Donnerstag, 26. Januar 2012

Team Spessartchallenge präsentiert neues Damenteam




Vor mehr als zehn Jahren wurde das Triathlon-Männerteam „Team Spessartchallenge“ vom TV Bad Orb gegründet, um die Mitte September in und um Bad Orb stattfindende Veranstaltung „Spessart Challenge“ hessenweit unter Triathleten und Ausdauersportlern bekannt zu machen. Nach dem Aufstieg in die dritthöchste deutsche Triathlonliga im Jahr 2010 konnte nun der Teamkapitän des Vereins, Tim Stutzer, für 2012 ein neuen Knaller bei der Sportlerehrung der Stadt Bad Orb präsentieren: „Das „Team Spessartchallenge“ wird dieses Jahr mit zwei Teams an den Start gehen. Zu den erfolgreichen Männern gesellt sich in der kommenden Saison ein hochkarätiges Damenteam, das Ende Dezember gegründet wurde“, erwähnt Stutzer mit freudiger Miene.
Julia Nikolopolus, die bislang allein die Triathlonszene mit einem Europameisterittal in Ihrerer Altersklasse beim Ironman Germany in Frankfurt begeisterte, bekommt vier Athletinnen an ihre Seite. Neu zum Damenteam stößt die Gewinnerin des Brüder-Grimm-Laufs und der spessartchallenge vergangener Jahre Joanna Tywczynski aus Bad Soden-Salmünster, die auch im Jahr 2011 zum ersten mal beim Ironman Germany finishte. Zweite im Bunde ist Julia Ertmer. Sie erzielte vor einigen Jahren bei den Deutschen Jugendmeisterschaften einen hervorragenden fünften Platz über 3000m Hindernis und ist seit Ihren Doppelsiegen beim Oberrodenbacher Silvesterlauf und dem Offenbacher Schüssel-Crosslauf kein unbeschriebenes Blatt mehr. „Dass die Heidelbergerin mit einer hervorragenden Ausdauer ausgestattet ist, konnte das Männerteam bereits im Winter-Skilanglauf-Trainingslager im tschechischen Harrachov feststellen“, kommentiert der Vizehessenmeister über die Mitteldistanz, Jürgen Metzler, die Leistungsfähigkeit des Neuzugangs. Komplettiert wird das Team durch die Frankfurterin Marie Hanselmann und Aldona Lyschik. Letztere feierte beim Kinzigtal-Triahtlon in Gelnhausen im Jahr 2011 ihren Einstand in die Triathlonszene.
Das Damenteam startet im ersten Jahr in der zweiten Triathlonhessenliga. Das Herrenteam ist sich aber ob des starken Leistungspotenials einig, dass Erfolge dort nur eine Frage der Zeit sein werden, so dass spätestens 2014 die Damen und Herren in der Regionalliga starten könnten.

Sonntag, 4. Dezember 2011

Nikolausduathlon 2011 – die Schlammschlacht bleibt aus & Julia gewinnt (Zuschauerprotokoll)




„Keine 10 Pferde“, meinte ich früh morgens am vergangenen Sonntag , es goss wieder mal aus Kübeln, zu meiner anderen Hälfte, „bringen mich heute in den Niddapark. Im Niddapark stand am Sonntag der Nikolausduathlon an & bei fünf Grad und Dauerregen wollte ich nicht wirklich zum zugucken hinfahren. Als es dann aber gut eineinhald Stunden vorm Start des Rennens aufklarte, packten wir uns dick ein und machten uns mit einem Mannschaftssatz an Nikolausmützen auf nach Ginnheim. Heimlich hatten wir gehofft, dort trotz trockener Witterung eine richtige Schlammschlacht mitansehen zu dürfen wie 2009, aber das Frankfurter Grünflächenamt hatte uns einen Strich durch die Rechnung gemacht: Im letzten Jahr sind offensichtlich sämtliche Wege im Niddapark neu geschottert worden und nix war’s mit der Dreckschleuderparade. Eher gesittet ging es zu auf den Strecken von 5km laufen, 22km Waldwegradeln und noch Mal 2,5km laufen. Bei den Männern war das Rennen schon entschieden, bevor der Startschuss fiel, Rudolf (kein Scherz) von Groth war am Start und sollte das Rennen locker nach hause laufen, wenn er denn keinen Plattfuß kassierte. So kam es dann auch, hinter ihm lief mit seinem Teamkollegen von den Skills 04 Frankfurt auch einer der üblichen Verdächtigen ein. Nur auf Platz zwei kam ein uns Unbekannter Berliner. Mal etwas Abwechslung im Männerrennen. Nu denn. Wirklich Interessanten spielte sich etwas weiter hinten im Gesamt feld ab:Die für uns wichtigen Fragen des Tages lauteten: Fährt Alex Nikolopoulos mal wieder die schnellste Radzeit, obwohl er zwei von drei Runden allein kreiseln musste und, irgendwie heute wichtiger (warum bloß??) schießt seine Frau Julia das Ding heute ab? Die Profifraktion der Damen in Form der Dauersiegerinnen Jenny Schulz und Natascha Schmitt nämlich war bei diesem Schitwetter zuhause geblieben und damit hatte Julia sehr gute. Das wusste sie selbst offensichtlich sehr gut, denn vor dem Rennen konnte man ihr fast mehr Nervosität ansehen als vorm Ironman auf Hawaii. Darauf angesprochen hieß es kurz und knapp „Rennen ist Rennen!“. Alles klar, na dann los:


Startschuss 11:45h
Alles ballert los wie von der Tarantel gestochen, besonders Alex. Oh, ob das gut geht?




Durchlauf nach Laufrunde # 1:
Aha, Alex wird schon langsamer, 1min Rückstand auf die Spitze – entledigt sich der Zip-felmütze. Julia als 4. Frau, nur 20 sec hinter der Ersten – Mütze sitzt!





Kilometer 4,8/5 des ersten Laufsplits
Alex wird sichtlich langsamer, 2min zurück. Julia auf Platz 5, 30sec zurück, ernste Miene.

Radkilometer 7,5/22
Alex allein ca. 1:50min hinter Rudi, dem Organgebehemdeten Schnellläufer, holt aber auf, ca. 40sec vor ihm eine 4er-Gruppe. 3min später: Julia führt, fährt aber allein in Runde zwei ein, hinter ihr reihen sich die Damen in Grüppchen von Herren ein. Mal schauen.



Radkilometer 15/22
Alex immer noch alleine irgendwo um Platz 10, die 4er-Gruppe noch 20sec vor ihm. Julia hat mittlerweile auch ein Grüppchen gefunden und mehr als 1min Vorsprung auf die zweite Frau.




Radkilometer 22/22 Eingang Wechselzone 2
Alex hat die 4er-Gruppe aufgefahren und biegt als 5. zum letzten Wechsel ab. Die Wech-selzone aber kommt für ihn aber offensichtlich zu früh, er hat die Schuhe noch an, ist überrascht, schon vom Rad zu müssen. Was immer er in der Wechselzone veranstaltet, er kommt als 9. wieder raus.
Julia kommt mit ihrer Gruppe in der Wechselzone an, führt mit mind. 2min. Als sie auf die letzten 2,5km geht, kommen gerade die Plätze 2-5 der Damen ins Stadion. Wir schicken das Führungsfahrrad hinter ihr her, ihr zu sagen, sie hätte 90sec Vorsprung, mindestens.





Zielbereich, 1:09h
Alex hält sich auf Platz 9, hat genug Zeit & Energie, noch für den Zieleinlauf die Zipfel-mütze zu greifen. Farblich ist das Dress der beiden 100% Zipfelmützenkompatibel.

Zielbereich; 1:19h
Julia und sonst… niemand! Sie hat’s abgeschossen! Der Versuch allerdings, ihr 200m vorm Ziel wieder die Zipfelmütze anzureichen misslingt. Wie ich später erfahre, wollte die die 1:20h noch knacken, was leider um ganze 15sec misslingt. Im Ziel ist sie völlig platt aber verdammt glücklich. Die gesamte Zipfelmützenfraktion herzt das Mädchen und läßt sie hoch laben.

Vereinsheim PSV Ffm, 13:55h
„Yesssss!“ tönt es durch den Raum. Ich gucke kurz hoch, sehe ein breites Grinsen auf des Dicken Gesicht und vernehme: „Beste Radzeit!“. Mit Rudi & Co. am Start war mehr nicht drin. Dafür darf Julia jetzt (allein???) zu nem Spiel der Eintracht ins Waldstadion gehen, Honig schlecken und für €15 beim Laufshop einkaufen.




Vorm Vereinsheim des PSV Ffm, 14:45h
Alex und Julia sind schon lange losgezogen, da vertilgt die Zuschauercrew den jetzt zu verschenkenden Kuchen und lassen sich den heissen Äppler gut schmecken.

Die verbotene Stadt, 15:10h
Für einen kurzen Abstecher zum Radcross am Bornheimer Hang, jetzt wieder im Regen, hab ich meine andere Hälfte leider nicht überreden können und so landen wir, einigerma-ßen trocken wieder zuhause an.

Montag, 14. November 2011

Winterzeit ist Crosserzeit: Julia Dritte beim Rüsselcross-Duathlon



Der Ironman auf Hawaii liegt keine fünf Wochen zurück, da sind Julia und Alexander Nikolopoulos schon wieder ins Renngeschehen eingestiegen. Ganz so warm wie am Pazifik war es am vergangenen Wochenende nicht, als die beiden ihre Crosser für einen Ausflug nach Rüsselsheim sattelten. Der dortige Crossduathlon trägt seit seiner Erstaustragung 2004 den passenden Namen „Rüsselcross“. Er führt die Athleten als Dreischritt über die Distanzen von 5km Crosslauf, 20km Querfeldein-Radfahren und abschließend noch einmal 2,5km Crosslauf. Im Frauenfeld konnte sich Julia schon im ersten Laufteil unter den Top 5 festsetzen und fuhr im Herbstlaub schnell auf den dritten Platz vor. Die beiden führenden Damen aber waren schon beim Auftaktlauf zu weit enteilt, um sie noch abfangen zu können. Den dritten Platz aber konnte Julia über die abschließenden zweieinhalb Laufkilometer souverän ins Ziel bringen. Alexander konnte sich nach einem 17. Platz im ersten Laufsplit auf dem Rad ebenfalls nach vorn arbeiten. Der zweitbeste Radsplit des Tages führte ihn bis auf Rang 7 vor, den er auch bis ins Ziel verteidigte.


Ergebnis Rüsselcross-Duahlon:

Frauen
1. Schulz, Jenny Skills 04 Frankfur 1:07:41h
2. Schmitt, Natascha Eintracht Frankfurt 1:09:46h
3. Nikolopoulos, Julia TV Bad Orb 1:14:37h

Männer
1. von Grot, Rudolf Skills 04 Frankfur 1:01:30h
2. Kiefer, Haimo Skills 04 Frankfur 1:01:56h
3. Rockoff, Daniel TSV Flöha 1848 1:02:45h
[…]
7. Nikolopoulos. Alexander TV Bad Orb 1:03:46h

Detailergebnisse Rüsselcross-Duathlon:
http://www.tg-tria-ruesselsheim.de/dateien/RuesselCross/Ergebnisse/rc_results_2011.pdf

Montag, 24. Oktober 2011

Ironman Hawaii: Julias Rennbericht



Aloha,

seit einer Woche sind wir nun wieder zurück und immer wieder denke ich daran, wie wir mit diversen Freunden am Flughafen in Kona standen und keiner von uns wieder nach Hause wollte. Wir mussten feststellen, dass Kona einfach ein Stück Zuhause für uns ist. Das Ironman Rennen in Kona ist für uns immer Teil eines Urlaubs, der eine Woche vor dem Rennen beginnt und dann eine Woche auf Kauai hinterherschiebt. Erzählt mir was von Menschen als Gewohnheitstieren... Wie ihr an unserem Blog sehen konntet, hatten wir in der Woche vor dem Rennen viel Ablenkung und kaum Langeweile. Da ist es immer ein bisschen komisch, dass ich dann am Freitag Morgen aufwache und beim Frühstück feststelle: "huch, das Rennen ist ja schon Morgen". Die für mich klassische Spannung vor dem Rennen baut sich da bei mir eher weniger auf. Was ein zweischneidiges Schwert ist - denn die Kampfsau will angeheizt werden, bevor sie rausgelassen wird. Andererseits glaube ich, dass das Rennen in Kona nichts für mich ist, schon alleine wegen der Außentemperatur. So frage ich mich in diesem Jahr, ob nur der Kopf will, dass es mir da zu heiß ist, oder ob es tatsächlich nicht meine Renntemperatur ist...


Egal, die Abläufe am Rennmorgen kennt ihr ja schon von unseren anderen Berichten: frühes Aufstehen, kurz was essen und dann Richtung Wechselzone. Räder fertig machen, Essen verstauen, Dixie besuchen und dann geht es ins Wasser. Habe ich mich gefühlt, als ginge ich bei einer Weltmeisterschaft an den Start? Nicht wirklich, es war mehr ein weiteres Rennen, egal ob lang oder kurz.

Die Kanone ballerte und es ging los. Zum Glück war um mich rum nichts, was sich als Schlägerei zu bezeichnen lohnt, ab und an haute mir mal einer auf die Füße oder die Waden, aber das wars auch schon. Nachdem der Pazifik die Tage vorher unglaublich aufgewühlt war, dass man kaum den Boden sehen konnte, sah ich jetzt schon wieder die Fische. Vor mir tauchten die Füße von Misses Ipswich (sie hatte ein Trikot mit "Ipswich" an) auf, an die ich mich hing. Das Tempo war ok für mich und ich schaffte es, sogar bis nach der Wende an ihr dran zu bleiben. Danach wurde sie langsamer und ich musste aufpassen, dass ich nicht mit meiner beim Schwimmen schnell auftauchenden Bummelei anfing. Also zurück ohne den Wasserschatten. Als ich nach 1:20 aus dem Wasser stieg war ich schon enttäuscht, andererseits ist Schwimmen auf jeden Fall meine schwächste Disziplin und deshalb machte ich gedanklich schnell einen Haken dahinter.Dafür hatte ich in der Wechselzone kaum Schwierigkeiten, mein Rad zu finden - schon fast alleine stand es in der Reihe.


Das Bolerojäckchen, was meine Schultern und Arme vor dem Sonnenbrand schützen sollte, zog ich schnell im Zelt an und dann gings rauf aufs Rad. Die Schleife durch die Stadt fährt sich schnell und dann raus auf den Queen K Highway. Irgendwie schien der Wind dieses Mal von vorne zu kommen. Nach der Erfahrung von 2009 wollte ich auf bis nach Hawi zügig aber ohne mich kaputt zu fahren, damit ich hinten raus bei dem garantiert kommenden Gegenwind ein wenig Zeitpuffer für was auch immer haben würde. Also versuchte ich zügig zu fahren. Das klappte aber nur bedingt, so richtig wollten die Beine nicht. An jeder Verpflegung kippte ich Wasser über mich, trank ein paar Schlucke, und achtete darauf, alle 25 min entweder ein Gel oder einen halben Riegel zu essen. Dann begann der Anstieg nach Hawi, der so gar keinen Spaß machte, denn zu der Steigung, die an sich nicht weiter wild ist, kam der Gegenwind. Also, treten, Wattzahlen halten und auf den Wendepunkt warten. Oben gibt es wieder eine Verpflegung, also nochmal Wasser gekippt (mittlerweile war ich bei zwei Wasserflaschen zum Kühlen angekommen) und dann in den Auflieger und den Hügel runter. Das rollte schon sehr gut, auch wenn ich sehr aufmerksam fuhr, damit mich nicht eine plötzliche Böe ein paar Meter nach rechts oder links setzen würde. Und auf ging es Richtung T2. Nach Kawaihae fing sich die Strecke an zu ziehen. Der Gegenwind war immer noch da, immer wieder überholte ich Radler, die sich im Windschatten ihres Vordermannes versteckten und so ging es mit dem Auf und Ab der Radstrecke zurück nach Kona.


Ich rollte in die Wechselzone, einer der Helfer übernahm mein Rad und dann eierte ich einmal um den Pier rum. Im Wechselzelt wurde mir als erstes das eiskalte Handtuch umgehängt, auf das ich mich seit km 144 gefreut hatte. Es half aber alles nichts, ich musste wieder raus und den Marathon laufen.Also raus aus der WZ und die Palani Road rauf.

Oben am Hot Corner steht die Michelle und macht Fotos. Ich merke auf dem ersten Kilometer, dass ich bei der Verpflegungsstelle an Meile 1 auf jeden Fall das Dixie besuchen muss. Dort sehe ich auch Alex, der die ersten 10 Meilen da schon hinter sich hat. Nach dem Besuch des Dixies fühle ich mich besser, aber so richtig gut ist mein Magen-Darm noch nicht. Egal, erst mal loslaufen. Ich komme mir vor wie eine lahme Schnecke, was auch dadurch kommt, dass ich bei jeder Verpflegungsstelle gehe, um das Versorgungsprogramm zu fahren: Schwämme einmal auf dem Kopf ausdrücken, Eis hinten in den Anzug, Wasser und dann später Cola trinken, wenn es gibt nochmal Schwämme. Das Loslaufen ist überhaupt kein Problem, also sind die Beine in Ordnung. Bei Meile 3 (oder so) kommt mir Tim entgegen gewankt. Er sieht nicht gut aus, sagt aber, ich solle weiterlaufen. Also weiter bis zum Wendepunkt. Bei Kilometer 10 meldet sich mein Darm noch mal, ich verschwinde kurz und danach ist Ruhe - zum Glück. Wieder durch Kona und dann raus auf den Highway, wo mich oben an der Palani Road ein leichter Windzug empfängt. Herrlich! Es geht über den Highway, hin zu den am meisten ersehnten Solarpanelen des Universums. Rauf und runter, an den Verpflegungsstellen das übliche mit Schwämmen, Eis, Wasser und Cola. Oben am Energy Lab sehe ich Frau Dude, die ein super Rennen hingelegt hat und es geht runter zum nächsten Wendepunkt. Ich laufe die Kilometer knapp unter 6er Schnitt und versuche in meinem weichgekochten Hirn zu rechnen, ob es mit sub 11 reichen wird. Da Zahlen und ich aber keine Affinität zueinander besitzen, lasse ich es bei Versuchen bewenden und denke mir, dass ich schauen sollte, nicht viel langsamer zu werden, dann würde das schon irgendwie passen. Wendepunkt am Energy Lab und schon geht es Richtung Ziel. Irgendwie scheinen die Kilometer nicht zu vergehen und irgendwie vergehen sie ganz schnell. Ich weiß nicht, wo ich mich da befunden habe. 3 Kilometer vor dem Ziel schaue ich auf den Garmin und stelle fest, dass das mit sub 11 nun doch eng wird. Ich versuche nochmal Gas zu geben und endlich geht es die Palani Road runter. Noch einmal die Schikane-Runde und dann bin ich auf dem Alii Drive. Als ich dort einbiege hätte ich heulen können - warum, weiß ich auch nicht so ganz genau. Ich höre schon Mike Reilly's Stimme und laufe die letzten 500m Richtung Ziel.


Knapp verfehlt ist auch vorbei denke ich, als ich meine Zielzeit mit 11:01:35 sehe. Die Helfer nehmen mich in Empfang, ich bekomme den üblichen Lei und das Handtuch (kleine Anekdote am Rande: die schnellen Athleten haben ein Badelaken von Tyr bekommen, als die dann alle waren gab es nur noch Handtücher in Küchentuchgröße von Yurbuds!) und im Finisherbereich kommt mir Alex schon entgegen. Der bringt mich in die Ecke, wo Tim, Michelle, Leonie und ein paar Freunde von uns sitzen und organisiert mir erst einmal Pizza. Wie lecker! ich fühle mich ok und nicht so fertig wie 2009, als ich fast auf dem Stuhl eingeschlafen bin [aber fast, Anm.d.Red.].


Wir holen die Medaille und das Shirt, machen Fotos und gegen 8 sammeln wir unsere Sachen, gehen in die WZ und checken die Räder aus. Wir verabreden uns mit Tim und Michelle zur Finishlineparty, schlappen nach Hause und duschen dort erst einmal und essen unser Eis - irgendwas mit Peanut Butter :-) Alex will vor dem Treffen noch bei den goldenen Bögen vorbeischauen, wo wir gemeinsam mit vielen anderen Athleten sitzen. Hach, was ist es schön zu sitzen. Und: es macht keinen Spaß, wenn man aufsteht! Wir wandern langsam zum Treffpunkt und gehen Richtung Finishline. Wenn es nicht so einen langen Wettkampftag bedeuten würde, würde ich sehr gerne mal in der Std zwischen 11 und 12 Uhr einlaufen. Was eine Party!


Kurz vor knapp kommen nacheinander die Athleten der AK 80 rein - und werden frenetisch bejubelt! Leider ist die letzte Finisherin des Tages 2 Sek außerhalb der 17Std Marke und wird nicht mehr gewertet. Und dann ist auch schon alles vorbei. Als wir am Tag drauf zur Awardsparty gehen, ist schon nicht mehr zu sehen, dass dort am Tag vorher überhaupt irgendwas besonderes passierte.


Jetzt ist erst einmal ein bisschen Pause angesagt, die wir mit einigen Crossduathlons erträglich machen wollen und dann werden wir uns in die Saisonplanung für 2012 stürzen. Ideen, was wir machen könnten, haben wir natürlich :-)

Aloha

Julia

Freitag, 21. Oktober 2011

Kurstädter Triathleten in den Tropen: Bad Orber Triathleten beim Ironman Hawaii




In diesem Jahr hatten drei Athleten des TV Bad Orb die Qualifikation für die WM im Ironman-Triathlon auf Hawaii geschafft: Julia und Alexander Nikolopoulos hatten sich im Sommer bei den Europameisterschaften in Frankfurt qualifiziert, Tim Stutzer das Ticket bereits im letzten Herbst in Florida gelöst.

Gemeinsam standen die drei damit am 08. Oktober an der Startlinie des berühmtesten Triathlons der Welt. Da es für alle drei nicht die Premiere auf der schwül-warmen Pazifikinsel war, hatten sie sich über das reine Bewältigen der Distanzen auch ambitionierte sportliche Ziele gesetzt. Nach seinem dritten Platz bei den Europameisterschaften hatte Alexander Nikolopoulos auch einen Platz auf dem Treppchen bei der Weltmeisterschaft im Visier. Zwar war seine Frau Julia in Frankfurt als Europameisterin noch erfolgreicher gewesen, da sie aber ebenso wie Tim Stutzer eher Rennen in kühleren Gefilden bevorzugt, waren ihre Erwartungen etwas geringer. Genau wie Stutzer hatte sie sich vorgenommen, unter die besten 100 ihrer Geschlechtergenossen zu kommen.

Trotz einiger Motivationslöcher in der sehr langen Vorbereitung auf ein Rennen so spät im Jahr, reisten die Kurstädter nach einer guten Vorbereitung voller Vorfreude zum Rennen an. Die Woche vor dem Rennen nutzten sie dann, um sich mit lockerem Training auf den Wettkampfstrecken den letzten Schliff zu holen. Schnell aber war der 08. Oktober gekommen und für die Amateure fiel der Startschuss zum Rennen um sieben Uhr früh. Glücklicherweise kamen alle drei Athleten ohne größere Belessuren durch das oft als Waschmaschine bezeichnete Schwimmen der mehr als 1.800 Teilnehmer. Trotzdem waren nicht alle Orber mit ihrer Leistung in der Auftaktdisziplin zufrieden. Blieb Tim Stutzer mit einer Zeit von knapp 1:04h noch im Soll, so lagen die Zeiten von Alexander (1:09h) und Julia (1:20h) Nikolopoulos doch einiges unterhalb der Erwartungen und Wünsche. Da aber jetzt die stärkste Disziplin der Kurstädter folgen sollte, machten sie sich auf zu einer Aufholjagd durch das Feld. Am besten schlug sich dabei Alexander Nikolopoulos, der sich mit einer sehr guten Radzeit von 4:44h von Platz 822 nach dem Schwimmen um mehr als 700 Plätze auf Gesamtrang 107 nach vorn schieben konnte. Bei diesem rasanten Ritt durch die Lavawüste Hawaiis überholte er gegen Ende der Radstrecke auch Tim Stutzer, der mit einer etwas langsameren Radzeit von (4:49h) knapp eine Minute nach ihm den Wechsel zum Laufen erreichte. Ebenfalls schnell unterwegs war Julia Nikolopoulos, die ihre Radzeit von 2009 um mehr als 20 Minuten unterbieten konnte und eine Zeit von unter fünfeinhalb Stunden nur knapp verpasste.

Schon zu diesem Zeitpunkt aber war klar, dass die gesteckten Ziele zu erreichen für alle drei Athleten sehr schwer werden würde. Denn beim diesjährigen Rennen waren die äußeren Bedingungen zunächst, insbesondere auf der Radstrecke besonders gut und ermöglichten sehr schnelle Zeiten. So wurde 2011 der mehr als 15 Jahre bestehende Streckenrekord durch den Australier Craig Alexander auf eine Zeit von 8:03:56h geschraubt. Nichts anderes als jeweils eine persönliche Bestzeit auf der Marathonstrecke hätte es auch für die Kurstädter erfordert, ihre Wunschziele noch zu erreichen. Laufbestzeiten aber gerade hohen Temperaturen und hoher Luftfeuchte zu erzielen ist keine einfache Sache und so wurde es für alle ein harter Tag. Am besten mit den Temperaturen von bis zu 33 Grad kam Alexander Nikolopoulos zurecht, der lange auf Kurs lag, seine Laufbestzeit von 2010 tatsächlich zu unterbieten. Tim Stutzer dagegen kam erneut mit der drückenden Hitze auf den ersten Laufkilometern gar nicht zurecht und musste bereits nach vier Kilometern Gehpausen einlagen, womit sein Rennen im wahrsten Wortsinn „gelaufen“ war. Auch Julia Nikolopoulos hatte mit der Hitze sehr zu kämpfen, konnte aber zumindest konstant durchlaufen. Für alle aber stand an jeder der 25 Verpflegungsstationen das immer gleiche Ritual an: So viele Eiswasserschwämme, Cola- und Eis greifen, wie eben möglich, um den Körper irgendwie zu überzeugen, weiterhin Leistung zu bringen. Diese Prozedur sorgte auch bei Tim Stutzer dafür, dass er, nachdem er für die ersten zehn Kilometer mehr als 75 Minuten statt geplanter 48 Minuten gebraucht hatte, wieder in einen halbwegs flotten Laufschritt wechseln konnte. Zum Glück für alle Athleten bezog sich der Himmel gegen Nachmittag etwas und die berüchtigte trockene Hitze auf der zweiten Marathonhälfte wurde etwas gemindert. So konnten alle Kurstädter auf der zweiten Marathonhälfte noch einmal aufdrehen. Am letzten Wendepunkt der Strecke im National Energy Laboratory Hawaii waren alle hoch gesteckten Ziele jedoch schon lange Makulatur. Wie so oft hatte sich die Insel als stärker erwiesen und Träume waren in der Sonne wie Butter geschmolzen. Zu diesem Zeitpunkt blieb nur, sich kleinere, noch erreichbare Ziele zu setzen. Für Alexander Nikolopoulos bedeutete dies, noch unter neuneinhalb Stunden ins Ziel zu kommen. Tim Stutzer schielte noch auf eine Zeit unter zehn, Julia Nikolopoulos unter elf Stunden. Wieder aber war es nur Alexander Nikolopoulos, der auf dem Weg zurück nach Kailua-Kona die nötigen Kraftreserven mobilisieren und bald sicher sein konnte, dieses Sekundärziel noch zu erreichen. Ihm blieb sogar die Zeit, auf einen Freund, der zu nächst zu ihm aufgelaufen war, dann aber kurz vor dem Ziel eine Schwächephase erlebte, zu warten um mit diesem gemeinsam ins Ziel zu laufen So überquerte er als 177. der Gesamtwertung (36.AK 35) nach 9:29:31h die Ziellinie.

Trotz aller Anstrengungen war es seiner Frau und Tim Stutzer nicht vergönnt, unter zehn beziehungsweise elf Stunden zu bleiben. Dafür schmerzten die Beine an Ende des Marathons zu sehr und kosteten die Gehpausen zur Kühlung und Verpflegung zu viel Zeit. Stutzer erreichte das Ziel schlussendlich in 10:01:57h und belegte damit Gesamtrang 476 (118. AK 35). Julia Nikolopoulos schrammte noch knapper an der Stundenmarke vorbei: Ihre Endzeit lag lediglich 1:35min über der Elf-Stunden-Marke. Damit erreichte sie als 169. Frau (32. ihrer Altersklasse) das Ziel.

Richtig zufrieden war im Ziel, wo man wieder aufeinander traf, also keiner der drei. Alexander Nikolopoulos haderte mit seiner Schwimmzeit. Tim Stutzer war wegen der auf den ersten Laufkilometern verlorenen Zeit unzufrieden, insbesondere weil ihm dies hier bereits zum dritten Mal passiert war. Julia Nikolopoulos war einfach total erschöpft und meinte nur, man müsse sich ab jetzt auf Rennen in Skandinavien oder besser, der Arktis, verlegen. Darin stimmten sie und Tim Stutzer schnell überein.

Doch dann trafen sich die Athleten kurz vor dem mitternächtlichen Zielschluss, um die ausdauerndsten der Eisenmänner nach fast 17 Stunden auf den letzten Metern zu feiern. Es dauerte dort nicht lange, bis die seltsam feierliche und faszinierende Stimmung, die nur dieser Ort zu dieser bestimmten Zeit zu erzeugen vermag, ihre Wirkung entfaltete. Und auf einmal war man sich nicht mehr ganz so sicher, ob 2011 wirklich die letzte Reise zum Triathlon nach Hawaii gewesen sein sollte.

Rückblick Regionalliga 2012: Mittendrin statt nur dabei!





Nach Abschluss unserer ersten Saison in der dritthöchsten Triathlonliga Deutschlands können wir auf eine rundum gelungene Premiere zurückblicken.

Obwohl durch einige Ausfälle erneut ersatzgeschwächt angetreten, erreichten wir im Abschlussrennen der Ligasaison beim Rhein-Ahr-Triathlon in Remagen den 7. Platz und lagen damit erneut im Mittelfeld. Wir konnten in der Besetzung Alexander Nikolopoulos, Adi Kohr, Jürgen Metzler, Jörn Gabler und Bernd Paczarkowski eine ausgeglichene Leistung zeigen. Den Ausreißer nach oben bildete dabei die Top10-Platzierung von Nikolopoulos, der nur sehr knapp an der Tagesbestzeit auf dem Rad vorbeischrammte und damit im Hinblick auf die anstehende Ironman-WM auf Hawaii eine weiter ansteigende Form bewies.

Aus den vier Saisonrennen stehen für uns so zwei 7., ein 6. Platz und ein 4. Platz beim Rennen in Waldeck zu Buche, bei dem wir nur knapp die erste Podestplatzierung verpassten. Wie auch in den vergangenen Jahren konnten wir leider bei keinem Rennen in Bestbesetzung antreten. Immer wieder spielte die Gesundheit dem einen oder andern Leistungsträger einen Streich. Das ist trotz der Verstärkung durch Alexander Nikolopoulos seit der Saison 2010 der leider sehr dünnen Personaldecke geschuldet. Mit lediglich 15 Abteilungsmitgliedern sind wir mit Abstand der kleinste Verein, der in einer so hohen Liga vertreten ist. Ein Gutes aber hatte die Verletzungsmisere der Orber: Insgesamt kamen fast alle Teammitglieder in der Regionalligazu einem Einsatz. Es konnte also jeder mal schnuppern.

Für 2012 aber ist am Horizont Verstärkung auszumachen, die die Mannschaft kommendes Jahr auf die Podestränge der Regionalliga führen könnte. So träumen wir ein Wenig heimlich von einem weiteren Aufstieg, diesmal in die zweite Bundesliga. Das mag bei einem so kleinen Verein manchem vermessen erscheinen, ist aber nicht gänzlich ausgeschlossen, wenn die Mannschaft das in ihr steckende Potential einmal über eine komplette Saison an den Start bringen kann.



Und selbst wenn wir 2012 wider Erwarten gegen den Abstieg kämpfen sollte, besteht die Mannschaft aus so vielen Frohnaturen, dass der selbsternannte „FC Kunterbunt“ in jedem Fall mit einer ordentliche Portion Spaß und Leidenschaft bei der Sache sein wird.



Abschlusstabelle der Triathlon-Regionalliga Mitte:

1. LTF Marpingen
2. DBL-Team RSG Montabaur
3. Eintracht Frankfurt e.V.
4. SC Neukirchen
KSV Baunatal
6. TV Bad Orb
7. Triathlon Team Giessen e.V.
8. Triathlon Mühlheim Kärlich
9. VFR Simmern
10. Trianhas VfL Bad Arolsen

Donnerstag, 20. Oktober 2011

Kona 2011: Kernschmelze, Dritter Teil







Fast alles in meiner Vorbereitung auf den dritten Versuch, das Rennen in Kona endlich zu knacken, lief nach Plan. Auch das Rennen selbst lief in den ersten sechseinhalb Rennstunden gut. Doch kam dasselbe raus wie bei den beiden vorherigen Versuchen: Die Kernschmelze.

Aber fangen wir von vorne an:

Um mein nicht wegzudiskutierendes Problem mit Hitzerennen anzugehen, hatte ich ordentlich Urlaub angespart und war schon vier Wochen vorm Rennen zu Freunden nach San Diego, Kalifornien geflogen um dort in der Wärme zu trainieren. Auch wenn die Hitze dort viel trockener ist als auf Hawaii, dachte ich, zumindest besser zu fahren als mit einer Vorbereitung im kühlen deutschen September. Und es sah gut aus. Die drei Rennen, die ich in San Diego zur Vorbereitung machte, liefen außergewöhnlich gut. Beim Superfrog Triathlon verpasste ich als vierter knapp eine kleine Refinanzierung der Reisekosten. Die beiden anderen Rennen, die San Diego Triathlon Classic und das Clubrennen des San Diego Tri Club im September konnte ich gar gewinnen. Bei allen Rennen lief das radeln sehr gut und je länger ich drüben war, desto besser wurde auch das Laufen. Mit je drei Schwimmeinheiten in der Woche war zum Ende sogar mein Schwimmen wieder auf dem Damm, als es am 1. Oktober weiter nach Big Island ging. Und auch dort hatte ich erstmals auch bei den Läufen auf dem Ali’i Drive in Hitze und Schwüle ein gutes Gefühl. Die Radausfahrten auf dem Queen Kaahumanu Highway waren super, das Schwimmen im Pazifik wie immer ein reines Vergnügen.


Am Ende der zweiwöchigen Taperphase stand dann das Rennen am 8. Oktober.
Nervös wie immer suchte ich im Gewimmel der 1.700 Beinpaare den richtigen Startplatz. Als um Punkt sieben Uhr der Startschuss fiel, hatte ich richtig Spaß! Irgendwie kam ich um die berüchtigte Schlägerei im Startbereich herum und konnte mich auf ein betont lockeres Schwimmen konzentrieren. Nur am Wendepunkt zur Hälfte der Strecke hielt ich zunächst auf das falsche (Presse-)Boot zu und musste mich so wieder in die Masse der Schwimmer zurückkämpfen. Das waren aber auch allenfalls fünf kritische Minuten. Der Rückweg zum Kona Pier verlief dann ruhig bis auf eine fast magische Begegnung mit einer Gruppe von Delphinen. Die hatten sich offensichtlich anschauen wollen, was diese riesige Horde Zweibeiner so früh am Morgen in ihrem Zuhause so vor hat. Unglaublich!




Als ich die Treppe hinauf in die zweite Wechselzone betrat, waren 1:04:52h vorbei und ich was es sehr zufrieden. An einen Tag, an dem wohl ordentliche Strömung herrschte, meine bisherige Bestzeit um zwei Minuten unterboten. So konnte es weiter gehen.

Um schon auf dem Rad meine Hitzeschwäche zu adressieren zog ich ein langärmliges Radtrikot an und der Spaß konnte beginnen. Zu Beginn war mir sogar richtig kalt an den Armen, wo ich das Trikot ständig mit Wasser benetzt hielt. Betont locker ging ich die Einrollrunde durch die Stadt und den Kuakini Highway an und nach wenigen Minuten erreichte ich die Steigung an der Palani Road, die mich hoch auf den berühmten Queen Kaahumanu Highway führen sollte. Auf dieser kurzen Steigung überholte mich mit Damien Favre-Felix jener Franzose, der als einziger Amateur beim Ironman Florida 2010 eine schnellere Radzeit gefahren war als ich. Kurz überlegte ich, ob ich ihn als Pacemaker nutzen sollte, entschied mich allerdings dagegen. In Florida hatte er meine 4:35h um glatte 12 Minuten unterboten, deshalb sah ich hier ein zu großes Risiko, zu überpacen. Auch in Kona sollte er mit 4:30h an diesem Tag die mit Abstand schnellte Radzeit aller Amateure fahren – am Ende 19 Minuten schneller als ich.
Oben auf dem Highway fand ich – ich orientierte mich an meiner Ziel-Wattleistung von 250 Watt - schnell einen guten Rhythmus.


Locker fühlte sich das an, aber das tut es ja immer nach einen so langen Training und einer guten Taperphase in den ersten zwei Stunden auf dem Rad. Trotzdem konnte ich erstaunlich locker an einer fast nicht enden wollenden Perlenschnur von Athleten vorbeifahren. Leider war das nicht immer einer Perlenschnur in der die Perlen den Mindestabstand von 8 Metern einhielten. Es sah teile mehr nach einer Hand voll Murmeln aus, als eine Perlenschnur. Glücklicherweise war meine Form so gut, dass keine dieser Gruppen sich an meinem Hinterrad festbeißen konnte, wie das 2007 der Fall gewesen war.
Wie ich aber zu meiner Zufriedenheit feststellen konnte, waren die Zelte, in denen man seine Zeitstrafen wegen Windschattenfahrens absitzen muss, gut gefüllt. Die Schiedsrichter leisteten zumindest teilweise gute Arbeit.

An jeder der alle 10 Meilen aufgestellten Verpflegungsstationen wurde nun dieselbe Prozedur durchgeführt: Je eine Flasche Isogetränk und eine Flasche Eiswasser greifen. Dann mit dem Eiswasser Trikot und Hose benetzen, damit die Verdunstungskälte ihre Arbeit leisten kann. Wenn möglich noch ein paar Energiegels abgreifen und dann weiter.

So lag die Durchschnittsgeschwindigkeit in der ersten Rennstunde bei knapp 41 km/h, nach zwei Stunden, am Fuße des Anstiegs hoch zum Wendepunkt nach Hawi waren es immer noch gut 40 km/h und meine Beine fühlten sich gut an. Das konnte man allerdings von meinem Rad nicht sagen, denn da war was falsch: Eine der Klemmschrauben, die den Aeroauflieger am Lenker fixieren, hatte sich gelöst und war abgefallen. Damit war der linke Auflieger nur noch mit einer Schraube fixiert und schlackerte, wenn ich ihn nicht festhielt, wie wild in der Gegend herum. Mit nur noch einer Fixierschraube, die sich zudem auch zu lösen begann, konnte ich den linken Arm ab jetzt nicht mehr vom Aerolenker lösen, ohne Gefahr zu laufen, bei Verlust der schraube, den kompletten Auflieger zu verlieren. In der Ebene war das kein Problem, im Anstieg nach Hawi hingegen schon, weil dort ein gehöriger Wind wehte, den man sicher hätte in Oberlenkerposition besser bekämpfen können. Ich hingegen kämpfte eher mit meinem Lenker als gegen den Wind. Am Wendepunkt dann schrei ich wie wild nach einem Mechaniker, nur um festzustellen, dass es keinen stationären Radservice gibt. Von den wohl vorhandenen mobilen Servicemotorrädern habe zumindest ich auch keines gesehen. Damit begann ich die Abfahrt von Hawi nach Kawaihae mit einem sehr mulmigen Gefühl: Dieser Teil der Strecke ist berüchtigt für deine Schwerwinde, die auch mal gut 90 km/h erreichen können. Schon im Vorfeld hatte ich eigentlich ein zahmeres Vorderrad montieren wollen, aber keins mehr auftreiben können. Jetzt kam zu meinen Zipp 808 Vorderrad noch die Tatsache, dass ich den Lenker nur auf der rechten wirklich fest halten konnte. Glücklicherweise aber waren die Seitenwinde nicht so stark wie sonst und ich erreichte Kawaihae ohne größere Probleme.
Was mich zu diesem Zeitpunkt richtig wütend machte, waren die mir auf der Abfahrt entgegen kommenden Gruppen von Athleten, die sich die Arbeit gegen den Wind “gerecht” aufteilten. Schon in der Auffahrt nach Hawi war in einem Bereich angekommen, in den die Athleten nur noch vereinzelt, niemals in Gruppen unterwegs waren. Vielen Dank, liebe Mitstreiter.

Da ich wegen der mechanischen Probleme den Anstieg nach Hawi nicht hatte mit solchem Druck fahren können, wie eigentlich angedacht, hatte ich einige Körner sparen können, die ich nun, wo es nach Kawaihae wieder auf den Queen Kaahumanu Highway ging, in die Waagschale werfen wollte. Hier, ab Radkilometer 120, sagt man beginnt das Rennen erst wirklich. Und mein Plan war, es von hier aus für die letzten eineinhalb Radstunden noch mal richtig krachen zu lassen. Der lockere Auflieger war hier auch kein Problem mehr, hier geht es allenfalls mit etwas Gegenwind eigentlich ziemlich flach vorwärts. Also schraubte ich die Leistung wieder gen 240/250 Watt hoch und sammelte einen Athleten nach dem nächsten ein. Hatten sich vielleicht auch diese Konkurrenten vielleicht auf dem Weg nach Hawi in einer Gruppe verstecken können, so kämpfte meine (Rad)Leistungsklasse hier jeder für sich allein. Es lief zu diesem Zeitpunkt so gut, ich konnte es kaum glauben. Leider hielt dieses Gefühl nur vielleicht 20 Minuten an, dann meldete sich die Innenseite meines rechten Oberschenkels mit Krampfansätzen zu Wort. „Was zur Hölle!“, dachte ich und drosselte sofort meine Leistung. Alle 10 Meilen 0,7 Liter Isoplörre, 3 Energieriegel und irgendwas um 8 Energiegels hatte ich eingeworfen, war gefühlt 100km locker gefahren und trotzdem Krämpfe? Sollte das ein erstes Anzeichen dafür sein, dass ich doch zu viel Flüssigkeit und damit Salz verloren hatte. Viel weiter konnte ich nicht denken, denn ich war vollauf damit beschäftigt, diese Krampfansätze irgendwie zu bekämpfen. Die einzigen Mittel, die blieben waren dehnen und das Bei mit Eiswasser kühlen. Zwei Verpflegungsstationen und 20 Kilometer später hatte sich der Oberschenkel beruhigt, aber an eine Leistung von 240 Watt war nicht zu denken. Also konzentrierte ich mich in der letzten Radstunde darauf, ausgeglichen um 200-220 Watt zu fahren und mich gut zu verpflegen. Zum Ende der Radstrecke hatte ich so um 5-6 Liter Isogetränk getrunken, dreieinhalb Energieriegen gegessen und 10 Energiegels in mich hineingedrückt.
Als ich also rund 20 Kilometer vor dem Ziel im Schadensbegrenzungsmodus angekommen war, erspähte ich bei einem Blick nach hinten den leuchtend grünen Helm meines Teamkollegen Alex, den ich schon länger erwartet hatte. Er hatte ja schon am Wendepunkt in Hawi drei der fünf Minuten Rückstand, die er nach dem Schwimmen gehabt hatte, gut gemacht. Seine Aufforderung allerdings, mitzufahren, musste ich dankend ablehnen. Das Bein hatte sich zwar völlig beruhigt, ich wollte mir aber auch die letzte halbe Stunde des Radparts nicht den Rhythmus diktieren lassen.
Und die Wetterlage, die ich erspähte, als die ersten Ausläufer von Kailua-Kona in Sicht kamen, bestärkte mich in der Richtigkeit dieses Plans: Wie bei meinen zwei Rennen zuvor war kein Wölkchen über der Stadt zu erkennen. Jeden Tag in der Woche war gegen Mittag eine Wolkendecke an die Küste gezogen, nur an diesem Samstag nicht. Deja vu Nummer 1, denn sowohl 2007 als auch 2008 hatte ich hier dasselbe abgespielt. Es stand also wieder ein heißer Lauf bevor. Diesmal aber war ich besser vorbereitet und hatte wegen des lockeren Aufliegers auf dem Rad mehr Kräfte gespart als gedacht. Ich freute mich also fast aufs laufen, sofern man das nach 180 Radkilometern überhaupt kann. Die 180 Radkilometer hatte ich dann nach knapp 4:49h absolviert. Das war zwar etwas langsamer als bei diesen Bedingungen angedacht, aber noch voll im Rahmen.


Als ich dann am Eingang der Wechselzone meinen treuen Hobel in die Hand eines Helfers gab, war der Moment der Wahrheit gekommen: Wie fühlten sich die Beine an. Ja, es lief wie auf Eiern, aber die Muskulatur fühlte sich gut an.
Im Zelt tauschte ich die Anti-Überhitzungs-Radklamotten gegen die Anti-Überhitzungs-Laufklamotten. Fühlte sich ein langes Radtrikot bei 30° seltsam an, so sieht das Laufoutfit auch noch denkbar armselig aus. Mit e weißem, langärmligen Shirt, Schirmmütze mit angepinntem Lappen zum kühlen und benetzen des Nackens sowie mit Einmal-Plastikhandschuhen, in die Ein gesteckt werden kann, sieht man aus wie ein Freak. Andererseits ist das ganze Rennen hier eine einzige Freakshow. Damit war ich also genau richtig hier! Und ums Aussehen ging es mir hier gar nicht, wollte ich hier doch bloß ein gutes Rennen machen.Danach fühlte es sich auch zunächst an. Ich griff am Ausgang der Wechselzone so viel Wasser wie möglich und schüttete es mir über Kopf und Arme. Die ersten Meter hoch zum Hot Corner an der Ecke Palani Road/Kuakini Highway liefen so gut, ich hatte für Michelle, die sich dort positioniert hatte, sogar einen Gruß und ein Lächeln bereit.


Der erste Kilometer entlang de Kuakini Highways lief in der geplanten Anfangsgeschwindigkeit von 4:35min/km auch gut. Unten am Ali’i Drive angekommen, hätte ich zwar lieber einen Erdbeer-Smoothie im Lava Java geschlürft also weiter Richtung Süden zu rennen, aber das war nicht der Plan für diesen Tag. Fast urplötzlich aber, als die Bebauung zwischen der Straße und dem Meer einsetzte und damit der kühlende Wind wegfiel, war es vorbei mit dem Rennen. Innerhalb von wenigen hundert Metern verlangsamte sich mein Schritt und mir wurde heiß. Dann schummrig vor Augen, später schwindelig. An laufen war jetzt nicht mehr zu denken. Und das schon nach nicht mal drei Kilometern. Um nicht von links nach rechts zu taumeln, musste ich mich sogar ein paar Mal an Laternenpfosten anlehnen, einmal sogar hinsetzen. Wenn ich das hier so schreibe, muss das ausgesehen haben, wie Macca bei seinen ersten Starts in Kona. Einfach erbärmlich. Besonders erbärmlich, weil jeder ja denken muss, hier hat sich jemand schon auf dem Rad sowas von abgeschossen, dass beim Laufen nix mehr geht. So war es aber nicht. So weit zu denken allerdings war nicht wirklich in der Lage. Ich dachte bloß an eins: Aufgeben oder weitermachen? Aufgeben aber hätte bedeutet, entweder die drei Kilometer zurück zur Wechselzone zu laufen oder sich von einem Krankenwagen abholen zu lassen. In jedem Fall aber musste ich für Kühlung sorgen. Und die nächste Kühlung konnte die nächste Verpflegungsstation bringen. Die lag aber nun 500 Meter weiter an der Strecke. Also schleppte ich mich dorthin und machte Pause. Kippte becherweise Wasser über mich aus und Eis in Hose und Oberteil. Mensch, fühlte sich das gut an. Zwei Mal gab es an dieser Station Eis und zweimal war das meins! Irgendwie ergriff mich dann ein Art Automatismus und es ging – wenn auch sehr langsam – vorwärts. Das war jetzt Deja vu Nummer 2, denn 2008 war es mir genau so ergangen. Bloß hatte ich damals eine verdammt gute Erklärung: Ich hatte nach dem Qualifikationsrennen in England Anfang September krankheitsbedingt nicht trainieren können. Dieses Mal aber war ich so gut vorbereitet wie nie und trotzdem lief es schief.
Mein Rennen war also schon nach drei Laufkilometern vorbei und ich war so richtig sauer. Auf mich, auf das Rennen und irgendwie auf die Welt als Ganzes. Und ich war enttäuscht, klar!
Trotzdem ging es irgendwie weiter, an jeder Verpflegungsstation mit viel Cola, Isoplörre und Eis. Viel Eis!
Als ich dann bei Kilometer 7 an einem der Rennfotografen vorbeikam, war es Zeit für Deja vu Nummer 3, das “Es-hat-nicht-sein-sollen”-Bild.


Nach dem Wendepunkt an der blauen Kapelle dann zeigten meine Bemühungen um Kühlung erste Wirkung. Ich begann langsam wieder zu traben. Trotzdem: Das Rennen war gelaufen! 75 Minuten für die ersten 10 Kilometer, das war knapp eine halbe Stunde zu viel. Aber ich hatte versprochen, diesmal den Anstieg die Palani Road hinauf zu joggen und so wurde der Plan gefasst, diesen Tag doch noch irgendwie zu einem akzeptablen Ende zu bringen. Als mich Michelle dann am Fuß dieses Anstiegs erspähte, stand ihr die Erleichterung ins Gesicht geschrieben. 105 statt der geplanten 75 Minuten für die ersten 10 Meilen, hatten ihr einen gehörigen Schrecken eingejagt.
Oben auf dem Queen Kaahumanu Highway angekommen ging es Richtung Norden und es wurde angenehmer: Die Schwüle des Küstenstreifens ist dort oben nicht mehr so extrem, dazu kamen jetzt ein paar schattenspendende Wölkchen. Hier konnte ich dann sogar erstmals wieder ein paar Athleten überholen. Wobei: Darauf kam es nun wirklich nicht mehr an. Für die erste Hälfte des Marathons hatte ich 2:13h gebraucht, au Backe! Andererseits: Wenn ich weiter einen Schnitt von ~5min/km laufen könnte, wäre das wohl der unglaublichste Negativsplit dieses Rennens.

Wenn man nicht mehr wirklich im „Rennen“ ist, hat man ja Zeit für andere Dinge. Also nutzte ich die Gelegenheit, als ich kurz vor dem Abzweig zum Natural Energy Lab zu Kenny Glah auflief zu einem kleinen Schwatz mit einem der Legenden dieses Rennens. Es war seine 27. Teilnahme in Serie. Unglaublich!
Auf der Straße zum Energy Lab war es dann nicht so heiß wie in den vergangenen Jahren und ich konnte zumindest ein paar Kilometer unter fünf Minuten absolvieren. Am letzten Wendepunkt des Rennens im Energy Lab traute ich mich erstmals, über meine in jedem Fall indiskutable Endzeit nachzudenken. Sollte ich in der Lage sein, den 5er Schnitt bis ins Ziel zu halten, könnte es sogar noch was werden mit einem Finish unter 10 Stunden. Also mobilisierte ich noch mal ein paar Kräfte und oben auf dem Highway angekommen folgte der nächste kleine Schwatz, diesmal mit dem Dude, der seine Frau zu einem tollen Rennen coachte! Trotz aller Bemühungen konnte ich dort oben die sub 5min/km nicht halten und gut 8 Kilometer vor dem Ziel war klar, dass es mit sub 10 nichts mehr werden würde. Also machte ich locker – nun denn, so locker wie man denn auf den letzten Laufkilometern bei einem Ironman machen kann.
Und wenn es auf Palani Road bergab geht, ist sowieso Schluss mit „locker“ die 10% schmerzen, egal in welcher Gangart. Auf dem Ali’i Drive und damit den letzten 600 Metern angekommen, erspähte ich Michelle und Leonie, die tapfer ausgeharrt hatten und bedankte mich mit einem schnellen Schmatz bei Michelle bevor es auf die allerletzten Meter ging.
Direkt auf der Ziellinie erlaubte ich mir einen kleines Spaß: An einem Abend mit drei Bierchen hatte mein Gastgeber in San Diego, Flo, gescherzt, ich könne doch auf der Ziellinie den Time Warp aus der Rocky Horror Show aufführen (das ist eine längere Geschichte). So gut es ging gab ich also auf der Ziellinie den Tanzbären.


Schlussendlich war ich damit in 10:01:57h als 475. Athlet ins Ziel gekommen. Mein verkorkster Marathon hatte es gerade noch unter vier Stunden geschafft (3:59:31h), wobei mein Garmin meint, es seien bloß 41,6km und nicht 42,2km gewesen. Außer dem kleinen Späßchen auf der Ziellinie konnte ich im Ziel leider keinerlei Begeisterung versprühen. Nichts. Das war bloß Enttäuschung. Nicht mal, dass ich mich wie in Regensburg 2010 an den eigenen Haaren aus dem Sumpf rausgezogen und die zweite Marathonhälfte doch glatt 30min schneller gelaufen war als die erste, sorgte für Freude. Es dominierte vielmehr, dass die 999. Laufzeit zu Buche stand.



Zusammenfassend: Für dieses Rennen an diesem Ort bin ich offensichtlich nicht gemacht. Als ich nach dem Rennen Pauls Newby-Fraser traf und fragte, was ihr Geheimnis für Kona gewesen sei meinte sie, sie hätte einfach Glück gehabt, für diese Bedingungen gemacht gewesen zu sein.

Komme ich trotzdem noch mal hierher zurück? Der Dude hat ja schon festgehalten, was ich während des Rennens darüber dachte. Er hat allerdings auch dokumentiert, dass er meinte, man solle sich tags darauf noch mal unterhalten. Jetzt sind so einige Tage ins Land gegangen und ich weiss nicht so recht. Kann ich noch mehr machen als dieses Jahr? Ich glaub nicht. Soll ich immer wieder auf einen Renntag wie 2006 hoffen, an dem es nicht wärmer wurde als 26° und mehrfach regnete in Kona. Sollte ich mich lieber auf Rennen in der Kälte verlegen? Skandinavien? Antarktis? Vielleicht.

Trotz allem aber hat dieses Rennen eine auch für mich nicht wirklich erklärliche Anziehungskraft. Sicher liegt’s daran, dass Kona das Rennen ist, mit dem unser Sport seinen Anfang nahm. Das Rennen, was den Sport zu dem gemacht hat, was er heute ist. Es ist ein lebender Teil der Geschichte unseres Sports und jeder der daran teilnimmt wird damit Teil dieser Geschichte. Die WTC nennt es Weltmeisterschaft und sich allein dafür zu qualifizieren macht es zu einer Ehre teilnehmen zu dürfen. Andererseits ist der Mythos des Rennens schon etwas beschädigt. Denn sowohl beim schwimmen als auch auf der Radstrecke ist zu viel los. Wer um 1:00h aus dem Wasser kommt, der segelt zumindest bis Hawi entweder in einer großen Gruppe mit oder muss an ebendiesen Gruppen vorbei. Ersteres ist eine Sauerei, letzteres nur möglich, wenn man eine Radform hat, die für um 4:45h über 180km gut ist. Eine solche Form hatte ich dieses Jahr, bin mir aber sicher, das in fünf Jahren nicht mehr auf den Asphalt brennen zu können. Dann bin ich einfach zu alt. In so einem Peloton sich aber zu einer Zeit um fünf Stunden zu lutschen wird für mich nie in Frage kommen. Wenn also, müsste es in der näheren Zukunft sein oder eben dann, wenn ich zu alt bin, um schneller als 5:30h zu fahren. Wenn man die Zeiten aus diesem Jahr aber anschaut, wär das dann frühestens in 25 Jahren. Ob ich so lange noch dabei bin?



Aloha!

Tim