Ligaleiter des Hessischen Triathlon Verbands – Martin Hannappel – verkündet. Mit der Vizemeisterschaft erfüllt der TV BAD ORB die Aufstiegskriterien zur 2017 neuen Zweiten Bundesliga „Süd“. Ein Erfolg, der den sportlichen Weg und eine Chance für die „Orber Mädels“ ebnet, endlich mit genau den deutschen Teams an der Starlinie zu stehen, die ihrem Niveau entsprechen. Damit schließt die Deutsche Triathlon Union die riesig klaffende Schere zwischen dem „olympischen“ Niveau in der Ersten Triathlon Bundesliga und der vom TV Bad Orb stets mitgestalteten Qualität in der Regionalliga. „Wir gratulieren unseren Mädels zur Vizemeisterschaft. Es macht uns stolz zu sehen, wie es den Mädels – auch in diesem schwierigen Jahr – gelungen ist, das Aufstiegsrecht für die Zweite Bundesliga zu holen“, so Adi Kohr, seines Zeichens Mitgründer und Ideengeber der Orber Damentriathlon-Abteilung.



Eli, Lauso & Dana auf dem Podest
Platz 4 für die Hessenliga-Damen

Und die zweite Damengarde schrammte als viertbestes Team in Hessen nur knapp am Podest vorbei und wäre mit einem Haar sogar noch in die Regionalliga aufgestiegen, was möglich gewesen wäre, wenn das erste Damenteam in Richtung zweite Bundesliga aufrückt und Platz gemacht hätte. Für diese Leistung zeigten sich Hannelore Heinl, Julia Karrasch, Julia Hündersen, Julia Nikolopoulos, Laura-Sophie Usinger, Katharina Kreit und Nina Vabic verantwortlich. Vor allem das Rennen in Viernheim, bei dem Nina Vabic mit dem Tagessieg in der Liga-Einzelwertung das Fundament für den Podestplatz legte, stach hervor. In beiden Damenteams waren die Rennen 2016 oft mit nur drei Starterinnen besetzt, was alles andere als optimal und Zeichen der dünnen Personaldecke war.

3x Julia in der Hessenliga in Baunatal

Teamzeitfahren in der Hessenliga
Herrenteams mit kurioser Taktik beim Saisonfinale gegen die Personalnot

Die beiden Herrenteams griffen beim Saisonfinale in Baunatal zu einer mehr als kuriosen Taktik. Der unerwartete Ausfall von Christian Ries und die Tatsache, dass mehrere „Buben“ bei der Europameisterschaft weilten, ließ die Orber in die Trickkiste greifen. Die Regionalliga-Herren – vor dem letzten Rennen in Baunatal durch starke Auftritte in Darmstadt und Worms noch mit der historisch besten Ligaplatzierung beseelt – opferten sozusagen die bis dato gute Regionalligaleistung, um die zweite Mannschaft aus den Abstiegssorgen rauszuhalten. Die Taktik ging völlig regelkonform auf. Dies jedoch nur, da durch die zeitversetzten Rennen beider Ligen, alle nicht „oben“ festgespielten Athleten zunächst in der Hessenliga starteten, um kurz darauf erneut in der Regionalliga zu starten. Mit dieser Taktik holte die zweite Mannschaft den ersten Podestplatz der Saison, landete letztlich mit Rang 6 im guten Mittelfeld der Liga. Die Regionalliga-Herren stürzten zwar um 5 Plätze ab und landete mit Rang 10 im hinteren Drittel der Ligawertung. „Der Erfolg beim Saisonfinale waren keine Platzierungen, sondern die Tatsache, dass alle Teams überhaupt am Start waren. Wenn dann am Ende ein Podestplatz mit der zweiten Mannschaft und zwei Titel bei der parallel stattfindenden EM durch Florian Brosch und Michael Lik rausspringen, sprechen wir dennoch von einem überaus erfolgreichen Wochenende“, so Teamkapitän Sebastian Heinl im Fazit. Für die Herren des TV BAD ORB waren in dieser Saison Florian Brosch, Michael Lik, Christian Ries in der Regionalliga, als Springer in beiden Ligen Jan Grießmann, Jürgen Metzler, Adi Kohr, Marco Weisbecker, Eric Rainer, Michael Rademacher und in der Hessenliga Jean-Marc Parczakowski, Alexander Nikolopoulos und Swen Kailing unterwegs.  
Der Herren-Express beim Team-Sprint in Baunatal
Ab in die Saisonpause - Stutzer nach Hawaii

Der TV BAD ORB zeigt sich sehr zufrieden mit den Leistungen seiner ambitionierten Triathleten. Etliche Einzelleistungen und die tollen Teamergebnisse zeigen, dass die bunte Truppe auch 2016 dazu beigetragen hat, dass Bad Orb in Deutschlands Triathlonlandschaft eine ordentliche Rolle spielte. Die meisten Athleten beenden nun ihre Saison. Einzig Tim Stutzer reist im Oktober zur Ironman-Weltmeisterschaft nach Hawaii und hält nach seiner Qualifikation bereits im vergangenen Jahr in Wales die Farben des TV BAD ORB auf der internatonalen Bühne weiter hoch.